FB Twitter Instagram YouTube Google+
Europa im Überblick: Bobby Brown italienischer Meister, Marcus Slaughter triumphiert mit Real Madrid

Europa im Überblick: Bobby Brown italienischer Meister, Marcus Slaughter triumphiert mit Real Madrid

Drei Tage nach der Krönung der Brose Baskets in Deutschland haben auch die Spanier und die Italiener ihren Meister gefunden: In Spanien gewann Real Madrid das fünfte Finale gegen den Vorjahres-Champion FC Barcelona 79:71, und in Italien wurde Montepaschi Siena zum siebten Mal in Folge Meister (4:1 gegen Virtus Rom). Nachdem Galatasaray Istanbul (4:1 über Banvit) und Maccabi Haifa (86:79 über Maccabi Tel Aviv) sich bereits am Wochenende in der Türkei bzw. Israel die Meisterkrone aufgesetzt haben, sind nun alle Entscheidungen in der europäischen Vereinssaison 2012/13 gefallen.
In Italien stand die Krönung von Montepaschi Siena ganz im Zeichen des Euroleague-Topscorers (und Topscorers der vergangenen Saison in der Beko BBL) Bobby Brown, der mit im Schnitt 17,2 Punkten auch der beste Werfer der italienischen Playoffs 2013 war. Seinen größten Auftritt hatte der letztjährige Oldenburger, der 2008 schon ALBA BERLIN zum Meistertitel geworfen hatte, dabei im dritten Spiel der Serie „best-of-7“, als er in der Schlussphase mit einer Dreierserie aus einem 66:71-Rückstand eine 82:71-Führung machte.


Neben Brown, dem Ex-Berliner Aleksandar Rasic, dem ehemaligen Leverkusener Kristjan Kangur (9 Punkte und 6 Rebounds in Spiel 5) und dem zu Saisonbeginn kurz in Gießen aktiven Center Ben Ortner (19 Punkte und 8 Rebounds in Spiel 2) stand vor allem ein überglücklicher Trainer Luca Banchi auf dem Siegerpodest, der im vergangenen Sommer unter schwierigsten Umständen (Hauptsponsor pleite, alle Stars weg) zum Headcoach befördert worden war.

Zu seinen Erfolgsgeheimnissen zählte nicht zuletzt, dass er voll auf Brown als Spielmacher setzte – ungeachtet dessen Schwächen im defensiven Bereich. „Der Coach hat mir von Anfang an alle Freiheiten auf dem Feld gegeben. Das zahlt sich jetzt aus,“ bedankte sich Brown auch am Mittwoch dafür auf seine Weise. Als Rom gegen Ende der Partie noch einmal auf 57:65 verkürzte, erstickte der US-Aufbau dieses letzte Aufbäumen der Gastgeber mit fünf Punkten in Folge.


Spanien: Happy End für Real Madrid und Marcus Slaughter im „El Classico“

Auch in Spanien gewann ein letztjähriger Beko BBL-Akteur den Meistertitel. Marcus Slaughter, 2012 mit den Brose Baskets Deutscher Meister, triumphierte mit Real Madrid auch in der Liga Endesa und gewann im Finale den Klassiker gegen den FC Barcelona mit 3:2. Der Anteil des US-Centers am Erfolg erschließt sich dabei weniger durch seine Statistiken (in den Playoffs im Schnitt 3 Punkte und 3 Rebounds).

Mit seiner Athletik passte er perfekt zu dem schnellen Spiel der Madrilenen, nahm seine Rolle im Schatten von Kapitän Felipe Reyes (MVP der Finalserie) und „Rising Star“ Nikola Mirotic an und hatte großen Anteil daran, dass das Team vom Trainer Pablo Laso (feierte seinen ersten Titel) in den Playoffs vor allem in der Verteidigung noch eine Schippe drauflegen konnte.


Türkei: Boniface N’Dong beendet Karriere als türkischer Meister

Im türkischen Finale gewann derselbe Trainer das Finale wie im vergangenen Jahr – allerdings mit einem anderem Team. Ergin Ataman, 2012 mit Besiktas Meister, führte in dieser Saison Galatasaray souverän (Gewinner der Punkterunde, 9:1 Siege in den Playoffs) zum Titel und hatte dabei neben dem überragenden Spielmacher Carlos Arroyo (in der letzten Saison ebenfalls Besiktas) in jedem Spiel neue Trümpfe in seinem tief besetzten Team. So trumpfte im ersten Finalspiel der Georgier Manuchar Markoishvili (spielte in jungen Jahren für den MBC) mit 17 Punkten (4/5 Dreier) auf und in Spiel vier war Jamont Gordon (34 Punkte) nicht zu halten.

Der nigerianische Center Boniface Ndong, der seine Karriere einst in Rattelsdorf, Breitengüßbach und Bamberg begann, ließ es im fünften Finalspiel gegen Banvit (76:58) mit 16 Punkten, fünf Rebounds und drei Blocks noch einmal so richtig krachen. Anschließend erklärte der mittlerweile 35-jährige, der in der letzten Saison noch mit dem FC Barcelona spanischer Meister wurde, seine Profi-Karriere für beendet.


Israel: Haifa ertappt Serienmeister auf falschen Fuß

Gut fünfzig Jahre quälten sich die Fans in Israel mit der langweiligen Übermacht des Serienmeisters Maccabi Tel Aviv, doch damit ist jetzt Schluss. Seit der israelische Titel nicht mehr in einer Playoff-Serie, sondern nur noch in einem einzigen Finalspiel vergeben wird, wurde Maccabi schon dreimal auf dem falschen Fuß erwischt. Nach 2008 (Hapoel Holon), 2010 (Galil Gilboa) war in diesem Jahr Maccabi Haifa an der Reihe und konnte dabei noch auf einen zusätzlichen Vorteil zählen. Das Finale wurde erstmals nicht in Tel Aviv, sondern in Haifa durchgeführt. Maccabi Haifa gewann, angeführt vom Nationalspieler Gal Mekel (21 Punkte und sieben Assists) 86:79. Bei Maccabi Tel Aviv konnte der Ex-Gießener Ricky Hickmann auch mit 28 Punkten und fünf Assists die Schlappe nicht verhindern.

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport