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Europapokal-Vorberichte
Zweiter Auswärtssieg für Per Günther & Co?: ratiopharm ulm tritt am Mittwoch beim italienischen...

Zweiter Auswärtssieg für Per Günther & Co?: ratiopharm ulm tritt am Mittwoch beim italienischen...

Zum Abschluss der Eurocup-Hinrunde müssen vier deutsche Vertreter auswärts antreten. Einzig die EWE Baskets Oldenburg kommen am Dienstag in den Genuss eines Heimspiels, das es aber in sich hat: Mit Bilbao Basket kommt der in der Gruppe B ungeschlagene Tabellenführer und letztjährige Eurocup-Finalist. Die Artland Dragons werden in der Gruppe A in Prag von CEZ Nymburk erwartet. Ebenfalls schon am Dienstag gespielt wird in der Gruppe D gespielt, wo ALBA BERLIN im belgischen Mons und die Telekom Baskets Bonn in Rom antreten müssen. Am Mittwoch setzt ratiopharm ulm mit seinem Gastspiel bei Cimberio Varese/Italien den Schlusspunkt unter den fünften Spieltag.

TV-Termine:

Paarung: Rom – Bonn (Di, 12.11., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.45 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf Eurosport2 und als kostenpflichtiger Internetstream auf http://www.eurosportplayer.de.


Dienstag, 18.30 Uhr: CEZ Nymburk – Artland Dragons

„Letzte Chance“ könnte man dieses Duell zweier mit jeweils 1:3 Siegen in der Gruppe A nach vier Spieltagen schon etwas abgeschlagenen Mannschaften überschreiben. Beide Kontrahenten haben ihren bisher einzigen Sieg über das Schlusslicht Cibona Zagreb gefeiert und wissen, dass das bei weitem nicht ausreicht, um noch den dritten Gruppenplatz zu erreichen. Für den tschechischen Serienmeister (seit 2004 zehnmal in Folge), der in den letzten vier Jahren im Eurocup regelmäßig zumindest die Last16 erreicht hat und 2010 und 2012 sogar im Viertelfinale stand, wäre ein Verpassen der Last32 in dieser Saison ein großer Rückschritt.

Dass das in der tschechischen Liga konkurrenzlose Nymburk in dieser Saison eigentlich einen Schritt nach vorne machen wollte, dokumentiert die Verpflichtung des ehemaligen litauischen Nationaltrainers Kestutis Kemzura und der Umzug nach Prag für die Spiele im Eurocup und in der United League. In der Hauptstadt stößt dieses Angebot aber auf wenig Interesse. Gegen Cibona kamen gerade mal 1.000 Zuschauer in die zehnmal so viele Besucher fassende Tipsport Arena, am Wochenende gegen den Europaligisten Lietuvos rytas Vilnius in der United League waren es nur 1.500. Ohne seine verletzten US-Spielmacher Scott Reynolds war Nymburk gegen das Team von Trainer Dirk Bauermann dabei trotz zusammen 32 Punkten und 13 Rebounds der Center Radoslav Rancik und Dylan Page mit 61:76 letztlich chancenlos. Nymburks Bilanz in der osteuropäischen Topliga steht damit bei 2:3 Siegen.

CEZ Nymburk im Stenogramm

Guards: Thomas Massamba (28, 185, SWE), Jiri Welsch (33, 199, CZE), Scottie Reynolds (26, 185, USA, verletzt).

Forwards: Chester Simmons (31, 196, USA), Vojtech Hruban (24, 202), Lukasz Palyza (23, 203, CZE), Tomas Pomikalek (24, 200, CZE).

Center: Radoslav Rancik (34, 206, SVK), Rasid Mahalbasic (23, 211, AUT/SLO), Pavel Houska (29, 203, CZE), Dylan Page (31, 205, USA), Martin Rancik (35, 206, SVK, verletzt?).

Headcoach: Kestutis Kemzura (43, LTU, erste Saison in Nymburk).


Dienstag, 20.00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – Bilbao Basket

Der Zweite der Gruppe B (3:1) empfängt den noch ungeschlagenen Ersten aus Bilbao – mehr Spitzenspiel geht nicht. In der spanischen Liga gibt Bilbao Basket seinen Anhängern nämlich Woche für Woche neue Rätsel auf und hält seit dem Wochenende, wo es mit 71:83 in San Sebastian die fünfte Niederlage im fünften Spiel gab, sogar die rote Laterne der Liga Endesa in Händen. Dabei weiß man in Bilbao gar nicht, was mehr weh tut: Tabellenletzter zu sein oder das Basken-Derby verloren zu haben. Und in Rest-Europa wundert man sich, wie ein Team gleichzeitig im Eurocup die Nummer eins und in Spanien Schlusslicht sein kann.

Vielleicht bringen die Eurocup-Gegner dem letztjährigen Finalisten einfach zu viel Respekt entgegen? Mit Nikos Zisis, Lamont Hamilton, Kostas Vasiliadis und Adrien Moerman haben die in finanzielle Nöte geratenen Basken im Sommer gleich vier Stars und dazu ihren Erfolgstrainer Fotis Katsikaris ziehen lassen müssen und in Spanien hat es sich schnell herumgesprochen, dass die dafür nachrückenden Spieler zwar viel Talent, aber nicht annähernd so viel Erfahrung wie ihre Vorgänger haben. Auch am Samstag in San Sebastian waren es so vor allem die aus der letzten Saison übrig gebliebenen Routiniers Raul Lopez (15 Punkte), Alex Mumbru (11), Roger Grimau (9) und Axel Hervelle (12 Rebounds), die sich gegen die Niederlage stemmten.

Bilbao Basket im Stenogramm

Guards: Raul Lopez (33, 182, ESP), Roger Grimau (35, 196, ESP), Fran Pilepic (24, 194, CRO), Dairis Bertans (24, 193, LAT).

Forwards: Alex Mumbru (34, 202, ESP), Axel Hervelle (30, 205, BEL), Zoran Vrkic (26, 200, CRO), Sergio Sanchez (28, 197, ESP).

Center: Antanas Kavaliauskas (29, 208, LTU), Jackie Carmichael (23, 205, USA), German Gabriel (33, 207, ESP), Mamadou Samb (23, 208, SEN/ESP).

Headcoach: Rafa Puyo (42, ESP, erste Saison als Headcoach, seit 2005 Assistenztrainer in Bilbao).


Dienstag, 20.30 Uhr: Belfius Mons – ALBA BERLIN

Mit 3:1 Siegen hat ALBA BERLIN sich an den ersten vier Spieltagen in der Gruppe D eine gute Ausgangsbasis im Kampf um den Einzug in die nächste Runde geschaffen. Gemessen an den bisherigen Resultaten des im Eurocup noch sieglosen Belfius Mons ist ein Auswärtssieg in Belgien am Dienstag aber trotzdem fast schon Pflicht, denn es zeichnet sich ab, dass kaum einer der Mitkonkurrenten Punkte beim belgischen Vizemeister in der mons.arena (3.700 Plätze) verlieren wird. Ohnehin schon als Außenseiter in diese Gruppe gestartet, wurde das Team von Trainer Yves Defraigne, der die Beko BBL aus seinen Trierer Jahren 2008 – 2010 gut kennt und mit Talor Battle und Robert Vaden zwei ehemalige Bonner im Aufgebot hat, in den letzten Wochen auch noch von Verletzungspech geschwächt.

Kaum war Nationalspieler Guy Muya wieder fit, fiel US-Power Forward Justin Cage aus, für den die Saison mit einer gerissenen Achillessehne schon früh zu Ende gegangen ist. Solange der gesuchte Ersatzmann nicht gefunden ist, klafft im Frontcourt hinter den Centern Jason Love und Monwell Randle eine Lücke, welche die Nachwuchshoffnungen Maarten Rademakers und Amaury Gorgemans bei allem Talent nicht stopfen können. Mons verlor am Samstag in der belgischen Liga trotz 24 bzw. 20 Punkten der beiden Spielmacher Demontez Stitt und Guy Muya 83:86 gegen Leuven und rutschte mit dieser schon dritten Saisonniederlage auf den siebten Tabellenplatz ab. In der vergangenen Woche unterlag Mons in Bonn 63:74, Berlin dagegen konnte zuletzt einen großen Sieg feiern:

Belfius Mons im Stenogramm

Guards: Guy Muya (30, 190, BEL, verletzt?), Talor Battle (25, 182, USA), Demontez Stitt (24, 186, USA), Geoffrey Firmin (24, 188, BEL).

Forwards: Robert Vaden (28, 196, USA), Lorenzo Giancaterino (23, 190, BEL), Alex Tuluka (24, 193, CNG), Justin Cage (28, 198, USA, verletzt).

Center: Monwell Randle (31, 203, USA), Jason Love (26, 206, USA), Maarten Rademakers (22, 205), Amaury Gorgemans (21, 212, BEL).

Headcoach: Yves Defraigne (48, BEL, zweite Saison in Mons).


Dienstag, 20.45 Uhr: Virtus Rom - Telekom Baskets Bonn

Nach den beiden Heimsiegen über Saragossa und Mons greifen die Telekom Baskets Bonn am Dienstagabend in Rom nach ihrem ersten Auswärtssieg. Das Bonner Gastspiel beim mit 2:2 Siegen in der Gruppe D punktgleichen italienischen Vizemeister im PalaTiziano (3.500) ist dabei in dieser Woche eines der beiden TV-Spiele auf Eurosport2. Dabei bleibt zu hoffen, dass die Übertragung besser läuft als die Übertragung des Spiels der Römer in der italienischen Liga am Sonntag im italienischen TV, die nämlich wegen technischer Probleme nach einer Viertelstunde abbrach. So blieb den Fans daheim in Rom eine gute Leistung ihrer mit 3:2 Siegen in Italien immer besser in Fahrt kommenden Mannschaft beim 68:63 in Caserta vorenthalten. In der Partie trumpfte vor allem der nach dem Erhalt eines dominikanischen Zweitpasses in Italien EU-Status genießende und damit in der Serie-A spielberechtigte US-Forward Bobby Jones mit 20 Punkten (4/5 Dreier) ganz groß auf.

Dank der zwischenzeitlich schon abgeschriebenen Spielberechtigung für Jones konnte Trainer Luca Dalmonte den Interims-Forward Michal Ignerski wieder nach Hause schicken und hat jetzt endlich sein Wunschteam mit sieben Amerikanern zusammen, von denen – wie von der komplizierten Quotenregelung der italienischen Liga gefordert – vier über einen „europäischen“ bzw. Cotonu-Pass verfügen. Wenig überraschend spielt Rom mit seinen beiden athletischen nigerianischen Centern und dem „Georgier“ Quinton Hosley den amerikanischsten Basketball in der italienischen Liga und erwischte damit auch im Eurocup schon ALBA BERLIN und in der letzten Woche um ein Haar auch CAI Saragossa auf dem falschen Fuß. Beim 68:74 in Spanien vergab ausgerechnet Topscorer Phil Goss 15 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe, die Rom eine Verlängerung beschert hätten. Die Bonner dagegen feierten vergangene Woche einen Heimsieg gegen Mons:

Virtus Rom im Stenogramm

Guards: Jordan Taylor (24, 185, USA), Phil Goss (30, 188, USA), Lorenzo D’Ercole (25, 190, ITA), Riccardo Moraschini (22, 191, ITA).

Forwards: Quinton Hosley (29, 201, US/GEO), Bobby Jones (29, 201, US/DOM), Jimmy Baron (27, 191, USA), Alex Righetti (36, 200, ITA),

Center: Trevor Mbakwe (24, 201, US/NGR), Callistus Eziukwu (28, 208, US/NGR), Alessandro Tonolli (39, 202, ITA).

Headcoach: Luca Dalmonte (50, FRA, erste Saison in Rom),


Mittwoch, 20.30 Uhr: Cimberio Varese – ratiopharm ulm

Mit 3:1 Siegen ist ratiopharm ulm in der Gruppe C auf einem guten Weg, an die letztjährigen Erfolge im Eurocup anzuknüpfen. Ein zweiter Auswärtssieg wäre ein weiterer großer Schritt in diese Richtung und scheint am Mittwoch in Varese möglich, denn der letztjährige Dritte der italienischen Liga ist mit 1:3 Siegen im Eurocup noch nicht so richtig in Schwung und erlebte am Sonntag bei einer 75:105-Niederlage in Sassari einen schweren Rückschlag, der die Norditaliener mit 3:2 Siegen auf den achten Platz zurückgeworfen hat. Ohne den Topscorer Aubrey Coleman (Knöchelverletzung) und ohne defensive Ideen gegen Sassaris Angriffswirbel war das Spiel auf der Insel für Varese schon zur Halbzeit verloren.

Zu Hause im 5.100 Zuschauer fassenden „Pala Whirlpool“ wartet auf das auch am letzten Eurocup-Spieltag in Valencia mit 64:98 gedemütigte Varese nun am Mittwoch gegen Ulm vielleicht schon die letzte Chance, um im Eurocup noch im Rennen um den Einzug in die Last32 zu bleiben. Neben der Rückkehr von Coleman hofft Trainer Fabrizio Frates dabei auf mehr Impulse vom jungen Achille Polonara, der Oldenburg vor sechs Wochen in der Euroleague-Quali mit 18 Punkten beeindruckte, am Sonntag in Sassari aber nur ein Pünktchen zustande brachte. Auch der ehemalige Oldenburger Center Marko Scekic blieb als Backup des starken US-Centers Frank Hassell im Eurocup bislang hinter den Erwartungen zurück. Ulm dagegen kommt auch national immer besser in Fahrt und gewann zuletzt das Schwabenderby gegen Ludwigsburg:

Cimberio Varese im Stenogramm

Guards: Keydren Clark (28, 175, USA), Aubrey Coleman (26, 193, USA, verletzt?), Andrea DeNicolao (22, 185, ITA), Nicola Mei (28, 185, ITA).

Forwards: Ebi Ere (32, 195, US/NGR), Achille Polonara (21, 203, ITA), Erik Rush (25, 197, US/SWE), Dusan Sakota (27, 210, SRB/GRE),

Center: Frank Hassell (25, 203, USA, in Preseason 15,2 ppg), Marko Scekic (32, 207, SRB), Jacopo Balanzoni (20, 202, ITA).

Headcoach: Fabricio Frates (54, ITA, erste Saison in Varese)

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