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Euroleague: Final4-Kandidaten Real Madrid und ZSKA Moskau zu Besuch in Bamberg und Berlin

Euroleague: Final4-Kandidaten Real Madrid und ZSKA Moskau zu Besuch in Bamberg und Berlin

Trotz der Auftaktniederlagen können die beiden deutschen Europaligisten unbelastet in den zweiten TOP16-Spieltag gehen. ALBA BERLIN hat gegen Real Madrid gesehen, dass man auch ersatzgeschwächt lange einem der ganz großen Favoriten die Stirn bieten kann. Die Brose Baskets haben in Malaga sogar auswärts an einer Überraschung geschnuppert. Am zweiten Spieltag kommen mit Real Madrid und ZSKA Moskau gleich die beiden Top-Favoriten der Gruppe E nach Deutschland. Die Brose Baskets empfangen am Donnerstag die „Königlichen“ samt Rückkehrer Marcus Slaughter aus Madrid, ALBA BERLIN empfängt am Freitag den russischen Serienmeister.
Do, 20.45 Uhr: Brose Baskets – Real Madrid
live auf SPORT1+ und als kostenpflichtiger Stream auf Sport1.de

Fr, 19.00 Uhr: ALBA BERLIN – ZSKA Moskau
live auf SPORT1+ und als kostenpflichtiger Stream auf Sport1.de

Beide Gegner zählen mit ihren stolzen Budgets von 28 Millionen (Real Madrid) bzw. 44 Millionen Euro (ZSKA Moskau) selbst auf europäischer Ebene zu den absoluten Schwergewichten und peilen mit ihren entsprechend hochkarätig besetzten Kadern nicht nur das Final Four, sondern unverhohlen gleich den Euroleague-Titel an.

Real Madrid: Niederlage gegen Barca und Slaughter im Gepäck


Real Madrid hat nach dem Scheitern des letzten Anlaufs auf den Euroleague-Titel vor zwei Jahren in der letzten Saison mit einer vergleichsweise jungen, aber sehr talentierten Mannschaft unter dem neuen Trainer Pablo Laso (war in den Neunzigern Spielmacher von Vitoria und Real) einen Neubeginn gestartet, der bereits erste Früchte trägt. Die Madrilenen setzten sich in der Vorrunde als Gewinner der schwierigen Gruppe A durch und starteten in der letzten Woche in Berlin mit einem 77:63-Erfolg über ALBA souverän in die TOP16:


Die mehr als 12.000 Zuschauer in der o2 World staunten dabei unter anderem auch darüber, wie Trainer Laso im Verlauf des Spiels immer neue Trümpfe wie den US-Schützen Jaycee Carrol oder den zweiten Spielmacher Sergio Rodriguez (ein Nationalspieler mit vierjähriger NBA-Erfahrung) von seiner tiefen Bank aufs Parkett zauberte, ohne dass der Spielfluss darunter litt. Die Hingucker in der Stechert-Arena werden natürlich am Donnerstag vor allem die schillernden Stars der Madrilenen, der mit Athletik und technischer Versiertheit brillierende Rudy Fernandez, das Supertalent Nikola Mirotic (zuletzt zwei Jahre in Folge als bester Nachwuchsspieler der Euroleague ausgezeichnet), der geniale Spielmacher Sergio Llull und natürlich der letztjähriger Bamberger Marcus Slaughter sein.

Zwischen den Gastspielen in Berlin und Bamberg hatte Real Madrid am Sonntag in der spanischen Liga eine ganz besondere Aufgabe zu bewältigen, denn auf dem Spielplan stand „El Classico“, das Gastspiel beim Erzrivalen FC Barcelona. Dort kassierten die Madrilenen mit 89:96 zwar nach 14 Siegen in Folge ihre erste Saisonniederlage in der spanischen Liga, präsentierten sich aber erneut mit gleich fünf zweistellig punktenden Akteuren (Fernandez 18, Rodriguez 17, Mirotic 12, Carroll 11 und Reyes 10) in einer sehr guten Verfassung. Barcelonas Juan Carlos Navarro musste mit 33 Punkten (5/5 Dreier) schon eines der besten Spiele seiner Karriere aufs Parkett zaubern, um diese Madrilenen zu bezwingen:


Real Madrid im Stenogramm
Guards: Sergio Llull (25, 190, ESP, 25 mpg, 11 ppg, 4 apg), Sergio Rodriguez (26, 189, ESP, 15 mpg, 6 ppg, 3 apg), Dontaye Draper (28, 181, US/CRO, 14 mpg, 3 ppg), Jaycee Carroll (29, 188, USA, 22 mpg, 14 ppg)
Forwards: Rudy Fernandez (27, 196, ESP, 25 mpg, 14 ppg, 3 apg), Carlos Suarez (26, 202, ESP, 18 mpg, 3 ppg), Martynas Pocius (26, 196, LTU, 11 mpg, 3 ppg)
Center: Nikola Mirotic (21, 208, MN/ESP, 24 mpg, 12 ppg 5 rpg), Mirza Begic (27, 216, SLO, 12 mpg, 5 ppg, 3 rpg), Felipe Reyes (32, 204, ESP, 19 mpg, 8 ppg, 5 rpg), Marcus Slaughter (27, 204, USA, 21 mpg, 6 ppg, 5 rpg), Rafael Hettsheimer (26, 208, BRA, 6 mpg, 4 ppg).
Headcoach: Pablo Laso (45, ESP, seit 2010 bei Real, zweite Euroleague-Saison)

ZSKA Moskau: Gastspiel in Berlin unterbricht Weihnachtspause


Für ALBA BERLIN kommt es nach wettbewerbsübergreifend nun schon vier Niederlage in Folge am Freitag knüppeldick, denn mit dem russischen Serienmeister ZSKA Moskau kommt der neben Real Madrid große Favorit der Gruppe E in die o2 World. Und der ist dank der in Russland ausgerufenen zweiwöchigen Weihnachtspause zudem auch noch viel ausgeruhter als die Berliner. Bereits vor einer Woche beim souveränen 90:71 über Efes Istanbul wirkten die Moskauer mit fünf zweistellig scorenden Akteuren und einer bärenstarken Dreierquote von 61 Prozent (14/23) sehr ausgeschlafen.


Neben dem Topscorer Sonny Weems (mit 16,9 Punkten drittbester Scorer der Euroleague) konnten die Istanbuler auch den anderen ZSKA-Stars vor allem nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel entgegensetzen. Auch Center Nenad Krstic, sein kongenialer Landsmann auf der Spielmacherposition, Milos Teodosic, US-Shooting Guard Dionte Christmas (bester Dreierschütze der Euroleague, schoss vor fünf Wochen Bamberg mit 6/8 Dreiern ab) und der vielseitige Power Forward Viktor Khryapa punkteten nach Belieben. Trainer Ettore Messina konnte sogar ohne Risiko dem gerade erst eingeflogenen Neuzugang Theo Papaloukas ein paar Minuten zum Eingewöhnen gewähren. Der Grieche, der von 2003 bis 2008 den Höhepunkt seiner Karriere als ZSKA-Spielmacher erlebte, absolviert ein Tryout, bei dem Messina klären will, ob der mittlerweile 35-Jährige ZSKA in dieser Saison noch helfen kann.

Nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger und der Rückkehr von Trainer Ettore Messina, der ZSKA zu den Euroleague-Titeln 2006 und 2008 führte und jetzt den Spielern mehr Freiheiten gibt als sein strikter Vorgänger Jonas Kazlauskas, präsentierten sich die Moskauer in der Vorrunde zunächst wechselhaft, harmonierten zuletzt aber von Woche zu Woche immer besser. Allein zwischen der blamablen Vorstellung Anfang November bei der 60:81-Heimniederlage gegen den FC Barcelona und dem Rückspiel fünf Wochen später lagen Welten. Im Highlight-Video vom Moskauer 78:75-Sieg in Barcelona fällt auf, wie sehr das mit der Leistungssteigerung von Spielmacher Milos Teodosic einher geht, der sein Tief, das bei der EM-Quali fast das serbische Nationalteam in die Tiefe gerissen hätte, komplett überwunden hat:


ZSKA Moskau im Stenogramm
Guards: Milos Teodosic (25, 195, SRB, 28 mpg, 10 ppg, 5 apg, 2 spg), Dionte Christmas (26, 196, USA, 17 mpg, 8 ppg), Aaron Jackson (26, 193, USA, 18 mpg, 4 ppg), Anton Ponkrashov (26, 200, RUS), Theo Papaloukas (35, 200, GRE, seit zwei Wochen im Team))
Forwards: Sonny Weems (26, 198, USA,. 30 mpg, 17 ppg, 4 rpg), Viktor Khrjapa (30, 203, RUS, 26 mpg, 10 ppg, 6 rpg, 4 apg, 2 spg, 1bpg), Vladimir Micov (27, 201, SRB, 18 mpg, 5 ppg), Andrej Vorontsevich (25, 204, RUS, 15 mpg, 7 ppg, 5 rpg).
Center: Nenad Krstic (29, 212, SRB, 25 mpg, 15 ppg, 4 rpg), Sasha Kaun (27, 213, RUS, 16 mpg, 7 ppg), Dmitri Sokolov (27, 214, RUS).
Headcoach: Ettore Messina (53, ITA, 16. Europaliga-Saison, im Sommer zu ZSKA zurückgekehrt).
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