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Zwischen Krimis und Dominanz

Zwischen Krimis und Dominanz

Krimizeit in Quakenbrück, Ulm dominiert, Oldenburg startet mit Sieg – der zweite Spieltag in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

ratiopharm ulm – Eisbären Bremerhaven 87:47

Mitteldeutscher BC – s.Oliver Baskets 86:82

FRAPORT SKYLINERS – EWE Baskets Oldenburg 63:72

Artland Dragons – ALBA BERLIN 67:66

WALTER Tigers Tübingen – Telekom Baskets Bonn 76:77

Von: Manuel Baraniak

ratiopharm ulm – Eisbären Bremerhaven 87:47 (47:30)

ratiopharm ulm hat sich eindrucksvoll von der Auftaktniederlage am vergangenen Donnerstag zurückgemeldet und die Gäste aus Bremerhaven vor allem in der zweiten Halbzeit stellenweise dominiert. Die Eisbären hatten immer wieder Durststrecken ohne Korberfolg zu verzeichnen; in der zweiten Halbzeit blieben die Hansestädter gar einmal acht Minuten ohne Punkte. Insgesamt hatte Bremerhaven zudem 25 Ballverluste zu beklagen.

Per Günther und Matt Howard erzielten in den ersten 24 Minuten je zwölf Zähler (am Ende je 14 Punkte) und brachten die Ulmer früh auf die Siegerstraße; der Nationalspieler Günther setzte seine Mitspieler mit sieben Assists zudem gut in Szene. Grund zum Feiern gab es für die Donaustädter auch durch die Rückkehr von Philipp Schwethelm nach seiner Rückenblessur und durch das Debüt des nachverpflichteten Edgar Sosa. Auf Bremerhavener Seite markierte Derrick Allen 13 seiner insgesamt 15 Zähler in der ersten Hälfte.

Thorsten Leibenath (Ulm):

„Wir sind sehr froh, dass wir uns heute so präsentieren konnten. Den Grund für den deutlichen Sieg sehe ich in der Verteidigung, da konnten wir im Vergleich mit Braunschweig eine deutliche Schippe drauflegen. Offensiv ist noch mehr möglich. Das ist aber nach den vielen kurzfristigen Veränderungen im Kader ganz logisch.“

Calvin Oldham (Bremerhaven):

„Kompliment an Ulm. Wir hatten keine gute Verteidigung, zu viele Ballverluste und keine akzeptable Trefferquote. Mit 25 Turnovers kann man kein Spiel gewinnen. Ich sehe uns eine Klasse unter Ulm. Einige verletzte Spieler sind dafür keine Entschuldigung.“

Mitteldeutscher BC – s.Oliver Baskets 86:82 (45:36)

In Weißenfels spielte sich am frühen Sonntagabend ein Krimi ab, der sich in der Schlussminute wie folgt abspielte: Erst holte Michael Cuffee per Tip-In die Führung für den MBC zurück, ehe Jimmy McKinney an der Freiwurflinie die Würzburger wieder mit 80:81 in Front brachte. Im nächsten Angriff war es dann erneut Cuffee, der das Heimteam jubeln ließ – 82:81. Nachdem die Würzburger nicht zum Abschluss kamen, versenkte Hrvoje Kovacevic an der Freiwurflinie beide seiner Versuche.

Als Würzburgs Ricky Harris danach seinen ersten Wurf von der Linie traf, den zweiten jedoch vergab, hätte Jason Boone nach seinem Offensiv-Rebound die Partie erst ausgleichen können – nach dem zweiten Offensiv-Rebound und einem Foul stand der Würzburger Wühlbüffel sogar an der Linie – und vergab beide Versuche. Kovacevic dribbelte davon und zum Sieg.  

Nicht nur mit seinem Double-Double (22 Punkte, 13 Rebounds) war Kovacevic damit der Mann des Spiels. Mit seinen vier versenkten Dreier folgte beim MBC Malte Schwarz mit 15 Punkten. Auf Würzburger Seite kam Jimmy McKinney auf die höchste Punkteausbeute (15).

Silvano Poropat (Weißenfels):

„Das war heute ein Sieg des Willens. Wir haben das Spiel hervorragend zu Ende gebracht und den zwischenzeitlichen Rückstand wieder aufgeholt. Wichtiger Faktor war auch das Publikum, die grandiose Atmosphäre hat uns am Ende gepusht. Das Erreichen des ersten Saisonsieges ist immer ein schwieriges Unterfangen, und wir sind glücklich, dass wir diesen erreicht haben.“

Marcel Schröder (Würzburg):

„Das war heute ein erwartet umkämpftes Spiel, wir sind schlechtgestartet und konnten kaum abschließen. In der zweiten Halbzeit lief es dann besser, wir haben den Rückstand schnell wett gemacht. Die entscheidende Phase war dann, als wir das Unsportliche und Technische bekommen haben, da ist Weißenfels kurz wieder davongezogen. Wir hatten eine Chance auf den Sieg, hätten aber die Offensivrebounds nicht abgeben dürfen. Wirhatten es selbst in der Hand und haben es nicht genutzt.“

FRAPORT SKYLINERS – EWE Baskets Oldenburg 63:72 (36:43)

Nach ihrer verpassten Qualifikation für die Euroleague starteten die Oldenburger erst an diesem Sonntag in die Saison. Dabei konnten die Donnervögel auch wieder auf Rickey Paulding zurückgreifen, der bei der Niederlage gegen Lietuvos Rytas mit einer Leistenzerrung nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war. Als wäre nichts gewesen, avancierte das Oldenburger Basketballurgenstein mit 18 Punkten zum Topscorer der Begegnung.

Spielentscheidend für den Start-Ziel-Erfolg der Gäste war dabei das dritte Viertel, in dem die Oldenburger den Frankfurter nur sieben Punkte gewährten. Zwischenzeitlich lagen die Baskets schon mit 19 Zählern in Führung. Mit 14 Punkten stellte Quantez Robertson den Frankfurter Topscorer.

Gordon Herbert (Frankfurt):

„Glückwunsch an Sebastian und das Oldenburger Team. Sie sind eines der Topteams der Liga und wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden wird. Sie haben mit sehr viel Feuer gestartet, Rickey Paulding hat einige sehr schwere Würfe getroffen. Das dritte Viertel war entscheidend, da haben sie besser verteidigt und wir hatten Probleme gute Würfe zu erspielen. Außerdem haben wir zu viele ,freie` Bälle nicht bekommen. Was mir gefallen hat, war dass wir nie aufgegeben haben.“

Sebastian Machowski (Oldenburg):

„Das war ein wichtiger Auftaktsieg in die neue Saison für uns. Insbesondere nach einer langen Woche in Vilnius. Wir hatten eigentlich nur ein halbes Training, um uns auf das Spiel vorzubereiten, was man heute vor allem in unserer Defensive gesehen hat. Hier waren wir noch nicht auf dem Level, um in der Liga erfolgreich zu spielen, können uns noch steigern und haben Luft nach oben. Ich freue mich sehr, dass wir gegen eine sehr aggressive und unangenehm verteidigende Frankfurter Mannschaft gewonnen haben. Dafür mache ich unserem Team ein Kompliment. Den freien Tag morgen haben wir uns wirklich verdient.“

Artland Dragons – ALBA BERLIN 67:66 (36:31)

Die Partie begann unglücklich für die Gäste aus Berlin, und sie endete genauso unglücklich: Ihre ersten acht Feldwürfe vergab der Haupstadt-Club, um so bis kurz vor Ende des dritten Viertels einem Rückstand hinterher zu laufen.

Dann folgte ein 9:0-Lauf Berlins samt erster eigener Führung und ein Sieben-Punkte-Vorsprung zweieinhalb Minuten vor Schluss. Doch ihre letzten fünf Feldwürfe setzten die Gäste daneben, während auf der Gegenseite sich Anthony King die Krone aufsetzen durfte: Bei 36 Sekunden zu spielen markierte der Center den 65:66-Anschlusstreffer, um zwei Sekunden vor Spielende den Korbleger zum Sieg einzunetzen.

Mit einem Double-Double (15 Punkte, 11 Rebounds) beendete King die Partie; auf Berliner Seite kamen Vojdan Stojanovski und Leon Radosevic auf je 14 Zähler.

Tyron McCoy (Artland):

„Ich denke, dass wir heute ein sehr gutes Spiel mit zwei sehr guten defensiven Teams gesehen haben. Wir hatten einen guten Start, das war unser Vorteil. Wir haben dann unseren Rhythmus verloren, weil ALBA mehr Druck gemacht hat. Aber ich bin sehr froh, dass meine Spieler mental stark geblieben sind und nicht aufgegeben haben, als wir kurz vor Schluss mit sieben Punkten zurücklagen. Das schafft nicht jede Mannschaft.“

Sasa Obradovic (Berlin):

„Die Dragons haben gute Arbeit geleistet, denn sie haben gewonnen. Einige werden sagen, dass es für uns schwerer war, dieses Spiel noch zu verlieren, als zu gewinnen. Wir sind zurückgekommen und haben das letzte Viertel kontrolliert und die Kontrolle dann verloren. Wir suchen immer noch unser Spiel. Wir haben einige Spieler, die besser spielen werden und müssen. Aber daran glauben wir.“

WALTER Tigers Tübingen – Telekom Baskets Bonn 76:77 (41:43)

Spannend machten es auch die Bonner bei ihrem Gastspiel in Tübingen. Trotz einer Neun-Punkte-Führung knapp drei Minuten vor Schluss mussten die Rheinländer zittern, als die Gäste vor allem dank ihrer Treffersicherheit von der Linie immer näher herankamen (insgesamt 30/38 FT). Letzten Endes lief den Tigers aber die Zeit davon, um die Partie doch noch einmal zu drehen. Alex Harris stellte den Endstand an der Linie erst in der Schlusssekunde her.

Unter vier zweistellig punktenden Bonnern ragte Ryan Brooks mit 23 Zählern heraus. In Reihen Tübingens schulterten vor allem Ricky Harris (26 Punkte, 15/16 FT) und Jonathan Wallace (18) die Punktelast.

Igor Perovic (Tübingen):

„Glückwunsch an Coach Fischer und seiner Bonner Mannschaft zu einem verdienten Sieg. Die Zuschauer haben ein interessantes Spiel gesehen, welches bis zum Schluss sehr eng war. Schlüsselpunkt war das dritte Viertel, hier haben die Gäste viele Punkte in Transistion erzielt. Das hat uns weh getan, auch das technische Foul gegen Johannes Lischka. Für Bonn eine Chance um Luft zu holen. Wir haben gekämpft, sind zurückgekommen, am Ende hat es leider nicht gereicht. Bonn hat ein gutes Team, die schon am Donnerstag gegen Bayern München ihr Potential gezeigt haben. Wir müssen weiter hart arbeiten um noch besser zu werden.“

Mathias Fischer (Bonn):

„Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir hätten diese Partie viel früher entscheiden können/müssen, doch wir waren kurze Zeit zu unkonzentriert und Tübingen hat sich zurückgekämpft. Glücklicherweise haben wir gegen Spielende die Nerven behalten und konnten als Sieger vom Platz gehen. Ein glücklicher Sieg, aber danach fragt morgen niemand mehr. Auch wir müssen weiter gezielt arbeiten, damit wir weitere Siege feiern können.“

 

Courtside-Reporter Benjamin Grotepaß berichtete live für euch aus der Paul Horn Arena

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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