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Berlin - Ulm: Die erneute Neuauflage des Pokalfinales

Berlin - Ulm: Die erneute Neuauflage des Pokalfinales

„Man sieht sich immer zweimal im Leben“ – könnte das Motto der Ulmer in der Playoff-Serie gegen ALBA BERLIN sein. Wenngleich der Pokalfinalist des Jahres 2014 laut Per Günther „als Underdog“ in das Duell geht, so sinnt Ulm auf Revanche gegen die Hauptstädter im Duell des Dritten gegen den Sechsten.

Von: Robert Jerzy

Samstag, 19.30 Uhr: ALBA BERLIN (3) – ratiopharm ulm (6)

Aktueller Aggregatzustand:

Mit zehn Siegen aus den zurückliegenden zehn Partien ist ALBA BERLIN das „heißeste“ Team der Stunde. Seit dem Pokaltriumph in Ulm haben die „Albatrosse“ nicht mehr verloren. Sorge macht trotz allem der Ausfall von Center Leon Radosevic fürs erste Spiel. In München hatte Berlin Schwierigkeiten, ohne den „Mann in der Mitte“ ein Inside-Game aufzuziehen.

ratiopharm ulm beendete die Saison zwar mit zwei Siegen und einem späten Sprung auf Platz sechs der Tabelle. Dennoch spiegelt die Bilanz von nur fünf Siegen aus den vergangenen zehn Begegnungen die Achterbahnfahrt der Ulmer wider.

Rotation Berlin:

Point Guard: Clifford Hammonds, Ismet Akpinar

Shooting Guard: David Logan, Akeem Vargas, Vojdan Stojanovski

Small Forward: Alex King, Reggie Redding

Power Forward: Levon Kendall, Jan-Hendrik Jagla, Sven Schultze

Center: Leon Radosevic, Jonas Wohlfarth-Bottermann

Rotation Ulm*:

Point Guard: Per Günther, Edgar Sosa, Till-Joscha Jönke

Shooting Guard: Cameron Long, Philipp Schwethelm

Small Forward: Will Clyburn, Adam Hess, Ian Hummer

Power Forward: Daniel Theis, Keaton Nankivil

Center: Trent Plaisted, Matt Howard, Jonathan Maier

*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Duell im Fokus: Per Günther gegen Clifford Hammonds

Das Duell der Regisseure auf der Aufbauposition diktiert viele Facetten dieser Serie. Beide Spielmacher kontrollieren das Tempo und sind die offensive Schaltstelle ihrer Teams. Während Günther statistisch auffälliger ist, verkörpert Hammonds die Seele und Identität des Berliner Spiels: intensive Defense und minutiöses Dirigieren in der Offense sind die Hammond’schen Markenzeichen. Sollte der „Best Defensive Player“ der regulären Saison in der Lage sein, sein Ulmer Pendant zu kontrollieren, wäre dies die halbe Miete für ALBA BERLIN.

X-Faktor gesucht: Die modernen Big Men

Sowohl ALBA BERLIN als auch ratiopharm ulm spielen mit Vierern, die vom Parkplatz aus treffen. Während Daniel Theis nach dem Weggang von John Bryant von Anfang an in der Planung von Thorsten Leibenath eine größere Rolle spielte, erarbeitete sich der gebürtige Berliner Jan-Hendrik Jagla über die Saison hinweg seine ansteigende Spielzeit. Pünktlich zu den Playoffs ist Jagla zu einem wichtigen Element im Spiel der Berliner geworden und in der Lage, Partien von außen zu entscheiden. Beide Spieler symbolisieren den modernen Power Forward (Stretch Four), was mehr Raum in der Mitte für die Mitspieler eröffnet, da beide zu jeder Zeit von außen einnetzen können. Hier ein paar Highlights vom besten Nachwuchsspieler dieser Saison:

Wer soll in der Crunchtime den Ball haben: Edgar Sosa und Reggie Redding

Ulms Identität ist der Distanzwurf, nebenbei auch Katalysator der zweitbesten Offensive der Beko BBL. Edgar Sosa verwandelte in der Saison knapp 41 Prozent seiner Versuche von weit draußen und besitzt die nötige Kaltschnäuzigkeit, nicht nur heiß zu laufen, sondern auch in der entscheidenden Phase den Ball zu versenken – egal, von welcher Position.

Reggie Redding hingegen ist das „Schweizer Taschenmesser“ für Berlin (12,4 PpG, 4,3 RpG, 3,4 ApG). Der Zweitplatzierte bei der Wahl zum MVP agiert quasi als Backup-Aufbau Berlins und ist zu jeder Zeit in der Lage, sich seinen eigenen Wurf zu kreieren. Und er ist erwiesenermaßen Crunchtime-tauglich – was der Gamewinner im Qualifikationsspiel für das Beko BBL TOP FOUR gegen Bonn zeigte:

Zahlen, bitte:

Das Duell Berlin gegen Ulm ist ein statistischer Hochkaräter:

Defense (Nummer 1) vs. Offense (Nummer 2)

Effizienz: Berlin (Platz 3) - Ulm (Platz 4)

Rebounds: Berlin (Platz 5) - Ulm (Platz 3)

Während die Ulmer in der Kategorie Assists auf Platz fünf rangieren, befinden sich die „Albatrosse“ auf selbigem Platz bei den Steals.

Die Saison der beiden Klubs:

ALBA BERLIN: Die „Albatrosse“ sind neben Ludwigsburg das Überraschungsteam der Hauptrunde. Trotz eines runderneuerten Kaders ist es Headcoach Sasa Obradovic gelungen, in kurzer Zeit seinen Schützlingen seine Philosophie einzuimpfen. Spieler und Trainer harmonieren – was sich unter anderem daran zeigt, dass die sonst so ALBA-typische Schwächephase im Winter ausblieb. Nach dem erneuten Gewinn des Pokaltitels (in Ulm, gegen Ulm) muss man die Berliner auf dem Zettel haben, wenn es um die Frage nach den Meisterschafts-Kandidaten geht.

ratiopharm ulm: Die Ulmer haben eine Achterbahnfahrt absolviert. Geschwächt durch den Abgang von John Bryant nach München im Sommer vergangenen Jahres musste Chef-Stratege Thorsten Leibenath der Mannschaft eine veränderte Spielweise verpassen, um das Loch in der Mitte zu kompensieren. Daher wirkte Ulm in dieser Saison stellenweise unschlagbar, ließ dann jedoch wieder unnötige Niederlagen folgen.

Die ewige Bilanz / Duelle in dieser Saison:

Hinspiel: 102:74 für Berlin

Rückspiel: 92:87 für Berlin

Pokal: 86:80 für Berlin

Was keine Rolle spielen wird:

Das erste Spiel ist in der Max-Schmeling-Halle: ALBA BERLIN kehrt in die alte Wirkungsstätte zurück, in der man in dieser Saison bereits im Eurocup gegen Rom spielte – und gewann. Obschon viele darin einen leichten Nachteil für die „Albatrosse“ erkennen, so faste Reggie Redding es ganz gut zusammen: „Egal, ob o2 World oder Max-Schmeling-Halle: Hauptsache es ist Berlin und die Fans stehen hinter uns.“

Darauf freuen wir uns besonders:

Das Duell der Gegensätze. Die chirurgisch präzise Spielweise der Berliner gegen die temporeiche, nicht ausrechenbare Offense aus Ulm. Wer in dieser Serie seine Stärken besser ausspielen kann, zieht in die nächste Runde ein. Zudem immer einen Blick wert: Die Headcoaches Sasa Obradovic und Thorsten Leibenath – beide sind stets mit viel Herz und noch mehr Gestik dabei.

Was die gegnerischen Fans sagen werden:

Nur Gutes! Das Duell auf den Rängen wird zwar vom Wettbewerb geprägt sein, ist im Kern jedoch absolut freundschaftlich. Der Umgang beider Fan-Lager während des Pokal-Wochenendes in Ulm war eines der Highlights dieser Saison.

Die Storyline der Serie:

Das Pokalfinale der vergangenen zwei Jahre geht nun endlich mal über eine ganze Serie – bitte zurücklehnen und genießen.

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