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Europa: Slaughter im „Classico“ / Meacham führt Nanterre in die Euroleague / Hines und Katic...

Europa: Slaughter im „Classico“ / Meacham führt Nanterre in die Euroleague / Hines und Katic...

Wie in der Beko BBL steuert die Saison auch in allen anderen großen europäischen Ligen auf ihren Höhepunkt, die Krönung des Champions zu. In Spanien steht es zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona 1:1, in Italien führt Siena gegen Rom 1:0 und in der Türkei fehlt Galatasaray beim Stand von 3:1 gegen Banvit nur noch ein Sieg zum Titel. In Griechenland (Panathinaikos), Serbien (Partizan) und Frankreich (Nanterre) ist unterdessen bereits der neue Meister gekürt, wobei vor allem das französische Basketball-Märchen für Schlagzeilen sorgt.
Der Zweitliga-Meister von 2011 hatte die Punktrunde nur als Achter abgeschlossen, um dann in den Playoffs den Punktrunden-Ersten (Gravelines), den Titelverteidiger (Chalon) und im Finale das mit den Centern Alexis Ajinca und Romain Duport (jeweils 2,15 Meter) vor allem im Frontcourt imposant besetzte Strasbourg zu bezwingen. Mit schneller Spielweise ließ sich Nanterre, das mit Trent Meacham und Chris Oliver (fehlte verletzungbedingt in den Playoffs) bezeichnenderweise zwei ehemalige Göttinger im Aufgebot hat, jedoch von Strasbourgs Center-Übermacht nur im ersten Finalspiel beeindrucken. Im zweiten Finalspiel klaute Nanterre den Elsässern den Heimvorteil und ging im ersten Heimspiel mit 2:1 in Führung.


Auch der Umstand, dass die Liga Nanterre untersagte, die Finalspiele in seiner kleinen Turnhalle auszutragen, konnte den Außenseiter jetzt nicht mehr stoppen. Ganz Basketball-Paris hatte sich längst in das Team aus der Vorstadt verliebt und verwandelte das Ausweichquartier Stade Coubertin in einen grünen Hexenkessel, der Nanterre und den anschließend (vom letztjährigen ALBA-Center Ali Traore) als Finals-MVP ausgezeichneten David Lighty zum 3:1 über Nanterre peitschte.


„Wir sind einfach eine tolle Gruppe von Leuten, denen es Spaß macht, zusammen zu spielen. Das hat sich am Ende auf dem Spielfeld für uns ausgezahlt“, versucht Meacham, mit im Schnitt 12,8 Punkten über die Saison gesehen Nanterres Topscorer, den überraschenden Erfolg zu erklären. Als Meister für die Euroleague qualifiziert, steht Nanterre nun vor neuen Herausforderungen, denn auch das Stade Coubertin erfüllt mit seinen nur 3.900 Plätzen nicht die Euroleague-Anforderungen und der Sportpalast von Paris-Bercy steht in der kommenden Saison wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung. Womöglich muss Nanterre für die Euroleague ins 130 Kilometer entfernte Orleans ausweichen.

Zwischenfälle überschatten Finals in Griechenland

Gewohnte Gesichter standen sich unterdessen in den Finalserien Griechenlands (Panathinaikos bezwang Olympiakos 3:0) und Serbiens (Partizan setzte sich 3:1 gegen Roter Stern durch) gegenüber. In Griechenland endete die Finalserie dabei wieder einmal mit einem Eklat: Als 1,27 Sekunden vor Schluss enttäuschte Olympiakos-Fans begannen, Feuerwerksraketen in Richtung der Panathinaikos-Bank zu schießen, ordneten die Referees die Räumung der Halle an.


Erst gegen 0:16 Uhr setzten die Schiedsrichter ihre Unterschrift unter den Spielbericht und erklärten Panathinaikos zum Meister, ohne das Spiel noch einmal anzupfeifen. Für Olympiakos endete die Saison nach dem Gewinn der Euroleague damit mit einer großen Enttäuschung. „Wenn einer von einem 0:2 zurückkommen kann, dann Olympiakos“, hatte Kyle Hines nach den ersten beiden Niederlagen vergeblich die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft beschworen. Am Ende musste Trainer Giorgios Bartzokas eingestehen, dass sein Team nach den Strapazen des Euroleague-Final Fours von London nicht so frisch war wie der Gegner. Hier die Highlights des entscheidenden dritten Endspiels (72:76) bis hin zum unrühmlichen Schlusspunkt:



Der junge Panathinaikos-Präsident Dimitris Giannakopoulos erlebte den Triumph seiner Mannschaft nicht live, nachdem die Liga ihm ein dreimonatiges Hallenverbot und eine Geldstrafe in Höhe von 22.000 Euro aufgebrummt hatte. Er hatte in der Halbzeit von Spiel zwei den Referees angedroht, sie kämen nicht heil aus der Halle, wenn sie weiter so pfeifen würden wie im ersten Durchgang, was die Refs prompt in ihren Spielbericht aufnahmen. Auch im serbischen Finale wurden von den beiden Belgrader Erzrivalen alle Register gezogen. Partizan-Trainer Dusan Vujosevic und der Präsident von Roter Ster, Nebojsa Covic, bezichtigten sich gegenseitig, den serbischen Basketball zugrunde zu richten.

In der Pionir-Arena ging es trotz solcher Anfeindungen vergleichsweise ruhig zu. Zur allgemeinen Beruhigung der Gemüter trug sicher auch der Umstand bei, dass Partizan die Serie – abgesehen vom 74:81-Ausrutscher in Spiel drei – mehr oder weniger kontrollierte. Hier die Schlussphase von Spiel zwei, in dem der Ex-Tübinger Rasko Katic (von Nationaltrainer Dusan Ivkovic gerade für die EM nominiert) und der Ex-Berliner Marko Simonovic mit je 17 Punkten nicht die 69:71-Heimniederlage von Roter Stern verhindern konnten. Partizan ging 2:0 in Führung:


Spanien: „El Classico“ lockt 1,5 Millionen vor den Bildschirm

Mehr Hoffnungen auf einen Titelgewinn können sich die ehemaligen Bundesligaspieler machen, die in dieser Saison für Galatasaray Istanbul und Montepaschi Siena spielen. Galatasaray (mit dem Ex-Bamberger Boniface N’Dong und dem einst für den MBC spielenden Manuchar Markoishvili) kann schon am Freitag Abend den Meistertitel perfekt machen. Siena, das mit dem letztjährigen Topscorer der Beko BBL, Bobby Brown, Aleksandar Rasic (Berlin), Kristjan Kangur (Leverkusen) und Ben Ortner (in dieser Saison kurz in Gießen) gleich auf vier Beko BBL-Exporte setzt, ist mit einem Auswärtssieg in Rom stark in die italienische Finalserie „best-of-7“ gestartet.

In Spanien wird mit Spannung das dritte Spiel im klassischen Finale zwischen dem FC Barcelona (mit dem früheren Bremerhavener Judson Wallace) und Real Madrid (mit dem Ex-Bamberger Marcus Slaughter) erwartet. Nach den ersten beiden Spielen in Madrid steht es 1:1. Dabei lockte das erste Spiel 1,2 und das zweite sogar fast 1,5 Millionen Zuschauer vor die TV-Geräte. Und nach der dramatischen Schlussphase von Partie zwei (Barcelona gewann 72:71 in Madrid) werden sicher alle auch am Freitag Abend wieder einschalten:

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