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Europapokal-Vorberichte
Hello Again: Wood & Duggins in Quakenbrück, Battle & Vaden in Bonn, Mallet und Trapani gegen...

Hello Again: Wood & Duggins in Quakenbrück, Battle & Vaden in Bonn, Mallet und Trapani gegen...

Am vierten Spieltag des Eurocups steht die Woche der Wahrheit an: Für die fünf deutschen Vertreter stehen die ersten wichtigen Weichenstellungen an. Als Sahnehäubchen gibt es ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Akteuren aus der Beko BBL. So begrüßen die Telekom Baskets Bonn mit Talor Battle und Robert Vaden sogar zwei ehemalige Baskets-Akteure im Trikot von Mons/Belgien. Ein Erfolg über die bislang sieglosen Belgier ist Pflicht für Bonn (1:2 Siege), um im Rennen um die ersten drei Plätze zu bleiben. Auch für ALBA BERLIN (2:1), das am Dienstag den ungeschlagenen Tabellenführer BCM Gravelines (Frankreich) empfängt, gilt, dass Heimspiele im Eurocup möglichst nicht abgegeben werden sollten.

Dasselbe gilt für ratiopharm ulm, das in der Gruppe C mit 2:1 Siegen ebenfalls auf einem guten Kurs ist, diesen aber am Mittwoch mit einem Heimsieg über das punktgleiche Olimpija Ljubljana (2:1) bestätigen muss. Die EWE Baskets (2:1 Siege in der Gruppe B) finden sich auswärts beim sieglosen Schlusslicht Spirou Charleroi in der Rolle des Jägers wieder. Ein Auswärtssieg beim Team von Demond Mallet wäre ein „Big Point“ im Kampf um die ersten drei Plätze. Die Artland Dragons stehen unterdessen mit 1:2 Siegen am Dienstag gegen Le Mans schon unter Zugzwang. Eine Heimniederlage gegen den neuen Club von DaShaun Wood und Vaughn Duggins (ehemals Tübingen) würde die Dragons in der Gruppe A weit zurückwerfen.


Dienstag, 19.30 Uhr: ALBA BERLIN – BCM Gravelines

Der deutsche und der französische Pokalsieger Pokalsieger glänzen in der neuen Saison vor allem mit ihrer Verteidigung: Gravelines lässt nur 69,2 Punkte pro Spiel zu und ist damit in Frankreich genauso das defensivstärkste Team wie die Berliner mit im Schnitt 63,8 gegnerischen Punkten in der Beko BBL. Beide haben aber auf der anderen Seite mit im Schnitt 73,8 Punkten (Berlin) bzw. 63,2 (Gravelines) aktuell noch Probleme, selber den Ball im Korb unterzubringen. Bei den Franzosen enttäuschte dabei vor allem der letztjährige Bayreuther Center Gary McGhee so sehr, dass die lokale Presse bereits fragt, warum er noch nicht gefeuert wurde.

Aktuell müssen die Franzosen, die im Eurocup noch ungeschlagenen, in der nationalen Liga mit 1:4 Siegen aber schon etwas abgeschlagen sind, nach dem langfristigen Ausfall von drei Startern (Bokolo, Abdoulaye und Diawara) kräftig improvisieren, denn die Nachverpflichtungen in Form der US-Forwards John Holland und D. J. Kennedy trafen erst in der vergangenen Woche in Gravelines ein. Der vor zwei Wochen von den Dallas Mavericks gecuttete Kennedy gibt am Dienstag sein Europa-Debüt in der o2 World, Holland tat das schon am Samstag in der französischen Liga mit 16 Punkten, fünf Rebounds, fünf Steals und vier Assists sehr eindrucksvoll beim 67:72 gegen Strasbourg. Die herausragenden Akteure bei den Franzosen sind US-Center Marcus Lewis und der in Frankreich schon seit einigen Jahren gefeierte Spielmacher Souleyman Diabate.

BCM Gravelines im Stenogramm

Guards: Souleyman Diabate (26, 182, CIV), Jonathan Rousselle (23, 192, FRA), Hugo Dumortier (20, 195, FRA), Paul Duwiquet (18, 193, FRA).

Forwards: John Holland (24, 196, US/PUR), Juby Johnson (31, 196, USA), D. J. kennedy (23, 198, USA), William Howard (20, 201, FRA).

Center: Cyril Akpomedah (34, 203, FRA), Marcus Lewis (27, 203, USA), Ousmane Camara (24, 202, FRA), Gary McGhee (25, 208, USA).

Headcoach: Christian Monschau (54, FRA, sechste Saison in Gravelines).


Dienstag, 19.30 Uhr: Artland Dragons – MSB Le Mans

In der Artland Arena gibt es beim Gastspiel von Le Mans Sarthe Basket (MSB) ein Wiedersehen mit drei ehemaligen Bundesliga-Akteuren, die in der Regel alle in der ersten Fünf der Franzosen stehen. DaShaun Wood und Vaughn Duggins (die schon an der Wright State University ein Guard-Duo bildeten) sind sicher noch jedem deutschen Fans aus der letzten Saison ein Begriff. Das Engagement von Reyshawn Terry in Bamberg liegt hingegen schon drei Jahre zurück. Vor allem Wood knüpft in Le Mans an seine guten Leistungen in der Beko BBL an. In der letzten Woche war er mit 30 Punkten (5/7 Dreier) beim Verlängerungssieg über Nymburk sogar Topscorer des dritten Eurocup-Spieltags.

Auch in der französischen Liga wurde es am Samstag beim 63:60 über Aufsteiger Antibes ziemlich eng. Hier riss Power Forward Terry mit 19 Punkten (3/5 Dreier) den Sieg aus dem Feuer, der in Gefahr geriet, weil sich die komplette Guard-Riege um Wood & Duggins mit einer mageren Wurfquote von nur 25 Prozent eine Auszeit genehmigte. Mit nunmehr 2:1 Siegen zählt Le Mans zu den Mannschaften in der Gruppe A, die die Dragons noch überflügeln müssen, wenn sie die nächste Runde erreichen wollen. Ein Heimsieg über den vor allem im Frontcourt mit sehr erfahrenen und vielseitigen Akteuren besetzten aktuellen Siebten der französischen LNB (3:2 Siege) ist somit Pflicht.

MSB Le Mans im Stenogramm

Guards: Dashaun Wood (28, 180, USA), Vaugh Duggins (26, 190, USA), Antoine Eito (25, 186, FRA), Tom Foucault (19, 187, FRA).

Forwards: Charles Kahudi (27, 199, FRA), Reyshawn Terry (29, 203, USA), Pape Sy (25, 199, FRA), Kevin Mendy (21, 200, FRA)

Center: J. P. Batista (32, 204, BRA), Dounia Issa (32, 198, FRA), Alain Koffi (29, 207, FRA), Petr Cornelie (18, 210, FRA).

Headcoach: J. D. Jackson (44, CAN, sechste Saison in Le Mans).


Mittwoch, 19.30 Uhr: ratiopharm ulm – Olimpija Ljubljana

Die Eurocup-Partien der Ulmer werden übrigens hier live gestreamt. Möglich wird dies durch Sponsor Liqui Moly. Gemeinsam mit Regio TV Schwaben, zuständig für die Bilder (Kameras) und den Kommentar (Florian Buchmaier), produziert ratiopharm ulm den Livestream in Eigenregie. 

Mit 2:1 Siegen ist der aus der Euroleague in den Eurocup heruntergekommene slowenische Vorzeigeclub in der Gruppe C eigentlich auf einem guten Kurs. Trotzdem müssen sich die Ulmer aber auf einen aufgeregten Gegner einstellen, denn in der Adria-Liga hat Ljubljana mit 0:6 Siegen seinen schlimmsten Fehlstart in der Geschichte dieser Liga hingelegt: Das sorgte in der Presse der slowenischen Hauptstadt und hinter den Kulissen für heftige Diskussionen. Längst wird auch die Frage gestellt, ob der ehemalige Nationaltrainer Ales Pipan (trainierte bei der jüngsten EM Mazedonien) der richtige Mann ist für das Projekt, aus vielen jungen Talenten ein neues schlagkräftiges Team zusammenzustellen.

Erst einmal hat Union Olimpija mit der Verpflichtung des NBA-erfahrenen US-Amerikaners Cedric Jackson auf der Spielmacherposition nachgebessert, wo Jakov Vladovic alleine offenbar überfordert war, auch wenn er mit Nebojsa Joksimovic einen ganz erfahrenen ShootIng Guard an seiner Seite hatte. Aber auch mit Jackson ließ Ljubljana am Wochenende bei der 61:74-Niederlage im bosnischen Aleksdandrovac die Konstanz vermissen, die nötig ist, um in dieser starken Liga Spiele zu gewinnen. Einmal mehr brachte ein fünfminütiger Blackout ohne jeden Korberfolg das Team auf die Verliererstraße. Bester Spieler neben dem Neuling Jackson (zehn Punkte und vier Assists) war der junge Center Alen Omic (zehn Punkte und neun Rebounds).

Olimpija Ljubljana im Stenogramm

Guards: Cedric Jackson (27, 191, USA), Jakov Vladovic (30, 187, CRO), Sasu Salin (22, 192, FIN), Luka Rupnik (20, 185).

Forwards: Nebojsa Joksimovic (32, 193, SLO), Deividas Gailius (25, 200, LTU), Dragisa Drobnjak (36, 200, SLO), Jaka Brodnik (21, 203, SLO),

Center: Alex Stepheson (26, 208, USA), Kodin Augustus (26, 203, USA), Alen Omic (21, 217, SLO), Drazen Bubnic (27, 206, SLO).

Headcoach: Ales Pipan (54, SLO, erste Saison bei Olimpija Ljubljana)


Mittwoch, 19.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – Belfius Mons

Eine Woche nach dem spektakulären 108:104-Erfolg über Saragossa können und sollten die Bonner in einem Heimspiel gegen den  Außenseiter Mons (Bergen) den zweiten Sieg nachlegen. Die ohnehin noch sieglosen Belgier kommen nämlich geschwächt in den Telekom Dome, nachdem sie am Samstag beim 65:76 gegen Aalst ihren US-Forward Justin Cage mit einem Achillessehnenriss verloren haben. Der in den letzten drei Spielen mit einer Knöchelverletzung fehlende Nationalspieler Guy Muya ist unterdessen wieder ins Training eingestiegen und könnte am Mittwoch im Telekom Dome sein Comeback geben.

In der ersten Fünf der Belgier stehen mit Talor Battle und Robert Vaden zwei ehemalige Bonner, die dem Spiel gegen das Gruppenschlusslicht eine besondere Note geben. Beide waren am Wochenende beim 65:76 gegen Aalst mit 16 bzw. zehn Punkten die Topscorer ihres neuen Teams, das durch diese Niederlage mit nunmehr 2:3 Siegen in der belgischen Liga auf den 7. Platz zurückgefallen ist. Trainer Yves Defraigne, der nach zwei Jahren in Trier (2008 – 2010) ebenfalls über Bundesliga-Erfahrung verfügt, sah sein Team im Eurocup schon vor Saisonbeginn in einer Außenseiterrolle und wird entsprechend ohne großen Erfolgsdruck nach Bonn kommen. Gleichwohl wäre Mons nicht die erste belgische Mannschaft, die gegen deutsche Teams als Spielverderber auftritt.

Belfius Mons im Stenogramm

Guards: Guy Muya (30, 190, BEL, verletzt?), Talor Battle (25, 182, USA), Demontez Stitt (24, 186, USA), Geoffry Firmin (24, 188, BEL).

Forwards: Robert Vaden (28, 196, USA), Lorenzo Giancaterino (23, 190, BEL), Alex Tuluka (24, 193, CNG), Justin Cage (28, 198, USA, verletzt).

Center: Monwell Randle (31, 203, USA), Jason Love (26, 206, USA), Maarten Rademakers (22, 205), Amaury Gorgemans (21, 212, BEL).

Headcoach: Yves Defraigne (48, BEL, zweite Saison in Mons).


Mittwoch, 20.30 Uhr: Spirou Charleroi - EWE Baskets Oldenburg

Als einziger deutscher Vertreter in dieser Woche im Eurocup auswärts am Start, können sich die Oldenburger trotzdem gute Chancen ausrechnen. Die Reise geht nach Belgien zum in der Gruppe B bislang sieglosen Schlusslicht Spirou Charleroi, das nach drei Titeln in Folge in den letzten beiden Jahren seine Vormachtstellung in Belgien eingebüßt hat. Spätestens ein 84:70-Sieg über den Meister Oostende vor eineinhalb Wochen hat aber gezeigt, dass die „Carolos“ mit einer sehr erfahrenen Mannschaft schon wieder an ihrem Comeback arbeiten und am Mittwoch im 6.5000 Zuschauer fassenden „Spiroudome“ alles daran setzen werden, um auch im Eurocup im Rennen zu bleiben.

Zum hierzulande hinreichend bekannten Demond Mallet und dem ehemaligen Kölner Devin Green hat sich dabei in der letzten Woche mit dem letztjährigen Bayreuther Joe Trapani ein dritter ehemaliger Bundesligaspieler gesellt, der Charlerois eindrucksvollen Frontcourt um die US-Amerikaner Mohamed Abukar und Darryl Watkins sowie die Nationalspieler Wen Mukubu und Christophe Beghin weiter verstärkt. Am Sonntag rückte Spirou mit einem 80:79 in Brüssel auf den dritten Tabellenplatz der belgischen Ethias League vor. Überragender Akteur neben den Spielmachern Mallet (15 Punkte) und Jörn Steinbach (17) war dabei mit 19 Punkten und zwölf Rebounds Power Forward Abukar.

Spirou Charleroi im Stenogramm

Guards: Demond Mallet (35, 186, USA), Justin Hamilton (32, 190, USA), Jörn Steinbach (24, 181, BEL), Ben Monclar (24, 193, FRA),

Forwards: Devin Green (31m 201, USA), Karol Gruszecki (24, 196, POL), Wen Mukubu (30, 198, BEL), Audry Kirarangaya (20, 198, BEL).

Center: Mohamed Abukar (28, 208, USA), Darryl Watkins (28, 211, USA), Joe Trapani (25, 203, US/ITA), Christophe Beghin (33, 207, BEL).

Headcoach: Giovanni Bozzi (49, BEL, seit 2009 wieder in Charleroi)

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