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Pokal-Quali: Wer fährt nach Berlin? Nordderby im Artland / Trier in Ulm / Bamberg – Bayern im...

Pokal-Quali: Wer fährt nach Berlin? Nordderby im Artland / Trier in Ulm / Bamberg – Bayern im...

Diese Woche steht im Zeichen des Beko BBL Pokals, denn am Mittwoch und Donnerstag werden drei Tickets für das TOP FOUR um den deutschen Pokal vergeben. Die Losfee hat dafür gesorgt, dass das Teilnehmerfeld geografisch breit gestreut ist, denn es wird neben dem Ausrichter ALBA BERLIN auf jeden Fall einen Teilnehmer aus Norddeutschland geben (Artland oder Oldenburg), einen aus dem Südwesten (Ulm oder Trier) und einen aus Bayern bzw. Franken (Bamberg oder München).
Seit Einführung des neuen Pokal-Modus in der Saison 2009/10 gibt es zwei ungeschriebene Gesetze: 1) in der Quali-Runde setzt sich immer das Heimteam durch – es sei denn, der Gästetrainer heißt Sebastian Machowski und 2) am Ende gewinnen die Brose Baskets den Pokal. Diesen Gesetzen zufolge kann sich die Berliner o2 World schon einmal auf die EWE Baskets, ratiopharm ulm und die Brose Baskets freuen. Aber vielleicht zeigt sich der Pokal in dieser Saison ja von einer ganz neuen Seite und es setzen sich überraschend die Artland Dragons, TBB Trier und der FC Bayern München durch?


Das TV-Programm zur Pokal-Quali:

Do, 20.15 Uhr: Brose Baskets – FC Bayern München
kostenfreier Livestream auf www.Beko-BBL.de und tv.sport1.de, im TV auf DAF

Mi, 19.30 Uhr: Artland Dragons – EWE Baskets Oldenburg


Nur noch ein Sieg trennt die Oldenburger von ihrer zweiten TOP-FOUR-Teilnahme nach 2002. Die Auslosung bescherte den EWE Baskets zwar ein Auswärtsspiel, doch das jagt den EWE Baskets offenbar keinen großen Schrecken ein. Schließlich hat man doch mit Sebastian Machowski einen Trainer, der schon in der vergangenen Saison beim Braunschweiger Überraschungscoup in Berlin bewiesen hat, dass man auch in der Pokal-Qualifikation den gegnerischen Heimvorteil knacken kann. Und die 70 Kilometer von Oldenburg nach Quakenbrück sind ja auch nicht die Welt, zumal mit Center Adam Chubb ein ortskundiger Reiseführer im Bus sitzt, der den Weg in die Artland-Arena aus der Saison 2007/08 noch gut kennt (damals wurde er mit den Drachen übrigens Pokalsieger).

Auch sonst spricht vor diesem Pokal-Derby vieles für die Oldenburger, die erst am vergangen Sonntag mit einem furiosen 82:67 über ALBA BERLIN unterstrichen haben, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Beim Blick auf offenstarke Akteure wie Julius Jenkins oder Rickey Paulding wird gerne übersehen, dass die guten Oldenburger Resultate in dieser Saison vor allem auf einer bärenstarken Verteidigung beruhen. Die EWE Baskets erlauben ihren Gegnern im Schnitt nur 70,9 Punkte (zweitbester Wert in der Beko BBL), eine Wurfquote von 42,3 Prozent und nur 10,5 Assists (beides Topwerte der Liga). Einzig die offensivstarken Ulmer waren in den vergangenen zwei Monaten in der Lage, dieses Bollwerk zu überwinden.

Die Artland Dragons hingegen verzweifelten im Ligaspiel sogar in eigener Halle am Oldenburger Bollwerk. Zwar scheint Artland-Trainer Stefan Koch jetzt mit Power Forward Bradley Buckman endlich das lange gesuchte letzte Puzzleteil für sein Team gefunden zu haben, aber ob das schon ausreicht, um den zuletzt viel stabiler wirkenden Oldenburgern den Schneid abzukaufen? Der mühsame 90:86-Sieg am Wochenende über den Mitteldeutschen BC spricht eine andere Sprache. Kochs Assistenztrainer Tyron McCoy, der 2002 bei der bisher einzigen Oldenburger TOP-FOUR-Teilnahme in Berlin in Reihen der EWE Baskets stand, weiß, dass die Dragons sich am Mittwoch vor allem beim Rebound steigern müssen.


Artland Dragons im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 12-9 Siege, in eigener Halle 5-6, in der Rückrunde 2-2.
Rotation: Strasser 24 Min/Sp (Mallet 28), Haynes 30 (Njei 5), Taylor 29 (Kerusch 12), Buckman 26 (Grünheid 16), King 26 (Popovic 14).
Topscorer: Buckman (13,0), Taylor (12,8), Haynes (12,5), Mallet (10,9), King (10,3).
Sonst: Buckman (7,5 rb), King (6,7 rb), Haynes (3,2 as).
Trainer: Stefan Koch (48, seit 2010 bei den Dragons).

EWE Baskets Oldenburg im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 13-6 Siege, auswärts 5-3, in der Rückrunde 1-1.
Rotation: Joyce 25 Min/Sp (Jenkins 27), Kramer 25 (de Mello 12), Paulding 27 (Wysocki 18). Burrell 22 (Smeulders 17), Chubb 25 (Freese 9).
Topscorer: Jenkins (13,0), Kramer (12,0), Chubb (11.6), Paulding (10,9), Burrell (10,3).
Sonst: Chubb (7,5 rb), Joyce (4,4 as), Kramer (1,9 st).
Trainer: Sebastian Machowski (41, seit 2012 in Oldenburg).

Duell in der Beko BBL
Chancen: Artland 40 Prozent – Oldenburg 60 Prozent.

Mi, 19.30 Uhr: ratiopharm ulm – TBB Trier


Die Generalprobe am Sonntag im Ligaspiel hat die Favoritenrolle des letztjährigen TOP-FOUR-Teilnehmers und Vizemeisters noch einmal unterstrichen. Gleichwohl verdeutlichte das Schlussviertel, welches die Trierer 32:16 gewannen, dass das Team von Trainer Henrik Rödl sich am Mittwoch in der ratiopharm arena nie aufgeben wird – egal, welches Resultat auf der Anzeigetafel steht. Haben die Moselstädter sich mit diesem Warnschuss in Richtung Ulm im Schlussviertel vielleicht gar keinen Gefallen getan? Auf der anderen Seite hilft gerade diese Aufholjagd vom Sonntag den Trierern, sich nicht von der Ulmer Überlegenheit auf dem Papier einschüchtern zu lassen.

Nicht nur Ulms deutsche Leistungsträger Per Günther (Bei dem noch fraglich ist, ob er trotz seiner Knöchelprobleme auflaufen kann), Sebastian Betz, Philip Schwethelm und Daniel Theis haben ihren Gegenübern Bastian Doreth, Joshiko Saibou, Mathis Mönninghoff und Andreas Seiferth nämlich einiges an Erfahrung voraus. Auch auf den Ausländerpositionen landeten die Ulmer am Sonntag in Trier – mit Ausnahme von Steven Esterkamp gegen Nate Linhart – zumindest leichte Punktsiege. Mit ihrer starken Teamverteidigung, die in der Beko BBL nach wie vor im Schnitt die wenigsten Punkte (70,9) zulässt, könnten die Trierer trotzdem einige individuelle Handicaps wettmachen – mit einer Ausnahme: Was können sie gegen John Bryant ausrichten?

Zum amtierenden MVP sucht man im Trierer Kader vergeblich nach einem passenden Gegenstück. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der zweitbeste Scorer und beste Rebounder der Liga, der die Ulmer zum besten Reboundteam und zur zweitkorbhungrigsten Mannschaft der Liga macht, am Ende wie schon in den beiden Punktspielen erneut den Unterschied zugunsten der Ulmer machen wird. Die Ulmer feierten übrigens schon 1996 in Berlin ihren ersten und bis heute einzigen Pokaltitel und dürften entsprechend doppelt scharf auf ein Ticket in die Hauptstadt sein. Trier feierte seine beiden Pokaltitel 1998 und 2001 jeweils in Frankfurt.


ratiopharm ulm im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 14-6 Siege, in eigener Halle 6-3, in der Rückrunde 3-0.
Rotation: Günther25 Min/Sp (Jeter 18), Ray 23 (Betz 13), Esterkamp 26 (Schwethelm 23), Nankivil 21 (Watts 23), Bryant 29 (Theis 14).
Topscorer: Bryant (16,5), Günther (12,0), Ray (11,0).
Sonst: Bryant (10,3 rb / 1,7 bs), Watts (5,6 rb), Günther (3,1 as).
Trainer: Thorsten Leibenath (37, seit 2011 in Ulm).

TBB Trier im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 10-10 Siege, auswärts 3-5, in der Rückrunde 1-2.
Rotation: Howell 26 Min/Sp (Doreth 17), Stewart 29 (Saibou 10), Linhart 27 (Mönninghoff 13), Harper 23 (Bucknor 17), Seiferth 24 (Chikoko 15).
Topscorer: Stewart (12,3), Harper (11,6), Linhart (10,6).
Sonst: Linhart (5,8 rb / 1,6 st), Harper (5,3 rb).
Trainer: Henrik Rödl (43, seit 2010 in Trier).

Duell in der Beko BBL
Chancen: Ulm 75 Prozent – Trier 25 Prozent.

Do, 20.15 Uhr: Brose Baskets – FC Bayern München


Bevor die Brose Baskets dreimal in Folge Pokalsieger werden konnten, mussten sie sich 2010 (gegen Berlin) und 2012 (gegen Artland) erst einmal überhaupt für das TOP FOUR qualifizieren (2011 waren sie als Ausrichter gesetzt). Auch in diesem Jahr wartet vor der Kür eine Pflicht, die aber in eigener Halle gespielt werden darf. Der Gegner ist allerdings nicht ohne. Der FC Bayern München ist das neben den Bambergern am tiefsten und hochkarätigsten besetzte Team der Beko BBL und hat wie die Brose Baskets aus den vergangenen zehn Spielen in der Bundesliga nur eines verloren (Bamberg in Berlin, die Bayern in Ulm).

Hinter diesen stolzen Zwischenbilanzen verbergen sich auf beiden Seiten aber abwechslungsreiche Wochen. So erlebten die Bamberger in der Euroleague einige Nackenschläge. Diese aber machen es umso bewundernswerter, wie souverän die Brose Baskets es trotz dieser Doppelbelastung immer wieder schafften, in der Beko BBL ihre Spitzenstellung nicht nur zu behaupten, sondern mit einer bärenstarken Dreierquote von 41 Prozent (9,4 Dreier pro Spiel) sogar auszubauen. Dank der Einbürgerung von Anton Gavel kann Trainer Chris Fleming dabei mit Jeremiah Massey seit drei Wochen einen starken Neuzugang einbauen, der am Montag gegen Braunschweig mit 17 Punkten und sieben Rebounds schon einmal eine deutliche Ansage in Richtung München schickte, dass man ihn bitte auch auf der Rechnung haben sollte.

Beim FC Bayern zwang ein Grippevirus zum Improvisieren, was gegen Frankfurt bei der Generalprobe zum Pokal-Knüller fast ins Auge gegangen wäre. Nachdem man schon mit 16 Punkten hinten lag, war ein echter Kraftakt nötig, um das Spiel noch umzubiegen. Ausgerechnet die beiden früheren Bamberger Steffen Hamann (31 Punkte und zwölf Assists in den letzten beiden Spielen!) und Demond Greene waren dabei die Akteure, die erfolgreich für die erkrankten Starter Tyrese Rice und Brandon Thomas in die Bresche sprangen und aufzeigten, wieviel Potenzial in der Tiefe des Bayern-Kaders schlummert. Trotzdem bleibt ein Auswärtsspiel in Bamberg natürlich das Schlimmste, was auch den Bayern bei der Auslosung passieren konnte.


Brose Baskets im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 18-2 Siege, in eigener Halle 11-0, in der Rückrunde 3-0.
Rotation: Goldsberry 20 Min/Sp (Gipson 23), Gavel 27 (Schmidt 11), Jacobsen 27 (Tadda 17), Massey 21 (Nachbar 26), Zirbes 21 (Ford 21, Neumann 12).
Topscorer: Nachbar (13,2), Gavel (13,2), Ford (12,4), Massey (10,5), Gipson (10,5), Zirbes (10,1), Jacobsen (10,0).
Sonst: Ford (6,4 rb / 1,5 bs), Zirbes (5,6 rb), Gavel (3,2 as), Massey (1,5 st), Goldsberry (1,1 st).
Trainer: Chris Fleming (42, seit 2008 in Bamberg).

FC Bayern München im Stenogramm:
Liga-Bilanz: 14-7 Siege, auswärts 6-4, in der Rückrunde 3-1.
Rotation: Rice 25 Min/Sp (Hamann 18), Thomas 24 (Halperin 22), Benzing 22 (Greene 14), Jagla 15 (Roberts 19), Homan 23 (Troutman 23).
Topscorer: Rice (13,6), Troutman (13,2), Homan (10,4).
Sonst: Roberts 6,1 rb), Homan (5,9 rb), Troutman (5,4 rb), Rice (4,9 as), Hamann (3,2 as), Halperin (1,3 st), Homan (1,1 bs).
Trainer: Svetislav Pesic (63, seit November 2012 beim FC Bayern).

Duell in der Beko BBL
Chancen: Bamberg 70 Prozent – Bayern 30 Prozent.

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