FB Twitter Instagram YouTube Google+
„Wir Deutschen sind gefordert, einen guten Wettkampf zu liefern! “ - Per Günther im...

„Wir Deutschen sind gefordert, einen guten Wettkampf zu liefern! “ - Per Günther im...

Per Günther erhielt mit 10,4 Prozent erneut die meisten Stimmen im Team National. Ulms Aufbau spricht im BIG-Interview über die 95:113-Pleite gegen das Team International im Vorjahr, das Wiedersehen mit John Bryant, seine Popularität und über einen Besuch bei der Nada.

Per Günther, haben Sie sich zusammen mit Ihrem Kumpel John Bryant schon für den Slam-Dunk-Contest angemeldet?

Nein, ich bin ja schon beim Spiel und wahrscheinlich auch beim Dreipunktewettbewerb dabei. Da muss ich nicht auch noch mit John beim Dunking-Contest antreten.

Sie haben sich aber bestimmt etwas Besonderes fürs Spiel überlegt. Schließlich war der Combo-Dunk von Ihnen und Bryant das große Highlight des Allstar-Spiels 2013. Sie könnten sich zum Beispiel revanchieren und ihm dieses Mal Starthilfe geben!

(lacht) Jetzt müsste das gehen, er ist ja wieder in Topform. Vor ein paar Monaten wäre das wahrscheinlich noch nicht möglich gewesen. Aber wir haben über so was noch nicht gesprochen. Vielleicht lassen wir es dieses Mal ruhig angehen.

Bryant war im Team International im letzten Jahr noch der Spieler, der die meisten Fan-Stimmen bekommen hat. Glauben Sie, dass er weniger Stimmen bekommen hat, weil er jetzt für die Bayern spielt?

Er ist auch nicht mehr so produktiv, bei einem Verein wie München ist er nur noch einer von vielen Köchen. Zudem ist München auch ein Verein, der stark polarisiert. Wenn man dorthin wechselt, zieht man sich auch ein bisschen Ungunst zu. Heiko Schaffartzik und Robin Benzing sind auch nicht in den nationalen Top5, was ein Unding ist. Aber die beiden werden das verkraften.

Sie haben die meisten Stimmen aller Spieler und zuletzt auch zweimal den Titel „Beliebtester Spieler der Liga“ bekommen. Muss der Pascal-Roller-Award bald in Per-Günther-Award umbenannt werden?

Wenn ich den Award dreimal hole, dann bestehe ich darauf! Deshalb werde ich in den nächsten Monaten mein bestes Verhalten an den Tag legen. Wenn ich den Award dann tatsächlich zum dritten Mal bekommen habe, werde ich mein gutes Image ablegen. (lacht) Dass ich bei der Wahl die meisten Stimmen bekommen habe, freut mich natürlich.

Dadurch sind Sie aber auch dafür verantwortlich, dass es in diesem Jahr ein knapperes Spiel wird. Bei einer weiteren deutlichen Niederlage könnten Stimmen laut werden, die fordern, zum alten Modus zurückzukehren.

Wir Deutschen sind jetzt gefordert, aus dem Spiel einen guten Wettkampf zu machen! Der Modus ist richtig gut, aber es muss ein knappes Spiel sein. Im letzten Jahr haben wir deutlich verloren, weil sich die Herren von Bayern München, wie Robin Benzing, zu fein waren, um mitzuspielen. Aber ich habe gehört, dass man jetzt ein ärztliches Attest braucht, um abzusagen. Dieses Mal sind wir also top besetzt, sodass es hoffentlich ein enges Spiel wird.

Neben dem Spiel könnten Sie auch beim Dreipunktewettbewerb dabei sein, Sie treffen mehr als 50 Prozent Ihrer Distanzwürfe.

Einige der besten Schützen sind leider oft gar nicht mit dabei, weil sie auch viele schwierige Dreier nehmen müssen und dann „nur“ eine Quote von 38 oder 40 Prozent haben. Aber für mich wäre es eine tolle Sache, da ich am Anfang meiner Karriere nur 25 Prozent von der Dreierlinie getroffen habe. Ich habe mir meinen Wurf hart erarbeitet und könnte mich jetzt dafür belohnen. Ich muss nur vermeiden, einen der schlechtesten Scores aller Zeiten zu erzielen. Wenn ich 15 Punkte habe, kann ich erhobenen Hauptes nach Hause gehen.

Wenn es eine Skills-Challenge geben würde, hätten Sie wohl Titelchancen, da es dabei sehr auf Schnelligkeit und Passgenauigkeit ankommt. Sollte die BBL überlegen, diesen Wettbewerb einzuführen?

Ich weiß nicht, inwiefern das spannend für die Zuschauer ist, denn darum geht es beim Allstar-Day. Ich würde mir eine Skills-Challenge jedenfalls lieber angucken als den Dunking-Wettbewerb und ich hätte auch sehr großen Spaß daran teilzunehmen. Wenn die BBL mich fragt, wäre ich in jedem Fall dabei.

2014 in Bonn wird es aber wohl noch nicht dazu kommen. Stattdessen kommen vielleicht andere Aufgaben auf Sie zu, da die Nada in Bonn sitzt, deren Kontrollmethoden Sie zuletzt stark kritisierten.

Ja, ich fahre in die Höhle des Löwen. Bevor ich anreise, werde ich auf jeden Fall besonders viel trinken!

Bei der Gelegenheit könnten Sie den Spieß ja mal umdrehen und der Nada einen unangekündigten Besuch abstatten und dort besprechen, was in Zukunft anders laufen muss.

Ich wurde neulich schon gefragt, ob ich mit jemandem von der Nada frühstücken gehen würde. Aber wir haben morgens Training, und wie ich Coach Thorsten Leibenath kenne, werde ich danach ziemlich kaputt sein. Deswegen weiß ich nicht, wie viel Energie ich noch für solche Geschichten habe. Aber vielleicht ist ja auch jemand von der Nada beim Spiel. Dann könnte man die Methoden nach dem Spiel bei einem Bierchen diskutieren.

Sie fordern weiterhin, dass sich bezüglich der Kontrollmethoden etwas ändert?

Es gibt reihenweise Sportler, die damit nicht zufrieden sind. Es gab einen langen Dialog, und die Nada hat versucht, den Sportlern entgegenzukommen. Beide Parteien wissen, dass das System immer noch nicht perfekt ist. Ich selbst habe aber auch keinen Vorschlag, wie es besser laufen kann. Es ist halt insofern schwierig, als dass die Maßnahmen für viele Sportler aus verschiedenen Disziplinen geeignet sein müssen. Wir Basketballer sind auch dabei, obwohl die Gefahr, dass jemand bei uns gedopt ist, meiner Meinung nach sehr gering ist.


Dieser Artikel über Per Günther stammt aus der aktuellen Ausgabe der BIG (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

- Michael Stoschek: Der Brose-Boss spricht erstmals in BIG
- Philipp Neumann: Für den Center ist in Bamberg kein Platz mehr
- EWE Baskets Oldenburg: 10 Gründe, warum die Donnervögel Meister werden können
- Vitalis Chikoko: Das nächste Talent aus Trier auf dem Sprung
- Sasa Obradovic: Wie Albas Trainer seine Wutausbrüche kontrollieren will
- Raoul Korner: Braunschweigs Trainer setzt auf Sportpsychologen
- Tony Gaffney: Warum Bonns Forward noch immer auf die NBA hofft
- WM 2014: Deutschlands Chancen auf eine Wildcard
- Allstar-Day: Jared Jordan und Chris Ensminger
- BIG Statistik: Alle Spieler, alle Zahlen
- BIG-Ranking Talente: Deutschlands Top-Prospects. Position für Position
- Tibor Pleiß: Der Center startet in Spanien durch
- Mein Leben ist Basketball, aber ich lebe nicht davon
- ProA, ProB, DBBL, Player Check, Big Business, undundund

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Kinder plus Sport