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Pascal Roller:

Pascal Roller: "Ich kann mir vorstellen, in Hamburg Geschäftsführer zu werden!"

Der ehemalige Frankfurter Nationalspieler Pascal Roller ist nach dem Ende seiner aktiven Karriere der deutschen Basketball-Gemeinde vor allem als Experte bei SPORT1 bekannt. Kürzlich brachte er sich aber als sportlicher Leiter eines Hamburger Basketball-Projektes ins Gespräch. Die Frankfurter Rundschau fragte bei dem früheren SKYLINERS-Aufbau nach, hier einige Auszüge des Interviews:

Sie haben mal gesagt, Sie wären, wenn nicht Profibasketballer, Langzeitstudent geworden. Warum?
Ich war ständig eingeschrieben. Ich habe mit Jura angefangen, habe auf Lehramt gewechselt, weil ich dachte, dann bin ich flexibler von der Stundeneinteilung her. Nach sieben Jahren, als ich für ein Jahr nach Italien bin, habe ich mich exmatrikuliert. Als ich wiedergekommen bin, habe ich mich an der Fernuni Hagen für zwei Semester eingeschrieben. Aber ich war beim Klub so ausgelastet, dass ich es im Selbststudium noch weniger hinbekommen habe. Deshalb habe ich es wieder sein lassen. Jetzt bin ich wieder eingeschrieben – wieder für Jura.

Der Wechsel in den Beruf ist Ihnen trotzdem leicht gefallen. Auch weil Sie viele Angebote hatten?
Ja, ich habe erfreulicherweise viele Angebote gehabt. Aber es hat mich auch ein bisschen erschlagen. Es war zwar spannend zu sehen, in welche Richtungen es gehen kann: Co-Moderation beim Fernsehen, Sportmarketing, die beiden Projekte beim Klub. Dann kamen noch Anfragen für Vorträge im Bereich des Coachings für Führungskräfte in der Wirtschaft. Alles war super interessant, aber ich habe mich völlig gehemmt, indem ich in viele Bereiche gleichzeitig losgelaufen bin. Jetzt versuche ich das streng zu kanalisieren und manche Sachen nicht mehr zu machen. Zum Beispiel Projektleiter beim Company Cup der Skyliners ? das hat mir zwar Spaß gemacht, war aber nicht zielführend. Ich sehe mich am ehesten in der sportlichen Führung im Klubbasketball.

Aber offenbar nicht mehr bei den Skyliners, wo nach dem Abgang von Sportdirektor Kamil Novak eine Lücke entstanden ist. Sie sind als Geschäftsführer Profisport eines neuen Teams in Hamburg im Gespräch. Wie konkret ist das?
Der Kontakt mit den Skyliners ist nicht abgebrochen. Das letzte Gespräch liegt aber eine Weile zurück. Da hatten wir unterschiedliche Auffassungen, und ich sehe dort derzeit leider keine Zukunft. In Hamburg habe ich den sportlichen und konzeptionellen Input gegeben und könnte mir vorstellen, dort sportlicher Geschäftsführer zu werden.

Viele Sportarten werden an großen Namen festgemacht. Muss der Basketball befürchten, mit dem Karriereende von Dirk Nowitzki einen starken Abwärtstrend zu verzeichnen?
Auf der einen Seite bejahe ich, dass Sportarten immer auch Gesichter und große Namen brauchen. Deshalb werden auch wieder andere Sportarten boomen. Auf der anderen Seite kann man dem Trend entgegenwirken. Basketball ist auf dem Weg von einem regionalen zu einem nationalen Produkt. Dem Basketball würde es sogar ganz gut tun, aus der skandalfreien Ecke rauszukommen.

Wie meinen Sie das?
Beim Basketball ist alles hübsch, schön, toll und gut. Man hört erfreulicherweise wenig Negatives in der Berichterstattung. Aber es darf nicht profillos sein, und es müssen ganz dringend weitere Gesichter platziert werden. Es wäre beispielsweise kein verwerflicher Schritt, das an Leuten aufzuhängen, die vielleicht mit ein paar Ecken und Kanten versehen sind und die Medien mit Geschichten versorgen. Der Sport muss Identifikation schaffen, aber auch mit Spielern identifizieren, die nicht Nowitzki heißen. Die halbherzigen Versuche des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, ein Spiel zu zeigen, und wenn nur 150.000 Leute einschalten, wird es wieder abgesetzt, sind ein unzureichender Ansatz. Ich verstehe den Quotendruck, aber da wird zu wenig Vertrauen in ein Produkt gesteckt, das mehr Kontinuität in der Berichterstattung verdient hat.

Das komplette Interview von Katja Sturm und Timur Tinç gibt es hier zu lesen!

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