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BIG - Basketball in Deutschland
Mach's noch einmal, Casey! - Jagd nach den „Big Points“ in Istanbul

Mach's noch einmal, Casey! - Jagd nach den „Big Points“ in Istanbul

Nach den Niederlagen gegen Kaunas, Straßburg, Zielona Gora und Siena ist die Luft für die beiden deutschen Vertreter dünner geworden. Sowohl die Brose Baskets als auch der FC Bayern München müssen sich ihre fehlenden Siege nun woanders holen – gegen Kontrahenten, die vorher nicht unbedingt auf der Liste der zu verbuchenden Siege verzeichnet waren. Je länger Bayern und Bamberg damit warten, desto mehr verlieren sie die TOP16 aus dem Blickfeld. München empfängt am Donnerstag in der Gruppe C den Euroleague-Champion Olympiakos Piräus. Bamberg tritt am Freitag auswärts bei Anadolu Efes Istanbul an.

TV-Termine:

Paarung: Bayern München - Olympiakos Piräus (Do, 5.12., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.30 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und hier bei uns als kostenfreier Internetstream.

Paarung: Efes Istanbul - Brose Baskets (Fr, 06.11., 19.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.30 Uhr Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und hier bei uns als kostenfreier Internetstream.


Olympiakos kommt ohne Begic und Printezis nach München

Im Hinspiel (88:83) hatten die Bayern die Chance auf die Sensation. Zwar führte der Euroleague-Champion schnell mit 66:51, schaltete dann aber zu früh einen Gang zurück. Die Münchner antworteten mit einem furiosen 15:0-Lauf zum 66:66. Fünf Minuten vor Schluss war beim 71:76 die Sensation zum Greifen nah, bevor die Gastgeber mit einem 12:0-Schlussspurt den Kopf aus der Schlinge zogen.

Auch an den folgenden Spieltagen wahrte Olympiakos seine weiße Weste und hat mit seiner Bilanz von 7:0 Siegen in der Gruppe C bereits sein TOP16-Ticket in der Tasche. Beim entscheidenden Sieg 72:54-Sieg über Galatasaray präsentierte sich Olympiakos, angeführt vom US-Center Bryant Dunston (18 Punkte und fünf Rebounds) in einer starken Form.

Ein Nachspiel hatte allerdings eine Szene im Sportpalast „Frieden & Freundschaft drei Minuten vor Schluss, als das Spiel schon längst entschieden war: Olympiakos-Center Mirza Begic eröffnete mit einem Ellbogen gegen Pops Mensah-Bonsu einen Schagabtausch zwischen den beiden Streithähnen, in den auch andere Spieler hineingezogen wurden. Am Dienstag gab die Euroleague die daraus resultierenden Sanktionen bekannt. Begic wurde für vier Spiele gesperrt, Mensah-Bonsu und Georgios Printezis für drei Spiele. Alle drei erhielten zudem Geldstrafen in Höhe von 10.000 bis 15.000 Euro. Hier die Situation in bewegten Bildern:

Die Ausfälle des slowenischen Centers und des routinierten Power Forwards treffen Olympiakos an einen wunden Punkt, denn mit dem an der Schulter verletzten US-Center Cedric Simmons fehlt seit längeren schon ein weiterer Innenspieler. Für Printezis wird jetzt Brent Petway in die Startaufstellung rücken, der das bereits am Sonntag in der griechischen Liga beim 91:61 über Aris Saloniki tat und dabei in 20 Minuten auf sieben Punkte und drei Rebounds kam.

Bester Spieler gegen Aris war einmal mehr Bryant Dunston (16 Punkte + 7 Rebounds), gefolgt von Mirza Begic (15 + sieben). Aber selbst, wenn die Bayern aus der Schwächung des Olympiakos-Frontcourts am Donnerstag einen Vorteil ziehen können, muss auch der bärenstarke Backcourt bezwungen werden - Euroleague-MVP Vasilis Spanoulis und die US-Stars Matt Lojeski und Acie Law prägen mit ihrer mannschaftsdienlichen Spielweise das Gesicht des Euroleague-Champions.

Olympiakos Piräus im Stenogramm

Guards: Vasilis Spanoulis (14 ppg, 5 apg bester Passgeber der griechischen Liga), Vangelis Mantzaris (45% Dreier, 3 apg, im Hinspiel 12 Punkte und 6 Assists), Kostas Sloukas (im Hinspiel 12 Punkte und 4 Assists), Dimos Katsivelis.

Forwards: Matt Lojeski (13 ppg, 56% Dreier, im Hinspiel 17 Punkte), Acie Law (3 apg), Stratos Perperoglou (verletzt?), Dimos Agravanis.

Center: Brent Petway (1 bpg, fehlte im Hinspiel), Bryant Dunston (11 ppg, 6 rpg, mit 2 bpg bester Wurfblocker in der Euroleague, im Hinspiel 19 Punkte, 8 Rebounds und 3 Blocks), Ioannis Papapetrou, Vasileios Kavvadas (neu im Team), Cedric Simmons (1 bpg, verletzt), Giorgios Printezis (10 ppg, 6 rpg, im Hinspiel 13 Punkte und 12 Rebounds, gesperrt), Mirza Begic (1 bpg, gesperrt).

Headcoach: Georgios Bartzokas (48, zweite Saison für Olympiakos)


Efes Istanbul will gegen Bamberg TOP16-Einzug perfekt machen

Mit nur zwei Siegen stehen die Brose Baskets, die in den nächsten Wochen auf ihren am Knie verletzten US-Center Sharrod Ford verzichten müssen, in der Gruppe B noch mehr unter Zugzwang als die Münchener. Dass es überhaupt schon zwei Siege sind, verdanken die Bamberger dabei nicht zuletzt der Kaltschnäuzigkeit ihres Kapitäns Casey Jacobsen, der vor fünf Wochen mit seinem „goldenen Wurf“ den 88:86-Heimsieg über Anadolu Efes Istanbul besiegelte.

Für die Istanbuler, mit 4:3 Siegen Gruppenzweiter, geht es im Rückspiel im 11.000 Zuschauer fassenden, bei Efes-Spielern aber oft nur spärlich gefüllten Sportpalast Abdi Ipekci am Freitag darum, mit einem Sieg den Einzug in die TOP16 perfekt zu machen. Der Optimismus im Lager der Türken hält sich dabei aber in Grenzen, denn in den letzten Wochen lief es mit einer bösen 57:103-Klatsche in Madrid und einer 73:77-Niederlage in Mailand nicht sonderlich rund. Auch der klare 88:65-Sieg über das Schlusslicht Strasbourg täuschte nicht über die Probleme hinweg, die den einstigen türkischen Serienmeister plagen.

Vor allem von der teuersten Neuverpflichtung des Sommers, dem neuen Spielmacher Zoran Planinic, sind die Efes-Fans enttäuscht. Und auch Trainer Oktay Mahmuti scheint nicht vollends zufrieden mit den Leistungen des Kroaten, denn er experimentierte in den letzten Wochen auffällig auf der Position eins. Als erste Alternative bietet sich mit einer bärenstarken Saison der defensivstarke Jamon Gordon an (der in der Bundesliga 2008/09 in Quakenbrück und Köln unter Vertrag stand). In den letzten beiden Spielen schickte Mahmuti den jungen Dogus Balbay als startenden Spielmacher aufs Parkett. Planinic durfte unterdessen seinen 500. Assist in der Euroleague als Bankspieler markieren.

In der türkischen Liga ist Efes mit 8:2 Siegen sogar Zweiter, gewinnt seine Spiele aber im Schnitt nur mit vier Punkten Differenz. Auch am Sonntag war der 81:76-Sieg beim Schlusslicht Mersin genauso mühsam wie das Resultat vermuten lässt. Matchwinner war Nationalcenter Semih Erden mit 17 Punkten und elf Rebounds. Zweitbester war der von einer langen Verletzungspause zurückgekehrte Routinier Kerem Gönlüm mit 13 Punkten und acht Rebounds. Das Comeback des Centers kommt Efes aktuell umso gelegener, weil Stanko Barac derzeit verletzt zuschauen muss.

Anadolu Efes Istanbul im Stenogramm

Guards: Dogus Balbay, Jamon Gordon (12 ppg, 5 apg, mit 3 spg bester Balldieb in der Euroleague, Ex-Köln), Zoran Planinic (4 apg, im Hinspiel 7 Assists), Birkan Batuk.

Forwards: Scotty Hopson (17 ppg, 52% Dreier, 2 spg), Dusko Savanovic (12 ppg, 50% Dreier, 1 bpg, im Hinspiel 17 Punkte und 3/4 Dreier), Kostas Vasiliadis (12 ppg, 40% Dreier), Cedi Osman (verletzt).

Center: Semih Erden (6 rpg, 2 bpg, im Hinspiel 6 Blocks), Tadija Dragicevic, Kerem Gönlüm, Deniz Kelicli, Emircan Kosut, Stanko Barac (verletzt).

Headcoach: Oktay Mahmuti (45, seit 2012 zurück bei Efes).

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