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Beko BBL-Schiedsgericht bestätigt die Entscheidung des Spielleiters

Beko BBL-Schiedsgericht bestätigt die Entscheidung des Spielleiters

„Keine Tatsachenentscheidung, sondern Regelverstoß der Schiedsrichter“: Im konkreten Fall wurde eine richtige Entscheidung korrigiert – was jedoch nach den Offiziellen Basketball-Regeln des Weltverbandes FIBA nicht möglich ist

Das Schiedsgericht der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) unter dem Vorsitz von Wolfgang Schreier hat am gestrigen Abend die Entscheidung des Beko BBL-Spielleiters Dirk Horstmann hinsichtlich der Neu-Ansetzung der Partie zwischen den MHP RIESEN Ludwigsburg und dem FC Bayern München bestätigt. Somit kommt das von der Beko BBL neu terminierte Spiel wie vorgesehen am heutigen Tag um 19.30 Uhr in der Ludwigsburger MHP Arena zur Austragung. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist endgültig.

Als Begründung nannte der Schiedsgerichtsvorsitzende, dass gemäß Artikel 44 der Offiziellen Basketball-Regeln des Weltverbandes FIBA ein „Regelverstoß der Schiedsrichter“ vorgelegen habe – dies habe auch der Beko BBL-Spielleiter in seiner Urteilsbegründung aufgeführt. Der erwähnte Artikel 44 sieht vor, dass die Schiedsrichter in vier genau beschriebenen Situationen eine Änderung der Entscheidung vornehmen können – unter anderem, wenn ein falscher Spieler einen Freiwurf oder mehrere Freiwürfe ausgeführt hat und dieses von den Schiedsrichtern festgestellt wurde. Im konkreten Fall lag aber kein Fehler vor, weil der richtige Spieler, der gefoulte Akteur Michael Stockton, den ersten Freiwurf ausgeführt hat. Die Aberkennung des ersten Freiwurfs und die Nicht-Gewährung des zweiten Freiwurfs durch die Unparteiischen sind somit keine „Tatsachenentscheidungen, sondern ein Regelverstoß“.

Am gestrigen Abend hatte der FC Bayern München Berufung beim Beko BBL-Spielleiter gegen die erstinstanzliche Entscheidung eingelegt. Zudem hatte der Klub einstweiligen Rechtsschutz beantragt. Nachdem der Beko BBL-Spielleiter Dirk Horstmann der Berufung nicht abgeholfen hatte, hatte sich das Schiedsgericht am gestrigen Abend in der Zusammensetzung Wolfgang Schreier, Wolfgang Pertek und Georg Schmidt mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.

Die Beko BBL hat zudem verfügt, dass sie die Reisekosten der Münchner sowie die Kosten der Schiedsrichter übernimmt. Zudem werde der FC Bayern München zur Hälfte an den erzielten Überschüssen der Veranstaltung beteiligt.

Am vergangenen Montagabend hatte Beko BBL-Spielleiter Dirk Horstmann den Protest der MHP RIESEN Ludwigsburg als begründet erachtet, weil den Schiedsrichtern eineinhalb Minuten vor dem Spielende ein „Fehler“ unterlaufen sei, der Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf gehabt habe. „Die Aberkennung des ersten verwandelten Freiwurfs von Michael Stockton sowie die Nicht-Gewährung des zweiten Freiwurfs durch denselben Spieler war ein Regelverstoß“, so der Beko BBL-Spielleiter weiter. Dieser Regelverstoß hat nach Auffassung der Spielleitung den Ausgang des Spiels auch wesentlich beeinflusst. „Bei einer Restspielzeit von 1:29 Minuten hat die Differenz beim Spielstand einen erheblichen Einfluss auf die Spielweise in der verbleibenden Spielzeit. Es ist wesentlich, ob die Ludwigsburger mit einem möglichen Gleichstand oder einem Ergebnisrückstand von zwei Korbpunkten das Spiel fortsetzen.

Ausgangspunkt des Protestes war eine Foulentscheidung in der 9. Spielminute der vierten Spielperiode gegen den Spieler des FC Bayern München, Bryce Taylor. Dieser hatte den Spieler der MHP RIESEN Ludwigsburg, Michael Stockton, gefoult. Da der FC Bayern München die Teamfoul-Grenze bereits überschritten hatte, trat der Spieler Stockton an die Freiwurflinie und verwandelte den ersten Freiwurf. Nach einer Unterbrechung und anschließender Beratung entschieden die Schiedsrichter jedoch, dass Stockton der falsche Spieler zur Ausführung der Freiwürfe gewesen sei. Sie annullierten den getroffenen ersten Freiwurf und entschieden auf Ballbesitz FC Bayern München.

Foto: Johannes Roth

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