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Tübingen gewinnt Lischka-Comeback / Ulm besiegt Bamberger Fluch

Tübingen gewinnt Lischka-Comeback / Ulm besiegt Bamberger Fluch

Außerdem: Ulm besiegt Bamberger Fluch / Dragons gewinnen dank ihrer 18 Rebounds im Angriff / Bayreuths Kyle Weems verliert die Rückkehr nach Bonn / München ist in der Tabelle der Gewinner des 13. Spieltags.

Die Ergebnisse im Überblick:

ratiopharm ulm – Brose Baskets 72:59

Eisbären Bremerhaven – Artland Dragons 72:74

Telekom Baskets Bonn – medi bayreuth 83:71

Phoenix Hagen – WALTER Tigers Tübingen 78:95

FC Bayern München – RASTA Vechta 93:74


ratiopharm ulm – Brose Baskets 72:59 (Boxscore)

Im 13. Anlauf ist es ratiopharm ulm endlich gelungen: Nach mehr als vier Jahren gab es mal wieder einen Sieg gegen die Brose Baskets zu feiern. Zur Halbzeit lagen die Hausherren nur mit einem Zähler vorne, aber vor ausverkaufter Kulisse von 6.000 Zuschauern folgte ein denkwürdiges drittes Viertel. In den zehn Minuten nach der Pause erlaubte Ulm dem Deutschen Meister nämlich nur vier Punkte, erzielte selber aber 21. Mit dieser 55:37-Führung im Rücken wurde selbst das letzte Hurra der Bamberger in Form eines 9:0-Laufs zum 57:47 im vierten Viertel überstanden. Ulms Trent Plaisted, Adam Hess und Cameron Long bauten in der Folge den Vorsprung wieder auf 17 Zähler aus, und in den letzten zehn Minuten betrieben Zack Wright und Maik Zirbes noch etwas Ergebniskosmetik.

Nationalspieler Elias Harris kam bei den Brose Baskets nur 48 Stunden nach der Euroleaguepartie gegen Mailand noch nicht zum Einsatz. Die besten Scorer für Ulm waren Plaisted (15 Punkte), Long und Hess (jeweils elf). Bei Bamberg trafen D’or Fischer (zwölf), Rakim Sanders und Wright (jeweils zehn) am besten.


Eisbären Bremerhaven – Artland Dragons 72:74 (Boxscore)

Die Eisbären Bremerhaven haben als „Team der Stunde“ (zuletzt 4:1 Siege) ihr Momentum nicht weiter ausbauen können. Die Artland Dragons dagegen fanden nach nur einem Sieg aus den vergangenen vier Ligaspielen zurück in die Erfolgsspur.

Dabei sah es vor 3020 Zuschauern lange nach einem Heimsieg für die Eisbären aus. Zur Halbzeit stand es 44:33 für die Hausherren und auch nach dem dritten Viertel führte die Mannschaft von Headcoach Calvin Oldham noch mit zwei Zählern (58:56). Aber in den letzten zehn Minuten war es vor allem Brandon Thomas, der die Drachen wieder ins Spiel brachte: Nach zwei Dreiern und einem Drei-Punkte-Spiel durch den Small Forward führten die Gäste mit 63:65 und läuteten somit eine spannende Schlussphase ein, an deren Ende sich die Gäste sicherer von der Freiwurflinie zeigten.

Zwar verlor Zauberzwerg David Holston (fünf Punkte, 1/8 Würfe aus dem Feld) das Aufbauduell gegen Ligatopscorer Darius Adams (18, 7/15), dafür arbeitete der Frontcourt der Dragons effektiv in der gegnerischen Zone, griff 18 Offensivrebounds ab und machte so den Unterschied.

Die besten Scorer für Bremerhaven waren neben Adams (18 Punkte) Derrick Allen (14) und Philip Zwiener (zehn). Bei Artland trafen Thomas (24), Antonio Graves (17) und Anthony King (14) am besten.


Telekom Baskets Bonn – medi bayreuth 83:71 (Boxscore)

Trotz 22 erzielten Punkten hatte sich Bayreuths Kyle Weems seine Rückkehr nach Bonn zu seinem Arbeitgeber aus der vergangenen Saison bestimmt anders vorgestellt. Zwar ging der Combo-Forward als Topscorer aus der Partie hervor, aber für sein Team aus Bayreuth setzte es die vierte Niederlage in Serie. Bonn dagegen knüpfte nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge an die starken Leistungen des überraschend guten Saisonstarts an. Zur Halbzeit lagen die Telekom Baskets mit zwölf Zählern vorne (44:32), nach dem dritten Viertel bereits mit 15 (62:47)

Bei medi bayreuth konnte auch der neue Point Guard Will Conroy (zwei Punkte und je drei Rebounds und Assists in knapp zwölf Minuten) nicht dafür sorgen, dass Headcoach Predrag Krunic an seinem ersten Arbeitsplatz als Trainer in der Beko BBL einen Erfolg feiern konnte. Auch der Bayreuther Power Forward Ronnie Burrell konnte an alter Stätte nicht überzeugen, traf in 26 Minuten keinen seiner acht Wurfversuche. Entscheidend waren außerdem die Ballverluste: Vor 5.170 Zuschauern leistete sich Bayreuth (16) doppelt so viele Turnover wie die Hausherren (acht). Die besten Werfer für Bonn waren Jared Jordan und Benas Veikalas (jeweils 18 Punkte). Bei Bayreuth traf neben Weems Center Brian Qvale (19) am besten.


Phoenix Hagen – WALTER Tigers Tübingen 78:95 (Boxscore)

Drei Minuten, drei Rebounds und ein Sieg – so sah die Bilanz von Johannes Lischka aus. Und das nur 34 Tage nach seiner Tumor-Operation am Gehirn. Der beste Rebounder der Liga war zwar noch weit von seiner Normalform entfernt, aber schließlich hatte zum einen sein Trainer Igor Perovic bereits vor dem Spiel zu dem Nationalspieler gesagt, dass er heute der glücklichste Mensch der Welt sein solle und er als Trainer sowieso mit ihm zufrieden sein werde, „egal, was du auf dem Feld machst“ und zum anderen gab es nach fünf Niederlagen in Serie ohne „Lischi“ in seinem ersten Spiel nach der Operation den dritten Sieg der Saison für die WALTER Tigers Tübingen.

Im Duell der offenen Scheunentore (kein Klub kassiert im Schnitt mehr Punkte als diese beiden Teams) erarbeitete sich Phoenix Hagen drei Minuten vor der Halbzeit zwar einen 17-Punkte-Vorsprung, nahm laut Headcoach Ingo Freyer danach aber „zu früh den Gang raus“. Zu Beginn des letzten Abschnitts glich Tübingen durch Center Anatoly Kashirov zum 59:59 aus und legte kurz darauf in fünf Minuten einen 21:2-Lauf aufs Parkett, der gut drei Minuten vor der Sirene erneut in einer Führung von 17 Punkten (65:82) mündete - diesmal aber für Tübingen. Lischka und seine Teamkollegen bleiben damit zwar weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz, haben aber nach Punkten zu Bayreuth und Vechta aufgeschlossen. Die besten Scorer für Hagen waren Larry Gordon (19 Punkte), Henry Dugat (14) und Mark Dorris (elf). Bei Tübingen trafen Brane Ratkovica (31 Punkte und sieben Assists), Kashirov (21) und Alex Harris (18) am besten.


FC Bayern München – RASTA Vechta 93:74 (Boxscore)

Die Bayern sind der Gewinner des Spieltags. Nachdem mit Champion Bamberg und Vizemeister Oldenburg die beiden härtesten Konkurrenten im Kampf um die Tabellenspitze verloren hatten, setzte sich München durch den Sieg gegen Vechta auf vier bzw. sechs Punkte vom Champion und vom Vizemeister ab.

Allerdings war das 93:74 gegen das RASTA-Team vor 6127 Zuschauern im Audi-Dome härter erarbeitet als es das Ergebnis auf den ersten Blick vermuten lässt. Nach dem ersten Viertel führte Bayern nur mit einem Punkt gegen den Aufsteiger (21:20), zur Halbzeit mit sechs (43:37). Erst in der zweiten Hälfte brach Vechta im ersten Duell in der Geschichte dieser beiden Klubs ein und Münchens längere Bank setzte sich durch.

Bei Bayern punkteten sechs Spieler zweistellig, bester Scorer war Boris Savovic mit 15 Punkten. Bei Vechta trafen Dylan Talley (21) sowie die Center Isaacs Butts und Dirk Mädrich (jeweils zwölf) am besten.

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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