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Europapokal-Vorberichte
Siebter Spieltag bringt spanisch-französische Woche / Berlin vor schwerer Aufgabe in Saragossa /...

Siebter Spieltag bringt spanisch-französische Woche / Berlin vor schwerer Aufgabe in Saragossa /...

Der siebte Spieltag beschert den fünf deutschen Vertretern vier Vergleiche mit Clubs aus Spanien und Frankreich. Mit ratiopharm ulm (empfängt am Dienstag Valencia) und ALBA BERLIN (tritt am Mittwoch in Saragossa an) können dabei zwei Teams sogar als Tabellenführer ihrer Gruppen mit Siegen den Einzug in die nächste Runde schon so gut wie perfekt machen – beide haben eine Bilanz von 5:1 und mit sieben Siegen erreicht man sicher die nächste Runde (bei sechs kommt es auf die sonstige Konstellation in der Gruppe an). Noch nicht ganz so weit, aber auch auf einem guten Kurs in Richtung „Last32“ sind die EWE Baskets Oldenburg (4:2, am Mittwoch gegen Chalon) und die Telekom Baskets Bonn (3:3, am Mittwoch gegen Gravelines), die in dieser Woche Besuch aus Frankreich erhalten. Die Artland Dragons (1:5) reisen am Mittwoch ins belgische Oostende.

Livestream-Termin:

Paarung: Ulm – Valencia (Di, 26.11., 19.30 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.15 Uhr.

Wo: Als kostenfreier Internetstream auf der Homepage von ratiopharm ulm und hier bei uns auf der Homepage.


Dienstag, 19.30 Uhr: ratiopharm ulm – Valencia Basket

Die Ulmer (5:1) empfangen als Tabellenführer der Gruppe C mit Valencia Basket einen der Favoriten auf den Gewinn des Eurocups zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Spanier werden nämlich von großem Verletzungspech heimgesucht, das maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Mannschaft von Trainer Velimir Perasovic in den letzten beiden Auswärtsspielen in Ljubljana (64:67) und Villeurbanne (76:79) Niederlagen kassierte. Auch am Dienstag fehlen mit den Forwards Vladimir Lucic und Pablo Aguilar und den Centern Sergej Lischuk und Bojan Dubljevic vier Leistungsträger – abgesehen von Aguilar waren diese Jungs im Hinspiel vor fünf Wochen (88:74 für Valencia) alle noch dabei.

Dass die Ulmer im Rückspiel dennoch alles andere als ein Spaziergnag erwartet, verdeutlicht der klare 98:52-Sieg, mit dem Valencia am letzten Spieltag Paris-Levallois überrollte. Angesichts der zahlreichen Ausfälle im Frontcourt mobilisierte Valencia dabei einfach seine vielen Distanzschützen und verfehlte mit 19 von 35 Dreiern nur knapp den vor vier Jahren von Kazan aufgestellten Eurocup-Rekord von 20 Distanztreffern. Auch in der spanischen Liga zieht Valencia unbeeindruckt von der Verletzungsmisere seine Kreise, landete angeführt von seinem aktuell auf MVP-Niveau spielenden US-Forward Justin Doellmann (20 Punkte) am Sonntag mit 90:79 in Fuenlabrada seinen sechsten Sieg in Folge und ist mit 6:1 Siegen Zweiter hinter Real Madrid.

Valencia Basket im Stenogramm

Guards: Sam van Rossom (12 ppg, 54 % Dreier, 4 apg, im Hinspiel 19 Punkte und 4 Assists), Rafa Martinez (47 % Dreier, 3 apg), Oliver Lafayette (11 ppg, 50 % Dreier, 3 apg, 2 spg), Pau Ribas (fehlte im Hinspiel).

Forwards: Romain Sato (6 rpg, 2 spg), Justin Doellman (14 ppg, 47 % Dreier, 5 rpg, 1 bpg, Topscorer der spanischen Liga, im Hinspiel 17 Punkte, 7 Rebounds und 3 Steals), Vladimir Lucic (verletzt), Pablo Aguilar (75 % Dreier, verletzt).

Center: Jose Triguero, Oleksej Pecherov (neu im Team), Bojan Dubljevic (verletzt), Serhiy Lischuk (5 rpg, verletzt).

Headcoach: Velimir Perasovic (CRO, dritte Saison in Valencia).


Mittwoch, 19.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – BCM Gravelines

Auch BCM Gravelines (3:3) hat seit ein paar Wochen „die Seuche“. Yakhouba Diawara und Abdulaye M’Baye, die im Hinspiel (74:66 für Gravelines) noch zusammen 22 Punkte markierten, fallen ebenso wie der damals schon verletzte zweite Spielmacher Yannick Bokolo für mindestens sechs Wochen aus. Mit D. J. Kennedy und John Holland hat Gravelines aber mittlerweile schon zwei US-Amerikaner als Interims-Joker verpflichtet. Im Eurocup halfen beide bereits kräftig mit, Gravelines in der Gruppe D mit 5:1 Siegen auf Kurs in Richtung „Last32“ zu halten.

In der französischen Liga, wo Gravelines in dieser Saison mit dem höchsten Budget (rund sechs Millionen Euro) am Start ist und zu den Favoriten auf den Titel zählt, ging hingegen paradoxerweise schief, was schief gehen kann. Mit 2:6 Siegen rangiert das Team auf dem drittletzten Tabellenplatz und musste am Samstag eine bittere 74:102-Klatsche beim vorher punktgleichen Elan Chalon hinnehmen. Im zweiten Viertel (16:30) zeigte sich, dass Gravelines nach den personellen Rochaden nicht mehr die defensive Qualität hat, welche die Nordlichter zuvor ausgezeichnet hat. Topscorer waren US-Forward Juby Johnson (17) und Power Forward Cyril Akpomedah (16).

BCM Gravelines im Stenogramm

Guards: Souleyman Diabate (4 apg, bester Balldieb der französischen Liga), Jonathan Rousselle (12 ppg), Yannick Bokolo (verletzt).

Forwards: D. J. Kennedy (13, ppg, neu im Team), John Holland (neu im Team, 2 spg), Juby Johnson, Abdoulaye M’Baye (12 ppg, verletzt), Yakhouba Diawara (14 ppg, 7 rpg, im Hinspiel 16 Punkte und 8 Rebounds, verletzt)

Center: Cyril Akpomedah (2 pbg), Marcus Lewis (11 ppg, 6 rpg, im Hinspiel 16 Punkte und 7 Rebounds), Ousmane Camara (7 rpg), Gary McGhee (Ex-Bayreuth).

Headcoach: Christian Monschau (FRA, sechste Saison in Gravelines).


Mittwoch, 20.00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – Elan Chalon

In Chalon hofft man natürlich, dass mit dem 102:74-Kantersieg über Gravelines (siehe oben) die Krise zu den Akten gelegt ist. Chalon engagierte kurz nach der Hinspielniederlage gegen Oldenburg mit Jean-Denys Choulet einen neuen Trainer, der vor zehn Tagen ausgerechnet bei seinem früheren Klub Chorale Roanne (nun von Luka Pavicevic trainiert) seinen ersten Sieg (64:58) feierte. Das 102:74 über Gravelines am Samstag markiert nach dem 91:77 über Charleroi am letzten Eurocup-Spieltag somit wettbewerbsübergreifend den dritten Sieg in Folge. Im Eurocup laufen die Franzosen aber mit 2:4 Siegen den vier Topteams Sassari, Cedevita, Bilbao und Oldenburg (alle 4:2) abgeschlagen hinterher.

Der einen rauen Ton pflegende Choulet hat in Chalon erst einmal den Kader ausgemistet und neben dem Ex-Nationalspieler Herve Toure, dessen Interimsvertrag ausgelaufen war, auch die Trennung vom US-Amerikaner Josh Bostic und vom Letten Mareks Juskevicius verfügt. Stattdessen engagierte Chalon mit Kris Joseph einen neuen US-Forward, der mit 14 Punkten in Roanne, 15 gegen Charleroi und 20 gegen Gravelines auf Anhieb groß einschlug. Überragender Akteur Chalons ist auch nach dem Trainerwechsel jedoch der unhaltbare US-Guard A. J. Slaughter, der am Samstag mit 32 Punkten und fünf von sechs Dreiern gegen Gravelines seine Saisonbestmarke erzielte.

Elan Chalon im Stenogramm

Guards: Steed Tchicamboud (4 apg), A. J. Slaughter (17 ppg, 47 % Dreier, 5 apg, 2 spg), David Michineau, Yakuba Ouattara, Axel Bouteille.

Forwards: Kris Joseph (neu im Team, 15 Punkte und 7 Rebounds beim Debüt gegen Charleroi), Jordan Aboudou, Ilian Evtimov (3 apg, Ex-Frankfurt).

Center: Jon Brockman (6 rpg, im Hinspiel 20 Punkte und 11 Rebounds), Clint Capela (10 ppg, 6 rpg, 1 bpg), Jean-Baptiste Adolphe Michel (fehlte im Hinspiel).

Headcoach: Jean-Denys Choulet (FRA, seit vier Wochen Headcoach in Chalon).


Mittwoch, 20.30 Uhr: CAI Saragossa – ALBA BERLIN

ALBA BERLIN kann nach 5:1 Siegen am Mittwoch einen großen Schritt in Richtung Last32 tun, muss dafür aber auswärts bei CAI Saragossa eine ziemlich hohe Hürde überspringen. Die Spanier forderten ALBA nämlich schon im Hinspiel vor fünf Wochen alles ab, bevor sie sich knapp 68:71 geschlagen gaben (Video unten). Drei Viertel lang waren die Berliner den Spaniern zuvor hinterhergelaufen – die Gäste hatten dank der besten Wurfquote des Eurocups (54 Prozent) immer wieder neue Antworten auf die Berliner Verteidigung gefunden. Am Mittwoch wird es im 11.000 Zuschauer Pabellon Principe Felipe erneut schwer werden für Berlin, denn mit 3:3 Siegen können sich die Spanier keinen weiteren Fehltritt in der Gruppe B erlauben.

Auch in der spanischen Liga verzeichnete Saragossa in den ersten Saisonspielen überraschende Niederlagen und wurde seinem Ruf als sicherer Playoff-Kandidat mit 4:3 Siegen (Platz 6) nur bedingt gerecht. Schuld daran ist immer wieder ein Nachlassen in der Verteidigung zum Ende der Partie hin, das den Aragonesen auch schon im Eurocup beim 104:108 in Bonn zum Verhängnis wurde. Am Sonntag trauten entsprechend knapp 8.000 Zuschauer in Saragossa ihren Augen nicht, als ihr Team nach einer 56:40-Halbzeitführung drei Minuten vor Schluss sogar 77:78 in Rückstand geriet, bevor Pere Tomas und Joseph Jones den Sieg unter Dach und Fach brachten. Topscorer waren Viktor Sanikdize (16) und Michael Roll (14).

CAI Saragossa im Stenogramm

Guards: Pedro Llompart (47 % Dreier, 3 apg), Jonathan Tabu (mit 75 % bester Dreierschütze des Eurocups, 4 apg), Jon Stefansson (Ex-Trier), Javier Marin.

Forwards: Michael Roll, Pere Tomas, Viktor Sanikidze, Damjan Rudez (69 % Dreier).

Center: Giorgi Shermadini (11 ppg, 5 rpg, im Hinspiel 14 Punkte und 6 Rebounds), Joseph Jones (10 ppg, 6 rpg, 1 bpg), Albert Fontet.

Headcoach: Jose Luis Abos  (ESP, sechste Saison in Saragossa).


Mittwoch, 20.30 Uhr: Telenet Oostende – Artland Dragons

Der belgische Champion, der trotz Verletzungspech bei der Euroleague-Qualifikation zum Favoritenschreck wurde und mit einem 84:64-Sieg in Quakenbrück die Grundlage für eine 4:2-Startbilanz im Eurocup legte, will mit einem Sieg über die Artland Dragons (1:5) seinen Fuß in die Tür zur „Eurocup Last32“ setzen. Das Heimspiel in der 5.000 Zuschauer fassenden Sleuyter Arena ist dabei ein Abschiedsspiel für den angesichts des Ausfalls von gleich zwei Big Men verpflichteten Interim-Centers Andrija Stipanovic, der zum kommenden Wochenende zu Trabzonspor wechselt.

Zwar hätte Trainer Dario Gjergja den Bosnier, der sich in nur sechs Wochen zum effektivsten Spieler im Team gemausert hat und sehr gut mit Spielmacher Dusan Djordjevic harmonierte, gerne im Team behalten, aber mit den finanziellen Möglichkeiten des türkischen Emporkömmlings konnte Oostende nicht annähernd konkurrieren. Am Wochenende beim 76:70 in Leuven hielt sich Stipanovic schon etwas zurück. Der Sieg des Tabellendritten beim Sechsten geriet trotzdem nicht in Gefahr, weil Djordjevic mit 20 Punkten (4/5 Dreier) groß aufspielte. Auch erzielte der genesene US-Center Wes Wilkinson seine ersten Saisonpunkte. Die Rückkehr des anderen verletzten Centers, Brent Wright, wird hingegen noch etwas auf sich warten lassen.

Telenet Oostende im Stenogramm

Guards: Dusan Djordjevic (4 apg), Quentin Serron, Niels Marnegrave.

Forwards: Ryan Thompson (16 ppg, 47 % Dreier), Mateusz Ponitka (11 ppg), Veselin Petrovic, Jean Salumu.

Center: Pierre-Antoine Gillet, Andrija Stipanovic (16 ppg, 7 rpg, 1 bpg, im Hinspiel 20 Punkte und 6 Rebounds), Wes Wilkinson (fehlte im Hinspiel), Jared Berggren, Khalid Boukichou.

Headcoach: Dario Gjergja (CRO, fünfte Saison in Oostende).

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