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Bamberg – Artland: Dragons als Meisterschreck im Viertelfinale?

Bamberg – Artland: Dragons als Meisterschreck im Viertelfinale?

Titelverteidiger Brose Baskets erwartet bereits im Viertelfinale ein heißer Tanz. Die Artland Dragons ließen im Hauptrunden-Endspurt zwar Federn, spielten in den beiden direkten Duellen aber auf Augenhöhe mit dem Meister. Ein Knackpunkt aus Bamberger Sicht: Der Gesundheitszustand von Jared Jordan, der rechtzeitig zum Aufbau-Showdown gegen David Holston wieder zum Einsatz kommen soll. Bamberg ist favorisiert, aber können die Dragons den Meister trotzdem vom Sockel stoßen?

Von: Joshua Wiedmann

Samstag, 14.15 Uhr: Brose Baskets (2) – Artland Dragons (7)

TV/Livestream: Die erste Partie gibt es als kostenfreien Internet-Stream am Samstag ab 14.10 Uhr auf www.Beko-BBL.de und im Fernsehen ab ca. 14.10 Uhr auf SPORT1!

Aktueller Aggregatzustand:

Vier Siege aus den zurückliegenden fünf Partien inklusive eines 88:68-Erfolgs über Bonn im Hauptrunden-Finale: Die Brose Baskets können positiv in Richtung Playoffs blicken – aber zwei Fragezeichen bleiben. Das eine steht hinter Jared Jordan, der nach seiner Fußverletzung wohl erstmals seit drei Wochen wieder zum Einsatz kommt. Das andere ist die jüngste Ausbeute gegen die Liga-Spitze: Die verlorenen Heimspiele gegen München (75:76) und Oldenburg (75:82) dürften nicht nur dem Trainer-Team nicht geschmeckt haben.

Auf der Gegenseite „stolperten“ die Artland Dragons geradezu in die Endrunde. Drei Niederlagen in Serie gegen die Playoff-Konkurrenten Berlin, Bonn und Ulm sorgten dafür, dass Quakenbrück im April noch vom sicher geglaubten fünften Platz auf Rang sieben durchgereicht wurde. Der jüngste Kantersieg über den MBC (89:69) macht den Dragons vor der Serie gegen den Meister aber ebenso Mut wie die Rückkehr der zeitweise angeschlagenen Brandon Thomas und Guido Grünheid. Der Einsatz von Bastian Doreth (Rückenprobleme) in Spiel eins ist dagegen noch offen.

Rotation Bamberg*:

Point Guard: Jared Jordan, John Goldsberry, Daniel Schmidt

Shooting Guard: Anton Gavel, Jamar Smith, Karsten Tadda

Small Forward: Rakim Sanders, Casey Jacobsen

Power Forward: Sharrod Ford, Elias Harris

Center: D’Or Fischer, Maik Zirbes

*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Rotation Quakenbrück*:

Point Guard: David Holston, Bastian Doreth, Mustafa Abdul-Hamid

Shooting Guard: Antonio Graves, Christian Hoffmann

Small Forward: Brandon Thomas, Chad Topper, Acha Njei

Power Forward: Lawrence Hill, Guido Grünheid

Center: Anthony King, Kenny Frease, Michael Wenzl

*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Duell im Fokus: D’Or Fischer gegen Anthony King

Holston gegen Jordan wird natürlich ein Augenschmaus, aber auch auf der „Fünf“ dürfte es zwischen Fischer und King ordentlich knallen! Beide Center gehören zu den athletischsten ihrer Zunft, besitzen jedoch unterschiedliche Spielanlagen: Während Fischer Bambergs defensiver Sergeant ist und aus der Halbdistanz fast automatisch einnetzt, ist King der vielseitigere Offensiv-Spieler. Kann Artlands 2,06-Meter-Hüne aber auch im Duell mit dem besten Defensiv-Center der Liga zur Geltung kommen? Klar ist jedenfalls: Im Duell dieser beiden Ur-Gewalten werden die Funken nur so sprühen.

X-Faktor gesucht: Antonio Graves

Graves spielt die viertmeisten Minuten im Dragons-Kader, ist aber trotzdem ein „Schattenmann“ – was auch daran liegt, dass sich der 29-Jährige vor allem über seine Defense und sein teamdienliches Auftreten definiert. Wenn sich die Bamberger Verteidigung auf die Dragons-Topscorer King, Holston und Thomas konzentriert, wird Coach Tyron McCoy seinen Shooting Guard aber offensiv umso mehr brauchen. Mit 39 Punkten in den vergangenen beiden Spielen scheint der seinen Rhythmus gerade rechtzeitig gefunden zu haben. Und auch defensiv könnte Graves, den McCoy wohl auf Anton Gavel ansetzen wird, zum Zünglein an der Waage werden.   

Wer soll in der Crunch Time den Ball haben: Anton Gavel und David Holston

Dass Finals-MVP Gavel ein Mann für die großen Momente ist, dürfte in Basketball-Deutschland hinlänglich bekannt sein. Auf der Gegenseite werden die entscheidenden Angriffe über David Holston laufen: Der „Zauberzwerg“ ist aktuell zwar mehr Dirigent denn Punktemaschine – aber solche Qualitäten verlernt man nicht.:

Zahlen, bitte:

Quakenbrück traf in der Hauptrunde die meisten Dreier (9,2 pro Spiel) bei der zweitbesten Wurfquote von „Downtown“ (38,6 Prozent). Können die „Drachen“ auch gegen das Bamberger Bollwerk, das den Distanzwurf neben Oldenburg ligaweit am besten verteidigt (gegnerische Quote: 33,5 %), hochprozentige Würfe generieren?

Die Saison der beiden Klubs:

Bamberg: Wacklig in die Saison gestartet, die (tabellarische) Vormachtstellung an München verloren, nahezu unbemerkt zwei imposante Siegesserien produziert (acht bzw. zehn Erfolge), aber in der Euroleague die Top16-Runde verpasst und auf mehreren Positionen Personal ausgetauscht: Die Brose Baskets sind in dieser Saison nie so recht zur Ruhe gekommen. Aber: Auch in der vergangenen Spielzeit lief nicht alles wie am Schnürchen … und am Saisonende waren es doch wieder die Franken, die feierten.

Quakenbrück: Einen blitzsauberen Saisonstart hingelegt (sieben Siege aus acht Spielen), im Pokal die Qualifikationsrunde erreicht und bis Spieltag Numero 30 auf Heimrecht in den Playoffs gehofft: Die Debüt-Saison von Headcoach Tyron McCoy verlief – abgesehen vom Vorrunden-Aus im Eurocup – lange zufriedenstellend. Dann kamen eine Verletzungswelle und der Einbruch auf der Zielgeraden der Saison. Mit einer beherzten Serie gegen Bamberg könnten die „Drachen“ den späten Aderlass bei ihren Fans wieder vergessen machen.      

Die ewige Bilanz / Duelle in dieser Saison:

Die Annalen verbuchen 22 Bamberger Siege aus 38 Aufeinandertreffen. In den Finals von 2007 besiegte Bamberg Artland mit 3-1. In dieser Saison rang Quakenbrück den Franken einen Erfolg ab:

Hinspiel: 71:68 für Artland

Rückspiel: 78:72 für Bamberg

Was keine Rolle spielen wird:

Durch den Bamberger Basketball fließt viel ehemaliges „Drachen“-Blut: Chris Fleming (1994 – 2008) und sein Assistenz-Coach Arne Woltmann (1997 – 2008) waren als Spieler und Trainer ähnlich lange im Artland tätig wie Neu-Geschäftsführer Marko Beens (2002 – 2011). Und auch Spielmacher John Goldsberry (Saison 2007/2008) hat eine Dragons-Vergangenheit. Im Viertelfinale werden etwaige Sympathien mit dem Artland keine Rolle spielen.

Weise Worte:

„Die Leute, die uns abgeschrieben haben, können sich auf die Playoffs freuen“, sagte Bambergs Headcoach Chris Fleming auf der Pressekonferenz nach dem letzten Hauptrunden-Spiel angriffslustig.

Die Storyline der Serie:

Jared Jordan soll passend zum Duell um den Point-Guard-Olymp mit David Holston wieder fit sein. Doch wie viel kann der „Assist-König“ der Liga dem Meister nach mehrwöchiger Spielpause auf Anhieb geben? Sollte Jordan Anlaufzeit benötigen, steht aber mit Swingman Jamar Smith auch ein Profi bereit, der seit der Pokal-Endrunde immer mehr aufdreht (12,6 PpG).

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