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Beko BBL ALLSTAR Day
„Team International“ gewinnt das Beko BBL ALLSTAR Game mit 121:116 gegen „Team National

„Team International“ gewinnt das Beko BBL ALLSTAR Game mit 121:116 gegen „Team National" zum...

Back to back to back für das „Team International“: Beim Beko BBL ALLSTAR Day feierte die Auswahl der besten ausländischen Akteure einen 121:116-Sieg (31:30, 32:35, 34:23, 24:28) über das „Team National“ und damit den dritten Sieg in Serie bei diesem Event.

Team National - Team International 116:121 (Boxscore)

Topscorer des ALLSTAR Games vor 6.000 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome Bonn wurde Isaiah Swann von den New Yorker Phantoms Braunschweig, der 25 Punkte erzielte, darunter sieben Dreier. Swann wurde damit auch zum „Most Valuable Player“ gewählt.

Mit dem Tip-off zwischen den beiden sprunggewaltigsten Spielern beider Seiten, Per Günther und Jared Jordan, begann das diesjährige Beko BBL ALLSTAR Game. Maik Zirbes eröffnete den Punktereigen für die „Nationals“ mit einem Drei-Punkte-Spiel, Lokalmatador Tony Gaffney von den Telekom Baskets Bonn konterte für die „Internationals“. Ein Dreier von Per Günther bedeutete das 6:2, sein „Landsmann“ Anton Gavel erhöhte wenig später auf 13:7 (4. Minute). Weil keiner besser als Benas Veikalas weiß, wo im Telekom Dome die 6,75-Meter-Linie verläuft, verkürzte der Litauer postwendend auf 10:13. Das bewährte Alley-oop-Duo Jordan und Gaffney bediente sich eben dieses Tricks, um die 6.000 Fans im restlos ausverkauften Telekom Dome zum ersten Mal kollektiv von den Sitzen zu reißen. Einen weiteren Dunk von Gaffney konterte Daniel Theis auf der anderen Seite ebenfalls mit einem „Stopfer“. Mit einem Dreier von Heiko Schaffartzik ging das unterhaltsame erste Viertel zu Ende, und das mit einem hauchdünnen Vorsprung für die „Internationals“ (31:30).

Mit ALBA-Guard David Logan kam zu Beginn des zweiten Abschnitts frischer Wind ins Spiel der Truppe von Headcoach Tyron McCoy. Ein Dreier der Berliners und ein feiner Behind-the-back-Pass auf Angelo Caloiaro schraubten den Vorsprung erstmals deutlicher in die Höhe (42:32). Dank Andreas Seiferth, der aktuell eine starke Saison beim TBB Trier spielt, kamen die „Nationals“ danach zurück ins Spiel. Sechs Punkte in Serie des Centers bedeuteten den Ausgleich zum 49:49 (16.).

Der Spannungsbogen hätte nicht besser vorbereitet werden können, als der „große alte Mann der Beko BBL“ ein letztes Mal das Parkett betrat. Chris Ensminger, der für den MBC, Paderborn, Bamberg und Bonn 485 Erstliga-Spiele bestritt, stand urplötzlich zum Einwurf für die „Internationals“ bereit – Gänsehaut-Moment im Telekom Dome, wo Ensminger Ende vergangener Saison seine einzigartige Karriere beendet hatte. Aus Respekt vor dem Alter traten die ALLSTARS ehrfurchtsvoll zur Seite, als „Ense“ zum letzten Dunking abhob. Im direkten Duell „auf Augenhöhe“ mit Heiko Schaffartzik erzielte Ensminger, der inzwischen als Headcoach des ProA-Ligisten BiG Oettinger Rockets Gotha fungiert, dann seine Punkte drei und vier beim Beko BBL ALLSTAR Game 2014.

In der Halbzeitpause wurde Chris Ensminger noch einmal gebührend verabschiedet. Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko BBL, überreichte dem 40-Jährigen ein Trikot, auf dem alle Vereine verewigt waren, bei denen Ensminger aktiv war. „Als erstes Trikot überhaupt bekommt dieses von Chris Ensminger in unserem Headquarter einen Ehrenplatz“, versprach Pommer. „Das ist ein sehr emotionaler Moment für mich“, rang Ensminger bei seiner kurzen Ansprache sichtlich um Fassung. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in all‘  den Jahren in Deutschland begleitet und unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht an meine Frau und meine Kinder.“

Danach betraten Ensmingers Erben wieder das Parkett, das sie beim Halbzeitstand von 65:63 für das „Team National“ verlassen hatten. Mit einem Dunk und einem Dreier sorgte Bryce Taylor direkt für einen „Hallo wach“-Effekt zu Beginn der zweiten Halbzeit, Veikalas sorgte von Downtown für die 71:69-Führung des „Teams International“. Da wollte Dirk Mädrich, erster ALLSTAR von Beko BBL-Neuling RASTA Vechta, nicht nachstehen: Der 2,11-Meter-Mann holte mit einem Dreier die Führung für die „Nationals“ zurück (72:71, 22.).

Ein „Doppel-Dunk“ von Taylor und Gaffney nach Pass von Jordan war das bis dato kurioseste Highlight der kurzweiligen Partie. Seine Visitenkarte für das MVP-Voting gab danach Isaiah Swann ab: Ein Dreier aus neun Metern, ein weiterer „nur“ aus sieben, und das „Team International“ führte mit 94:83 (29.). Offensichtlich auf den Geschmack gekommen, legte der Braunschweiger mit zwei weiteren Dreiern zu Beginn des finalen Durchgangs nach – seine Punkte 20 bis 25 bis dahin, und die „Internationals“ führten sieben Minuten vor der Schlusssirene mit 105:97.

War bis dato der Spaß an der Offensive Trumpf, intensivierten beide Seiten nun ihre Bemühungen in der Defensive. Lucca Staiger gab mit zwei Dreiern das Signal zur Aufholjagd – das „Team National“ lag nur noch mit zwei hinten (107:109, 37.). Tony Gaffney hielt seine Farben mit sieben Punkten in Serie im Spiel, auf der anderen Seite nur unterbrochen durch zwei Gavel-Punkte (112:116, 38.). Ein Drei-Punkte-Treffer von Taylor zum 119:112 brachte die „Internationals“ dann entscheidend in Front, Jordan erhöhte noch auf 121:114. Mit dem Endergebnis von 121:116 feierte das „Team International“ nach 2012 und 2013 den dritten Sieg in Serie. Zum MVP der Partie wurde Isaiah Swann von den New Yorker Phantoms Braunschweig gewählt: Swann kam am Ende auf 25 Punkte (7/12 Dreier).

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