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Europa: Livestream am Dienstag - Oldenburg will ins Final Four / Mittwoch: Deutsches Derby in der...

Europa: Livestream am Dienstag - Oldenburg will ins Final Four / Mittwoch: Deutsches Derby in der...

In dieser Woche stehen nur zwei Spiele mit deutscher Beteiligung auf dem europäischen Spielplan, aber die haben es in sich: Am Dienstag haben die EWE Baskets Oldenburg die Chance, sich mit einem Heimsieg über den ukrainischen Klub Khimik Yuzhny für das Final Four der EuroChallenge (26. –28. April, Austragungsort noch offen) zu qualifizieren. In der Turkish Airlines Euroleague haben die Brose Baskets und ALBA BERLIN zwar keine Chance mehr, die Playoffs zu erreichen. Aber im Rückspiel des Derbys zwischen den beiden deutschen TOP16-Teilnehmern steht für die beiden alten Rivalen trotzdem viel Prestige auf dem Spiel.
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Die Woche im Europapokal:

Di, 19.00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – Khimik Yuzhny (EuroChallenge)
kostenfreier Livestream auf FIBA-TV

Mi, 20.45 Uhr: Brose Baskets – ALBA BERLIN (Euroleague)
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de

Die EWE Baskets Oldenburg auf den Spuren der BG Göttingen?


Den kürzesten Weg ins Final Four der EuroChallenge haben die EWE Baskets Oldenburg am Donnerstag mit ihrer 61:66-Niederlage im ukrainischen Yuzhny verpasst, aber dank des Heimvorteils in der Serie best-of-3 steht die Tür in die Finalrunde immer noch offen. Mit einem Heimsieg gegen Khimik am Dienstag können die EWE Baskets ins Final Four dieses 2010 von der BG Göttingen gewonnenen dritthöchsten europäischen Wettbewerbs einziehen. Wie schwer dieser Heimvorteil wiegt, erfuhren die Oldenburger am Donnerstag am Schwarzen Meer, wo sie mit der strapaziösen Anreise in den Knochen erst einmal 10:19 in Rückstand gerieten und nach einer langen Aufholjagd auch in der entscheidenden Schlussphase zu viele Fehler begingen, um den Sack schon im zweiten Spiel zuzumachen (hier einige Highlights).

Schon zwei Tage zuvor hatten sich die Ukrainer in Oldenburg als unbequemer Gegner erwiesen. Als es der Oldenburger Verteidigung gelang, Yuzhnys Dreierschützen Willie Deane, Devoe Joseph und Suad Sehovic abzuschirmen, trat plötzlich der ehemalige Frankfurter Center Miroslav Todic mit drei von fünf Dreiern auf den Plan. Unter dem Korb setzte sich der lange Artem Pustovyi immer wieder durch und auch Khimiks Topscorer Deane bewies, dass er auch ohne Distanztreffer auf seine Punkte kommt. Es bedurfte schon einer starken Leistung von Julius Jenkins (24 Punkte, 3/3 Dreier, 8/11 Freiwürfe) und zweier technischer Fouls des gegnerischen Trainers Zvezdan Mitrovic, um den 82:74-Auftaktsieg in dieser Serie unter Dach und Fach zu bringen:


Während die Oldenburger am Samstag in der Beko BBL in Tübingen ein (trotz Ausfalls von Chris Kramer mit 89:64 souverän gewonnenes) Zwischenspiel einlegten, war Khimik Yuzhny am Wochenende spielfrei und wird die Zeit vor der weiten Reise nach Oldenburg ausgiebig genutzt haben, um sich auf das entscheidende dritte Spiel vorzubereiten. Trainer Zvezdan Mitrovic war am Donnerstag mit der Verteidigung, vor allem der gegen Julius Jenkins und Rickey Paulding zufrieden, sieht aber in der Offensive bei seinem Team noch Luft nach oben. Auch Sebastian Machwoski fordert von seinem Team in der Offensive weniger Ballverluste und mehr Konzentration bei den Würfen, speziell an der Freiwurflinie, wo die EWE Baskets mit einer Quote von nur 56 Prozent in Yuzhny elf Punkte liegen ließen.

Das Stenogramm (addiert) der ersten beiden Spiele:
Oldenburg: Joyce 7 (10 as), Kramer 16 (8 as), Paulding 15, Burrell 8 (10 rb), Chubb 19; Smit 1, Jenkins 36, Bahiense de Mello, Wysocki 13, Smeulders 24 (11 rb), Freese 4. – 45 % Wurfquote (8/25 Dreier), 35/53 Freiwürfe, 75 Rebounds (23 off), 27 Ballverluste.
Yuzhny: Popov 11, Deane 34, Sehovic 10, Kovalenko 9, Todic 19 (18 rb); Ryabchuk 9, Joseph 7, Lesic 10, Pustovyi 21 (16 rb, 4 bs), Zavadskyi 10. – 39 % Wurfquote (10/50 Dreier), 34/52 Freiwürfe, 77 Rebounds (28 off), 26 Ballverluste.

Wer ist die deutsche Nummer eins in der Euroleague?


Am Mittwoch steht dann im deutschen Eurolegaue-Derby der zweite deutsche Sieg in der TOP16-Runde zur Disposition. Der kann zwar weder den Brose Baskets (0:11 Siege) noch ALBA BERLIN (1:10) in diesem Wettbewerb noch weiterhelfen, ist aber trotzdem mit viel Prestige behaftet. Der große und berechtigte Jubel über den Einzug in die TOP16 der europäischen Königsklasse ist inzwischen in Bamberg und Berlin der ernüchterten Erkenntnis gewichen, dass ihnen auf diesem höchsten europäischen Niveau ein ziemlich rauer Wind entgegen weht. Bis auf Besiktas Istanbul (mit 0:11 Siegen Schlusslicht der anderen TOP16-Gruppe F) sind alle anderen TOP16-Teams mit überwiegend deutlich höheren Etats in die Saison gegangen (Dass derzeit Kaunas und Siena die zu Saisonbeginn vollmundig ausgehandelten Verträge nicht bezahlen können, steht dabei auf einem anderen Blatt). Umso höher ist zu bewerten, dass die deutschen Clubs trotz letztlich ungleicher Waffen schon mehr als einmal an einem Überraschungssieg schnupperten. Am letzten Spieltag fehlte den Brose Baskets zum Beispiel nur ein Korbleger, um bei Efes Istanbul zu gewinnen:


Wenn man selbst mit guten Leistungen regelmäßig nur zweiter Sieger bleibt, wird die auf 14 Spieltage ausgeweitete TOP16-Runde natürlich doppelt lang. Für ALBA BERLIN ist das Euroleague-Derby am Mittwoch schon das 48., für die Brose Baskets das 49. Pflichtspiel der Saison. Zusätzlich durch den Ausfall ihrer Führungsspieler (Vule Avdalovic und John Goldsberry) gehandicapt, weisen ALBA und die Brose Baskets wettbewerbsübergreifend eine verdächtig identische Bilanz aus den vergangenen sieben Spielen auf: Es wurde nur ein Spiel gewonnen (jeweils daheim gegen Ludwigsburg).

ALBA BERLIN leidet dabei vor allem unter gehäuften Ansetzungen im 48-Stunden-Rhythmus. Zwölfmal mussten die Berliner in dieser Saison schon innerhalb von weniger als 48 Stunden zu einem zweiten Spiel antreten (Bamberg nur vier Mal) und verloren sechs davon (alle in der Beko BBL). Nur drei Tage nach dem Heimspiel gegen Ludwigsburg wirkten die Berliner am vergangenen Freitag auch in der Euroleague beim (zuvor sieben Tage spielfreien) Panathinaikos Athen nicht sonderlich frisch und vorbereitet (Hier das SPORT1-Video zum Spiel).

All diese Niederlagen und Rückschläge werden die Brose Baskets und ALBA BERLIN aber nicht daran hindern, darum zu kämpfen, welches deutsche Team am Ende die (wenn auch nur knapp) bessere Bilanz in der TOP16-Runde aufweist. Deshalb wird es auch diesmal hoch hergehen beim innerdeutschen Duell. Freundliche Worte – bzw. das, was die Sprüchedrücker Heiko Schaffartzik und Anton Gavel dafür halten - wird es wieder nur vor dem Spiel geben:


Während ALBA am Mittwoch in der Stechert-Arena auf seinen neuen Center Ali Traore zählen kann, ist bei den Brose Baskets Neuzugang Alex Renfroe in dieser Euroleague-Saison nicht mehr spielberechtigt. Die Berliner haben im Hinspiel vor acht Wochen einen von einem überraschenden Buzzer-Dreier durch Center Albert Miralles gekrönten deutlichen 82:63-Sieg vorgelegt. Damals fanden die Bamberger (noch mit John Goldsberry und Teddy Gipson, aber ohne Matt Walsh und Jeremiah Massey) in der Offensive nur kurz im zweiten Viertel zu ihrem gefürchteten Offensivspiel. Vor allem Sharrod Ford entäuschte mit null von vier Würfen und drei Ballverlusten gegen sein Ex-Team auf der ganzen Linie, während bei den Berlinern Nihad Djedovic mit 20 Punkten, acht Rebounds, drei Assists und vier Steals heißlief und sein bestes Saisonspiel im ALBA-Trikot machte:


Brose Baskets im Stenogramm:
Guards: Gavel (31 mpg, 13 ppg, 3 apg), Tadda (16 mpg, 3 ppg), Schmidt (7 mpg, 1 ppg).
Forwards: Jacobsen (31 mpg, 9 ppg), Massey (22 mpg, 8 ppg, 1 bpg), Walsh (24 mpg, 7 ppg, 5 rpg), Nachbar (27 mpg, 17 ppg)
Center: Zirbes (20 mpg, 9 ppg, 5 rpg), Ford (18 mpg, 7 ppg, 1 bpg), Neumann (10 mpg, 3 ppg), Ogilvy (7 mpg, 3 ppg).
Team (Schnitt Euroleague): 43 % Wurfquote (8/21 Dreier), 14/18 Freiwürfe, 31 Rebounds (9 off), 13 Ballverluste.

ALBA BERLIN im Stenogramm:
Guards: Wood (24 mpg, 10 ppg), Djedovic (23 mpg, 9 ppg), Schaffartzik (21 mpg, 7 ppg, 3 apg), Foster (22 mpg, 7 ppg).
Forwards: Morley (24 mpg, 7 ppg), Thompson (27 mpg, 12 ppg, 6 rpg), Byars (20 mpg, 6 ppg), Schultze (7 mpg, 2 ppg)
Center: Traore (19 mpg, 8 ppg, 5 rpg), Idbihi (20 mpg, 8 ppg), Miralles (18 mpg, 5 ppg).
Team (Schnitt Euroleague): 45 % Wurfquote (5/15 Dreier), 12/16 Freiwürfe, 32 Rebounds (11 off), 14 Ballverluste.

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