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Europapokal-Vorberichte
Woche der Wahrheit auf eigenem Parkett: Bayern empfängt am Freitag Malaga / Wiedersehen mit Fran...

Woche der Wahrheit auf eigenem Parkett: Bayern empfängt am Freitag Malaga / Wiedersehen mit Fran...

In der Euroleague steht für die beiden deutschen Vertreter eine „Woche der Wahrheit“ auf dem Programm. Sowohl Meister Brose Baskets gegen Armani Mailand als auch die Basketballer des FC Bayern gegen Unicaja Malaga spielen gegen Kontrahenten, die wie man selbst in den Prognosen auf den Gruppenplätzen drei bis fünf eingeordnet werden. Entsprechend geht es in diesen Heimspielen nicht nur um Sieg oder Niederlage, sondern es zählt jeder einzelne Korbpunkt für eventuell in der Endabrechnung zum Tragen kommende direkte Vergleiche.

TV-Termine:

Paarung: Brose Baskets – Armani Mailand (Do, 7.11., 19.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.10 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und hier auf unserer Homepage als kostenfreier Internetstream.

Paarung: FC Bayern München – Unicaja Malaga (Fr, 8.11., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.50 Uhr.

Wo: Als kostenpflichtiger Internetstream auf www.tv.sport1.de.


Mailand mit David Moss, aber noch ohne Geburtstagskind Gani Lawal

Nach einer enttäuschenden Saison, in der sowohl in der Euroleague (es fehlte ein Sieg zum Erreichen der TOP16) als auch in Italien (3:4 im Viertelfinale gegen den späteren Meister Siena) alles schief ging, was schief gehen kann, blasen die Milanesen mit einem radikal umgebauten Team zum Angriff auf höhere Ziele. Mit einem Budget von ca. 15 Millionen ist der Klub in dieser Saison in Italien konkurrenzlos, und der neue Headcoach Luca Banchi hat vom Meister Siena als Mitgift seinen besten Spieler, David Moss, mitgebracht.

Zwar wird das Erreichen des Final Fours in der eigenen Stadt wohl ein Traum bleiben, aber in den TOP16 eine gute Rolle zu spielen, ist für ein so hochkarätig besetztes Team eigentlich Pflicht. Auf dem Weg dahin ist bislang wenig passiert. Mailand hat seine Spiele auswärts bei den Gruppenfavoriten Efes Istanbul und Real Madrid deutlich verloren und in eigener Halle einen 82:75-Pflichtsieg über Zalgiris Kaunas errungen. Die ersten „Big Points“ dieser Saison liegen für Mailand, das mit dem letztjährigen Quakenbrücker MarQuez Haynes und dem ehemaligen Bremerhavener J. C. Wallace zwei frühere Bundesligaspieler im Aufgebot hat, nun auf den Parkett der Brose Arena

In der italienischen Liga hat Mailand nach einem Fehlstart in Brindisi am Wochenende mit einem 75:55 über das Schlusslicht Pistoia seinen dritten Sieg in Folge eingefahren und überzeugte dabei vor allem in der Verteidigung, während in der Offensive mit mäßigen Wurfquoten noch viel Luft nach oben ist. Vor allem Nationalspieler Alessandro Gentile läuft noch etwas seiner Vorjahresform hinterher, so dass auf dem Flügel die US-Amerikaner Keith Langford (17 Punkte) und „Rastamann“ Moss (14) die Kohlen aus dem Feuer holen mussten.

Ein wiederholt starkes Spiel machte mit zehn Punkten und sieben Rebounds auch die erst 22-jährige Centerhoffnung Nicolo Melli. Trotzdem bereitet der Frontcourt Trainer Banchi die größten Sorgen, nachdem dort mit Angelo Gigli und Kristjan Kangur zwei erfahrene Kräfte verletzt ausgefallen sind. Deshalb war es keine Überraschung, dass Mailand nachgebessert und dabei mit Gani Lawal einen Center verpflichtet hat, der mit atemberaubender Athletik in der letzten Saison für den Vizemeister Rom einer der Stars der italienischen Liga war. Laut Aussage von Banchi wird Lawal aber am Donnerstag, seinem 25. Geburtstag, noch nicht für seinen neuen Club zur Verfügung stehen.

EA7 Emporio Armani Mailand im Stenogramm

Guards: Curtis Jerrells (26, 185, USA), MarQuez Haynes (26, 191, US/GEO), Bruno Cerella (27, 194, ITA).

Forwards: Keith Langford (30, 192, USA), David Moss (30, 196, USA), Alessandro Gentile (20, 200, ITA), C. J. Wallace (30, 206, USA), Kristjan Kangur (31, 201, EST, verletzt).

Center: Nicolo Melli (22, 205, ITA), Samardo Samuels (24, 206, JAM), David Chiotti (29, 205, ITA), Angelo Gigli (30, 209, ITA, verletzt).

Headcoach: Luca Banchi (48, ITA, erste Saison in Mailand)


Comeback von Fran Vazquez beflügelt Unicaja Malaga

Dass Unicaja Malaga in den letzten beiden Jahren die Playoffs in Spanien verpasst hat und als Gründungsmitglied mit seiner A-Lizenz trotzdem in der Euroleague auflaufen darf, ist unter Euroleague-Kritikern ein gern gebrachter Witz. Gleichwohl blieb den Gegnern der Andalusier in der Euroleague oft das Lachen im Halse stecken, denn Malaga erreichte regelmäßig – zuletzt achtmal in Folge – die TOP16. Dass ein Team, das es in Spanien nicht einmal in die Playoffs schafft, gleichzeitig in der Euroleague für die TOP16 gut ist, wirft natürlich ein bezeichnendes Licht auf die spanische Liga und ihre Ausnahmestellung in Europa.

Die merkwürdige Diskrepanz zwischen nationalen und europäischen Resultaten erklärt sich auch durch die Tatsache, dass Malaga immer etwas europäischer (sprich: physischer und defensivbetonter) spielt als anderen spanische Mannschaften. Auch der neue spanische Trainer Joan Plaza (zuletzt Headcoach von Zalgiris Kaunas) führt diese Tradition fort und fährt damit vor allem in der Euroleague bisher gut: Malaga bescherte dem Titelverteidiger Olympiakos einen nervenaufreibenden Saisonauftakt (69:61 fürPiräus) und in den beiden folgenden Heimspielen wurden Zielona Gora (101:68) und Galatasaray Istanbul (84:57) klar bezwungen, wobei Malagas Defense den Türken in der gesamten zweiten Halbzeit nur 15 Punkte zugestand.

Neben dem sehr überlegt agierenden Spielmacher Earl Calloway (13 Punkte und fünf Assists) und dem mit 16 Zählern brandgefährlichen Nik Caner-Medley (der charismatische Power Forward fällt mit einer Knöchelverletzung für das Spiel in München aus) spielte sich dabei mit dem ehemaligen Nationalcenter Fran Vazquez ein Spieler in den Fokus, den die Fans in Malaga nach seiner enttäuschenden Rückkehr in der letzten Saison - als es in der Euroleague auch gegen ALBA BERLIN und damit einige jetzige Bayern-Akteure ging - fast schon abgeschrieben haben. Der mittlerweile 30-jährige Vazquez, der seine Karriere einst in Malaga begann, bevor es ihn unter anderem zum FC Barcelona zog, erlebt in diesen Wochen gerade seinen zweiten Frühling.

Auch in der spanischen Liga bewährte sich Vazques am Sonntag beim 65:63-Zittersieg in Badalona mit elf Punkten und zwölf Rebounds als Matchwinner. Neben dem athletischen brasilianischen Center Rafael Hettsheimer (16) und dem giftigen Slowenen Zoran Dragic (13). Dass der Sieg trotzdem so knapp ausfiel, lag vor allem an der ernüchternden Dreierquote von nur 29 Prozent, die wesentlich damit zusammenhängt, dass Trainer Joan Plaza in den ersten Saisonwochen verletzungsbedingt auf die besten Schützen im Team, Txemi Urtasun und Ryan Toolson, verzichten muss und dass auch Kapitän Sergi Vidal, ebenfalls ein guter Dreierschütze, nicht hundertprozentig fit ist. Zumindest Toolson soll am Freitag in München wieder einsatzbereit sein.

Unicaja Malaga im Stenogramm

Guards: Earl Calloway (30, 190, US/BUL), Zoran Dragic (24, 196, SLO), Jayson Granger (URU/ITA), Sergi Vidal (32, 198, ESP),

Forwards: Mindaugas Kuzminskas (24, 205, LTU), Carlos Suarez (27, 203, ESP), Ryan Toolson (28, 193, USA), Dejan Todorovic (19, 196, SRB).

Center: Fran Vazquez (30, 209, ESP), Rafael Hettsheimer (27, 208, BRA/ESP), Vladimir Stimac (26, 211, SRB), Domantas Sabonis (17, 207, LTU), Nik Caner-Medley (30,m 203, USA, verletzt).

Headcoach: Joan Plaza (49, ESP, erste Saison in Malaga).

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