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Europapokal-Vorberichte
Offene Rechnung begleichen: Bamberg empfängt Efes Istanbul

Offene Rechnung begleichen: Bamberg empfängt Efes Istanbul

Sowohl Bayern München als auch die Brose Baskets können gelassen in den dritten Spieltag gehen. Der Bamberger Gegner Anadolu Efes Istanbul und erst recht Bayerns Gegner Olympiakos Piräus gelten als sichere TOP16-Kandidaten und zählen nicht zu den Teams, die von München (2:0 Siege) und Bamberg (1:1) geschlagen werden müssen, um selber die TOP16 zu erreichen. Gleichwohl würden Siege gegen diese Favoriten die deutschen Chancen deutlich verbessern. Vor allem die Bamberger haben nach ihrer unglücklichen Verlängerungsniederlage (86:89) vor einem halben Jahr in Istanbul noch eine Rechnung offen.

TV-Termine:

Paarung: Olympiakos Piräus – Bayern München (Do, 31.10., 20.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.10 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf Beko-BBL.de

Paarung: Brose Baskets - Efes Istanbul (Fr, 01.11., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.50 Uhr Uhr.

Wo: Als kostenpflichtiger Internetstream auf http://tv.sport1.de/.

Olympiakos Piräus & Spanoulis: Three-peat ohne drei?

Nach den zwei Auftaktsiegen gegen die Außenseiter in der Gruppe C macht der FC Bayern München bei seiner Euroleague-Entdeckungstour Bekanntschaft mit dem anderen Ende der Tabelle: Der Euroleague-Champion Olympiakos Piräus erwartet das Team von Trainer Svetislav Pesic am Donnerstag (31. Oktober, 20 Uhr) in seinem Sportpalast „Frieden und Freundschaft“. Nachdem die griechische Liga Olympiakos nach Zuschauerausschreitungen beim letztjährigen Finale gegen Panathinaikos dazu verurteilt hat, die ersten vier Heimspiele vor leeren Rängen zu spielen, sind die Euroleague-Spiele derzeit die einzige Chance für Olympiakos-Fans, ihr auch in der griechischen Liga mit 3:0 Siegen noch ungeschlagenes Team live zu sehen.

Entsprechend dürfte das Bayern-Gastspiel im gut 11.000 Zuschauer fassenden Sportpalast von Piräus vor gut gefüllten Rängen stattfinden (am ersten Spieltag gegen Malaga kamen 7.800). Dass Olympiakos noch holprig agierte und erst im Schlussviertel seinen 69:61-Sieg herausspielte, verwunderte nicht, denn der Champion musste im Sommer mit Kostas Papanikolaou (FC Barcelona), Kyle Hines (ZSKA Moskau) und Pero Antic (Atlanta Hawks) drei Leistungsträger ziehen lassen. Schon am zweiten Spieltag beim 78:67 in Istanbul über Galatasaray wurde indes deutlich, dass Trainer Georgios Bartzokas mit Aaron Petway (elf Punkte ohne Fehlwurf), Bryant Dunston (neun Punkte und acht Rebounds) und Matt Lojeski (15) offenbar drei sehr gute Ersatzleute gefunden hat.

Vor allem der Wahl-Belgier Matt Lojeski harmoniert auf Anhieb sehr gut mit dem letztjährigen Euroleague-MVP Vasilis Spanoulis. Weder Malaga noch Galatasaray konnten das Duo Spanoulis/Lojeski stoppen, das Olympiakos mit zusammen 25 bzw. 33 Punkten auf die Siegerstraße führte. Spanoulis, der 2009 mit Panathinaikos die Euroleague gewann und MVP des Final Fours von Berlin war, wiederholte diesen Erfolg 2012 und 2013 mit Olympiakos. Bis zum vom willensstarken Spielmacher geforderten „Three-peat“ ist es zwar noch ein langer Weg, aber Trainer Bartzokas weiß, dass er noch viel Zeit zum Experimentieren hat: Gegen Galatasaray schickte er eine bis auf Spanoulis komplett andere erste Fünf aufs Parkett als am ersten Spieltag. Ohnehin sind die Griechen bekannt dafür, ihre Karten nicht zu früh auf den Tisch zu legen: 2012 und 2013 leistete sich Olympiakos jeweils sieben Niederlagen in den Punktspielen, um dann im Final Four eiskalt zuzuschlagen.

Olympiakos Piräus im Stenogramm

Guards: Vasilis Spanoulis (31, 193, GRE), Kostas Sloukas (23, 190, GRE), Vangelis Mantzaris (23, 196, GRE), Dimos Katsivelis (22, 196, GRE).

Forwards: Acie Law (28, 190, USA), Matt Lojeski (28, 198, US/BEL), Georgios Printezis (28, 202, GRE), Stratos Perperoglou (29, 203, GRE), Dimos Agravanis (19, 208, GRE).

Center: Bryant Dunston (27, 203, USA), Brent Petway (28, 205, USA), Cedric Simmons (27, 206, US/BUL).

Headcoach: Georgios Bartzokas (48, GRE, zweite Saison für Olympiakos)

Efes Istanbul mit Euroleague-Topscorer Scotty Hopson

Anadolu Efes Istanbul stand in den vergangenen Playoffs fünf Minuten vor Schluss des fünften Viertelfinalspiels in Piräus mit einer 67:66-Führung schon in der Tür zum Final Four von London, bevor der spätere Champion sich im Endspurt doch noch an den Türken vorbeidrängelte. Auch in der Türkei schon im Halbfinale ausgeschieden, stand der zuletzt 2009 erfolgreiche ehemalige Serienmeister zum vierten Mal in Folge am Saisonende mit leeren Händen da. Die Spielverderber herauszufinden war nicht schwer, denn schon während der Saison hatte es im Team mächtig geknirscht. Vor allem den beiden NBA-Importen Jordan Farmar und Sasa Vujacic wurde vorgeworfen, sich zu wenig in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Vujacic wurde sogar schon während der laufenden Playoff-Serie gegen Olympiakos suspendiert.

Umso logischer ist die Kehrtwende, die Trainer Oktay Mahmuti im Sommer bei den Neuverpflichtungen vollzogen hat. Anstelle des eigenbrötlerischen Farmar, der beim letzten Aufeinandertreffen im März einen Bamberger Erfolg in Istanbul mit 29 Punkten verhinderte, dirigiert mit dem Kroaten Zoran Planinic nun ein mit allen europäischen Wassern gewaschener Point Guard die Fäden, der nicht nur wegen seiner Größe (1,99 Meter) seine Mitspieler immer im Auge hat. Anstelle des exzentrischen Vujacic ist nun der Grieche Kostas Vasiliadis der Mann für die tödlichen Dreier. Den wohl größten Fang machten die Istanbuler aber wohl mit dem in der israelischen Liga (Eilat) entdeckten US-Forward Scotty Hopson, der nach 22 Punkten gegen Mailand und 20 in Strasbourg am Freitag (1. November, 20 Uhr) als aktueller Euroleague-Topscorer in die Brose Arena kommt.

Unter den Körben hat sich bei Efes mit dem eingespielten Duo Semih Erden / Dusko Savanovic im Prinzip nichts verändert. Einzig die gebrochene Hand von Kerem Gönlüm machte hier die zeitlich begrenzte Verpflichtung eines  Jokers nötig, was den Zuschauern in Deutschland ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Berliner Power Forward Tadija Dragicevic beschert. Ältere Fans erinnern sich vielleicht auch noch an das kurze Bundesliga-Gastspiel von Jamon Lucas, der 2008/09 in Köln noch Jamon Gordon hieß. In der türkischen Liga gab es für Efes nach zwei Niederlagen gegen die anderen beiden Istanbuler Europaligisten Galatasaray und Fenerbahce erst am Wochenende mit einem 73:69 über Karsiyaka Izmir den ersten Sieg. Aber in der Euroleague hat das Team vom Bosporus mit überzeugenden Siegen über Mailand (87:67) und in Strasbourg (76:66) auf Anhieb in die Erfolgsspur Richtung TOP16 gefunden.

Anadolu Efes Istanbul im Stenogramm

Guards: Zoran Planinic (31, 199, CRO), Jamon Gordon (29, 191, USA), Dogus Balbay (24, 185, TUR), Birkan Batuk (23, 196, TUR).

Forwards: Scotty Hopson (24, 200, USA), Dusko Savanovic (30, 204, SRB), Kostas Vasiliadis (29, 200, GRE), Cedi Osman (18, 198, TUR).

Center: Semih Erden (27, 201, TUR), Tadija Dragicevic (27, 205, SRB), Stanko Barac (27, 217, CRO), Emircan Kosut (18, 216, TUR).

Headcoach: Oktay Mahmuti (45, TUR, seit 2012 zurück bei Efes).

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