FB Twitter Instagram YouTube Google+
Europapokal-Vorberichte
Galatasaray Istanbul fehlen vier Starter: Bayern vor Auswärtssieg?

Galatasaray Istanbul fehlen vier Starter: Bayern vor Auswärtssieg?

Vor dem fünften Spieltag passt die alte Boxer-Weisheit „angeschlagene Gegner sind gefährlich“ wie die Faust aufs Auge. Sowohl Zalgiris Kaunas, das am Donnerstag den Deutschen Meister aus Bamberg empfängt, als auch Galatasaray Istanbul, das am Freitag den FC Bayern erwartet, sind auf ihre Art angeschlagen. Der litauische Meister muss aus finanziellen Gründen kleine Brötchen backen und der türkische Meister beklagt mit vier ausgefallenen Startern ein beispielloses Verletzungspech. Können die deutschen Euroleague-Vertreter die Gunst der Stunde nutzen und zum Abschluss der Hinrunde wichtige Auswärtspunkte sammeln?

TV-Termine:

Paarung: Zalgiris Kaunas - Bamberg (Do, 14.11., 19.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 18.55 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier bei uns auf der Homepage.

Paarung: Galatasaray – Bayern München (Fr, 15.11., 19.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 18.50 Uhr Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1+ und als kostenpflichtiger Internetstream auf http://tv.sport1.de/.


Zalgiris Kaunas: Schwieriger Neustart auf hohem Schuldenberg

Die große Basketball-Party in Kaunas ist zu Ende: Vladimir Romanov, auf dessen Kosten Zalgiris Kaunas in den letzten Jahren auf großem Fuß gelebt hat, hat sich aus dem Staub gemacht, nachdem er seine „Ukio Bankas“ an die Wand gefahren hat. Als Abschiedsgeschenk hat der von den litauischen Behörden mittlerweile per Haftbefehl gesuchte und zuletzt in Moskau gesichtete ehemalige Zalgiris-Präsident dem Club einen auf sieben Millionen Euro geschätzten Schuldenberg hinterlassen. Wie Zalgiris aus dieser Nummer rauskommen soll, weiß in Kaunas niemand so richtig. Erst einmal wird mit einer „Augen zu und durch“-Mentalität weitergemacht. Vielleicht greift ja irgendwann auch der Staat dem sportlichen Aushängeschild noch unter die Arme.

Immerhin hat Zalgiris mit der „PrivatBank“ einen neuen Hauptsponsor gefunden, der als größter Konkurrent der VTB-Bank auf dem osteuropäischen Markt aber die Bedingung stellte, dass Zalgiris sich aus der „VTB United League“ zurückzieht, die in den letzten Jahren mit ihren attraktiven Gegnern immer eine gute zweite Einnahmequelle für den Club neben der Euroleague darstellte, wo die Zuschauerzahlen in dieser Saison auch spürbar gesunken sind. Zum letzten Euroleague-Heimspiel gegen Strasbourg strömten nur noch 8.500  Besucher in die in der letzten Saison oft mit über 15.000 Zuschauern ausverkaufte Zalgirio Arena.

Dass die Ansprüche an den Serienmeister in Kaunas gleichwohl unvermindert hoch sind, zeigte sich vor drei Wochen, als Trainer Elias Zouros nach zwei klaren Auftaktniederlagen in der Euroleague und einer bitteren Heimniederlage in der litauischen Liga gegen den Außenseiter Siauliai vor die Tür gesetzt und durch den bisherigen Assistenztrainer Saulius Stombergas ersetzt wurde. Der ehemalige Nationalspieler, der beim Final Four 1999 in München zu den Helden beim sensationellen Gewinn der Europaliga durch Zalgiris zählte, feierte mit einem 88:64 über Strasbourg einen perfekten Einstand als Headcoach:

Die Erkenntnis aus diesem ersten und bisher einzigen Zalgiris-Sieg in der Gruppe B: Auch die Sparversion von Zalgiris kann mit jungen Talenten wie dem auch schon in der Beko BBL (mit Ludwigsburg) gesichteten Esten Siim-Sander Vene sowie einigen älteren Herren wie beispielsweise Sarunas Jasikevicius zu einer explosiven Mischung werden. Hinzu kommt, dass Zalgiris sich ohne die weiten Reisen in der United League in dieser Saison voll auf die Euroleague konzentrieren kann, denn in der litauischen Liga ist die Konkurrenz nach wie vor überschaubar. Am Wochenende bezwang Zalgiris den Lokalrivalen LSU-Atletas mit 20 Punkten durch Nationalcenter Ksystof Lavrinovic mühelos 79:50.

Zalgiris Kaunas im Stenogramm

Guards: Justin Dentmon (28, 183, USA), Sarunas Jasikevicius (37, 193, LTU), Arturas Milaknis (27, 195, LTU), Vytenis Cizkauskas (21, 188, LTU).

Forwards: Vytenis Lipkevicius (24, 195, LTU), Martynas Pocius (27, 196, LTU), Pauliusn Jankunas (29, 203, LTU), Siim-Sander Vene (22, 203, EST),

Center: Robertas Javtokas (33, 210, LTU), Tadas Klimavicius (31, 204, LTU), Ksystof Lavrinovic (33, 209, LTU), Mindaugas Kupsas (22, 217, LTU).

Headcoach: Saulius Stombergas (39, LTU, seit Oktober Headcoach)


Galatasaray Istanbul im Verletzungspech: Vier Starter fallen aus!

Als türkischer Meister, der wie viele türkische Topclubs nicht nur über scheinbar unerschöpfliche Geldquellen, sondern auch über die wahrscheinlich größte Fan-Basis am Bosporus verfügt, galt Galatasaray Istanbul nach seiner Rückkehr in die Euroleague zu Saisonbeginn als ein sicherer TOP16-Kandidat in der Gruppe C. Das lag auch daran, dass Trainer Ergin Ataman sein am Ende der letzten Saison so erfolgreiches Millionenteam nehazu komplett zusammenhalten konnte. Nach nur vier Spieltagen in der Euroleague steht Galatasaray indes trotz einer Bilanz von 2:2 Siegen fassungslos vor einem Scherbenhaufen.

Das Unheil begann nach dem verlorenen Heimspiel (67:78) gegen Olympiakos Piräus. Center Nathan Jawai, in dem Spiel mit 22 Punkten überragender Akteur, wurde mit heftigen Schwindel- und Taubheitssymptomen in die Intensivstation eines Istanbuler Krankenhauses eingeliefert. Auch wenn sein Zustand sich mittlerweile stabilisiert hat, lassen die Ärzte keinen Zweifel daran, dass der Australier zumindest in diesem Jahr keinen Basketball mehr spielen kann. Am Wochenende dann der nächste Tiefschlag. Der Georgier Manuchar Markoishvili, mit seiner Vielseitigkeit ein Schlüsselspieler im Konzept von Ataman, zog sich einen Riss der Achillessehne zu. Auch für ihn ist die Saison zu Ende.

In der Woche darauf in Malaga nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit 57:84 untergegangen, konnte Galatasaray am letzten Spieltag nach einem glücklichen 78:75 in Zielona Gora aufatmen. Zwar drohte den Türken auch dort das Spiel in der Schlussphase aus den Händen zu gleiten,aber der in der Zwischenzeit als Jawai-Ersatz verpflichtete Pops Mensah-Bonsu, mit 15 Punkten + 8 Rebounds effektivster Akteur neben Center Erwin Dudley (21 + 8), rettete den Sieg mit einem spielentscheidenden Offensivrebound.

Als sich ausgerechnet der zuletzt so starke Dudley am Wochenende in der türkischen Liga beim 64:70 in Ankara in der ersten Halbzeit den Fuß brach (er fällt mindestens drei Monate aus), schlug man bei Galatasaray verständlicherweise die Hände über dem Kopf zusammen, aber es kam noch schlimmer. In der zweiten Halbzeit zog sich US-Guard Jamont Gordon einen Kreuzbandriss zu. Auch für ihn ist die Saison schon zu Ende. Aus Galatasarays erster Fünf ist nur noch der geniale Spielmacher Carlos Arroyo übrig, der am Freitag im 12.000 Zuschauer fassenden Abdi Ipekci gegen den FC Bayern im erst zweiten Heimspiel der Saison aber auf die lautstarke Unterstützung der Galatasaray-Fans zählen kann, die ihr Team nach dieser Pechsträhne sicher noch lauter unterstützen werden als vor drei Wochen gegen Olympiakos.

Galatasaray Istanbul im Stenogramm

Guards: Carlos Arroyo (34, 188, PUR), Sinan Güler (29, 192, TUR), Ender Arslan (30, 188, TUR), Engin Atsur (29, 193, TUR).

Forwards: Pops Mensah-Bonsu (30, 206, GB), Hüseyin Köksal (22, 195, TUR), Henry Domercant (32, 193, US/BIH), Cenk Akyol (26, 197, TUR).

Center: Milan Macvan (24, 206, SRB), Zoran Erceg (28, 211, SRB), Furkan Aldemir (22, 207, TUR), Dogukan Sönmez (21, 206, TUR).

Headcoach: Ergin Ataman (47, TUR, zweite Saison für Galatasaray).

Die Wechselbörse 2017/18

Immer auf dem aktuellen Stand!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport