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Oops, we did it again: starkes Comeback - Kyle Hines verteidigt Euroleague-Titel mit Olympiakos...

Oops, we did it again: starkes Comeback - Kyle Hines verteidigt Euroleague-Titel mit Olympiakos...

Olympiakos Piräus hat es wieder getan: Der griechische Meister hat zum zweiten Mal in Folge seinen Euroleague-Titel verteidigt und ist damit nach Jugoplastika Split (1989-1991) und Maccabi Tel Aviv (2004+2005) das dritte Team, dem es gelungen ist, zweimal in Folge die Europaliga zu gewinnen.
Frappierend auch die Stehaufmännchen-Qualitäten der „Roten“ um den ehemaligen Bamberger US-Center Kyle Hines. Schockte Olympiakos vor einem Jahr in Istanbul ZSKA Moskau, indem es im Schlussviertel sogar einen 19-Punkte-Rückstand noch wettmachte (62:61), so ließen sich die Griechen in London in einem hochklassigen Finale auch von einem 10:27-Fehlstart im ersten Viertel nicht entmutigen, sondern steigerten sich im weiteren Spielverlauf noch zu einem 100:88 über Real Madrid.


Neben ihrem Spielmacher Vasilis Spanoulis, der mit 22 Punkten und 4 Assists unterstrich, dass er verdientermaßen drei Tage zuvor als MVP der Euroleague 2012/13 ausgezeichnet wurde, hatte Olympiakos in den beiden US-Amerikanern Acie Law (mit 20 Punkten, 5 Rebounds und 5 Assists „Man of the Game“) und Kyle Hines (12 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists und 3 Blocks) seine stärksten Akteure.

„Mir fehlen die Worte, dieses Team ist unglaublich,“ rang Kyle Hines nach dem Spiel nach einer angemessenen Beschreibung des Finales: „Verteidigung ist natürlich immer der Schlüssel zum Erfolg, aber wir haben heute 100 Punkt erzielt! Das ist unglaublich!“ Tatsächlich war die hohe Punktausbeute in einem auf beiden Seiten von hoher Intensität in der Verteidigung geprägten Finale der erst zweite „Hunderter“ in einem Final4-Finale. Die gut 15.000 Zuschauer (darunter 7.000 aus Griechenland angereiste oder in England lebende Griechen) feierten entspechend zurecht den Sieg in einem der besten Finalspiele in der Geschichte der Europaliga.

Finale: Real Madrid – Olympiakos Piräus


Als großer Gewinner darf sich zudem Georgios Bartzokas fühlen. Der junge Olympiakos-Trainer, der in seiner zweiten Europaliga-Saison (der ersten mit Olympiakos) die von seinem Vorgänger Dusan Ivkovic „geerbte“ Mannschaft (mit zehn aus der letzten Saison übernommenen Spielern) auf den Punkt für das Final Four in Hochform gebracht hat. Im ersten Viertel hatte Bartzokas allerdings viel Arbeit, um sein Team auf Linie zu halten, denn Real Madrid legte mit fünf von sieben Dreiern los wie die Feuerwehr, während bei den Griechen überhaupt keine Distanztreffer fallen wollten (die ersten fünf gingen daneben) und unter dem Korb einige Versuche vom langen Center Mirza Begic abgeblockt wurden. Zwar schaffte der bei 7:17 eingewechselte Kyle Hines den Griechen den slowenischen Centerhünen vom Hals, indem er ihm sein zweites Foul unterjubelte, aber Rudy Fernandez und Sergio Llull erhöhten unbeeindruckt von außen auf 10:27.

Im zweiten Viertel fand Piräus indes über die Verteidigung endlich ins Spiel. Die ersten Dreier fielen, Pero Antic brachte Olympikaos mit dem “Dunk of the Night“ auf 22:29 heran und Acie Law brachte die Griechen noch vor der Pause auf Schlagdistanz. Nach dem Seitenwechsel sorgte Vasilis Spanoulis mit drei Dreiern in Folge für die Wende und Kyle Hines lehrte Nikola Mirotic mit einem kraftvollen Block unter dem Korb das Fürchten (50:46).


Real schlug noch einmal mit dem “Play of the Game (Reyes auf Slaughter)“ sowie einem Dreier von Rudy Fernandez zum 55:56 zurück, aber im vierten Viertel nahm Olympiakos das Spiel endgültig unter seine Kontrolle und stürmte mit einem 39:27-Schlussviertel zum Euroleague-Titel 2013:


Halbfinale: ZSKA Moskaus griechische Tragödie, zweiter Akt – Reals Aufholjagd im spanischen Klassiker


Auch im Halbfinale am Freitag erlebte die Londoner O2-Arena eine spektakuläre und erfolgreiche Aufholjagd, nachdem Real Madrid sich über 30 Minuten lang ausgesprochen schwer tat, vor allem Barcelonas mit 18 Punkten und 12 Rebounds auf MVP-Kurs agierenden kroatischen Center Ante Tomic zu stoppen. Aber mit einem von Spielmacher Sergio Rodriguez (12 Punkte und 9 Assists) und Center Felipe Reyes (17 Punkte und 5 Rebounds) angeführten 17:2-Lauf kippte Real das Spiel im Schlussviertel innerhalb von sechs Minuten von 52:61 auf 69:63:


Einen weiteren wichtigen Protagonisten fand Real-Trainer Pablo Laso in dieser entscheidenden Phase im letztjährigen Bamberger Marcus Slaughter, der mit starker Verteidigung half, Barcelonas Topscorer Ante Tomic aus dem Spiel zu nehmen, der in den letzten 14 Spielminuten keinen einzigen Punkt mehr markierte. Gleichzeitig sorgte der Real-Erfolg für ein aus Bundesliga-Sicht interessantes Finalduell zwischen Slaughter und Kyle Hines, die beide (nacheinander) 2011 und 2012 mit Bamberg die Deutsche Meisterschaft gewonnen und das als Sprungbrett für ihre Karrieren genutzt haben. „Kyle ist ein großartiger Spieler und ich respektiere ihn sehr, aber wir sind im Finale das jüngere Team und werden schneller spielen,“ ahnte Slaughter in der Vorfreude auf das Finale gegen Hines noch nicht, dass Olympiakos in der Lage sein würde, das von den Spaniern vorgelegte Tempo erfolgreich mitzugehen.

Das erste Halbfinale hatte sich am Freitag zuvor als das schwächere Spiel erwiesen – nicht zuletzt, weil die Moskauer – abgesehen von ein paar frühen Dreiern durch Sonny Weems und Viktor Khrjapa gegen die perfekt harmonierende Olympiakos-Defense nie zu ihrem gefürchteten Spiel fanden. Dabei hatten nach dem letztjährigen Finale, in dem ZSKA gegen Olympiakos einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatte, alle Beobachter auf eine knackige Revanche der Russen gewettet. Doch stattdessen kam nur der zweite Akt von Moskaus „griechischer Tragödie“ zur Aufführung, in dem ausgerechnet die beiden serbischen ZSKA-Topstars Milos Teodosic (1/9 Würfe und nur ein Assist) und Nenad Krstic (1/5 aus dem Feld, 0/4 Freiwürfe und nur 2 Rebounds) völlig neben der Spur agierten.

„Wir haben über die gesamte Saison unsere Spiele vor allem über unsere Offensive gewonnen,“ ananlysierte ZSKA-Ettore Messina die überraschend deutliche 52:69-Niederlage seines favorisierten Teams: „Aber heute war da nichts. Unser Passspiel war grausam, und darüber haben wir total den Faden verloren.“ Auch die vor dem Spiel viel zitierten Moskauer Größenvorteile kamen überhaupt nicht zur Geltung – im Gegenteil: Ausgerechnet Power Forward Pero Antic (mit großen und wichtigen Dreiern in kritischen Phasen) und Kyle Hines, der die langen ZSKA-Center mit seinen harten Zügen zum Korb und seiner Wühlarbeit unter den Brettern zermürbte, avancierten für Olympiakos mit je 13 Punkten zu den Matchwinnern. Hines, mit seinen 1,98 Metern der kleinste Center der Euroleague, griff sich zudem noch zehn Rebounds: „Ich spiele jetzt schon so lange gegen viel größere Center. Darüber denke ich gar nicht mehr nach.“


Ausblick auf 2013/14: Euroleague wie gehabt, Neuerungen im Eurocup geplant


Mit dem Abschluss der alten Saison beginnt die Vorfreude auf die neue. In der Euroleague 2013/14 wird es dabei keine Neuerungen geben. Commissioner Jordi Bertomeu erklärte am Rande des Final Fours in London, dass die Clubs das Pro und Contra des von den Clubs gemischt aufgenommenen neuen TOP16-Modus erst am Ende der Saison 2013/14 abschließend erörtern wollen. Eine ebenfalls angeregte Lockerung der Wechselfristen wurde von den Clubs indes abgelehnt. Es bleibt also dabei, dass nach den Beginn der TOP16 keine neuen Spieler mehr gemeldet werden dürfen. Einzig in einem kleinen Zeitfenster zwischen TOP16-Hinrunde und -Rückrunde können noch einmal Spieler nachgemeldet werden.

Neuerungen sind hingegen im Eurocup geplant, den die Euroleague auf 48 Teilnehmer aufstocken will. Die Gruppen sollen dabei nach geografischen Kriterien zusammengestellt werden. Zudem sieht der neue, noch abzusegnende Modus vor, dass der Eurocup in seiner zweiten Saisonphase die in der Euroleague ausgeschiedenen Clubs aufnimmt. Nach einer ersten Runde (48 Clubs, aufgeteilt auf 8 Gruppen a sechs Teams) würden die 24 besten Eurocup-Teams dann zusammen mit den acht aus der Euroleague ausgeschiedenen Teams nach Weihnachten ein neues, 32 Clubs umfassendes Eurocup-Teilnehmerfeld bilden. Das würde zum einen den zweiten Wettbewerb sportlich weiter aufwerten und zum anderen den in der Euroleague ausgeschiedenen Clubs ein allzu frühes Ende der internationalen Saison ersparen.

In der 24 Teams umfassenden Euroleague 2013/14 finden gemäß dem komplizierten Besetzungsverfahren neben 13 Clubs mit einer A-Lizenz (langfristig direkt an Clubs mit entsprechender Infrastruktur vergeben) zehn Clubs mit einer B-Lizenz Platz. Diese B-Lizenzen werden gemäß dem alljährlich aktualisierten Nationen-Ranking vergeben, in dem zur Saison 2013/14 der Deutsche Meister den achten Platz einnimmt (kommt einem sicheren Startplatz gleich) und der deutsche Vizemeister den 19. Platz (garantiert quasi die Teilnahme an der acht Clubs umfassenden Euroleague-Qualifikation). Abgerundet wird das Teilnehmerfeld vom Gewinner des Eurocups (C-Lizenz). Im auf 48 Teilnehmer aufgestockten Eurocup würde die Beko BBL drei (statt bisher zwei) Startplätze erhalten.

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