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„Gib Rassismus einen Korb!“ – Kultur- und Sportminister Andreas Stoch im Interview

„Gib Rassismus einen Korb!“ – Kultur- und Sportminister Andreas Stoch im Interview

Das Heimspiel der MHP RIESEN Ludwigsburg gegen die Artland Dragons steht ganz im Zeichen von Toleranz und Zivilcourage. Durch Aktionen mit 1000 Schülern wird in der MHPArena eine klare Botschaft gegen Rassismus gesetzt – ganz nach dem Motto „Gib Rassismus einen Korb!“ Eröffnet wird das Beko BBL-Spiel durch Andreas Stoch, dem Minister für Kultus, Bildung und Sport des Landes Baden-Württemberg.

Im Interview zum Aktionstag am 4. April lobt Minister Stoch das Engagement der Jugendlichen und unterstreicht den Vorbildcharakter des Sports.

Minister Stoch, am 4. April findet ein großer Aktionstag zum Projekt „Gib Rassismus einen Korb!“ statt. Wie wichtig ist es, gerade Jugendliche für die Themen „Zivilcourage“ und „Anti-Rassismus“ zu sensibilisieren?

Andreas Stoch: Der Kampf gegen Rassismus ist in allen Generationen wichtig. Als Bildungsminister freue ich mich aber besonders, wenn sich gerade Kinder und Jugendliche hier engagieren und couragiert Flagge zeigen. Jede Diskriminierung   - egal ob aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der Religion oder der sexuellen Orientierung – hat in einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft nichts verloren. Und eine solche Gesellschaft wollen wir in Baden-Württemberg sein.

In welcher Rolle sehen Sie den Sport bei der Sensibilisierung für diese Themen? Warum eignet er sich für die Rassismus-Prävention?

Stoch: Allein der Blick auf unsere Fußball-Nationalmannschaft zeigt, was der Sport zur Integration beitragen kann. Er baut Brücken und schafft ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gesellschaft. Überdies hat der Sport Vorbildcharakter: Auf dem Spielfeld gelten für alle die gleichen Regeln – egal, welcher Nation man angehört

Wie beeindruckt sind Sie vom großen Engagement der Schülerinnen und Schüler, die maßgeblich am Projekt „Gib Rassismus einen Korb!“ mitwirken und so ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen? Wie bewerten Sie die Kampagne „Gib Rassismus einen Korb“?

Stoch: Wenn wie Freitagabend über 1000 Kinder und Jugendliche sich so eindeutig gegen Rassismus positionieren, dann ist das ein sehr starkes Signal an die Gesellschaft. Super Sache! Ziel der Kampagne ist es, Schülerinnen und Schüler bei selbst bestimmten Aktivitäten gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu unterstützen. Gut ist auch, dass sich die Schule durch die Vernetzung mit den MHP RIESEN Ludwigsburg außerschulischen Partnern öffnet. Mit so wachen und demokratiebewussten Schülerinnen und Schülern wie von „Gib Rassismus einen Korb“ ist mir um die Zukunft unserer Gesellschaft nicht bange.

Wie können Projekte wie „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ weiter gefördert und unterstützt werden?

Die baden-württembergische Landesregierung (Kultusministerium und Integrationsministerium) unterstützt unter anderem das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Von 2012 bis 2014 haben wir die Personalstelle der Landeskoordinatorin jeweils mit 50.000 Euro finanziell unterstützt. Das ist gut angelegtes Geld.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Ist es Ihr Premierenbesuch beim Basketball? Wie ist Ihr Bezug zu den MHP RIESEN Ludwigsburg?

Stoch: Ich war zwar noch nie bei einem Basketball-Bundesligaspiel in Ludwigsburg, aber ich habe viele Jahre selbst bei der TSG Giengen Basketball gespielt. Zu Meisterehren hab ich es dort nicht gebracht, aber die Sportart ist für mich toll und dynamisch. 

Vielen Dank für das Gespräch!


Bei der Spielervorstellung in der MHPArena wird Freitagabend ein extra produzierter Clip zu „Gib Rassismus einen Korb!“ eingespielt. Der Spot ist auch auf der offiziellen Video-Plattform der Beko Basketball Bundesliga und der MHP RIESEN Ludwigsburg zu finden: http://www.beko-bbl.tv/rassismus-korb

Nach dem Videospot übernimmt der Minister für Kultus, Bildung und Sport des Landes Baden-Württemberg, Andreas Stoch den offiziellen Startschuss des Beko BBL-Spiels zwischen den MHP RIESEN Ludwigsburg und den Artland Dragons. Der Minister wird mit einem symbolischen Sprungball gegen Rassismus das Match eröffnen. Gemeinsam mit Claus Schmiedel, Ludwigsburger Landtagsabgeordneter und Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec und Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried ist Stoch zum Heimspiel der MHP RIESEN eingeladen, das ganz im Zeichen von „Gib Rassismus einen Korb!“ steht.

In der ersten Viertelpause werden dann Schülerinnen und Schüler auf dem Spielfeld Botschaften gegen Rassismus vortragen. In Schülerhänden ist auch die Halbzeitshow: Hier wird die Tanzgruppe „Diamonds“ des Ludwigsburger Otto-Hahn-Gymnasiums auftreten. 

Mit Original-Trikots und Armbändern „Gib Rassismus einen Korb!“ unterstützen!

Die Fans in der MHPArena können am Freitag die Aktion „Gib Rassismus einen Korb!“ selbst tatkräftig unterstützen. Für 99 Euro können Fans eines der zwölf original Spielertrikots des 4. April erwerben. Die Trikots mit denen Michael Stockton und Co. an diesem Spieltag auf Korbjagd gehen, tragen auch das Logo von „Gib Rassismus einen Korb!“. Im Foyer der MHPArena können sich Fans die exklusiven Jerseys samt Echtheitszertifikat sichern und die Rassismus-Prävention unterstützen. Der komplette Erlös geht der Unterstützung von „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ zu.

Ebenfalls im Foyer sowie im Umlauf der MHPArena sind Schülerinnen und Schüler mit Spendendosen unterwegs, die Armbänder zu der Aktion verteilen. Hier wird um eine kleine Spende gebeten. Gestiftet wurden die Bänder von MHP – A Porsche Company.

MHP RIESEN mit Vorträgen gegen Rassismus an zwölf Schulen

Im Rahmen von „Gib Rassismus einen Korb!“ besuchten die MHP RIESEN zehn Schulen der Region, um Vorträge zum Thema „Rassismusprävention“ zu halten und eine Basketball-Stunde zu geben. Dabei waren jeweils Spieler und auch Teammanager Lukas Varga an den Schulen im Einsatz.

Folgende Schulen nehmen an „Gib Rassismus einen Korb!“ teil:

Realschule, Weinsberg

Erich Kästner Realschule, Steinheim

Schule am Favoritepark, Ludwigsburg

Werkrealschule, Weinsberg

Dammrealschule, Heilbronn

Wilhelm-Keil-Schule, Remseck

Immanuel-Kant-Realschule, Leinfelden

Gerhart-Hauptmann-Schule, Heilbronn

Eichwald-Realschule, Sachsenheim 

Burgfeldschule, Sachsenheim

„Ich finde es großartig, dass wir an dieser Aktion teilnehmen. Unsere Spieler haben mir von den Schulbesuchen erzählt und sie waren beeindruckt. Als Sportteam können wir für dieses Thema sensibilisieren und Menschen dazu anregen, sich Gedanken über das Thema zu machen und das Problem Rassismus nicht unter den Teppich zu kehren“, so David Danzig, Assistant Coach der MHP RIESEN Ludwigsburg.


Über  „Gib Rassismus einen Korb!“:

Entstanden ist die Idee zur Umsetzung des Projektes „Gib Rassismus einen Korb!“ auf Initiative der Realschule Weinsberg, mit Unterstützung der Landeskoordinatorin von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Claudia Sünder.

Bereits im Jahr 2013 waren über 100 Schülerinnen und Schüler bei einem Heimspiel der Ludwigsburger Basketballer zu Gast, um unter anderem mit einer Choreografie auf das Projekt „Schule ohne Rassismus“ hinzuweisen. Im Nachgang zu diesem Auftritt vor über 3000 Zuschauern wurde die Idee entwickelt, 2014 in einem noch größeren Rahmen tätig zu werden.

An zehn Projektpartner-Schulen aus den Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn fanden durch Spieler der MHP RIESEN Ludwigsburg Vorträge zur Integration und Rassismusprävention statt.

„Wir bekennen uns klar zu Werten wie Toleranz, Zivilcourage und Respekt. Wir wollen mit der Kampagne „Gib Rassismus einen Korb!“ nicht nur ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen, sondern auch die Arbeit von Anti-Rassismus-Programmen würdigen und nachhaltig Rassismusprävention fördern. Unser Dank und Lob geht an die beteiligten Schulen, die sich so deutlich und engagiert gegen Rassismus stellen und somit erst recht ein klares Signal senden“, betont Alexander Reil, 1. Vorsitzender der MHP RIESEN Ludwigsburg. Reil ergänzt: „Der Sport hat eine Vorbildfunktion, die wir auch sehr gerne wahrnehmen. Sport ist eine ausgezeichnete Plattform um authentisch zu belegen, wie gut und problemlos das Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft sein kann – und es auch sollte.“

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