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Playoffs in Europa: Frühes Aus für Tibor Pleiß und seine Nerven / E.J. Rowland ist der König von...

Playoffs in Europa: Frühes Aus für Tibor Pleiß und seine Nerven / E.J. Rowland ist der König von...

Playoffs sind nicht nur in der Beko BBL ein Ritt auf der Rasierklinge. Wie schnell und böse man dabei abstürzen kann, erfuhr am Mittwoch Tibor Pleiß in der spanischen Liga, als sein Club Laboral Kutxa im Viertelfinale überraschend gegen den Außenseiter Gran Canaria ausschied. Auf der Sonnenseite des Schicksals finden wir umgekehrt den ehemaligen Quakenbrücker und Bonner Spielmacher E. J. Rowland, der mit VEF Riga lettischer Meister wurde und nach einer bärenstarken Saison (MVP der VTB United League) im Sommer auf der Karriereleiter wohl einige Gehaltsstufen höher klettern wird.
Als Zweiter der spanischen Punktrunde war Vitoria als klarer Favorit gegen Gran Canaria ins Rennen gegangen, aber im Viertelfinale (best-of-three) tauchten gleich im ersten Spiel vor einer Woche Fragezeichen auf. Laboral Kutxa fand gegen die ihre Außenseiterrolle frech und unbekümmert ausnutzenden Kanaren mit einer Wurfquote von nur 34 Prozent nie ins Spiel. Angeführt vom Ex-Bamberger Spencer Nelson (16 Punkte) lag Gran Canaria 30 Sekunden vor Schluss in Vitoria schon 55:51 in Führung, verlor dann aber beim Stop-the-Clock an der Freiwurflinie die Nerven und kassierte prompt vier Sekunden vor Schluss Vitorias Dreier durch Thomas Heurtel zum glücklichen 57:56.



Im zweiten Spiel am Sonntag genügte „GranCa“ eine um 24 Prozent verbesserte Freiwurfquote, um die Serie mit einem 83:78-Sieg auszugleichen. Pleiß machte mit zehn Punkten (5/6 aus dem Feld) zwar sein bestes Spiel in der Serie, vergab aber am Ende die Freiwürfe, die Vitoria in die Verlängerung hätten retten können. Auch im dritten Spiel funktionierte Vitorias Verteidigung gar nicht einmal so schlecht (der deutsche Nationalcenter verschaffte sich mit drei Blocks einigen Respekt), aber Vitorias Schützen klebte mit einer Dreierquote von 17 Prozent (4/23) weiter das Pech an den Händen, so dass das Unglück seinen Lauf nahm. Laboral Kutxa verlor das Spiel 66:72 und die Serie 1:2



Das frühe Playoff-Aus wird in Spanien vor allem als Niederlage für Zan Tabak gewertet Der Headcoach des Teams übte sich auch gleich nach der Niederlage in Selbstkritik: Nach den guten Auftritten in der Euroleague und dem zweiten Platz in der Punktrunde sei es seine Aufgabe gewesen, die Spannung im Team für die Playoffs aufrecht zu erhalten. Das sei ihm aber nicht gelungen. Der Kroate hatte erst im November Dusko Ivanovic abgelöst. Im spanischen Halbfinale (best-of-five) treffen nun Real Madrid (1) auf Zaragoza (5) und Barcelona (3) auf Gran Canaria (7).

Italien: best-of-seven hält Fans und Teams in Atem

Bereits in vollem Gang ist das Halbfinale in Italien, wo die Liga die Playoffs im Modus best-of-seven ohne spielfreie Tage über das Parkett peitscht. Am besten scheint Meister Siena mit dieser schnellen Spielfolge klarzukommen. Zwar schloss Siena die Punktrunde nur als Fünfter ab, zwang im Viertelfinale aber Mailand mit 4:3 in die Knie und stahl im Halbfinale gleich im ersten Spiel dem Punktrundensieger Varese mit einem 80:72-Auswärtssieg den Heimvorteil. Nach einer knappen 62:64-Niederlage im zweiten Spiel geht die Serie für das Team um Bobby Brown, Aleksandar Rasic, Kristjan Kangur und Ben Ortner nun nach Siena. Auch Varese hat mit Janar Talts (2006 Meister mit Köln) und Ebi Ere (2004/05 kurz bei Ludwigsburg) zwei ehemalige Bundesliga-Akteure im Aufgebot. Hier der spielentscheidende Dreier des Esten aus dem zweiten Spiel gegen Siena:



Im anderen Halbfinale hat Acea Rom (mit Bryan Bailey aus Bayreuth) seine ersten beiden Heimspiele gegen Cantu (mit dem Ex-Oldenburger Mrko Scekic) gewonnen.

In Polen läuft unterdessen bereits das Finale (ebenfalls best-of-seven), in dem der Nachfolger des bereits ausgeschiedenen Serienmeisters Asseco Prokom Gdynia gekürt wird. Beste Chancen auf den Titel hat dabei Stelmet Zielona Gora (Grünberg), das nach zwei Siegen beim Punktrundenersten Turow Zgrozelec (Görlitz) den Sack nun schon in den beiden jetzt in Zielona Gora anstehenden Spielen drei und vier zumachen kann. Bester Spieler Zielona Goras neben den US-Stars Walter Hodge und Quinton Hosley war in den ersten beiden Spielen der ehemalige Oldenburger Center Oliver Stevic mit insgesamt 29 Punkten und 18 Rebounds.



E. J. Rowland führt VEF Riga zum Meistertitel

Ihren Meister gekürt haben bereits die Letten. Dass dabei VEF Riga mit 4:1 Siegen über Ventspils (mit dem Ex-Trierer Sandis Valters und dem Ex-Bonner Folarin Campbell) triumphierte, war keine Überraschung nach der souveränen Saison, welche die Hauptstädter aufs Parkett gelegt haben. VEF verpasste im Eurocup nur knapp das Viertelfinale, scheiterte in der VTB United League erst im Viertelfinale an Khimky Moskau und verlor in der lettischen Liga nur ein Punktspiel (im November gegen Ventspils). Entsprechend war es schon ein Schock, dass VEF mit den Ex-Bonnern E. J. Rowland und Kristaps Janicenoks sowie dem Ex-Ludwigsburger Donatas Zavackas das Auftaktspiel der Finalserie 84:86 gegen Ventspils in eigener Halle vergeigte. Diese Niederlage machte VEF aber im weiteren Verlauf der Serie schnell vergessen. Schon im fünften Spiel wurde der Titelgewinn mit einem 100:81 perfekt gemacht.



1369841990/img_rowland.JPGZum großen Star in Riga und Lettland hat sich in dieser Saison der frühere Bonner E. J. Rowland gemausert, dem in dieser Saison nahezu alles gelang und der in der VTB United League nach einer sensationellen Saison mit im Schnitt 17,1 Punkten sowie jeweils sechs Rebounds und Assists zum MVP gekürt wurde. „VEF Riga ist die beste Mannschaft, in der ich je gespielt habe“, gibt der Kalifornier, der 2007 in die Bundesliga (Artland Dragons) kam, artig die Komplimente an seine Teamkameraden weiter und bedankt sich beim litauischen Trainer Ramunas Butautas: „Er hat mir mehr vertraut als jeder andere Trainer in meiner bisherigen Karriere.“

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