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BIG - Basketball in Deutschland
ALLSTAR Jared Jordan im BIG-Interview:

ALLSTAR Jared Jordan im BIG-Interview: "Ich glaube nicht, dass wir wieder so hoch gewinnen - die...

Jared Jordan führt in diesem Jahr das Team International an. Bonns Point Guard lag mit 8,29 Prozent der Stimmen erstmals ganz vorn. Im BIG-Interview spricht er über das Duell mit den deutschen Profis, seine Bonner Team-Kollegen und die Verabschiedung seines Freundes Chris Ensminger.

Jared Jordan, im letzten Jahr schlugen Sie das Team National mit 18 Punkten. Wie hoch fällt der Sieg in diesem Jahr aus?

(lacht) Ich glaube nicht, dass wir das Team National dieses Jahr wieder so hoch schlagen werden. Es wird ein komplett anderes Spiel werden. Im letzten Jahr ging es von Anfang an sehr ernst zur Sache. Am Ende ist das Team National ja auch wieder ein bisschen rangekommen.

Sie glauben also, dass der Modus nach wie vor der richtige ist? Immerhin sind die besten Spieler der Liga fast ausnahmslos keine deutschen Spieler!

Ich finde den aktuellen Modus gut. Er macht aus dem Allstar-Spiel auch ein viel interessanteres Match, da der Wettbewerb im Vordergrund steht und die deutschen Spieler wollen etwas beweisen, zeigen, dass sie das Team International schlagen können.

Ist die Qualität der deutschen Spieler in der BBL in den letzten Jahren gestiegen?

Die 6+6-Ausländerregelung hat den deutschen Spielern geholfen, sich zu entwickeln. Sie haben dadurch mehr Spielzeit bekommen und Erfahrung gesammelt. Beim Allstar-Game haben sie jetzt auch noch Anton Gavel auf ihrer Seite. Das wird ihnen helfen.

Im letzten Jahr liefen Sie noch mit Gavel zusammen im Team International auf, für welches Sie jetzt starten, weil Sie von den Fans die meisten Stimmen bekommen haben. Eine besondere Ehre?

Ja, zu 100 Prozent. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel mir das bedeutet. Ich freue mich einfach, dass die Fans respektieren, was ich auf dem Feld tue. Es ist ja mein Job, gut Basketball zu spielen und meinem Team zu helfen, Spiele zu gewinnen. Wenn sie mir also die meisten Stimmen geben, scheine ich meinen Job nicht so schlecht zu machen. Dass ich das Team International auch noch hier, vor meinen heimischen Fans in Bonn, vertreten darf, macht die Sache für mich natürlich noch ein bisschen spezieller. Das Spiel wird ein großer Spaß!

Neben Ihnen werden mit Benas Veikalas und Tony Gaffney noch zwei weitere Spieler der Telekom Baskets Bonn in der Startformation stehen. Ein Zeichen für Ihre starke Saison als Team?

In meinem ersten Jahr in Bonn sind mit Bryce Taylor, Chris Ensminger und Tim Ohlbrecht auch drei Spieler ins Allstar-Game gewählt worden, auch wenn Timmy wegen einer Krankheit am Ende nicht gespielt hat. Aber diese Wahl zeigt, wie damals, dass unsere Fans uns einfach unbedingt beim Allstar-Game sehen wollen.

Sie haben das Allstar-Game 2010 in Bonn angesprochen. Damals wurde Ihr guter Freund Chris Ensminger vor heimischem Publikum zum besten Spieler gewählt. Nach seinem Karriereende trainiert er nun den Zweiligisten aus Gotha, wird beim Allstar-Spiel jedoch anwesend sein und geehrt werden. Die richtige Zeit für Sie, um vor den Augen Ihres guten Freundes im Telekom Dome nun selbst zum MVP zu werden.

(lacht) Ich bezweifle, dass ich der MVP des Allstar-Games werde. Dafür score ich für gewöhnlich zu wenig. Ich mache mir darüber auch keine Gedanken und hoffe einfach, dass es ein gutes Spiel wird. Dass Chris geehrt wird, ist natürlich eine coole Sache. Ich habe drei Jahre lang mit ihm zusammengespielt und wir sind in dieser Zeit wirklich sehr gute Freunde geworden. Auch wenn er jetzt nicht mehr hier, sondern in Gotha ist, habe ich noch immer mindestens einmal in der Woche Kontakt zu ihm. Ich schaue mir an, wie er sich in Gotha schlägt, und telefoniere fast nach jedem Spiel mit ihm. Deswegen gönne ich ihm diese Ehrung natürlich von ganzem Herzen. Er war so lange ein guter Spieler in dieser Liga und hat sich diese letzte Ehrung wirklich zu 100 Prozent verdient. Es wird emotional und ich freue mich sehr darauf.

Wenn Sie nicht planen, MVP zu werden, dann haben Sie sich doch mit Sicherheit schon ein paar besondere Aktionen überlegt. Schließlich haben Sie mit Tony Gaffney Ihren Alley-oop-Partner auf jeden Fall schon mal an Ihrer Seite. Per Günther und John Bryant haben ja im letzten Jahr einen irren Partner-Dunk abgezogen.

Das war natürlich witzig! Aber wir haben uns da noch nichts Besonderes einfallen lassen.

Sie könnten sich für Chris Ensminger auswechseln lassen!

(lacht) Das wäre schon cool! Aber ich weiß nicht, ob er sich darauf einlassen würde. In jedem Fall wird es ein spezieller Tag für ihn werden!

Neben dem Allstar-Game finden beim Beko BBL Allstar-Day auch noch der Slam-Dunk-Contest und der Dreipunktewettbewerb statt. Beides sind nicht unbedingt Wettbewerbe, in denen Sie glänzen könnten. Bei einer Skills-Challenge wären Sie aber wahrscheinlich ein Top-Kandidat für den Sieg, da dort die Schnelligkeit und die Passfähigkeiten entscheidend sind. Sollte die Liga einen solchen Wettbewerb einführen?

Darüber habe ich noch nie nachgedacht, wenn ich ehrlich bin. Aber man könnte das schon mal ausprobieren. Es würde bestimmt Spaß machen, und ich würde auch gerne daran teilnehmen, wenn die Liga mich fragen würde. Aber den Leuten gefällt der Allstar-Day auch so sehr gut. Für mich wird der Slam-Dunk-Contest ein Highlight, wenn aus unserem Team Tony oder Ryan Brooks dabei sein sollten. Außerdem freue ich mich auf den Dreipunktewettbewerb, bei dem Benas Veikalas auf jeden Fall dabei sein sollte. Dafür wünsche ich den Jungs viel Glück!


Dieser Artikel über Jared Jordan stammt aus der aktuellen Ausgabe der BIG (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

- Michael Stoschek: Der Brose-Boss spricht erstmals in BIG
- Philipp Neumann: Für den Center ist in Bamberg kein Platz mehr
- EWE Baskets Oldenburg: 10 Gründe, warum die Donnervögel Meister werden können
- Vitalis Chikoko: Das nächste Talent aus Trier auf dem Sprung
- Sasa Obradovic: Wie Albas Trainer seine Wutausbrüche kontrollieren will
- Raoul Korner: Braunschweigs Trainer setzt auf Sportpsychologen
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- WM 2014: Deutschlands Chancen auf eine Wildcard
- Allstar-Day: Per Günther und Chris Ensminger
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