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Europapokal-Vorberichte
Mallet als Spielverderber in Oldenburg? / Bonner Wiedersehen mit Battle und Vaden / Sichert Ulm...

Mallet als Spielverderber in Oldenburg? / Bonner Wiedersehen mit Battle und Vaden / Sichert Ulm...

Ulm und Berlin haben ihren Platz in der nächsten Runde schon sicher, die EWE Baskets Oldenburg haben gute Chancen, ebenfalls die Last 32 zu erreichen. Die Telekom Baskets Bonn dagegen werden es schwer haben, ihr Europapokal-Abenteuer zu verlängern. Das ist die Ausgangsposition vor dem vorletzten Spieltag im Eurocup, an dem nur die Oldenburger in dieser Woche auf den Heimvorteil zählen können. Diesen müssen die Oldenburger am Mittwoch gegen das bereits ausgeschiedene Spirou Charleroi um Demond Mallet aber auch unbedingt nutzen, um ihre gute Ausgangsposition in der Gruppe B nicht zu gefährden.

Noch dringender zu einem Sieg verpflichtet sind am Dienstag im belgischen Mons die Bonner, die in der Gruppe D die nächste Runde ohnehin nicht mehr aus eigener Kraft erreichen können. ALBA BERLIN (in Gravelines, ebenfalls am Dienstag in Gruppe D) und ratiopharm ulm (Gruppe C, am Mittwoch in Ljubljana) wollen mit Auswärtssiegen ihre Chancen auf den Gruppensieg wahren, der ihnen in der nächsten Runde vermeintlich leichtere Gegner beschert (die Gruppen der Eurocup Last 32“ werden nicht ausgelost, sondern nach einem schon definierten Schlüssel besetzt). Die Artland Dragons, die selber keine Chance mehr haben, die Last 32 zu erreichen, müssen sich am Mittwoch in Le Mans damit begnügen, in der Gruppe A als Zünglein an der Waage zu fungieren.


Dienstag, 20.00 Uhr: BCM Gravelines – ALBA BERLIN

ALBA BERLIN erwartet am Dienstag ohne David Logan (geschwollenes Knie) in der wegen ihrer heißen Atmosphäre und ihrer Enge berüchtigten „Sportica“-Halle von Gravelines (nur 2.500 Plätze) ein heißer Tanz, denn zwischen ALBA und BCM Gravelines (beide 6:2 Siege) geht es um viel. Nur der Sieger wahrt seine Chance auf den Gruppensieg, während dem Verlierer der Absturz auf den dritten Platz droht. Schon das Hinspiel vor fünf Wochen in Berlin entwickelte sich zu einer wahren Verteidigungsschlacht, in der die Berliner lange um den 70:59-Sieg kämpfen mussten, obwohl die Franzosen damals verletzungsbedingt gleich zwei neue Spieler im Team (und auch gleich in der Startformation) hatten:

In Gravelines werden die Franzosen den Berlinern erneut in einer stark veränderten Formation entgegen treten, denn mit Yannick Bokolo und wahrscheinlich auch Yakhouba Diawara sind zwei ihrer damals verletzten Nationalspieler wieder einsatzbereit. Dafür hat sich inzwischen US-Spielmacher Souleyman Diabate verletzt und wurde inzwischen durch den am Wochenende verpflichteten Steven Grey ersetzt. Dass diese ständigen Wechsel im Personal nicht gut für den Zusammenhalt im Team sind, zeigt sich bislang aber nur in der französischen Liga. Da ist Gravelines mit 2:8 Siegen nur Vorletzter und verspielte am Wochenende gegen Orleans in den letzten zwölf Minuten noch einen 50:33-Vorsprung:

BCM Gravelines im Stenogramm

Guards: Steven Grey (neu im Team), Yannick Bokolo (4 apg, im Hinspiel nicht dabei), Jonathan Rousselle (11 ppg, 45% Dreier, 3 apg, 2 spg), Hugo Dumortier, Paul Duwiquet, Souleyman Diabate (4 apg, verletzt).

Forwards: John Holland (11 ppg, 2 spg), Juby Johnson(46% Dreier), Yakhouba Diawara (14 ppg, 54% Dreier, 7 rpg, Comeback nach langer Verletzungspause?) William Howard.

Center: Cyril Akpomedah (2 bpg), Marcus Lewis (13 ppg, 7 rpg, im Hinspiel 14 Punkte und 9 Rebounds), Ousmane Camara (6 rpg).

Headcoach: Christian Monschau (54, FRA, sechste Saison in Gravelines).


Dienstag, 20.30 Uhr: Belfius Mons - Telekom Baskets Bonn

Die Telekom Baskets haben in der Gruppe D nur noch geringe Chancen, vom aktuellen vierten Platz (4:4 Siege) nach oben zu rücken, weil die direkten Vergleiche gegen Saragossa (5:3) und auch gegen Gravelines und Berlin (beide 6:2) alle verloren sind. Den Bonnern bleibt somit nur, ihre letzten beiden Spiele gegen die bereits ausgeschiedenen Kontrahenten Mons und Rom zu gewinnen und darauf zu hoffen, dass Saragossa (spielt noch in Rom und gegen Gravelines) auf der Zielgeraden kein Spiel mehr gewinnt.

Im belgischen Mons, das die Bonner im Hinspiel 74:63 bezwangen (Video unten), kommt es dabei in der 4.000 Zuschauer fassenden Mons Arena zum Wiedersehen mit zwei ehemaligen Bonnern, Taylor Battle und Robert Vaden. Die möchten sich im letzten Heimspiel sicher mit einer positiven Note aus dem Eurocup verabschieden, nachdem es in der Vorwoche mit 53:85 gegen Gravelines eine fürchterliche Klatsche gegeben hat. In der belgischen Liga hat sich Mons nach einem schwachen Saisonstart zuletzt mit drei Siegen in Folge gefangen und mit nunmehr 6:4 Siegen auf den sechsten Platz vorgearbeitet. Am Wochenende gewann Mons mit 27 Punkten seines US-Spielmachers Demontez Stitt und einer Dreierquote von 52 Prozent (14/27) beim Tabellenvorletzten in Brüssel 85:66.

Belfius Mons im Stenogramm

Guards: Guy Muya, Talor Battle (Ex-Bonn), Demontez Stitt (2 spg), Geoffry Firmin.

Forwards: Robert Vaden (Ex-Bonn), Lorenzo Giancaterino (bester Dreierschütze der belgischen Liga), Alex Tuluka.

Center: Monwell Randle (6 rpg), Jason Love (11 ppg, 8 rpg, 1 bpg, im Hinspiel 18 Punkte und 9 Rebounds, bester Rebounder der belgischen Liga), Maarten Rademakers, Amaury Gorgemans.

Headcoach: Yves Defraigne (48, zweite Saison in Mons, Ex-Trier).


Mittwoch, 20.00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – Spirou Charleroi

Auch Oldenburgs Gegner Spirou Charleroi wird derzeit von Verletzungen gebeutelt, und auch bei den Belgiern schlägt das kurioserweise nur in einem Wettbewerb negativ zu Buche. Während das Team um den aus Quakenbrück nach Charleroi zurückgekehrten Demond Mallet im Eurocup mit nur 1:7 Siegen aus dem Rennen ist, steht Spirou in der belgischen Liga mit 8:3 Siegen auf dem ersten Tabellenplatz. Am Wochenende wurde Leuven dank 27 Punkten (4/9 Dreier) von Demond Mallet 78:67 geschlagen, obwohl mit den Nationalspielern Jörn Steinbach (Aufbau) und Christoph Beghin (Center) sowie US-Forward Mohamed Abukar drei Leistungsträger verletzt zuschauen mussten.

Wer indes glaubte, dass die Belgier angesichts ihrer aussichtslosen Lage nun im Eurocup ihre Kräfte schonen würden, sah sich am letzten Spieltag eines Besseren belehrt - Spirou (auch da schon ohne Steinbach und Beghin) gewann gegen Bilbao dank 19 Punkten (4/7 Dreier) von Demond Mallet 79:73 und stärkte damit den Oldenburgern den Rücken. Bilbao (4:4 Siege) hat im Vierkampf um die ersten drei Plätze durch diesen Ausrutscher jetzt nämlich weniger Siege auf dem Konto als Sassari (6:2), Oldenburg (5:3) und Cedevita Zagreb (5:3). Die Oldenburger sind somit gewarnt. Der Sieg im Rückspiel könnte schwerer werden als der 70:53-Erfolg im Hinspiel.

Spirou Charleroi im Stenogramm

Guards: Demond Mallet (13 ppg, 40% Dreier, 4 apg, Ex-BS, -Köln, -Bamberg, und –Artland), Justin Hamilton, Jörn Steinbach (verletzt?), Ben Monclar.

Forwards: Devin Green (12 ppg, 7 rpg, 1 bpg, im Hinspiel 12 Punkte und 8 Rebounds, Ex-Köln), Joe Trapani (Ex-Bayreuth), Karol Gruszecki, Wen Mukubu.

Center: Darryl Watkins (10 ppg, 2 spg, 1 bpg), Christophe Beghin (verletzt?), Mohamed Abukar (12 ppg, 44% Dreier, verletzt),

Headcoach: Giovanni Bozzi (49, seit 2009 wieder in Charleroi)


Mittwoch, 20.30 Uhr: MSB Le Mans - Artland Dragons

MSB Le Mans feierte zwar am vergangenen Spieltag einen wichtigen 71:69-Sieg in Prag über den tschechischen Meister CEZ Nymburk, zahlte dafür aber einen hohen Preis - Spielmacher Dashaun Wood zog sich eine Handverletzung zu, die ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzt. Wie schwer die Franzosen der Ausfall ihres zuletzt in MVP-Form agierenden Spielmachers tut, zeigte sich bereits am Wochenende, als Le Mans in eigener Halle 56:77 gegen Nancy unter die Räder kam. Eine Heimniederlage in der 6.000 Zuschauer fassenden Antares-Arena gegen die bereits ausgeschiedenen Artland Dragons könnte die Franzosen im Kampf um den Einzug in die nächste Runde entscheidend zurückwerfen. Das Hinspiel in Quakenbrück gewann Le Mans 79:67.

MSB Le Mans im Stenogramm

Guards: Antoine Eito, Vaughn Duggins (10 ppg, Ex-Tübingen), Tom Foucault, Dashaun Wood (16 ppg, 47% Dreier, 2 spg, im Hinspiel 19 Punkte und 6 Assists, Ex-Frankfurt und -Berlin, verletzt).

Forwards: Pape Sy, Charles Kahudi (5 rpg), Kevin Mendy, Reyshawn Terry (11 ppg, Ex-Bamberg).

Center: Dounia Issa, J. P. Batista (10 ppg), Dounia Issa (1 bpg), Alain Koffi.

Headcoach: J. D. Jackson (44, sechste Saison in Le Mans).


Mittwoch, 20.30 Uhr: Olimpija Ljubljana - ratiopharm ulm

Der von den Ulmern mit 17 Punkten von Will Clyburn schwer erkämpfte 83:80-Heimsieg über die Slowenen war damals das Spiel des Gruppenvierten gegen den Gruppendritten. Am Mittwoch ist das Rückspiel in der 12.000 Zuschauer fassenden Stozice-Arena von Ljubljana das Spitzenspiel der Gruppe C: Der Zweite Ljubljana (6:2 Siege) empfängt den Ersten Ulm (7:1) und man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass die Ulmer nach dem Heimsieg gegen Paris vergangene Woche (siehe Video) mit einem weiteren Erfolg den ersten Platz endgültig unter Dach und Fach bringen können.

Ulm und Ljubljana haben seit dem Hinspiel in der Gruppe A alle Spiele gewonnen, wobei die Slowenen am letzten Spieltag, angetrieben vom litauischen Forward Deividas Gailius (24 Punkte) mit einem 93:91-Sieg in Valencia haben aufhorchen lassen. In der Adria-Liga lief es für Olimpija Ljubljana im bisherigen Saisonverlauf bei weitem nicht so gut. Am Wochenende gelang mit einem 88:75-Sieg über Mega Vizura Smederevo erst der dritte Sieg. Mit einer Bilanz von 3:8 bleibt Ljubljana trotzdem Vorletzter in der Tabelle. Gailius bewies mit 4/6 Dreiern (13 Punkte) auch gegen die Serben seine Treffsicherheit, wurde aber noch übertroffen vom Finnen Sasu Salin, der 20 Punkte (5/12 Dreier) markierte.

Olimpija Ljubljana im Stenogramm

Guards: Cedric Jackson (6 apg), Jakov Vladovic, Sasu Salin (13 ppg), Luka Rupnik.

Forwards: Nebojsa Joksimovic ()4 apg), Deividas Gailius (18 ppg, 6 rpg), Jaka Brodnik, Dragisa Drobnjak (Ex-Berlin).

Center: Alen Omic (10 ppg, 6 rpg, i1 bpg, m Hinspiel 18 Punkte, 11 Rebounds und 3 Blocks), Kodin Augustus, Alex Stepheson (7 rpg, 1 bpg), Drazen Bubnic.

Headcoach: Ales Pipan (54, erste Saison bei Olimpija Ljubljana)

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