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95:81 – Überragende Offensivleistung beschert Berlin den Ausgleich

95:81 – Überragende Offensivleistung beschert Berlin den Ausgleich

ALBA BERLIN ist in der Final-Serie um die Deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern München gleichgezogen. Die Hauptstädter demonstrierten in Spiel zwei über 40 Minuten hochklassigen Team-Basketball und sicherten sich letztlich einen ungefährdeten 95:81-Sieg. Spiel drei der Serie findet am kommenden Sonntag (17 Uhr) wieder in München statt. SPORT1 zeigt das Spiel live!

Von: Joshua Wiedmann

ALBA BERLIN – FC Bayern München 95:81 (Boxscore)

ALBA BERLIN gleicht die Final-Serie gegen den FC Bayern München auf beeindruckende Art und Weise aus. Mit einer über 40 Minuten hochklassigen Leistung – vor allem im Angriff – zogen die „Albatrosse“ den Bayern den Zahn. Die Münchener wiederum konnten ihre starke Hälfte aus Halbzeit eins nicht konservieren und brachten sich vor allem mit 19 Ballverlusten um eine Siegchance.

Der Start gehörte zwei Big Men – nämlich Leon Radosevic und Yassin Idbihi. Während Radosevic die ersten ALBA-Zähler erzielte, punktete Münchens Center am Korb und aus der Halbdistanz (3:4). Als sich dann Jan Jagla für ALBA am „Schlagabtausch der Großen“ beteiligte und fünf Zähler in Folge erzielte, nahm Berlin (5/7 Würfe zu Spielbeginn) langsam Fahrt auf (8:6). Aber auch München (5/5) traf in der Anfangsphase nahezu alles. Vor allem Bryce Taylor war mit zwei schwierigen Dreiern (und insgesamt 8 Zählern im ersten Viertel) daran beteiligt, dass München auf Augenhöhe mit den „Albatrossen“ blieb. Als John Bryant in der achten Minute nach einem Offensivrebound das 18:20 markierte, bedeutete das bereits den neunten Führungswechsel des Spiels. Das Momentum schwappte aber sofort wieder auf ALBA-Seite über: Levon Kendall machte mit einer spektakulären Korbattacke einen 8:2-Lauf der Gastgeber zum 26:22 perfekt. Weil Deon Thompson aber der letzte Treffer des Viertels gebührte, ging München nur mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Und mit allerhöchstem Tempo ging es auch im zweiten Spielabschnitt weiter. Oft schalteten beide Teams sogar nach gegnerischem Korberfolg sofort in den „Attacke-Modus“ – und trafen dabei weiter mit unglaublicher Präzision! Neun schnelle Punkte durch Heiko Schaffartzik, dem die Pfiffe des Berliner Publikums nichts anzuhaben schienen, beantwortete Berlin mit vier Korberfolgen nacheinander und blieb so leicht im Vorteil (37:33). Erst Mitte des zweiten Viertels gingen Tempo und Trefferquoten allmählich auf Normalniveau zurück; am Kräfteverhältnis änderte sich aber nichts: Berlin blieb – vor allem dank großer Präsenz am Brett und starken Teamplays – in Front (45:41). Zwei ALBA-Treffer in Folge sicherten den Hausherren dann die bis dato höchste Führung des Spiels (52:44). Malcolm Delaney sorgte mit fünf Freiwürfen in Folge dafür, dass der Berliner Vorsprung zur Halbzeit aber nur fünf Zähler betrug. Extrem hohe Feldwurfquoten (Berlin: 62 Prozent; München: 66 Prozent) waren die Grundlage für insgesamt 103 Punkte bis zur Halbzeit.     

Und Berlin blieb auch nach dem Seitenwechsel tonangebend. Weil Bryce Taylor aber in kritischen Situationen mehrfach wiederholt Körbe für München erzielte, blieben die Gäste den Hauptstädtern auf den Fersen. Vier Punkte durch MVP Malcolm Delaney beantwortete Berlins Scharfschütze Vojdan Stojanovski mit zwei Distanztreffern zur erneuten 8-Punkte-Führung (67:59). Und als Stojanovski noch einen Korbleger nachlegte, war der ALBA-Vorsprung erstmals zweistellig. München tat sich gegen eine giftige Berliner Defense in dieser Phase schwer, konstant zu treffen und schnitt sich mit Ballverlusten immer wieder ins eigene Fleisch. Spektakulär ging es dann in die erste Viertelpause: Erst traf Sven Schultze (kalt von der Bank kommend) den Dreier zum 72:60 für Berlin; dann beförderte Delaney kurz vor der Viertelsirene einen schwierigen Dreier zum Anschluss durch die Reuse.

Berlin agierte aber auch zu Beginn des Schlussviertels mit einer Konstanz und Konzentration, der München nur bedingt etwas entgegenzusetzen hatte. Vor allem John Bryant fiel in dieser Phase mit unglücklichen Aktionen auf: Der zweifache MVP biss sich nicht nur die Zähne an der ALBA-Defense aus, sondern brachte sein Team mit Turnovers mehrfach in Bedrängnis. Nach einem Ballverlust Bryants netzte Reggie Redding unbedrängt einen Dreier zum 82:67 ein. Dass die Bayern sich in dieser Phase nicht vollständig abhängen ließen, hatten sie vor allem Malcolm Delaney (insgesamt 24 Punkte) zu verdanken: Mit acht Punkten im Schlussviertel sorgte der Bayern-Aufbau dafür, dass sich die Differenz stetig um die 10-Punkte-Marke bewegte. Allerdings vermochten es die Bayern eben auch nicht, den Rückstand zu verringern: Immer, wenn München einen Treffer landete, ließ die Berliner Antwort nicht lange auf sich warten. Als Stojanovski eine Minute vor Schluss zwei Freiwürfe zum 93:80 einnetzte, war die Begegnung endgültig entschieden.

ALBA demonstrierte eine geschlossene Mannschaftsleistung, die sich an einer 55-prozentigen Wurfquote und 20 Assists ablesen lässt. Die Bayern trafen insgesamt sogar noch hochprozentiger (60 Prozent), verließen sich dabei aber oft auf Einzelaktionen von Delaney oder Bryce Taylor (16 Punkte). Doppelt bitter für die Gäste: Letzterer musste in der Schlussphase angeschlagen vom Feld.

Playoffstand: 1:1

Spiel drei der Final-Serie steigt am kommenden Sonntag in München. SPORT1 überträgt ab 16.55 Uhr live!



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