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ratiopharm ulm - Artland Dragons: Pokal-Neuauflage, Kumpel-Duell und Zonenkampf der Center

ratiopharm ulm - Artland Dragons: Pokal-Neuauflage, Kumpel-Duell und Zonenkampf der Center

Wir blicken voraus auf die vier Viertelfinalserien. Zuerst das Duell zwischen ratiopharm ulm und den Artland Dragons. Die Neuauflage des Pokal-Halbfinales, das Kräftemessen von Zögling Thorsten Leibenath und Lehrmeister Stefan Koch, Ulms MVP John Bryant gegen Dragons-Center Anthony King – es gibt einige Gründe, wieso es zwischen Spatzen und Drachen ordentlich krachen könnte. Die Serie zwischen dem Dritten und dem Sechsten der Hauptrunde im Playoff-Check:

Depth-Chart der Rotationsspieler (Ulm/ Artland):

Point Guard: Per Günther, Lance Jeter
Shooting Guard: Allan Ray, Philipp Schwethelm
Small Forward: Steve Esterkamp, Sebastian Betz
Power Forward: Daniel Theis, Keaton Nankivil, Myles Hesson
Center: John Bryant, Omar Samhan

Point Guard: Demond Mallet, Branislav Ratkovica
Shooting Guard: MarQuez Haynes, Johannes Strasser
Small Forward: Bryce Taylor, Acha Njei, Sergio Kerusch
Power Forward: Bradley Buckman, Guido Grünheid
Center: Anthony King, Petar Popovic


Die Saison der beiden Klubs:

Artland Dragons: Eine Achterbahnfahrt mit fliegendem Wechsel auf der Eins (Kristaps Valters, Demond Mallet und Brane Ratkovica) und der Vier (Lamayn Wilson, Andrew Drevo, Dennis Horner, Ryan Gomes und Bradley Buckman).

ratiopharm ulm: Die Fortsetzung der Sensationssaison 2011/12 mit einem Eurocup-Märchen, einer erneuten Top3-Platzierung und der Per Günther’schen Erkenntnis nach der Finalpleite im Pokal, dass „es langsam nervt, den anderen beim Feiern zuzusehen.“ Ulm ist auf einer klaren Mission!

Die bisherigen Duelle in dieser Saison:

03.11.2013 – Hinspiel in Quakenbrück:
14.04.2013 - Rückspiel in Ulm:
23.03.2013 - Halbfinale Beko BBL-Pokal in Berlin: 86:77 für Ulm


Duell im Fokus: Allan Ray gegen MarQuez Haynes

Das ungleiche Duell zwischen Tanzbär John Bryant und Athletikviech Anthony King wird natürlich ein Augenschmaus – und, wie weiter unten beschrieben, vor allem für Artland eminent wichtig. Auch Demond Mallet gegen Per Günther hat seinen Reiz, aber Ray gegen Haynes ist insofern spannend, als dass beide jederzeit heiß laufen, aber genauso gut völlig abtauchen können. Welche der beiden „Mikrowellen“ kann also auf Dauerhitze umschalten? Und wer hält das Wurfhändchen im Zaum, wenn mal wieder gar nichts geht?

Wichtigster Spieler der Serie: Anthony King

Natürlich ist John Bryant als MVP der beste Spieler dieser Serie, deshalb ist es umso wichtiger, dass Anthony King, zuletzt mit Wirbelblockade ausgefallen, in Bestform spielt. Wenn der Center der Dragons das Duell gegen Bryant ausgeglichen gestalten kann, erhöhen sich die Chancen auf eine spannende Serie. Sollte Big John ohne viel Gegenwehr dominieren, würde sich wohl dieser gelbe Kürbiskopp zu Wort melden.

Wer in der Crunchtime den Ball haben sollte - Per Günther und Demond Mallet:

Ray hat in dieser Saison einige potentielle Gamewinner für Ulm liegen gelassen – also bekommt Günther die Murmel, der schon in den Playoffs 2012 aufdrehte (14,7 PpS). Auf der Gegenseite vertrauen wir dem ewigen Playoff-Credo „old men’s country“: Demond Mallet ist 35 Jahre alt, hat schon alles gesehen und Druck ist für ihn nicht mehr als ein guter alter Kumpel:


Zahlenspiele – die interessante Statistik:

Die All-Time-Statistik zwischen Ulm und Quakenbrück (7-8) dürfte den Dragons schmecken. Aussagekräftiger ist aber diese: Die vergangenen fünf Begegnungen gewannen allesamt die Schwaben – mit knapp 13 Punkten Vorsprung im Schnitt.

Darauf ist die Freude besonders groß:

Traurig, aber (wohl) wahr: Die deutsche Basketball-Gemeinde sollte die letzten Auftritte von John Bryant genießen. Die wertvollste Zottelmähne der Liga wird es im Sommer vermutlich in den Süden Europas ziehen, wo die Moneten (noch) auf Bäumen wachsen.


Was keine Rolle spielen wird:

Immer wieder gerne thematisiert, aber für dieses Duell komplett irrelevant: die Freundschaft zwischen Stefan Koch und Thorsten Leibenath.

Die Storyline der Serie:

Die Artland Dragons sind mit Quakenbrück immer noch der kleinste Standort in der Geschichte der Liga, also quasi das gallische Dorf der Beko BBL … schade nur aus Drachensicht, dass Asterix und Obelix diesmal für den Gegner auflaufen:


Was die gegnerischen Fans sagen werden:

Abgesehen davon, dass in Gießen (wo Stefan Koch und Thorsten Leibenath einst zusammen den Durchbruch schafften) noch einige Tränen verdrückt werden dürften, werden die Ulmer Fans die Drachen mit Thorsten Leibenaths Entwicklung aufziehen: 2010 im Artland aussortiert, ist der 38-Jährige nun in Ulm der Heilsbringer. Die Dragons-Anhänger werden argumentieren, dass viele erfolgreiche Coaches – so auch Bambergs Chris Fleming – eben ihre Wurzeln im Artland haben. Apropos Bamberg: Für einen Sieg dort brauchten die Drachen keine zwölf Versuche, sondern nur zwei in der abgelaufenen Hauptrunde. Damit trifft man in Ulm zielsicher einen empfindlichen Nerv!

Der kranke Link:

Ulm gegen Artland, das ist auch das Duell der Playoff-Marotten: Per Günther trug in der vergangenen Postseason jenen schmucken Gesichtsteppich, die Dragons präsentierten schon anno 2007 einen wilden Marotten-Mix aus wucherndem Haarwuchs, hohen Socken und Stirnbändern. Da ist wohl style-technisch der nächste Schritt fällig:


Aktueller Aggregatzustand:

Ulm heizt seit zwei Monaten auf Playoff-Temperatur vor: Von den letzten zehn Saisonspielen gewannen die Spatzen neun – nur bei Dauernemesis Bamberg gab’s ordentlich was hinter die Löffel (75:108). Angesichts der Dimensionen des Ulmer Lazaretts, in dem neben den Dauerverletzten Dane Watts und Tommy Mason-Griffin auch Keaton Nankivil und Basti Betz weilten, ist das umso bemerkenswerter.
Den Dragons gelang mit drei Siegen im Hauptrunden-Endspurt etwas, was man in der Regel euphorisch als „Fahrtaufnehmen“ bezeichnen könnte ... hätten uns die Dragons in dieser Saison nicht schon mehrmals mit anschließenden Pleitenserien Lügen gestraft. Immerhin: auch Alpha-Drache Bryce Taylor war zuletzt „smokin’ hot“ (17,3 Punkte im Schnitt in fünf Spielen).

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