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Beko BBL TOP FOUR
86:80 - ALBA BERLIN verteidigt den Pokal gegen ratiopharm ulm

86:80 - ALBA BERLIN verteidigt den Pokal gegen ratiopharm ulm

Anhand einer kollektiven Teamleistung gelingt Berlin der erneute Pokalsieg - Das Finale des Beko BBL TOP FOUR 2014 in der Zusammenfassung.

Das Ergebnis im Überblick:

ALBA BERLIN - ratiopharm ulm 86:80

Von: Robert Jerzy

ALBA BERLIN - ratiopharm ulm 86:80 (Boxscore)

Im Sport spricht man oftmals vom Herz eines Champions. ALBA BERLIN hat mit der Titelverteidigung im Finale gegen ratiopharm ulm bewiesen, dass dieser Erfolg auf einer Leistung beruht, die dem gesamten Team zuzuordnen und ein Stück weit Produkt eines unglaublichen Willens ist. Vor einer ausverkaufter Kulisse war der Fokus der Mannschaft von Head Coach Sasa Obradovic darauf gesetzt, die Ulmer in eigener Halle zu keiner Phase des Spiels in diesen magischen Lauf kommen zu lassen, den der Gastgeber am gestrigen Tag gegen den FC Bayern München unter Beweis stellte.

Berlin feiert seine Erfolge in dieser Saison primär durch eine harte und erfolgreiche Defense. Hauptaufgabe war es somit, die Distanzschützen der Ulmer unter Kontrolle zu bekommen. Etwas, das in der Anfangsphase gegen eine hoch motivierte Ulmer Mannschaft nicht funktionierte. Man spürte schon in der Aufwärmphase, dass der Hausherr in diesem Jahr die Trophäe in der Stadt halten möchte. Neben dessen Treffsicherheit gesellte sich zu Beginn die Freiwurfstärke sowie ungewohnte Schwäche der Albatrosse aus der Halbdistanz hinzu. Ulm wirkte im ersten Viertel wesentlich fokussierter. Gerade Per Günther entfachte ein offensives Feuerwerk und lieferte sich einen spektakulären Schlagabtausch mit Cliff Hammonds.

Die Albatrosse steigerten ihre Leistung zu Beginn des zweiten Abschnitts dann allerdings Zug um Zug. Die Defensive wirkte wacher und stand enger an den Gegenspielern, was Ulm aus dem Rhythmus brachte. Kamen Punkte des Gastgebers zu Stande, dann primär an der Freiwurflinie, da ALBA BERLIN recht früh in den Team-Fouls war. Dieser Umstand führte dazu, dass Obradovic Kapitän Sven Schultze einwechselte. Wie vor zwei Wochen in Bremerhaven hatte der Veteran sofortigen Einfluss auf das Spielgeschehen, erzielte fünf Punkte und war tonangebend in einigen defensiven Stopps kurz vor der Halbzeit. Als der bis dahin glücklose Reggie Redding zur Pausensirene den Wurf zum 45-41 traf, wendete sich das Blatt zu Gunsten der Berliner.

Wie erwartet kam ratiopharm ulm sehr engagiert aus der Halbzeitpause, attackierte die Zone der Berliner und führte die Dominanz von der Freiwurflinie fort. ALBA BERLIN fand in diesen Minuten allerdings Unterstützung aus fast allen Teilen der Mannschaft. Erst traf Jan Jagla zwei Mal aus der Distanz, dann übernahmen Reggie Redding, David Logan und Cliff Hammonds. Obwohl Ulm kämpfte und offensiv immer wieder Akzente setzen konnte, waren sie nicht in der Lage, den Rückstand aufzuholen. Berlin hatte den Rhythmus gefunden und spielte die Führung über die Zeit.

Für den Verein aus der Hauptstadt ist es der achte Pokalsieg, aber auch erste Titel für viele der jungen Spieler im neu aufgebauten Team von ALBA BERLIN. Für die Spatzen war es hingegen die zweite Niederlage im zweiten Finale nach 2013. Als Ausrichter des TOP FOUR präsentierte sich ratiopharm ulm allerdings von der besten Seite. Alle vier ausverkauften Spiele lebten von einer berauschenden Atmosphäre und intensiven Interkation zwischen den Fanlagern.

„Es war ein fantastisches Wochenende. Alle Spiele hatten eine sehr hohe Qualität, von daher waren es wirklich ansprechende und absolut sehenswerte Begegnungen. Das war definitiv Werbung für Basketball und unsere Liga.“ so das Fazit von Jan Pommer zum TOP FOUR Wochenende. „Die Stimmung war auch in diesem Jahr eine ganz besondere. Ich finde es fantastisch, wie die verschiedenen Fangruppen interagieren und miteinander Spaß haben. Das findet man so bei keinem anderen Event vor. Und es war diesmal, in dieser großartigen Arena in Ulm, eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.“ fügte der Geschäftsführer der Liga hinzu.

Die Finalpaarung Berlin gegen Ulm stellte zugleich das Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften an diesem Wochenende dar. Der amtierende Pokalsieger bewies, dass man trotz der neu formierten Mannschaft in allen Wettbewerben oben mitspielen kann.

„Berlin ist ein absolut verdienter Pokalsieger. Die Mannschaft hat sich diesen Pokalsieg erspielt und erarbeitet, denn sie hat zweimal wirklich hervorragend gespielt.“ so Pommer.

Für ratiopharm ulm wiederholt sich das Finale aus dem Vorjahr in Berlin, als man auch dort gegen die Albatrosse im entscheidenden Spiel unterlag.

„Genauso, wie ich mich mit ALBA BERLIN freue, kann ich auch mit ratiopharm ulm solidarisch sein. Vor eigenem Publikum zu verlieren, schmerzt natürlich sehr. Ich wünsche Ulm daher von ganzem Herzen, dass der Pokalsieg bald einmal gelingen mag.“ Eine Sympathie, die alle Anwesenden aufgrund dieser unvergesslichen zwei Tage teilen werden.

Für beide Mannschaften geht es nach diesem Finale nun in der Liga um den Einzug und die beste Platzierung im Hinblick auf die Playoffs. Spielen sie allerdings so wie an diesem Wochenende, dann lässt der nächste Erfolg nicht lange auf sich warten.

Beim Pokalsieger punkteten fünf Spieler zweistellig, angeführt von Cliff Hammonds (19). Wieder ein mal führend in fast allen Bereichen war Reggie Redding mit 13 Punkten, sieben Rebounds und sieben Assists. Auf Seiten ratiopharm ulm stach vor allem Kapitän Per Günther mit 25 Punkten und sieben Assists heraus. 


Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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