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Euroleague: Bringt der Mittwoch Glück? Berlin empfängt Efes Istanbul, Bamberg die Stars von ZSKA...

Euroleague: Bringt der Mittwoch Glück? Berlin empfängt Efes Istanbul, Bamberg die Stars von ZSKA...

Nach neun Spieltagen noch ohne Sieg gegen die internationale Konkurrenz, versuchen die beiden deutschen Vertreter in der Euroleague-TOP16 in dieser Woche mal etwas Neues: Sie spielen ihre beiden Spiele bereits am Mittwoch. ALBA BERLIN empfängt um 19 Uhr Anadolu Efes Istanbul (Zweiter der Gruppe E mit 7:2 Siegen) und die Brose Baskets um 20:45 Uhr ZSKA Moskau (Dritter mit 6:3). Sowohl die Türken als auch die Russen wollen mit einem Sieg in Deutschland einen großen Schritt in Richtung Playoffs tun, ächzen aber wie Berlin und Bamberg ein wenig unter der Doppelbelastung. Anadolu Efes schleppte sich am Sonntag in der nationalen Liga zu einem mühsamen 59:57 in Izmir bei Aliaga Petkim, ZSKA kassierte sogar eine überraschende 68:70-Niederlage in Nizhni Novgorod.

Euroleague TV-Termine:

Mi, 19.00 Uhr: ALBA BERLIN – Anadolou Efes Istanbul (Euroleague)
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de

Mi, 20.45 Uhr: Brose Baskets – ZSKA Moskau (Euroleague)
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de

Efes Istanbul: Nach Konzertbesuch zurück aufs Basketballparkett der o2 World


Im Hinspiel bei Efes Istanbul vor acht Wochen machte ALBA BERLIN eines seiner besten Spiele in der TOP16-Runde, überraschte den Favoriten mit guter Verteidigung und wahrte mit diszipliniertem Spiel in der Offensive bis zur letzten Minute eine Siegchance. Doch dann trat der Ex-Kölner (2008/09) Jamon Lucas auf den Plan und bestrafte die Fehler, die ALBA in der Crunchtime unterliefen, mit vier Punkten in Folge, die Anadolu Efes auf die Siegerstraße führte:


Für die Türken markierte das 71:62 den zweiten Sieg in der TOP16-Runde. In den folgenden Wochen wurde diese Serie sogar auf sieben Siege in Folge ausgebaut, was einen neuen TOP16-Rekord darstellt (im bis zur letzten Saison gespielten TOP16-Modus waren nur maximal sechs Siege möglich). Erst am letzten Spieltag riss die stolze Serie der Türken mit einer 62:75-Niederlage bei Panathinaikos Athen, die sicher nicht zufällig mit dem Ausfall des zweitbesten Istanbuler Scorers Sasa Vujacic zusammenfiel. Der Slowene hatte sich eine Woche zuvor im Spiel gegen ZSKA Moskau an der Schulter verletzt und muss auch am Mittwoch in Berlin aussetzen. Ohne seinen kongenialen Lakers-Kumpel, mit dem er zwei NBA-Meisterschaften gewonnen hatte, wirkte Spielmacher Jordan Farmer etwas verunsichert (7 Assists, aber 3/12 Würfe).


Auch am Sonntag in der türkischen Liga haderte Farmer mit seinen Würfen (0/5 Dreier) und Efes-Assistenztrainer Recep Sen (Headcoach Oktay Mahmuti durfte nach einer Disqualifikation am vorigen Spieltag nicht auf der Bank sitzen) musste froh sein, dass Power Forward Dusko Savanovic in der ihm eigenen Souveränität die Kohlen mit 19 Punkten, fünf Rebounds und drei Assists aus dem Feuer holte und dass Center Semih Erden am Ende zur Stelle war, um den letzten Dreier der Gastgeber abzublocken. Es blieb beim glücklichen 59:57-Sieg, der Efes mit nunmehr 16:4 Siegen in der Türkei auf den vierten Platz vorrücken ließ. In den Internetportalen macht unterdessen ein gelungenes Promo-Video mit den Efes-Akteuren die Runde. Fans hatten die Mannschaft zu einem Konzertbesuch eingeladen und dafür eine kleine Überraschung vorbereitet:


Anadolu Efes im Stenogramm:
Guards: Jordan Farmar (26, 188, USA, 29 mpg, 13 ppg, 4 apg, im Hinspiel 15 Punkte), Jamon Lucas (28, 191, USA, 28 mpg, 9 ppg, 4 apg, 2 spg, im Hinspiel 8 Punkte und 6 Assists), Kerem Tunceri (33, 190, TUR, 17 mpg, 4 ppg), Sinan Güler (29, 192, TUR, 10 mpg, 3 ppg), Dogus Balbay (24, 185, TUR).
Forwards: Josh Shipp (27, 196, USA, 20 mpg, 6 ppg), Dusko Savanovic (29, 204, SRB, 23 mpg, 9 ppg, im Hinspiel 15 Punkte), Birkan Batuk (23, 196, TUR), Sasha Vujacic (28, 201, SLO, 23 mpg, 11 ppg, verletzt).
Center: Semih Erden (26, 213, TUR, 23 mpg, 9 ppg, 6 rpg), Kerem Gönlüm (35, 208, TUR, 18 mpg, 6 ppg), Stanko Barac (26, 217, CRO, 13 mpg, 4 ppg), Erman Kuqo (33, 207 (TUR/ALB)
Trainer: Oktay Mahmuti (44, TUR, bis 2007 und seit 2012 Efes, 9. Euroleague-Saison)

Ein besonderes Spiel wird es natürlich für Berlins Sportdirektor Mithat Demirel werden. Der frühere deutsche Nationalspieler mit türkischen Wurzeln spielte selber zwei Jahre in Istanbul:


ZSKA Moskau kommt nach Liga-Pleite angefressen in die Stechert Arena


Auch die Brose Baskets treffen am Mittwoch auf einen Gegner, den sie im Hinspiel zumindest ordentlich erschreckt haben – und das ohne die verletzten Anton Gavel und Sharrod Ford. In einem rasanten Shootout (ZSKA 12/23 Dreier – Bamberg 13/23) boten die von Bostjan Nachbar (35 Punkte) angeführten Bamberger den Gastgebern bis zur letzten Minute Paroli, aber die Russen hatten am Ende nicht zuletzt dank der besseren Reboundarbeit (36:24) doch das letzte Wort und gewannen 90:83:


Am Mittwoch in der Stechert Arena werden aber ganz anders aufgestellte Teams auf dem Parkett stehen. Bei den Bambergern sind Gavel und Ford bekanntlich wieder zurück. Hinzu kommen die Neuzugänge Jeremiah Massey und Matt Walsh. Fehlen werden im Vergleich zum Hinspiel der verletzte John Goldsberry und der inzwischen entlassene Teddy Gipson. Zudem ist Zugang Alex Renfroe in der Euroleague nicht spielberechtigt. Bei den Moskauern fehlen die beiden damaligen Topscorer Viktor Khryapa (verletzt) und Dionte Christmas (entlassen). Dafür sind mit Sonny Weems, Andrej Vorontsevich und Zoran Erceg drei damals verletzte Spieler zurück. In ganz großer Form präsentierte sich zudem Nenad Krstic am letzten Spieltag beim 80:65 über ALBA BERLIN. Immer, wenn die Berliner Morgenluft witterten, trat der serbische Nationalcenter mit 20 Punkten, vier Assists und vier Rebounds auf den Plan, um wieder für einen beruhigenden Vorsprung zu sorgen, was ihm am Ende sogar die Auszeichnung als MVP des 9. Spieltags einbrachte:


Krstic war auch am Sonntag bei Moskaus überraschender 68:70-Niederlage in Niszhni Novgorod, die zum Pech für ZSKA gleich doppelt zählt (das Resultat fließt sowohl in die Tabelle der United League als auch in die Tabelle der russischen Liga ein) zusammen mit Sasha Kaun (beide je 16 Punkte) ZSKA-Topscorer. Das Experiment von Trainer Ettore Messina, Spielmacher Milos Teodosic aussetzen zu lassen (in der nationalen Liga hat ZSKA einen Ausländer zuviel im Team), um Theo Papaloukas eine Gelegenheit zu geben, mehr Spielrythmus zu finden, ging jedoch nach hinten los. ZSKA war unkonzentriert in der Offensive (2/20 Dreier) und die Verteidigung sah speziell am Ende alt aus, als der Ex-Berliner Dijon Thompson 16 Sekunden vor Schluss seinem verworfenen zweiten Freiwurf nachging, um den Siegkorb zum 70:68 zu verwandeln:


ZSKA Moskau im Stenogramm:
Guards: Milos Teodosic (25, 195, SRB, 30 mpg, 14 ppg, 5 apg), Aaron Jackson (26, 193, USA, 18 mpg, 5 ppg), Theo Papaloukas (35, 200, GRE, 9 mpg, 3 ppg), Anton Ponkrashov (26, 200, RUS, 12 mpg, 2 ppg).
Forwards: Sonny Weems (26, 198, USA, 29 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 17 Punkte), Vladimir Micov (27, 201, SRB, 22 mpg, 7 ppg), Andrej Vorontsevich (25, 204, RUS, 16 mpg, 7 ppg), Viktor Khryapa (30, 203, RUS, 28 mpg, 11 ppg, 7 rpg, 2 spg, 1 bpg, im Hinspiel 10 Punkte, 10 Rebounds und 4 Assists), Aleksej Zozulin (30, 199, RUS)
Center: Nenad Krstic (29, 212, SRB, 24 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 13 Punkte, 6 Rebounds und 4 BS), Sasha Kaun (27, 213, RUS, 20 mpg, 7 ppg, 1 bpg), Zoran Erceg (28, 210, SRB, 19 mpgg, 8 ppg), Dmitri Sokolov (28, 214, RUS).
Trainer: Ettore Messina (53, ITA, im Sommer zu ZSKA zurückgekehrt, 16. Europaliga-Saison, 4 Euroleague-Title, zwei mit ZSKA)
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