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BIG - Basketball in Deutschland
Bayerns Big Men stark / Reddings Zauberwurf / Meister gewinnt beim Vize

Bayerns Big Men stark / Reddings Zauberwurf / Meister gewinnt beim Vize

Der Meister aus Bamberg siegt beim Vize-Meister - trotz großem Auftritt von Philipp Neumann. ALBA BERLIN ringt Bonn in letzter Sekunde nieder und der FC Bayern spielt über groß im Sieg gegen die Artland Dragons - Die Qualifikationsspiele für das TOP FOUR in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

EWE Baskets Oldenburg - Brose Baskets 83:90

ALBA BERLIN - Telekom Baskets Bonn 88:87

FC Bayern München - Artland Dragons 76:61

Von: Robert Jerzy

EWE Baskets Oldenburg - Brose Baskets 83:89 (Boxscore)

Die Brose Baskets kamen mit dem festen Willen in die EWE Arena, das Spiel vom Beginn an durch ihre Größenvorteile zu beherrschen und fütterten Center Maik Zirbes im ersten Viertel mit vielen Bällen. Dass Bamberg diese Stärke besitzt zeigt auch die Ausleihe von Philipp Neumann, der just im Dezember nach Oldenburg ging, um dem Vize-Meister unter den Körben zu helfen. Beginnend auf der Bank, konnte Neumann seinem früheren Teamkollegen Zirbes allerdings nur dabei zuschauen, wie dieser die ersten sechs Punkte des Meisters erzielte und aufgrund schwacher Oldenburger Ausbeute aus dem Feld eine frühe Führung konstant aufbaute.

Head Coach Sebastian Machowski reagierte auf die Dominanz des Gasts dann jedoch recht schnell und brachte Neumann, der - wie sein Pendant auf der Gegenseite - sofort begann, in der Zone zu arbeiten. Neumann glich die ungewöhnlich schwache Trefferquote der EWE Baskets aus der Distanz mit starkem Inside-Spiel aus.

Die erste Halbzeit wurde somit ein Duell von Maik Zirbes und Philipp Neumann, die jeweils acht bzw. neun Punkte in den ersten 20 Minuten erzielten. Im Gegensatz zu Neumanns One-Man-Show hatte Bamberg durch eine exzellente Produktion der Bankspieler stets eine Antwort auf die aggressiven Angriffe des Gastgebers, den Rückstand aufzuholen. In der ersten Halbzeit trafen die Borse Baskets teilweise über 80% ihrer Versuche aus dem Feld und gingen mit einer 9-Punkteführung in die Pause.

Machowski startete zu Beginn des dritten Viertels mit Neumann, der seine Leistung aus der ersten Halbzeit fortführte. Auch wenn Julius Jenkins und Rickey Paulding ihre Versuche aus der Distanz ab und an versenken konnten, so war die offensive Produktion der Bamberger zu stark, um den Rückstand aufzuholen. Sechs Spieler punkteten zweistellig, angeführt von D’Or Fischer, der am heutigen Abend alle seiner neun Versuche aus dem Feld versenkte und mit 19 Punkten Top-Scorer seines Teams war. Die Diskrepanz in der Feldwurfquote (72% gegenüber 47% der EWE Baskets) war der ausschlaggebende Faktor für den Triumph des Meisters, der zwar mehr Ballverluste produzierte und 13 Offensiv-Rebounds erlaubte, Oldenburgs Stärke aus der Distanz allerdings komplett abstellte (7/21 von jenseits der Dreierlinie).


ALBA BERLIN - Telekom Baskets Bonn 88:87 (Boxscore)

Die Telekom Baskets Bonn sind eines der stärksten Auswärtsteams der Saison. Nicht überraschend war somit der furiose Beginn der Gasts mit ihren All Stars Tony Gaffney und Jared Jordan. ALBA Berlin Head Coach Sasa Obradovic stellte seine Startformation erneut um, was der Mannschaft anfänglich Probleme bereitete, speziell gegen Gaffney.

Der Amerikaner dominierte den Gastgeber von Beginn an und feuerte sein gesamtes Offensiv-Arsenal ab. Nach und nach kam Berlin dank Jan Jagla jedoch zurück in die Partie und startete mit der Einwechslung der Edel-Reservisten Reggie Redding und Vojdan Stojanovski einen 14-5 Lauf im ersten Viertel. Ab diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass ALBA nun den Fokus gefunden habe, der dieser rekordverdächtigen Siegesserie zu Grunde liegt.

Sechs Punkte am Stück von Gaffney zu Beginn des zweiten Abschnitts und ein 11-0 Lauf der Bonner konterte die zeitweilige Führung der Berliner jedoch und zwang diese in neun Ballverluste in den ersten 20 Minuten. ALBA BERLIN fand kein Rezept für Tony Gaffney, der aus allen Lagen traf und aufgrund seiner Dominanz Räume für seine Mitspieler eröffnete, vor allem aus der Distanz.

Obradovic begann die zweite Halbzeit dann mit Stojanovski, der hervorragend mit Jagla harmonierte und Berlin zu Beginn des dritten Viertels wieder in Führung spielte. Beide „Albatrosse“ waren bis dahin die einzigen zweistelligen Scorer. Nach 20 Punkten in Halbzeit Eins ließ man gegen Gaffney im dritten Viertel nur zwei Punkte zu.

Die Tiefe des Berliner Kaders war dann im letzten Abschnitt der entscheidende Faktor, welcher Obradovic erlaubte, oft zu wechseln und Bonn mit frischen Beinen kontinuierlich unter Druck zu setzen. Als Berlin kurz vor Schluss dann die Führung dank King und Radosevic erspielte, schien die Entscheidung da zu sein. In den letzten Angriffen kämpfte sich Bonn jedoch wieder heran, erspielte zusätzliche Ballbesitze und ging durch einen Dreier von Benas Veikalas 19 Sekunden vor dem Ende in Führung. Die Luft schien aus der Halle zu weichen angesichts der Führung von zwei Punkten für Bonn. Nach zwei vergebenen Freiwürfen von Leon Radosevic (die den Ausgleich erbracht hätten), schnappte sich Reggie Redding den Offensiv-Rebound und traf den Dreier aus der Ecke zum 88:87 kurz vor Schluss. Bonns Schwächen im Rebound wurden in diesem Moment sehr deutlich.

Der Titelverteidiger reist nach diesem knappen Sieg nach Ulm um den Pokal zu verteidigen.


FC Bayern München - Artland Dragons 76:61 (Boxscore)

Wenn beide Mannschaften lediglich rund 25% aus der Distanz treffen, fast identische Freiwurf-Bilanzen aufweisen und ein Team dann mit 15 Punkten triumphiert, dann ist die Quote aus der Mittel- und Nahdistanz der ausschlaggebende Faktor für den Sieg.

Die Artland Dragons fanden zu keiner Zeit der Partie ein Rezept für die beiden Big Men der Bayern, Deon Thompson und John Bryant (jeweils 18 Punkte). Die Dominanz auf den großen Positionen erlaubte den Hausherren viele Offensiv Rebounds und somit zweite Chancen, ausschlaggebend für eine Führung von ungefähr zehn Punkten fast über die gesamte Partie hinweg.

Quakenbrücks Wurfpech aus der Distanz war das entscheidende Manko, traf man in Halbzeit Eins lediglich einen Dreier bei 14 Versuchen. Zwar holte Artland zu Beginn des dritten Viertels auf dem Rücken von David Holston (10 Punkte allein im dritten Abschnitt) zu einem Lauf aus, der bei 43:44 sogar die kurzfristige Führung erbrachte, die Rückkehr Münchens zum Big Men Spiel über Thompson und Bryant erstickte alle Hoffnungen der Gäste jedoch im Keim. Bayern verteilte 24 Assists über die gesamte Partie hinweg und setzte die Großen immer wieder in Szene, was eine sehr effiziente Ausbeute aus der Nah- und Mitteldistanz erwirtschaftete - der Faktor für den Einzug der Bayern in das TOP FOUR.


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