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Zurück im Spiel - Ulms Nationalspieler Philipp Schwethelm in der OrangeZone

Zurück im Spiel - Ulms Nationalspieler Philipp Schwethelm in der OrangeZone

Endlich wieder spielen! Endlich wieder treffen! Philipp Schwethelm findet in Ulm zurück zu alter Stärke und setzt dank eindrucksvoller Leistungen alles daran, die vergangene Saison in München schnellstmöglich vergessen zu machen. Ein Leihgeschäft, das sich gelohnt hat.
1357636094/img_2_Michael_Hoffmann.JPGEs war ein schweres Jahr für den jungen Nationalspieler. Nur knapp 13 Minuten spielte der 23-Jährige im Schnitt für Bayern München. Ein Knick in seiner Karriere, der ihn hart getroffen, aber nicht aus der Bahn geworfen hat. Zu Gute kam ihm sein bedingungsloser Optimismus. Anstatt sich seinem Schicksal zu fügen, trainierte er härter denn je. „Ich habe ja an den Wochenenden nicht viel Kraft verbraucht. Da konnte ich umso mehr an meinem individuellen Spiel arbeiten“, beschreibt der Shooting Guard schmunzelnd. Zweifel an seinen Fähigkeiten kamen bei ihm nie auf, denn „ich wusste, dass ich wieder eine faire Chance bekomme. Darauf wollte ich vorbereitet sein“. Der Fleiß und die Zuversicht haben sich ausgezahlt.

„Philipp ist in erster Linie ein Spieler, mit einem exzellenten Wurf von außen“, beurteilt der ehemalige Nationalspieler Stephan Baeck. Für einen sicheren Wurf ist jedoch das eigene Selbstbewusstsein essentiell. Und genau das hat er sich in Ulm durch unermüdliches Training und das Vertrauen des Trainers wieder zurückgeholt - wie auch die verlorene Leichtigkeit. „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, wenn man abends kaputt ist und weiß, dass man alles gegeben hat“, erzählt Schwethelm, der in der letzten Saison einen bemerkenswerten Reifungsprozess durchlief. Da er die Schattenseite kennenlernte, schätzt er den Erfolg nun umso mehr. „Philipp war schon immer ein unglaublich bodenständiger Typ, der versucht, alle Charaktere im Team zu vereinen“, so Stephan Baeck, der Schwethelm aus gemeinsamen Kölner Zeiten kennt.

1357636060/img_1.JPGEin Kölscher Jung in Ulm

Ein gutes Buch statt Videospiele. Eine Runde Skat statt die Nacht durchzufeiern. Und schon immer mal wollte er die Welt umsegeln. Abseits des Feldes hat es Philipp gern ruhig und schlicht. „So sehr ich es auf dem Parkett genieße, in der Freizeit ist mir das Rampenlicht eher unangenehm“, erzählt der gebürtige Engelskirchener. Sechs Jahre lang stand er zu Beginn seiner Karriere im Aufgebot von RheinEnergie Köln. Der „Kölschen Jung“ ist sein Naturell. In etwas chaotischen und lebendigen Städten mit lebensbejahenden Menschen fühlt er sich wohl. Als chaotische Stadt ist Ulm nun nicht gerade bekannt, doch dass hier ebenfalls eine große Kirche steht, ist eindeutig ein Pluspunkt. „Sie hat allerdings nur einen Turm vorzuweisen“, kann sich der Ex-Kölner nicht verkneifen.

Trotz der erst 23 Jahre ist Philipp schon viel herumgekommen und ist beeindruckt von den verschiedenen Facetten Deutschlands. Aber sein Weg ist bei Weitem noch nicht zu Ende. Auch das Kapitel Europa ist noch nicht abgeschrieben. Doch er lebt im Hier und Jetzt. Seine Zeit in Ulm will er genießen und den größtmöglichen Erfolg mit dieser Mannschaft erringen. Alles Weitere kommt von allein – oder wie es für den Kölner heißt: „Et es wie et es, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jot jejange“.

Stationen und Erfolge:
2006-2010 RheinEnergie Köln
2010-2011 Eisbären Bremerhaven
2011-2012 FC Bayern München
U-16 B-Europameister (2005), Deutscher Meister mit Köln (2006), Pokalsieger mit Köln (2007), MVP der NBBL (2007), Beko BBL Nachwuchsspieler des Jahres (2008), Playoff-Viertelfinalist mit Bremerhaven (2010), Teilnahme an der WM in der Türkei (2010), Playoff-Viertelfinalist mit Bremerhaven (2011), All-Star des Nordens (2011), All-Star National (2012), Playoff-Viertelfinalist mit Bayern München (2012).


Dieser Artikel ist aus der aktuellen Ausgabe der OrangeZone von ratiopharm ulm. Wer möchte, kann sich hier die Online-Version des Heftes anschauen. Als hochwertiges Printmagazin bietet die OrangeZone in der basketball-verrückten Doppelstadt mehr als dröge 1:0-Berichterstattung. Mit spannenden Geschichten, überraschenden Interviews und einem frischen Layout, dreht sich alles um das sportliche Aushängeschild der Region. Der Titel ist Programm. OrangeZone: So heißt der Fanblock in der ratiopharm arena; Orange ist eine der drei Farben von ratiopharm ulm - und orange ist nicht zuletzt die Farbe des Spielgeräts, um das es in diesem Magazin geht. Bewaffnet mit allen journalistischen Darstellungsformen widmet sich das Magazin den Stars von ratiopharm ulm, begleitet junge Talente, löchert Verantwortliche und beleuchte Hintergründe. Die OrangeZone beginnt dort, wo die Nachricht endet. Viel Spaß dabei.

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