FB Twitter Instagram YouTube Google+
Europapokal-Vorberichte
Bayern empfangen Riesen von Partizan Belgrad / Pesic gegen seinen alten Klub / Gegner durch...

Bayern empfangen Riesen von Partizan Belgrad / Pesic gegen seinen alten Klub / Gegner durch...

Eine Woche nach dem starken 84:66 in Kaunas empfängt der FC Bayern München am Donnerstag im ersten Heimspiel der TOP16 der Turkish Airlines Euroleague den serbischen Meister Partizan Belgrad. Die Belgrader, die mit nur 3:7 Vorrundensiegen als letztes Team gerade noch so in die TOP16 gerutscht sind, zählen wie Zalgiris Kaunas zu den Außenseitern in der Gruppe F. Dennoch erwartet die Bayern ein Duell mit einem sehr talentierten Team, das mit einer Durchschnittsgröße von 2,04 Metern zudem die größte Mannschaft in der TOP16 stellt.

„Partizan Belgrad ist vielleicht nicht die beste Mannschaft Europas, aber sie spielen für mich den besten Teambasketball in Europa“, lobt Svetislav Pesic den Gegner. Insbesondere die Einstellung der Serben beeindruckt Pesic. „Sie gehören zu den wenigen Mannschaften, die immer mit großem Enthusiasmus spielen. Die Spieler sind ungemein stolz und beseelt, für diesen Verein zu spielen.“ Der Bayern-Trainer weiß, wovon er spricht, für ihn ist die Partie auch eine Begegnung mit der Vergangenheit: Svetislav Pesic hat als Spieler schließlich selbst das Trikot des serbischen Traditionsklubs getragen (1967 bis 1971) und war zudem als Trainer beim großen Lokalrivalen Roter Stern Belgrad erfolgreich. „Ihre Spieler sind nie müde, das Wort kennen sie gar nicht, sie sind stattdessen kühn und wagemutig und kämpfen bis zum Ende. Wir müssen eines unserer besten Spiele überhaupt zeigen, um das Level dieser Mannschaft zu erreichen und somit unser Schicksal in den eigenen Händen zu haben.“

TV-Termin:

Paarung: Bayern München – Partizan Belgrad (Do, 9.1., 20.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.00 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage.


Velimir Gasic vertritt erkrankten Headcoach Dusan Vujosevic

Während die Bayern gleich am ersten Spieltag in Kaunas ihren ersten TOP16-Sieg feierten, stieg Partizan vor einer Woche am anderen Ende der Skala in die Runde der besten 16 Teams ein. Vor der imposanten Kulisse von über 21.000 Zuschauern unterlag Partizan in Belgrad dem in dieser Saison ungeschlagenen Real Madrid 64:80. Dabei lagen die Madrilenen über die kompletten 40 Minuten immer mit sechs bis acht Punkten in Führung, um in der Schlussphase endgültig davonzuziehen. Partizan musste sich damit trösten, dem letztlich in allen Belangen überlegenen Favoriten wenigstens 35 Minuten lang einen großen Kampf geliefert zu haben.

Topscorer war US-Forward Tarence Kinsey mit 17 Punkten. Der französische Center Joffrey Lauvergne, mit seinen 22 Jahren wie sein Teamkollege Dejan Musli eines der größten Centertalente Europas, stemmte sich mit 13 Punkten und 13 Rebounds gegen die Niederlage. Nicht dabei war bei diesem Spiel Headcoach Dusan Vujosevic, der mit Nierenproblemen in einem Belgrader Krankenhaus liegt und sich auch in München von Assistenztrainer Velimir Gasic vertreten lassen muss. Eine große Umstellung bedeutet das für die Spieler nicht, denn der 47-jährige ist ein sehr erfahrener Trainer, der auch schon viele Stationen als Headcoach hinter sich hat.

Der Ausfall des Cheftrainers ist nicht das einzige Handicap des serbischen Meisters, der im Sommer mit dem Letten Davis Bertans und im November mit dem Franzosen Leo Westermann zwei Starter mit Kreuzbandrissen verloren hat. Vor allem der Ausfall des französischen Spielmachers zwingt Partizan zum Improvisieren. Die Shooting Guards Bogdan Bogdanovic und Dragan Milosavljevic müssen jetzt die Führung im Team übernehmen, was vor allem der 21-jährige Nationalspieler Bogdanovic bisher recht gut löst.

Seit der nachträglichen Verpflichtung von Milenko Tepic agiert Partizan mit dem größten Spielmachertrio der Euroleague und auch auf den anderen Positionen müssen sich die Bayern mit Ausnahme von Robin Benzing auf durchweg größere Gegenspieler einstellen. Diese Größenvorteile zahlen sich vor allem auf den großen Positionen aus, wo Joffrey Lauvergne auch am Montag in der Adria-Liga beim 81:76 über Mega Vizura in Smederevo oft leichtes Spiel hatte:

Erfolgreichste Korbjäger waren aber auch bei diesem vierten Sieg in Folge, der dem Tabellenzweiten der Adria-Liga leichter fiel als das knappe Resultat vermuten lässt, wieder Milosavljevic (22 Punkte, 4 Assists), Bogdanovic (19 Punkte, 7 Assists) und Kinsey (11 Punkte, 10 Rebounds). Einzig, dass die Partizan-Spieler immer wieder glaubten, sich schon für das Bayern-Spiel schonen zu können, erzürnte den vertretenden Headcoach Velimir Gasic. 

Partizan Belgrad im Stenogramm

Guards: Bogdan Bogdanovic (21, 197, 14 ppg, 44% Dreier, 3 apg, 2 spg), Milenko Tepic (26, 202), Boris Dallo (19, 193, FRA).

Forwards: Dragan Milosavljevic (24, 198, 14 ppg), Tarence Kinsey (29, 200, USA, 13 ppg, 2 spg, bester Balldieb der Adria-Liga), Mihajlo Andric (19, 200), Nemanja Bezbradica (20, 204). 

Center: Joffrey Lauvergne (22, 211, FRA, 11 ppg, mit 10 rpg bester Rebounder der Euroleague), Dejan Musli (22, 213), Djordje Gagic (23, 210), Nikola Milutinov (19, 210), Djoko Salic (18, 210).

Headcoach: Velimir Gasic (47, BiH, Ass.Coach, vertritt den erkrankten Dusan Vujosevic)

Die Wechselbörse 2017/18

Immer auf dem aktuellen Stand!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport