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Europapokal-Vorberichte
Eurocup am Dienstag und Mittwoch: Kräftemessen mit Spanien und Frankreich

Eurocup am Dienstag und Mittwoch: Kräftemessen mit Spanien und Frankreich

Der zweite Spieltag beschert den deutschen Vertretern interessante Vergleiche mit je zwei Gegnern aus der spanischen und französischen Liga. Die Telekom Baskets Bonn treten im nordfranzösischen Gravelines an und die EWE Baskets Oldenburg bei Elan Chalon. Außerdem kommt es zum deutsch-spanischen Vergleich, wenn ALBA BERLIN den ACB-Club CAI Saragossa empfängt und ratiopharm ulm seine Visitenkarte in Valencia abgibt. Abgerundet wird der Spieltag aus deutscher Sicht am Mittwoch (20 Uhr) mit dem Heimspiel der Artland Dragons gegen Telenet Oostende (Belgien).

Dienstag, 20.00 Uhr: Elan Chalon – EWE Baskets Oldenburg

Nach einem Ausflug in die Euroleague, wo man aber mit zwei Niederlagen gegen ALBA BERLIN den Sprung in die TOP16 verpasste, startet der letztjährige Vierte der französischen Meisterschaft nun wieder im Eurocup, wo Chalon im belgischen Charleroi am ersten Spieltag ordentlich auf die Pauke haute (83:59). Die Oldenburger sind vor ihrem Auftritt im in der letzten Saison auf 5.000 Plätze  aufgerüsteten „Colisee“ hinreichend gewarnt.

Chalons hoher Auswärtssieg in Belgien überraschte umso mehr, weil Chalon in der französischen Liga zuvor mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hingelegt hatte. Aber vielleicht musste im Team um den Ex-Frankfurter Ilian Evtimov einfach nur der Knoten platzen, denn am Wochenende landete Chalon mit einem 89:77 über Le Mans auch in der LNB den ersten Sieg und überzeugte dabei wie schon in Charleroi mit einer starken Verteidigung. So gelangen Le Mans Dashaun Wood gegen Chalon nur drei Assists, nachdem er zuvor die Woche noch 15 Assistenten verteilt hatte. Bei Chalon liefen indes A. J. Slaughter (27 Punkte) und der nachträglich verpflichtete Herve Toure (16) mit zusammen 15/20 Würfen heiß.

Elan Chalon im Stenogramm

Guards: Steed Tchicamboud (32, 193, FRA), A. J. Slaughter (26, 188, USA), David Michineau (19, 191, FRA), Yakuba Ouattara (21, 191, FRA), Axel Bouteille (18, 200, FRA).

Forwards: Jordan Aboudou (22, 200, FRA),  Ilian Evtimov (30, 201, BUL/FRA), Josh Bostic (26, 196, USA), Herve Toure (31, 204, FRA), Mareks Jurevicus (28, 196, LAT).

Center: Jon Brockman (26, 201, USA), Clint Capela (19, 206, SUI).

Headcoach: Mickael Hay (FRA, erste Saison in Chalon),


Mittwoch, 19.30 Uhr: Artland Dragons – Telenet Oostende

Die Artland Dragons empfangen mit dem belgischen Meister Telenet Oostende einen Gegner, der schon bei der Euroleague-Qualifikation vor drei Wochen mit seiner starken Verteidigung und hoher Treffsicherheit überraschte und damit die hohen Favoriten Khimki und Banvit aus den Rennen warf, bevor man sich im Endspiel dem Gastgeber Vilnius beugen musste.

Selbst der verletzungsbedingte Ausfall von US-Center Wes Wilkinson (fehlt mit Rückenproblemen weiterhin) konnte den Spielfluss der Belgier nicht stoppen, die am ersten Eurocup-Spieltag mit einem 90:83-Sieg über Nymburk an diese guten Leistungen anknüpften.

In der belgischen Liga kassierten die Oostender vor einer Woche in Antwerpen ihre erste Niederlage, zeigten sich aber am Wochenende von dieser Schlappe gut erholt und holten den euphorisierten Aufsteiger Brüssel mit einem 86:68 auf den Boden der Realität zurück. Neben US-Forward Ryan Thompson (20 Punkte und 4 Assists) wusste auch wieder Spielmacher Niels Marnegrave mit 6 Assists zu gefallen, der im Eurocup gegen Nymburk mit 10 Assists die Bestmarke des ersten Spieltags aufgestellt hatte.

Telenet Oostende im Stenogramm

Guards: Dusan Djordjevic (30, 195, SRB), Quentin Serron (23, 190, BEL), Niels Marnegrave (26, 191, BEL),

Forwards: Ryan Thompson (24, 198, USA), Mateusz Ponitka (20, 196, POL), Veselin Petrovic (36, 194, SRB/BEL), Jean Salumu (23, 193, BEL).

Center: Pierre-Antoine Gillet (22, 201, BEL), Jared Berggren (23, 208, USA), Andrija Stipanovic (27, 209, CRO/BIH), Khalid Boukichou (21, 206, BEL), Wes Wilkinson (29, 207, USA, verletzt).

Headcoach: Dario Gjergja (CRO, fünfte Saison in Oostende).


Mittwoch, 20.00 Uhr: ALBA BERLIN – CAI Saragossa

ALBA BERLIN empfängt zum ersten Heimspiel der neuen Eurocup-Saison mit CAI Saragossa den letztjährigen Dritten der spanischen Meisterschaft, der als solcher fast schon automatisch zu den Favoriten im Eurocup gezählt werden muss - obwohl der Club erst 2010 in die erste spanische Liga aufgestiegen ist und in dieser Saison sein Europapokal-Debüt gibt. Mit Akteuren wie den georgischen Nationalspielern Giorgi Shermadini und Viktor Sanikidze oder dem Isländer Jon Stefanson, der 2002/03 in der Bundesliga mit Trier so stark auftrumpfte, dass die Dallas Mavericks auf ihn aufmerksam wurden, fällt es jedoch schwer, die Spanier wie einen Neuling zu betrachten.

Mit einem 75:56 über Mons startete Saragossa souverän in den Eurocup. Aber Trainer Luis Abos beklagt einen Trainingsrückstand, nachdem ihm in der Preseason mit den beiden Georgiern, dem Belgier Jonathan Tabu und dem Kroaten Damjan Rudez vier Nationalspieler gefehlt haben und diese, so sagt er, zudem total erschöpft von der EM zurückgekehrt seien. Die am Sonntag in Saragossa erlittene 60:66-Heimniederlage gegen Canarias Tenerifa bestätigt, dass es bei Saragossa noch nicht rund läuft. Gegen die aggressive Defense der Kanaren leistete sich Saragossa 23 Ballverluste. Da konnte auch Damjan Rudez mit seinen 19 Punkten und 4 Assists die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen. 

Jan Jagla über den nächsten Gegner:

CAI Saragossa im Stenogramm

Guards: Pedro Llompart (31, 190, ESP), Jonathan Tabu (28, 190, BEL), Jon Stefansson (31, 195, ISL), Javier Marin (19, 194, ESP).

Forwards: Michael Roll (26, 197, USA), Pere Tomas (24, 202, ESP), Viktor Sanikidze (27, 203, GEO), Damjan Rudez (27, 203, CRO).

Center: Giorgi Shermadini (24, 216, GEO), Joseph Jones (27, 204, USA), Albert Fontet (27, 212, ESP), Laszlo Dobos (19, 219, HUN).

Headcoach: Jose Luis Abos  (ESP, sechste Saison in Saragossa).


Mittwoch, 20.00 Uhr: BCM Gravelines - Telekom Baskets Bonn

Der BC Maritime aus dem nur 12.000 Einwohner zählenden Gravelines empfängt die Bonner in der nur 3.000 Zuschauer fassenden Sportica-Halle, hegt aber große Pläne. 2015 zieht der Club nämlich ins benachbarte Dunkerque (Dünkirchen) um, wo eine moderne Großarena entsteht, in der die Franzosen nicht nur Eurocup, sondern auch Euroleague spielen wollen. Wie ernst das gemein t ist, verdeutlicht die Tatsache, dass die „Nordlichter“ schon in dieser Saison mit dem höchsten Budget der französischen Liga (6 Millionen) an den Start gehen und zum Eurocup-Auftakt mit einem 75:69 in Rom ein erstes Ausrufezeichen gesetzt haben.

In der französischen Liga, wo Gravelines in den letzten beiden Jahren jeweils als Punktrundenerster gleich in der ersten Playoff-Runde ausschied, lief es bislang nicht so rund. Am Wochenende gab es mit dem 57:65 gegen Dijon im dritten Spiel schon die zweite Niederlage, weil die beiden hochgewetteten Neuzugänge, Spielmacher Souleyman Diabate (MVP der letzten Saison) und Yakhouba Diawara (Ex-Nationalspieler) mit zusammen 6/20 Würfen enttäuschten. Da unter den Körben auch der letztjährige Bayreuther Gary McGhee überhaupt noch nicht seinen Platz gefunden hat, blieb alles an US-Center Marcus Lewis hängen, der alleine mit 22 Punkten und 10 Rebounds das Steuer aber auch nicht herumreißen konnte.

BCM Gravelines im Stenogramm

Guards: Souleyman Diabate (26, 182, CIV), Yannick Bokmolo (28, 188, FRA, verletzt?), Jonathan Rousselle (23, 192, FRA), Abdoulaye M’Bayed (24, 182, FRA), Hugo Dumortier (20, 195, FRA).

Forwards: Yakhouba Diawara (31, 200, FRA), Juby Johnson (31, 196, USA), William Howard (19, 201, FRA).

Center: Cyril Akpomedah (34, 203, FRA), Marcus Lewis (27, 203, USA), Ousmane Camara (24, 202, FRA), Gary McGhee (25, 208, USA).

Headcoach: Christian Monschau (FRA, sechste Saison in Gravelines).


Mittwoch, 20.30 Uhr: Valencia Basket – ratiopharm ulm

Aktualisiert: Der spanische Sender NOU 24 scheint dieses Spiel zu übertragen. Hier ist die Partie in der rechten Spalte bei 20:25 Uhr aufgeführt und hier geht es zum  Livestream, der gerade das aktuelle Programm zeigt ... kann aber auch sein, dass während des Spiels das gute neue Geoblocking zum Einsatz kommt.

Auf die zuletzt besser in Fahrt gekommen Ulmer wartet am Mittwoch in Valencias Fuente de San Luis (9.000 Plätze) die größte Herausforderung des zweiten Eurocup-Spieltags. Das Team von Trainer Velimir Perasovic wird in dieser Saison nach namhaften Verstärkungen von den spanischen Experten als der größte Herausforderer von Barcelona und Real Madrid eingestuft und zählt mit seinem Budget von rund 12 Millionen Euro zu den „Big Players“ im Eurocup, was Paris gleich am ersten Spieltag mit einer 68:85-Niederlage zu spüren bekam.

Auch in der spanischen Liga hätte Valencia am ersten Spieltag um ein Haar ein Ausrufezeichen gesetzt: Der FC Barcelona musste am Ende heilfroh sein, mit 76:75 in eigener Halle knapp die Oberhand zu behalten, obwohl Valencia mit Pau Ribas und Vladimir Lucic zwei Spieler verletzt fehlten.

Ribas wird auch gegen Ulm noch fehlen, während Lucic am Sonntag beim  87:58 gegen den Außenseiter San Sebastian schon wieder seine ersten Schritte auf dem Parkett unternahm. Center Bojan Dubljevic führte mit 18 Punkten (4/6 Dreier) Valencias extrem tief besetztes Team an, in dem sieben Akteure acht oder mehr Punkte erzielten.

Und für einen genaueren Blick auf das Ulmer Team, gibt es hier das Blog von Adam Hess auf der Homepage des Eurocups: The sweet nectar of "mustache moments"

Valencia Basket im Stenogramm

Guards: Sam van Rossom (27, 188, BEL), Rafa Martinez (31, 190, ESP), Oliver Lafayette (29, 188, USA), Pau Ribas (26, 196, verletzt).

Forwards: Romain Sato (32, 195, CAF), Pablo Aguilar (24, 202, ESP), Vladimir Lucic (24, 202, SRB), Justin Doellman (28, 204, USA), Larry Abia (20, 196, ESP).

Center: Serhiy Lishchuk (31, 210, UKR), Bojan Dubljevic (22, 205, MNE), Jose Triguero (29, 212, ESP).

Headcoach: Velimir Perasovic (CRO, dritte Saison in Valencia).

Per Günther redet über seine „Gala“ beim MBC, den Eurocup, das zusammenwachsende Team…und diverse Peinlichkeiten.

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