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Neue sportliche Doppelspitze

Neue sportliche Doppelspitze

Zwei ehemalige Basketballer der Telekom Baskets bzw. ihrer Vorläufervereine SC Fortuna Bonn, Godesberger TV bzw. BG Bonn 92 e.V., führen ab der Saison 2013/14 das Bundesligateam: Michael Wichterich übernimmt ab dem 1. September hauptamtlich das Sport-Management. Der 40-jährige Dipl.-Volkswirt soll sich zudem in die betriebswirtschaftlichen Abläufe der BonBas GmbH einarbeiten. Neuer Headcoach des Bundesligateams wird Mathias Fischer (41), der sein Amt als A2-Bundestrainer beim Deutschen Basketball Bund (DBB) gestern niederlegte und bei den Baskets heute einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieb.
Wolfgang Wiedlich (57), Geschäftsführer der BonBas GmbH und Präsident des Telekom Baskets Bonn e.V., sagte: „Wir kennen beide Personen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen und sind überzeugt, die richtige Wahl auf diesen Schlüsselpositionen getroffen zu haben. Mit Wichterich stärken wir unsere personelle Infrastruktur und Kompetenz, zumal er nicht nur Basketballwissen, sondern auch betriebswirtschaftliche Erfahrung mitbringt.“ Der personelle Kraftakt der letzten Jahre mit Bau und Inbetriebnahme der neuen Halle sei, so Wiedlich, „nicht beliebig fortsetzbar“. Zur Personalie Fischer sagte Wiedlich: „Wir verpflichten mit ihm einen Trainer, der sich ehrlich hochgearbeitet und über den Umweg Österreich seine Chance in der BBL erarbeitet hat und engagiert die die Integration von Eigengewächsen umsetzen wird.“ Mit beiden neuen Kräften seien im Vorfeld ausführliche Gespräche geführt worden. Der bisherige, ehrenamtliche Sport-Manager Andreas Boettcher werde „mit seinen vielfältigen Talenten weiter an vielen Basketsfronten mitwirken“, so Wiedlich, „und wir danken ihm für sein außerordentliches Engagement in den letzten neun Jahren“.

Wichterich begann seine Basketball-Laufbahn beim Godesberger TV und entwickelte sich dort unter Trainer Anton Feier zum Juniorennational- und GTV-Zweitligaspieler (91/92). Nach einem einjährigen Gastspiel beim Süd-Zweitligisten Lotus München ging er von 1993 bis 2002 für den Rhöndorfer TV in der 1. und 2. Bundesliga auf Korbjagd. Seitdem leitet er als Geschäftsführer erfolgreich die Geschicke des Baskets-Kooperationspartner Dragons Rhöndorf. Beruflich ist der gebürtige Bonner seit 2010 Leiter „Unternehmenskommunikation & CSR“ eines mittelständischen Unternehmens in Königswinter. Wichterich: „Die Baskets bieten mir meinen Traumjob, wo ich mich beruflich wie familiär zu Hause fühle. Entsprechend motiviert, aber auch mit dem gebotenen Respekt werde ich diese Aufgabe angehen.“

Fischer spielte von 1992-1994 im Zweitligateam der BG Bonn 92 gemeinsam mit Arvid Kramer und später mit Eric Taylor, bevor er dann seine Trainerkarriere startete. Nach Stationen als Assistant Coach beim Deutschen Basketball Bund (DBB) und beim Bundesligisten RheinEnergy Köln (2004-2006) wurde er 2006/07 Cheftrainer des Nationalteams von Luxemburg. Nach weiteren Headcoach-Stationen in Luxemburg und Österreich (1. Liga) wurde er 2009 Cheftrainer der Allianz Swans Gmunden (1. Liga Österreich), wo er drei Spielzeiten erfolgreich wirkte und zweimal (2009/10 und 2011/12) zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde. Als er mit den LTi Gießen 46ers 2012/13) seine ersten Schritte als Headcoach in der Beko Basketball Bundesliga machte, geriet er unerwartet in den Insolvenzstrudel der Hessen. Fischer: „Das ist für mich natürlich eine Riesensache, in meiner Heimatstadt die Baskets zu trainieren. Ich brenne vor Ehrgeiz und habe großen Respekt vor dem, was in Bonn während meiner Auslandszeit aufgebaut wurde.“ Sein Ziel sei es, „einen tiefen Kader zusammenzustellen und eine große Rotation inklusive aller deutschen Spieler zu spielen, und ich werde in wenigen Tagen bereits mit der Arbeit beginnen“.

Der bisherige ehrenamtliche Sport-Manager Andreas Boettcher (59) wird gemeinsam mit Fischer und in Teilen auch Wichterich und dem Baskets-Trainerstab das Team 2013/14 planen. Boettcher sagt: „Auf Bundesliga-Niveau stößt das Ehrenamt notgedrungen irgendwann an seine Grenzen, und ich bin von dieser Lösung restlos begeistert. Es gibt in unserer Branche ganz wenige Menschen, die basketballerischen Sachverstand und betriebswirtschaftliches Know-how in sich vereinen wie Michael Wichterich. Dazu tickt er im Baskets-Takt und hat unseren Stallgeruch. Das passt. Ich selbst werde natürlich nicht vom Baskets-Desktop verschwinden.“
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