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Europapokal-Vorberichte
Eurocup: Attraktive Gegner / Deutsches „Derby“ in Gruppe D

Eurocup: Attraktive Gegner / Deutsches „Derby“ in Gruppe D

Bei der Eurocup-Auslosung in Barcelona wurden den deutschen Vertretern am Samstag attraktive Gegner zugelost.

Im von 32 auf 48 Teilnehmer aufgestockten zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerb ist die Beko BBL in der Saison 2013/14 erstmals mit fünf Clubs vertreten. Deutschland stellt damit zusammen mit Frankreich (ebenfalls fünf Vertreter) das größte Kontingent. Russland, die Türkei und Italien schicken je vier Clubs ins Rennen, Spanien und Belgien je drei.

Vertreter der Beko BBL in der West-Conference 1

Die Aufstockung auf 48 Teilnehmer ist nicht die einzige Neuerung im Eurocup: Um den Clubs in der ersten Saisonphase (15. Oktober bis 18. Dezember) übermäßig weite Reisen zu ersparen, wird die Vorrunde in eine westeuropäische und eine osteuropäische Conference unterteilt. Der Conference 1 werden dabei die Vertreter aus Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Tschechien, Italien, Slowenien und Kroatien zugeteilt (vier Gruppen zu je sechs Mannschaften), die anderen 24 osteuropäischen Clubs spielen analog in der Conference 2. 

Aus diesem Grund landeten trotz der Vorgabe, Vertreter aus einer nationalen Liga möglichst verschiedenen Gruppen zuzuteilen, mit ALBA BERLIN und den Telekom Baskets Bonn gleich zwei Bundesligisten in Gruppe D, wo sie auf Zaragoza (ESP), Rom (ITA), Mons (BEL) und Gravelines (FRA) treffen. ratiopharm ulm spielt in der Gruppe C gegen Valencia (ESP), Ljubljana (SLO), Varese (ITA), Villeurbanne (FRA) und Paris (FRA). Die EWE Baskets Oldenburg treten in der Gruppe B gegen Bilbao (ESP), Cedevita Zagreb (CRO), Sassari (ITA), Charleroi (BEL) und Chalon (FRA) an. Die Artland Dragons bekommen es in der Gruppe A mit Nymburk (CZE), Cantù (ITA), Le Mans (FRA), Oostende (BEL) und Cibona Zagreb (CRO) zu tun.

Ab Januar verstärken acht Euroleague-Absteiger den Eurocup

Vom 15. Oktober bis zum 18. Dezember werden (in der Regel dienstags oder mittwochs) in diesen Gruppen zehn Spiele (fünf Heim- und fünf Auswärtsspiele) absolviert. Die drei Besten aus jeder Sechsergruppe qualifizieren sich für die Eurocup Last 32, in der eine weitere Neuerung zum Tragen kommt. Ab Januar stoßen nämlich die acht Mannschaften, die in der Euroleague den Sprung in die TOP16 verpasst haben, zu den 24 Qualifikanten aus der Eurocup-Vorrunde. Das sichert zum einen den in der Euroleague zum Jahresende auf der Strecke gebliebenen Clubs eine Fortsetzung des internationalen Spielbetriebs und wertet zum anderen den zweithöchsten Wettbewerb durch größere Konkurrenz sportlich auf.

Die Eurocup Last 32 wird in acht Vierergruppen (sechs Spieltage vom 7. Januar bis 19. Februar) ausgespielt, wobei die einzelnen Gruppen nach einem vorher festgelegten Schlüssel besetzt werden (keine Auslosung). Folglich entfällt in dieser Phase die Berücksichtigung regionaler Kriterien. Die beiden Besten aus jeder Vierergruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale (4./12. März), das wie alle folgenden Runden (Viertelfinale am 18./26. März, Halbfinale am 1./9. April und Finale am 1./7. Mai) im K.O.-Modus, also mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird.

Die Gruppen im Detail: Große Ausgeglichenheit in allen Gruppen

Alle vier deutschen Gruppen zeichnen sich durch eine große Ausgeglichenheit aus. So dürften die Artland Dragons in der Gruppe A am ehesten noch als Außenseiter geführt werden, aber der Abstand zu den anderen Clubs ist nicht so groß, als dass man den Dragons jegliche Chancen auf eine vordere Platzierung absprechen müsste. Angeführt wird die Gruppe vom italienischen Team Cantu (Vierter der Meisterschaft), das nach zwei Euroleague-Jahren in den Eurocup zurückgekehrt ist, vom kroatischen Meister Cibona Zagreb, der nach einer kleinen Durststrecke wieder an große Zeiten anknüpfen will und vom tschechischen Meister CEZ Nymburk sowie dem belgischen Meister Telenet Oostende, die beide in der letzten Woche in der Euroleague-Qualifikation gescheitert sind. Aber auch MSB Le Mans – in der letzten Saison nur Siebter in einer sehr ausgeglichenen französischen Liga – zählt jenseits des Rheins in dieser Saison wieder zum engeren Favoritenkreis und muss sich auch im Eurocup sicher nicht verstecken. Die Artland Dragons kennen die Franzosen bereits aus der letzten Eurocup-Saison, in der man brüderlich Sieg und Niederlage teilte und gemeinsam in der Vorrunde auf der Strecke blieb.

Die EWE Baskets Oldenburg bekommen es in der Gruppe B mit dem letztjährigen Finalisten Bilbao Basket (Siebter der spanischen Liga) zu tun, der es nach finanziellen Einbußen aber wohl schwer haben wird, diesen Erfolg zu wiederholen. Trotzdem bleibt natürlich jeder Gegner aus der spanischen Liga im Eurocup eine echte Herausfordung und Attraktion. Weiterhin treffen die Oldenburger in der Gruppe B auf zwei letztjährige Europaligisten, Cedevita Zagreb und Elan Chalon. Cedevita verpasste die erneute Qualifikation für die Königsklasse als Sechster der Adria-Liga und droht nun auch in Kroatien wieder hinter dem Lokalrivalen Cibona zurückzufallen. Elan Chalon, das in der letzten Saison als Meister in der Euroleague debütierte, muss nach seinem vierten Platz in dieser Saison wieder mit dem Eurocup Vorlieb nehmen und ist auch in Frankreich aus dem engeren Favoritenkreis herausgefallen. Ebenfalls auf dem absteigenden Ast präsentiert sich der im letzten Jahr entthronte belgische Serienmeister Spirou Charleroi (nur Platz 3), während das Ziel beim aufstrebenden Dinamo Sassari (Fünfter Italien) lautet, den Standort Sizilien auf der europäischen Basketball-Landkarte weiter zu festigen.

In der Gruppe C trifft ratiopharm ulm auf den letztjährigen Eurocup-Halbfinalisten Valencia (Sechster der spanischen Liga), der auch in dieser Saison wieder zu den großen Favoriten im Eurocup zählt. Der slowenische Serienmeister Olimpija Ljubljana (im letzten Jahr allerdings nur Zweiter) tritt nach 17 Europaliga-Jahren in Folge erstmals im Eurocup an, weil die Euroleague die Startplätze jetzt über die Adria-Liga vergibt, wo die Slowenen gegen die Clubs aus Serbien einen schweren Stand haben; Ljubljana nutzt diese Rückstufung zu einem Neustart mit einer verjüngten Mannschaft. Der italienische Traditionsclub Cimberio Varese, in der letzten Saison Dritter der italienischen Liga, kehrt nach achtjähriger Abstinenz auf die europäische Bühne zurück, scheiterte aber in der Euroleague-Qualifikation in der letzten Woche an Oldenburg. Abgerundet wird die Gruppe C von zwei französischen Mannschaften, von denen ASVEL Villeurbanne (in der letzten Saison Dritter) auch in dieser Saison stärker einzuschätzen ist als Paris-Levallois (in der letzten Saison nur Zwölfter).

Die letzten beiden deutschen Vertreter, ALBA BERLIN und die Telekom Baskets Bonn, landeten in der Gruppe D, womit beide auch in dieser Saison in den Genuss eines deutschen Europapokal-Derbys kommen. Die Berliner spielten in der letzten Saison schon in der Euroleague gegen Bamberg und die Bonner in der EuroChallenge gegen Oldenburg. Im Eurocup treffen jetzt hingegen zum ersten Mal zwei deutsche Clubs direkt aufeinander. Die anderen Gegner in der „deutschen Gruppe“ haben es allesamt in sich: CAI Zaragoza, das schon am Ende der letzten Saison in Spanien für Furore sorgte (Platz 3), hat sich ebenso weiter verstärkt wie BCM Gravelines, das in Frankreich in den letzten beiden Jahren jeweils als Gewinner der Punktrunde in der ersten Playoff-Runde ausschied. In dieser Saison gilt Gravelines mit dem mittlerweile höchsten Budget der Liga als Topfavorit in Frankreich – zumindest für die Punktrunde. Auf dem aufsteigenden Ast ist auch wieder Italiens Vizemeister Rom, der im Eurocup Anlauf für eine Rückkehr in die Königsklasse nimmt. Als recht unangenehmer Gegner gilt auch der belgische Vizemeister Mons Hainaut, der aber gleichwohl das Team sein wird, das es auf jeden Fall zuschlagen gilt.

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