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BIG - Basketball in Deutschland
ratiopharm ulm: „Big John“ - dominant, auffällig und variabel

ratiopharm ulm: „Big John“ - dominant, auffällig und variabel

Bereits zum siebten Mal nimmt ratiopharm ulm an der Endrunde teil. Gewonnen haben die Ulmer den Pokal allerdings erst einmal – und dieser Triumph liegt schon etliche Jahre zurück: Am 18. Februar 1996 erkämpften sich die Schwaben in einem Herzschlagfinale gegen Bayer 04 Leverkusen ihren ersten und bis heute einzigen Titel. Gary van Waaden sorgte seinerzeit für den entscheidenden Korb in der Schluss-Sekunde und grenzenlosen Jubel – nicht nur beim Ulmer Anhang.

Dass das damalige TOP FOUR in Berlin, genauer gesagt: in der Sporthalle Charlottenburg, ausgetragen wurde, dürfte beim Vizemeister für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen – zumal sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath im vergangenen Jahr im Halbfinale mit dem späteren Pokalsieger Brose Baskets einen spektakulären und extrem spannenden Schlagabtausch geliefert hatte und sich erst nach Verlängerung geschlagen geben musste.

In der Saison 2011/2012 noch das Überraschungs-Team der Beko BBL, haben die Ulmer ihre Mannschaft nicht nur im Kern zusammengehalten, sondern sogar noch verstärkt – und gehören in der Meisterschaft somit zum engeren Favoritenkreis. Zusätzliches Selbstvertrauen hat das Team bei seinem Debüt auf internationaler Bühne getankt: Im Eurocup wurde so manch namhafter Gegner in die Schranken gewiesen – was mit einem Platz unter den besten Acht in diesem direkt unterhalb der Euroleague angesiedelten Wettbewerb belohnt wurde.

Aufgrund der Reboundstärke besticht ratiopharm ulm durch ein tolles Transition Game. Das Umschalten von Defensive auf Offensive funktioniert formidabel und beschert dem Vizemeister so manchen Schnellangriff. Auffälligster Akteur, nicht nur wegen seiner Statur (130 Kilogramm verteilt auf 2,11 Meter), ist John Bryant. Trotz dieser für einen Center beeindruckenden Parameter ist der Kalifornier mit der Surferfrisur erstaunlich flink und beweglich. Zudem verfügt er über einen sehr guten Wurf, der ihn auch von jenseits der 6,75-Meter-Linie extrem korbgefährlich macht.

In der vergangenen Saison zum besten Spieler der Liga gekürt, hat „Big John“ in dieser Spielzeit seine Statistiken noch einmal um im Schnitt zwei Punkte und einen Rebound gesteigert. Nachvollziehbar, dass Ulms größter Trumpf noch mehr ins Fadenkreuz der gegnerischen Verteidigungen gerät. Indes: Je mehr sich die Verteidiger auf den Center konzentrieren, umso größere Freiräume eröffnen sich den Distanzschützen. Die Riege der stark von „Downtown“ treffenden Spieler reicht dabei von den Regisseuren Per Günther und Lance Jeter über den Nationalspieler Philipp Schwethelm und die US-Forwards Allan Ray und Steven Esterkamp bis hin zum Power Forward Keaton Nankivil.

Mit seiner Dominanz unter dem Korb räumt John Bryant auch den Weg frei für die gefährlichen Penetrations der Ulmer Guards. Insbesondere Nationalspieler Per Günther weiß dies zu nutzen.
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