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Euroleague-Abschied am Donnerstag: Brose Baskets in Kaunas, ALBA BERLIN in Malaga

Euroleague-Abschied am Donnerstag: Brose Baskets in Kaunas, ALBA BERLIN in Malaga

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden sich in dieser Woche am Donnerstag die Brose Baskets und ALBA BERLIN für diese Saison von der europäischen Bühne: Lachend, weil beide mit dem Einzug in die TOP16 einen großen Erfolg gelandet haben, in der Runde selber aber doch an ihre Grenzen gestoßen sind und dementsprechend froh sein dürften, dass das Kräftemessen mit der europäischen Elite nach 14 Spieltagen nun endlich zu Ende geht. Weinend, weil beide schon an dem einen oder anderen sensationellen Sieg schnupperten, aber am Ende doch immer wieder leer ausgingen.
Vor allem die Brose Baskets (0:13 Siege) stellten in der TOP16-Runde mit sieben knappen Niederlagen (drei Punkte oder weniger) einen sogar von der Konkurrenz mit Mitleid verfolgten tragischen Rekord auf. ALBA BERLIN (3:10) agierte etwas glücklicher, gewann die beiden deutsch-deutschen Duelle und sicherte sich am letzten Spieltag mit seinem Heimsieg gegen Zalgiris Kaunas sogar den 13. Platz im Euroleague-Abschlussklassement, was die beste deutsche Platzierung in der Geschichte dieses 2000 ins Leben gerufenen Wettbewerbs ist. Zum Abschied werden die beiden deutschen Vertreter bei ihren Auswärtsaufgaben aber noch einmal an ihre bittersten TOP16-Heimniederlagen gegen Zalgiris Kaunas und Unicaja Malaga erinnert.


Euroleague TV-Termine:

Do, 18.45 Uhr: Zalgiris Kaunas - Brose Baskets
kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de, im TV zeitversetzt ab 1.15 Uhr auf SPORT1+

Do, 20.45 Uhr: Unicaja Malaga - ALBA BERLIN
kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de, im TV zeitversetzt ab 23.35 Uhr auf SPORT1+

Zalgiris Kaunas schwer angeschlagen, aber wieder mit Marko Popovic


Anton Gavel war beim Hinspiel in Bamberg nach 25 eigenen Punkten der tragische Held, weil sein Foul an Marko Popovic beim Dreipunktversuch in der letzten Sekunde der Verlängerung dem Kroaten die Chance gab, den Bambergern mit drei eiskalt verwandelten Freiwürfen den schon sicher geglaubten Sieg doch noch zu entreißen – Zalgiris gewann 88:87.


Die Litauer zahlten aber einen hohen Preis für diesen glücklichen Sieg, denn ihr Kapitän Paulius Jankunas zog sich dabei eine Schulterverletzung zu, die ihn für den Rest der Saison außer Gefecht setzte. Und es kam noch dicker: Im März fiel auch Popovic aus und US-Forward Tremmel Darden kündigte wegen ausbleibender Gehaltszahlungen. Auf dem Parkett merkte man dem Team die angespannte Lage (Zalgiris beklagt Schulden in Höhe von sieben Millionen Euro) jedoch zunächst nicht an. Zalgiris lieferte Real Madrid einen tollen Kampf (104:105) und schlug sogar Efes Istanbul 79:71 – obwohl man da bereits selber schon keine Playoff-Chance mehr hatte. Umso größer war die Überraschung am vergangenen Spieltag, als Zalgiris sich mit einer Wurfquote von nur 32 Prozent von ALBA BERLIN auf dem falschen Fuß erwischen ließ.


Dabei hatte Zalgiris den Spielern wenige Tage zuvor sogar ein Monatsgehalt überweisen können, weil die Stadt Kaunas dem Club mit einer halben Million Euro unter die Arme gegriffen hatte. Dass das Team indes ausgerechnet im ersten Spiel nach dieser Auszahlung in Berlin mit 55:77 in seine höchste Saisonniederlage stolperte, wurde in Kaunas am Wochenende entsprechend enttäuscht kommentiert. Die Kritik wurde drei Tage später noch lauter, als Zalgiris mit 77:78 bei Neptunas Klaipeda gleich noch seine erste Saisonniederlage in der litauischen Liga folgen ließ (Schlussphase im Video ab 1:50:15):


Können die Brose Baskets die aktuelle Verunsicherung in Kaunas vielleicht sogar nutzen, um sich für die unglückliche Niederlage zu revanchieren? In eigener Halle wird Zalgiris, das mit 13.630 Besuchern pro Spiel die Zuschauerstatistik der Euroleague anführt, alles daran setzen, seine Fans wieder mit einem Sieg zu versöhnen. Marko Popovic ist nach dreiwöchiger Verletzungspause übrigens auch wieder dabei.

Zalgiris im Stenogramm:
Guards: Oliver Lafayette (28, 188, USA, 21 mpg, 8 ppg, 3 apg), Marko Popovic (30, 185, CRO, 24 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 21 Punkte), Donald McGrath (24, 185, US/IRL, 17 mp, 5 ppg, neu im Team), Adas Juskevicius (24, 194, LTU, 8 mpg, 2 ppg),
Forwards: Rimantas Kaukenas (35, 192, LTU, 20 mpg, 8 ppg, im Hinspiel 14 Punkte, 6 Rebounds und 3 Assists), Mindaugas Kuzminskas (23, 205, LTU, 14 mpg, 7 ppg), Vytenis Lipkevicius (23, 195, LTU, 9 mpg, 1 ppg), Mario Delas (23, 207, CRO, 13 mp, 3 ppg), Paulius Jankunas (28, 203, LTU, 25 mpg, 8 ppg, verletzt),
Center: Ksistof Lavrinovic (33, 209, LTU, 21 mpg, 8 ppg), Darjus Lavrinovic (33, 212, LTU, 20 mpg, 9 ppg), Robertas Javtokas (33, 210, LTU, 15 mpg, 4 ppg), Jeff Foote (25, 213, USA, 11 mpg, 4 ppg).
Trainer: Joan Plaza (49, ESP, erste Saison mit Zalgiris, 3. Euroleague-Saison.

Aufschwung von Unicaja Malaga kam für die Euroleague zu spät


Auch ALBA BERLIN beendet sein Euroleague-Abenteuer bei dem Gegner, der den Berlinern vor acht Wochen die bitterste Niederlage der TOP16-Runde bescherte. 39 Minuten lang träumten die Berliner von der ersten TOP16-Überraschung. Doch Berlin verdaddelte seinen letzten Angriff und 0,6 Sekunden vor Schluss zeigte der bis dahin mit 0/4 Dreiern und vier Ballverlusten eher unglücklich agierende Marcus Williams, wie man es besser macht. Mit einem starken Buzzer-Dreier (er selber sprach später bescheiden von „einem reinem Glückswurf“) zum 67:65-Sieg ließ er die ALBA-Fans in der o2 World erstarren.


„ALBA hätte auch ein Sieg kaum noch geholfen, uns hingegen öffnet er die Tür zu den Playoffs, denn wir haben ein recht komfortables Restprogramm,“ nahm Malagas Trainer Jasmin Repesa den Sieg als Wink des Schicksals und hätte damit fast Recht behalten. Denn Unicaja Malaga drehte in den folgenden Wochen mächtig auf, gewann bei Real Madrid und Efes Istanbul und hätte nicht in der entscheidenden Spielphase ein Schiedsrichter unglücklich im Weg gestanden, hätte es vor zwei Wochen vielleicht sogar zum Sieg über ZSKA Moskau gereicht:


Krunoslav Simon verletzte sich bei diesem viel diskutierten Zusammenprall mit dem Referee zum Glück nicht allzu schwer und musste nur eine Woche pausieren. Der Traum vom Viertelfinale platzte für Malaga trotzdem, weil der direkte Rivale um den vierten Platz, Panathinaikos, sich in den letzten Spielen keine Blöße gab. Für Unicaja rückt deshalb jetzt wie für Berlin der nationale Wettbewerb auf der Tagesordnung ganz nach oben, wo Malaga am Sonntag einen großen 93:72-Sieg über den Tabellenzweiten Caja Laboral Vitoria landete. Vor allem Center Luka Zoric (20 Punkte + 11 Rebounds) vernaschte dabei Vitorias lange Garde um Maciej Lampe (2 + 4) und Tibor Pleiß (6 + 4).


Vom Backcourt erhielt der kroatische Center Unterstützung durch Sergi Vidal (20 Punkte), der sich als bester Freund von ALBA-Center Albert Miralles am Donnerstag sicher besonders auf den Besuch aus Deutschland freut. Noch mehr auf die Berliner freut sich wahrscheinlich Marcus Williams, der in allen bisherigen drei Saisonspielen gegen ALBA die entscheidenden Treffer markierte.

Unicaja Malaga im Stenogramm:
Guards: Marcus Williams (27, 191, USA, 22 mpg, 11 ppg, 4 apg), Zoran Dragic (23, 196, SLO, 16 mpg, 5 ppg), Earl Calloway (29, 190, US/BUL, 25 mpg, 9 ppg), Txemi Urtasun (28, 193, ESP, 21 mpg, 7 ppg).
Forwards: Krunoslav Simon (27, 197, CRO, 25 mpg, 10 pp), Sergi Vidal (31, 200, ESP, 20 mpg, 4 ppg), Andy Panko (35, 203, USA, 23 mpg, 5 ppg).
Center: Luka Zoric (28, 211, CRO, 24 mpg, 12 ppg, 5 rpg, 1 bpg), Fran Vazquez (29, 209, ESP, 16 mpg, 6 ppg), Augusto Lima (21, 206, BRA, 10 mpg, 3 ppg), Kosta Perovic (28, 217, SRB, 9 mpg, 3 ppg).
Headcoach: Jasmin Repesa (51, CRO, erste Saison in Malaga, 13. Europaliga-Saison)

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