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Euroleague-Duo auf schwerer Mission – und ALBA BERLIN bekommt es mit „gewachsenem Gegner“ zu tun

Euroleague-Duo auf schwerer Mission – und ALBA BERLIN bekommt es mit „gewachsenem Gegner“ zu tun

Der neunte TOP16-Spieltag der Turkish Airlines Euroleague hält für die Brose Baskets und ALBA BERLIN mit Gastspielen bei zwei Titelfavoriten die wohl schwersten Aufgaben der Saison bereit. Die Außenseiterrolle der Brose Baskets bei Real Madrid und die von ALBA BERLIN bei ZSKA Moskau ist dabei so offensichtlich, dass man fast schon wieder von einer „leichten“ Mission sprechen kann.

Euroleague TV-Termine:

Do, 20.45 Uhr: Real Madrid - Brose Baskets (Euroleague)
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf SPORT1.de

Fr, 17.00 Uhr: ZSKA Moskau – ALBA BERLIN (Euroleague)
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf SPORT1.de

Wiedersehen mit Marcus Slaughter in Madrid


Das Hinspiel war für die Bamberger nach der knappen Niederlage zum Auftakt gegen Malaga ein herber Dämpfer. Beim Rebound unterlegen, fand die Bamberger Verteidigung kein Mittel gegen das inspirierte Pass-Spiel der Madrilenen.


Acht Wochen später kann Trainer Chris Fleming im Rückspiel mit Jeremiah Massey und Matt Walsh auf gleich zwei Verstärkungen zählen – allerdings konnte das neue Duo die erneut knappe Niederlage gegen Malaga nicht verhindern. Der langjährige Assistent von Zeljko Obradovic bei Panathinaikos Athen, Dimitris Itoudis, hat für seine wöchentliche Kolumne auf der Euroleague-Homepage das Bamberger Euroleague-Spiel in einem lesenswerten Beitrag analysiert.

Real Madrid um den letztjährigen Bamberger Marcus Slaughter steht mit nur einer Niederlage nicht nur in der Euroleague-TOP16 an der Tabellenspitze, sondern hat sich mit mittlerweile 21:1 Siegen (die beste Startbilanz in der spanischen Liga seit 22 Jahren) auch an der Spitze der Liga Endesa deutlich von der Konkurrenz abgesetzt. Nicht zuletzt das schier unerschöpfliche Offensivpotenzial der Madrilenen, das viel mehr zu bieten hat als nur den eleganten Superathleten Rudy Fernandez, verleitet dabei die Beobachter zu Superlativen.

Den beiden – selber auch sehr korbgefährlichen – Spielmachern Sergio Llull und Sergio Rodriguez bieten sich unzählige Anspieloptionen, angefangen vom Dreierspezialisten Jaycee Carroll bis hin zum virtuosen Power Forward Nikola Mirotic. Indes: Auch die „Königlichen“ sind weit davon entfernt, „galaktisch“ zu sein: Bei der prestigeträchtigen Copa del Rey scheiterte Real (nach zwei Verlängerungen) ausgerechnet am Erzrivalen Barcelona, eine Woche später gab es bei Efes Istanbul die erste TOP16-Niederlage (72:74) – und auch am letzten Spieltag beim 77:72 über ALBA BERLIN wirkte Real ungeachtet einiger obligatorischer Highlights über weite Strecken alles andere als souverän.


Am vergangenen Wochenende waren die Madrilenen in der nationalen Liga jedoch wieder „in der Spur“ und setzten sich mit 88:65 beim Drittletzten Fuenlabrada durch. Sergio Llull (23 Punkte), Nikola Mirotic (15) und Sergio Rodriguez (13) ließen in dieser Partie einmal mehr ihre Offensiv-Qualitäten aufblitzen.


Real Madrid im Stenogramm:
Guards: Sergio Llull (25, 190, ESP, 26 mpg, 10 ppg, 4 apg), Sergio Rodriguez (26, 189, ESP, 17 mpg, 7 ppg), Jaycee Carroll (29, 188, USA, 21 mpg, 13 ppg), Dontaye Draper (28, 181, USA/CRO, 13 mpg, 3 ppg, 1 spg).
Forwards: Rudy Fernandez (27, 196, ESP, 26 mpg, 14 ppg, 1 spg), Carlos Suarez (26, 202, ESP, 17 mpg, 4 ppg), Martynas Pocius (26, 196, LTU, 10 mpg, 3 ppg)
Center: Nikola Mirotic (21, 208, MNT/ESP, 24 mpg, 11 ppg 5 rpg, im Hinspiel 19 Punkte und 8 Rebounds), Mirza Begic (27, 216, ESP, 12 mpg, 5 ppg), Marcus Slaughter (27, 204, USA, 19 mpg, 4 ppg, 1 bpg), Felipe Reyes (32, 204, ESP, 19 mpg, 8 ppg, 5 rpg), Rafael Hettsheimer (26, 208, ESP/BRA, 10 mpg, 4 ppg),
Trainer: Pablo Laso (45, ESP, zweite Saison für Real Madrid)

ALBA-Gegner zwei Zentimeter größer als im Hinspiel


Auch ALBA BERLIN dürfte nur ungern an sein Hinspiel gegen ZSKA Moskau vor zwei Monaten in Berlin zurückdenken. Das 57:75 gegen ZSKA markierte seinerzeit die wettbewerbsübergreifend fünfte Niederlage in Folge und den Höhepunkt der Berliner „Winterkrise“ – obwohl ZSKA-Trainer Ettore Messina mit Sonny Weems, Zoran Erceg, Andrej Vorontsevich und Theo Papaloukas gleich vier Spieler verletzt in Moskau gelassen hatte.


Dass die Verletzungen den russischen Meister doch ganz schön aus der Bahn warfen, zeigte sich in den folgenden Wochen, als ZSKA in der Euroleague gegen Unicaja Malaga und in der United League gegen Zalgiris Kaunas sogar zwei Heimspiele verlor. Dass sein Team trotz ständig wechselnder Aufstellungen aber relativ schnell wieder aus diesem Leistungsloch herausfand und mit dem 86:69-Sieg über Panathinaikos Athen einen Befreiungsschlag landete, verdankte ZSKA-Trainer Ettore Messina nicht zuletzt seinem gerade zu Hochform auflaufenden Spielmacher Milos Teodosic (20 Punkte und sieben Assists) sowie dem russischen Nationalcenter Sasha Kaun, der die Athener mit seinen Dunkings und fünf geblockten Würfen demoralisierte.

Dimitris Itoudis beschreibt in seiner Kolumne auf der Euroleague-Homepage auch diese ZSKA-Wiederauferstehung sehr anschaulich.

Am Freitag wird ALBA in Moskau sich einem (wahrscheinlich sogar inklusive dem zuletzt mit seiner großen Vielseitigkeit schmerzlich vermissten Kapitän Viktor Khryapa) wieder kompletten russischen Meister gegenübersehen, den Trainer Ettore Messina im Vergleich zum Hinspiel zudem (um im Schnitt zwei Zentimeter) größer gemacht hat. Die beiden lange verletzten Power Forwards Zoran Erceg und Andrej Vorontsevich sind zurück, und die Integration des routinierten Spielmachers Theo Papaloukas (2,00 Meter) ist vorangeschritten. Center Nenad Krstic startet jetzt auf der Position vier und Forward Sonny Weems auf der Position zwei. Efes Istanbul benötigte zuletzt seine vielleicht sogar beste Saisonleistung, um dieses „gewachsene“ ZSKA-Team 63:60 niederzuringen.


Am Wochenende in der russischen Liga konnte Trainer Ettore Messina beim 94:55 über den Außenseiter Vladivostok ohne Risiko Milos Teodosic aussetzen lassen und verstärkt seine „Reservisten“ zum Zuge kommen lassen. Topscorer waren Ersatzcenter Dmitri Sokolov mit 18 Punkten sowie Andrej Vorontsevich mit 14 Punkten und zehn Rebounds.

ZSKA Moskau im Stenogramm:
Guards: Milos Teodosic (25, 195, SRB, 30 mpg, 14 ppg, 5 apg, 1 spg), Aaron Jackson (26, 193, USA, 18 mpg, 5 ppg), Theo Papaloukas (35, 200, GRE, 7 mpg, 2 ppg), Anton Ponkrashov (26, 200, RUS, 16 mpg, 2 ppg, 4 apg).
Forwards: Sonny Weems (26, 198, USA, 29 mpg, 14 ppg), Vladimir Micov (27, 201, SRB, 22 mpg, 7 ppg), Andrej Vorontsevich (25, 204, RUS, 15 mpg, 7 ppg), Viktor Khryapa (30, 203, RUS, 28 mpg, 11 ppg, 7 rpg, 2 spg, 1 bpg, im Hinspiel 10 Punkte, 10 Rebounds und 4 Assists)
Center: Nenad Krstic (29, 212, SRB, 24 mpg, 13 ppg), Sasa Kaun (27, 213, RUS, 20 mpg, 7 ppg, 1 bpg), Zoran Erceg (28, 210, SRB, 19 mpg, 8 ppg), Dmitri Sokolov (28, 214, RUS).
Trainer: Ettore Messina (53, ITA, im Sommer zu ZSKA zurückgekehrt, 16. Europaliga-Saison, 4 Euroleague-Titel, zwei mit ZSKA)

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