FB Twitter Instagram YouTube Google+
News
Phantoms gewinnen Schützenfest / Holston entscheidet Krimi

Phantoms gewinnen Schützenfest / Holston entscheidet Krimi

Ulm mit zweiter Heimniederlage, Aufsteiger holt zweiten Auswärtssieg, Frankfurts junge Wilde halten lange mit und Berlin muss im Ostderby lange kämpfen – Der 6. Spieltag in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

FRAPORT SKYLINERS – MHP RIESEN Ludwigsburg 78:90 n.V.

Phoenix Hagen – New Yorker Phantoms Braunschweig 100:105

ratiopharm ulm – TBB Trier 79:84

ALBA BERLIN – Mitteldeutscher BC 86:73

WALTER Tigers Tübingen – RASTA Vechta 62:71

Artland Dragons – s.Oliver Baskets 79:74

FRAPORT SKYLINERS – MHP RIESEN Ludwigsburg 78:90 (Boxscore)

Revanche geglückt: Es war die Neuauflage des Abstiegsduells vom letzten Spieltag der vergangenen Saison, und diesmal gewann Ludwigsburg in Frankfurt. Nach langem Rückstand konnte sich die Truppe von Headcoach John Patrick in die Verlängerung retten und entschied die Partie dort für sich.

Zuvor waren die jungen Wilden der SKYLINERS das Thema der Partie gewesen. Frankfurts Headcoach Gordon Herbert begann mit drei deutschen Startern (Kevin Bright, Danilo Barthel und Johannes Voigtmann) und hatte im Laufe der Partie mehrfach vier einheimische Akteure auf dem Parkett. Besonders selbstbewusst war dabei Bright (fünf Dreier und insgesamt 17 Punkte in der ersten Halbzeit) – der junge Swingman war mit seiner Karrierebestleistung in der Liga von 23 Zählern Topscorer der Gastgeber.

In der ersten Hälfte traf Frankfurt sieben von zwölf Dreiern (58 Prozent), zudem kassierte der gegnerische Point Guard Michael Stockton kurz nach der Pause sein viertes Foul – die Vorzeichen waren gut für Frankfurt. Aber in der Crunchtime drehte zuerst Ludwigsburgs Keaton Grant (22 Punkte) auf, und bei drei Punkten Rückstand konnte MHP-Aufbau Calvin Harris (26) kurz vor der Sirene einen Dreier zum Ausgleich einnetzen, weil Frankfurt nicht foulte. In der Overtime legte Harris schnell sechs weitere Punkte nach und führte sein Team überlegt durch die letzten Minuten zum Sieg.


Phoenix Hagen – New Yorker Phantoms Braunschweig 100:105 (Boxscore)

Vor ausverkaufter Kulisse von 3145 Zuschauern war es mit insgesamt 205 Punkten das erwartete Schützenfest, bei dem am Ende die Phantoms den ersten Auswärtssieg feiern konnten. Vor dem letzten Viertel lag die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner noch mit sieben Zählern hinten (84:77), gewann den Schlussabschnitt aber mit zwölf Punkten (16:28) und konnte so die Partie in der als „Ische-Hölle“ bekannten Hagener Enervie Arena gewinnen.

Alle fünf Starter Braunschweigs punkteten zweistellig, Kyle Visser (22 Zähler + 12 Rebounds), James Florence (21) und Isaiah Swann (20) knackten sogar die 20-Punkte-Mauer. Bei Hagen traf das Giard-Duo David Bell (24) und Henry Dugart (17) sowie der frühere Braunschweiger Nikita Khartchenkov (16) am besten.


ratiopharm ulm – TBB Trier 79:84 (Boxscore)

In der mit 6.000 Besuchern ausverkauften ratiopharm arena kassierte Ulm nach dem 74:77 gegen Bonn vor zwei Wochen bereits die zweite Heimniederlage dieser Saison. Nach einer schwachen Wurfquote von nur 25 Prozent lag die Mannschaft von Headcoach Thorsten Leibenath zur Halbzeit bereits mit zwölf Zählern zurück (29:41), aber nach der Pause führte Per Günther sein Team wieder heran – Der Nationalspieler netzte im dritten Viertel drei Distanzwürfe ein.

Im Schlussabschnitt konnte Ulm erstmals in Führung gehen, aber Trier schlug zurück und zeigte sich anschließend nervenstark – nach zwei vergebenen Dreiern durch Adam Hess beantwortete die junge Mannschaft von Headcoach Henrik Rödl die Fouls der Ulmer jeweils fehlerlos von der Freiwurflinie und sicherte sich so den überraschenden Sieg.

Nationalspieler Per Günther (24 Punkte) und Big Man Matt Howard (13 + 10 Rebounds) waren die erfolgreichsten Akteure für die Gastgeber, bei Trier, das auf die verletzten Mathis Mönninghoff und Andreas Seiferth verzichten musste, trafen Warren Ward (24) und Jermaine Anderson (18) am besten.


ALBA BERLIN – Mitteldeutscher BC 86:73 (Boxscore)

Im Ostderby hielten die Wölfe aus Weißenfels mehr als wacker mit, mussten sich aber am Ende mit 13 Zählern geschlagen geben. Hrvoje Kovacevic sorgte mit seinem Korb zum 5:6 nach drei Minuten für die einzige Führung der Gäste. Zur Halbzeit lag Berlin mit 45:33 vorne, aber zum Ende des dritten Viertels kämpfte sich der MBC nach einem Dreier durch Michael Cuffee noch mal auf vier Punkte heran (63:59). Es folgte ein 8:3-Run der Gastgeber, der die Berliner Fans wieder ruhiger durchatmen ließ, aber auch in den letzten zehn Minuten kämpfte das Team von Headcoach Silvano Poropat weiter mit vollem Einsatz und verlangte den favorisierten Albatrossen in der o2 World alles ab. Beste Werfer waren Cliff Hammonds und Reggie Redding (jeweils 16 Punkte) für Berlin sowie Angelo Caloiaro (21) und Adonte Parker (17) für Weißenfels.


WALTER Tigers Tübingen – RASTA Vechta 62:71 (Boxscore)

Auswärts scheint es besser zu klappen: Aufsteiger Vechta kann nach dem Auftaktsieg in Trier erneut einen Sieg in der Fremde feiern. Bereits zur Halbzeit lag das RASTA-Team in Tübingen mit 13 Punkten vorne und konnte diese Führung bis zum Ende des dritten Viertels auf 54:39 ausbauen.

Neunzig Sekunden vor dem Ende verkürzte Tübingens Alex Harris auf 57:59, aber Vechtas Kapitän Flavio Stückemann antwortete mit fünf Punkten in Serie. Als Richie Williams anschließend noch zwei Freiwürfe verwandelte, war der zweite Sieg des Aufsteigers in trockenen Tüchern.

Besonders für Vechtas Headcoach dürfte es ein besonderes Erfolgserlebnis gewesen sein, schließlich war es für Pat Elzie eine Reise in die eigene Vergangenheit – von 2004 bis 2006 war er Trainer der Tigers und deren jetziger Headcoach Igor Perovic damals sein etatmäßiger Aufbauspieler.

Bei Vechta erzielten Williams, Dirk Mädrich und Dylan Talley jeweils zehn Punkte, für Tübingen waren Harris (21) und Aleksandar Nadjfeji (11) am erfolgreichsten.


Artland Dragons – s.Oliver Baskets 79:74 (Boxscore)

13 Mal wechselte die Führung und vier Mal stand es Unentschieden – damit geht die Auszeichnung für den Krimi des Tages nach Quakenbrück. Würzburgs Trainer Marcel Schröder wird sich dafür allerdings nichts kaufen können, denn sein Team sammelte damit trotz bravourösen Kampfes im sechsten Spiel die sechste Niederlage.

Ohne den verletzten Jason Boone, dafür mit den Rückkehrern Ben Jacobson und Maxi Kleber zeigten die Gäste, dass sie mit unbedingtem Siegeswillen an die Stätte gereist waren, wo in dieser Saison zuvor bereits Bamberg und Berlin verloren hatten.

Nach einem Dreier durch Ruben Spoden lag Würzburg knapp sechs Minuten vor dem Ende auch mit fünf Punkten vorne (63:68), aber dann drehte Artlands Zauberzwerg auf – neun Punkte erzielte David Holston in der verbleibenden Spielzeit und erhöhte seinen Output damit auf insgesamt 26 Zähler.

Neben ihm trafen Lawrence Hill (12), Anthony King (11) und Brandon Thomas (10) noch zweistellig für die Gastgeber. Bei den s.Oliver Baskets erzielten mit Chris McNaughton, Jimmy McKinney, Kleber und John Little vier Spieler jeweils elf Punkte.

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport