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Europapokal-Vorberichte
Oldenburg beim Quali-Turnier der Euroleague: Aus zwei mach drei!

Oldenburg beim Quali-Turnier der Euroleague: Aus zwei mach drei!

Folgt Oldenburg den Bayern und Bamberg in die Turkish Airlines Euroleague? Zwei Wochen vor dem Start wird bei einem Turnier im litauischen Vilnius, der letzte Startplatz vergeben. Unter den acht Kandidaten befinden sich die EWE Baskets Oldenburg, die mit drei Siegen dafür sorgen können, dass neben dem Deutschen Meister Bamberg und den Münchener Bayern (Wildcard) ein dritter deutscher Vertreter die Beko BBL in der Königsklasse des europäischen Vereinsbasketballs vertritt.

Euroleague-Qualifikation in Vilnius: Win or go Eurocup

Gespielt wird in der Siemens-Arena (10.000 Plätze) im k.o.-Modus. Das beste der acht Teams steigt in die Euroleague auf, die sieben Verlierer starten im Eurocup.

Di, 17.00 Uhr: Cimberio Varese – EWE Baskets Oldenburg

Di, 19.30 Uhr: Lietuvos rytas Vilnius – VEF Riga

Mi, 17.00 Uhr: Khimki Moskau – Base Oostende

Mi, 19.30 Uhr: CEZ Nymburk – Banvit Bandirma

Do, 17.00 Uhr: Varese/Oldenburg – Vilnius/Riga

Do, 19.30 Uhr: Khimki/Oostende – Nymburk/Banvit

Fr, 19.30 Uhr: Finale

Kostenpflichtiger Internet-Stream unter www.euroleague.livebasketball.tv

Gegner haben Respekt vor der Kontinuität im Oldenburger Kader

Zu den Favoriten auf den Euroleague-Aufstieg zählen der russische Vizemeister Khimki und der türkische Vizemeister Banvit sowie nicht zuletzt wegen seines Heimvorteils der von Dirk Bauermann trainierte litauische Vizemeister Lietuvos rytas Vilnius. Die Oldenburger gehen somit in ihrem Auftaktspiel am Dienstag (17 Uhr) gegen Cimberio Varese den ganz großen Brocken erst einmal aus dem Weg. Die Geschichte der schon zum fünften Mal ausgetragenen Euroleague-Qualifikation hat aber zur Genüge aufgezeigt, dass solche – an den Budgetzahlen und der daraus abgeleiteten Papierform festgemachten – Favoritenrollen zu diesem frühen Saisonzeitpunkt nicht viel wert sind. Jeder Teilnehmer hat auf diesem Turnier eine realistische Chance, mit einer guten Tagesform den großen Wurf zu landen.

Der größte Oldenburger Trumpf könnte dabei ihr eingespielter Kader sein. Bekanntlich hat Trainer Sebastian Machowski im Sommer sein Team nur auf einer Position verändert: Power Forward Ronnie Burrell wurde durch Nemanja Aleksandrov ersetzt. Entsprechend warnt auch Vareses erfahrener Trainer Fabrizio Frates: „Die Oldenburger sind für uns ein sehr schwieriger Gegner, der mit seinem eingespielten Kader bezüglich der Teamchemie einen Vorteil haben wird.“ Umso härter trifft die Norddeutschen deshalb der verletzungsbedingte Ausfall ihres Centers Adam Chubb. Dem Ersatzmann Andrea Crosariol bleiben nur wenige Tage, um sich bei den EWE Baskets einzugewöhnen.

Oldenburgs erster Gegner Varese träumt vom europäischen Comeback

Cimberio Varese will nach achtjähriger Europapokal-Abstinenz mit einem Paukenschlag auf die europäische Bühne zurückkehren und an die glorreichen Jahre des Clubs anknüpfen. Als Mobilgiri Varese wurde 1970, 1972, 1973, 1975 und 1976 unter dem Begründer der jugoslawischen Trainerschule, Aleksandar Nikolic, fünfmal der Europapokal der Landesmeister gewonnen. In den Folgejahren in Italien nach unten (2008 sogar in die zweite Liga) durchgereicht, deutete der ruhmreiche Traditionsclub in der letzten Saison mit starken Leistungen sein Comeback an. Die Norditaliener durften als Gewinner regulären Saison der Serie-A von der direkten Rückkehr in die Euroleague träumen, mussten sich aber nach einem 3:4 im Playoff-Halbfinale gegen den Serienmeister Siena mit dem dritten Platz begnügen.

Wie so oft weckten die guten Leistungen Begehrlichkeiten: Spielmacher Mike Green wurde von Khimki Moskau, Center Bryant Dunston von Olympiakos Piräus abgeworben. Ihren Platz haben neue US-Stars eingenommen, denen die großen Fußstapfen ihrer Vorgänger nicht unbedingt zu groß sein müssen. Der nur 1,75 Meter große Spielmacher Keydren „Kee Kee“ Clark und Shooting Guard Aubrey Coleman waren in der Preseason zusammen für im Schnitt 26 Punkte gut. Den größten Coup im Transfersommer landete Varese aber zweifellos mit Frank Hassell. Der kräftige Big Man wurde in der letzten Saison im Trikot von Hapoel Holon als Topscorer (20,6 Punkte) und bester Rebounder (11,6) der EuroChallenge seinem Spitznamen „The Tank“ gerecht war vor zwei Jahren nur knapp an einem Engagement bei den San Antonio Spurs vorbeigeschrammt:

Wiedersehen mit Marko Scekic

Seit jeher bekannt für gute Nachwuchsarbeit, sind der junge Spielmacher Andrea DeNicolao und Forward Achille Polonara die aktuellen Hoffnungsträger im Team von Trainer Frates. Auf dem Flügel greift in Varese seit der letzten Saison der von Krankheit und Verletzung aus der Bahn geworfene, aber gleichwohl hochtalentierte Dusan Sakota erneut an. Dazu hat der lange Greko-Serbe mit dem nigerianischen Nationalspieler Ebi Ere einen muskelbepackten Athleten an seiner Seite, der 2004 um ein Haar in der Bundesliga gelandet wäre, in Ludwigsburg damals aber wegen einer überdurchschnittlich dicken Herzwand durch den Medizin-Check fiel. Das Duell mit Varese beschert den Oldenburgern zudem ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Meisterschafts-Center Marko Scekic, der sich in der Beko BBL auc mit einer Center-Legende denkwürdige Schlachten lieferte.

Cimberio Varese im Stenogramm:

Guards: Keydren Clark (28, 175, USA, in Preseason 11,2 ppg), Aubrey Coleman (25, 193, USA, in Preseason 14,6 ppg), Andrea DeNicolao (22, 185, ITA), Nicola Mei (27, 185, ITA).

Forwards: Achille Polonara (21, 203, ITA, in Preseason 11,1 ppg), Dusan Sakota (27, 210, SRB/GRE, in Preseason 11,0 ppg), Ebi Ere (32, 195, US/NGR), Erik Rush (25, 197, US/SWE).

Center: Frank Hassell (24, 203, USA, in Preseason 15,2 ppg), Marko Scekic (32, 207, SRB).

Headcoach: Fabricio Frates (54, ITA, erste Saison in Varese)

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