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Euroleague: Brose Baskets vor schwerer Aufgabe bei Panathinaikos Athen / ab 21:00 live auf SPORT1.de

Euroleague: Brose Baskets vor schwerer Aufgabe bei Panathinaikos Athen / ab 21:00 live auf SPORT1.de

Der erste deutsche TOP16-Sieg ist vom Tisch. Aber es warten in der Turkish Airlines Euroleague noch andere TOP16-Meilensteine darauf, von ALBA BERLIN und/oder den Brose Baskets aus dem Weg geräumt zu werden, zum Beispiel der erste deutsche Auswärtssieg in dieser Runde. Dafür hängen die Hürden in dieser Woche allerdings denkbar hoch, denn die beiden deutschen Europaligisten werden am Donnerstag und Freitag von Gegnern erwartet, die als ausgesprochen heimstark gelten.
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Do, 18.45 Uhr: Zalgiris Kaunas – ALBA BERLIN (Euroleague)
Im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Live-Stream auf Sport1.de

Fr, 21.00 Uhr: Panathinaikos Athen – Brose Baskets (Euroleague)
Im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Live-Stream auf Sport1.de

Zalgiris Kaunas (14.248 Zuschauer pro Spiel) und Panathinaikos (10.688) zählen zudem in dieser Saison zu den Europaligisten mit dem größten Besucherzuspruch. Aber sowohl die Berliner als auch die Bamberger haben in der Vorrunde gegen drei ihrer fünf Gruppengegner auswärts besser als in eigener Halle ausgesehen. Beide scheinen es somit zu verstehen, aus einer Außenseiterrolle heraus unbeschwert aufzuspielen. Genau diese Kunst ist auch am sechsten TOP16-Spieltag gefragt.

Zalgiris: Auf den Spuren der Sensation von 1999 in München?


Es ist nun schon 14 Jahre her, dass Zalgiris Kaunas in der Münchener Olympiahalle in sensationeller Manier den Titel in der höchsten europäischen Spielklasse gewann und damit für eine der größten Überraschungen in der Geschichte der Europaliga sorgte:


So wie damals mit Shabtaj Kalmanovich hat der litauische Meister auch aktuell in Vladimir Romanov wieder einen steinreichen Oligarchen an der Hand, der Zalgiris ermöglicht, in Europa ganz oben mitzuspielen. Als Romanov im Sommer die Zwillinge Darjus und Ksistof Lavrinovic (33) sowie Rimantas Kaukenas (35) verpflichtete, spotteten Kritiker zwar zunächst, dass der schillernde Geldgeber aus Zalgiris offenbar ein Altersheim machen wolle. Doch nicht zuletzt dank der Ausgebufftheit seiner Nationalspieler erwischte Zalgiris in der Vorrunde manchen Favoriten auf dem falschen Fuß und zog als Gruppensieger mit 8:2 Siegen in die TOP16 ein. Auch der neue Trainer Joan Plaza kommt offenbar sehr gut mit dem schillernden Zalgiris-Präsidenten klar, der in der letzten Saison gleich fünf Trainerwechsel veranlasst hatte. Der spanische Headcoach bricht bei der laufenden Abstimmung für das im März angesetzte litauische Allstar-Game alle Rekorde. Ein Zalgiris-Sponsor nutzt die große Popularität des Spaniers für folgenden Werbespot:


In der TOP16-Runde hatte Zalgiris bisher jedoch viel Pech. In Madrid verloren die Litauer 74:75, weil Sergio Rodriguez die „Königlichen“ drei Sekunden vor Schluss mit einem Dreier rettete. In Athen unterlag man Panathinaikos genauso unglücklich 66:67 und auch am letzten Spieltag brachte die rustikale Zalgiris-Defense Anadolou Efes lange in große Verlegenheit. Einzig die für Zalgiris ungewöhnlich magere Dreierquote von nur 24 Prozent (5/21) sorgte am Ende für eine 52:56-Niederlage:


Bei nur 1:4 Siegen darf sich Zalgiris am Donnerstag in eigener Halle natürlich keine Blöße gegen das punktgleiche ALBA BERLIN geben. Am Montag warf sich Zalgiris, das in Litauen bei 8:0 und in der United League bei10:1 Siegen steht, in der litauischen Liga mit einem 113:61-Kantersieg beim Außenseiter Lietkabelis Panevezys schon einmal warm. In einem Match, in dem Trainer Plaza Leistungsträger wie Marko Popovic schonen konnte, führten der talentierte Forward Saulius Kuzminskas (24 Punkte) und die Lavrinovic-Brüder Darjus (18) und Ksistof (14) sowie der Ex-Bonner Kaukenas (10) die Scorerliste an. Der Schock folgte am Tag darauf, als der startende Point Guard Ibrahim Jaaber aus persönlichen bzw. religiösen Gründen seine Profi-Karriere und seinen Job bei Zalgiris fristlos kündigte. Einen Nachfolger kann Zalgiris erst zur TOP16-Rückrunde verpflichten.

Zalgiris Kaunas im Stenogramm
Guards: Marko Popovic (30, 185, CRO, 24 mpg, 13 ppg), Oliver Lafayette (28, 188, USA, 18 mpg, 7 ppg), Rimantas Kaukenas (35, 192, LTU, 19 mpg, 8 ppg), Adas Juskevicius (23, 194, LTU).
Forwards: Tremmel Darden (31, 194, USA, 25 mpg, 9 ppg), Paulius Jankunas (28, 203, LTU, 26 mpg, 9 ppg, 5 rpg), Saulius Kuzminskas (23, 205, LTU, 1 mpg, 5 ppg), Vytenis Lipkevicius (23, 195, LTU)
Center: Darjus Lavrinovic (33, 209, LTU, 19 mpg, 9 ppg), Ksistof Lavrinovic (33, 208, LTU, 20 mpg, 7 ppg), Mario Delas (22, 207, CRO, 10 mpg, 2 ppg), Jeff Foote (25, 213, USA, 12 mpg, 4 ppg).
Headcoach: Joan Plaza ((49, ESP, dritte Euroleague-Saison, erste Saison Zalgiris)

Panathinaikos: Mit Sparkurs erfolgreich wie der Rivale Piräus?


In der letzten Saison nicht nur in der Europaliga, sondern auch in Griechenland vom Erzrivalen Olympiakos entthront, kann es für Panathinaikos Athen trotz immer noch großer, aber sichtbar reduzierter finanzieller Möglichkeiten nur ein Ziel geben. Dabei folgt Panathinaikos offenbar dem von Olympiakos erfolgreich beschrittenen Weg: Nachdem man in der Vorrunde tatsächlich in großem Stil gespart hat, wurde der Kader zur TOP16 durch die Verpflichtung zweier langjähriger NBA-Akteure (Jason Kapono und Marcus Banks) und US-Power Forward James Gist enorm aufgewertet.

Einzig das Verletzungspech des Center-Schwergewichts Sofoklis Schortsanitis und von Spielmacher Dimitris Diamantidis machte in den letzten Wochen einen Strich durch die Rechnung von Trainer Argiris Pedoulakis. Nach nur 3:2 Siegen aus den ersten fünf Spielen darf Panathinaikos sich keine Ausrutscher mehr erlauben. Entsprechend erleichtert reagierte man in Athen am letzten Spieltag auf das Comeback des Euroleague-MVPs von 2011, der – obwohl noch nicht wieder zu hundert Prozent hergestellt - beim 56:52 über Zalgiris Kaunas schon wieder solche Pässe spielen konnte:


Mit dem kroatischen Nationalspieler Roko Ukic bildet Diamantidis ein Guard-Duo, das seine Gegner in der Euroleague nicht nur durch seine Klasse, sondern auch durch seine Körpergröße vor Probleme stellt. Herausragende Dreierschützen wie die Neuzugänge Jason Kapono (45,0 Prozent) und Marcus Banks (50,0), der Litauer Jonas Maciulis (41,0, vor zwei Wochen in Berlin 6/8) oder Michael Bramos (37,0) sorgen für viel Gefahr von außen, während die Brose Baskets am Freitag innen nicht nur Schortsanitis, sondern auch die Athletik von James Gist und Stephane Lasme, dem besten Wurfblocker der Euroleague (hier ein paar Highlights des Centers), auf ihrer Rechnung haben müssen.

In der griechischen Liga ist Panathinaikos mit 12:2 Siegen zusammen mit Olympiakos (13:1) wie gehabt schon wieder auf Finalkurs. Am Montag bekam Aris Saloniki die Überlegenheit der Athener zu spüren. Trainer Pedoulakis konnte es sich erlauben, mit Maciulis und Banks gleich zwei Leistungsträger zu schonen. Trotzdem gelang Panathinaikos, angeführt von Ukic und Lasme (je 12 Punkte) ein nie gefährdeter 81:62-Sieg:



Panathinaikos Athen im Stenogramm
Guards: Dimitris Diamantidis (32, 196, GRE, 30 mpg, 8 ppg, 6 apg), Roko Ukic (28, 196, CRO, 24 mpg, 9 ppg), Marcus Banks (31, 188, USA, 19 mpg, 9 ppg), Michael Bramos (25, 196, US/GRE, 26 mpg, 8 ppg), Vasilis Xanthopoulos (28, 186, GRE),
Forwards: Jonas Maciulis (27, 198, LTU, 24 mpg, 11 ppg), James Gist (26, 206, USA, 20 mpg, 8 ppg, 1 bpg), Jason Kapono (31, 201, USA, 19 mpg, 9 ppg), Haris Giannopoulos (23, 206, GRE)
Center: Stephane Lasme (30, 203, GAB, 22 mpg, 9 ppg, 6 rpg, 2 bpg), Kostas Tsartsaris (33, 209, GRE, 20 mpg, 3 ppg), Sofokles Schortsanitis (27, 206, GRE, 13 mpg, 9 ppg), Gaios Skordilis (25, 207, GRE).
Headcoach: Argiris Pedoulakis (48, GRE, 3. Euroleague-Saison, neu bei Panathinaikos)
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