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Berlin steht im Finale / Oldenburg erzwingt fünftes Spiel in München

Berlin steht im Finale / Oldenburg erzwingt fünftes Spiel in München

ALBA BERLIN steht als erster Final-Teilnehmer der Playoffs 2014 fest. Die „Albatrosse“ schlugen die Artland Dragons im vierten Halbfinale mit 61:69 und beenden die Serie damit mit 3:1. Im zweiten Halbfinale wurde die Entscheidung dagegen vertagt: Ein Oldenburger 21:0-Run im dritten Viertel war maßgeblich für einen 70:60-Erfolg der EWE Baskets gegen den FC Bayern München. Das entscheidende fünfte Spiel der Serie steigt am Donnerstag ab 19.30 Uhr; SPORT1 zeigt die Partie live.

Die Ergebnisse im Überblick:

Artland Dragons – ALBA BERLIN 61:69

EWE Baskets Oldenburg – FC Bayern München 70:60

Von: Joshua Wiedmann

Artland Dragons – ALBA BERLIN 61:69 (Boxscore)

ALBA BERLIN steht als erster Finalist der Saison 2013/14 fest. Die Hauptstädter rangen in einem umkämpften fünften Halbfinale die Artland Dragons nieder, die dem Pokal-Sieger allerdings bis kurz vor Schluss Paroli boten. Berlin gewinnt die Serie somit mit 3:1.

Es dauerte, ehe beide Mannschaften im vierten Aufeinandertreffen dieser Playoffs allmählich ihren Rhythmus im Angriff fanden. Antonio Graves erlöste die Artland Dragons nach rund vier Minuten ohne Korberfolg schließlich mit den ersten Punkten des Spiels und einem von drei Dreiern in Folge. Berlin blieb aber geduldig und erspielte sich mit einem 6:0-Lauf – abgeschlossen durch Levon Kendall – das erste Polster (6:10). Nach rund drei Minuten ohne Dragons-Treffer aus dem Feld war es dann Kenny Frease, der den ALBA-Run mit einem schönen Fadeaway stoppte. Und als Lawrence Hill wenig später seinen ersten Dreier versenkte, war Quakenbrück wieder in Führung (12:10). Die Berliner Antwort kam aber prompt, und zwar von Reggie Redding, der das Viertel mit einem Korbleger zum Ausgleich abschloss.

Der zweite Abschnitt gehörte dann zunächst einem deutschen Duo auf Seiten der „Albatrosse“. Zwei Distanztreffer durch Sven Schultze und Jan Jagla bescherten Berlin eine 6-Punkte-Führung. Und weil Jagla wenig später einen weiteren Treffer von „downtown“ landete, blieb Berlin vorn (15:21). Aber obwohl sich Berlin anschließend mit einem 11:2-Lauf auf bis zu neun Zähler absetzen konnte, waren die Dragons nicht gewillt, frühzeitig klein beizugeben. Den unbedingten Willen der Gastgeber demonstrierte Brandon Thomas, der hinten Reggie Redding abräumte und im Gegenzug vorn „für Drei“ traf. Allerdings taten sich die „Drachen“ gegen eine herausragende Berliner Defensive schwer, im Halbfeld gute Wurfgelegenheiten zu generieren; meist kam das Team von Coach Tyron McCoy nur im Schnellangriff zu Korberfolgen. Die personifizierte Dragons-Hoffnung war nicht nur in diesem Moment Brandon Thomas: Mit seinem zweiten Dreier brachte der US-Forward (14 Punkte in Hälfte eins) Quakenbrück zur Halbzeit auf sieben Punkte an die Gäste heran.      

Und dieser Anschluss schien den Hausherren einen Schub zu geben. Mit einem 7:2-Lauf – einmal mehr abgeschlossen durch Brandon Thomas – brachte Quakenbrück nach dem Seitenwechsel direkt wieder auf Schlagdistanz (36:38). Nicht nur in dieser Phase zeichnete es ALBA aber aus, bei Läufen des Gegners nicht die Ruhe zu verlieren: Ein 8:2-Zwischenspurt brachte den Berlinern prompt wieder ein kleines Polster ein (42:50). Und als Reggie Redding das Schlussviertel dann mit einem Korbleger zur höchsten ALBA-Führung der zweiten Hälfte einläutete, schien Berlin die Partie endgültig im Griff zu haben (44:54).

Wie so oft in dieser Serie bewiesen sich die Dragons aber als echte „Stehaufmännchen“. Brandon Thomas und David Holston warfen nun alles in die Waagschale und kurbelten einen umjubelten 10:2-Run der Gastgeber an, der Quakenbrück wieder auf zwei Zähler an Berlin heran brachte. Und in dieser Konstellation – ALBA vorneweg, Quakenbrück auf Tuchfühlung – ging es auch in die Crunchtime. Der Schlüsseltreffer gelang dann Reggie Redding: Ein schwieriger Dreier des US-Forwards bescherte Berlin 35 Sekunden vor Schluss eine 59:65-Führung. Damit hatte Berlin die Tür zum Finale endgültig weit aufgestoßen.

Redding (10 Punkte) war einer von vier Berlinern, die zweistellig punkteten. Die „Albatrosse“ zogen nicht nur starkes Teamplay auf (17 Assists), sondern dominierten im Verlauf des Spiels auch mehr und mehr die Bretter (38:27 Rebounds). Quakenbrück hatte in Brandon Thomas (26 P) zwar den alles überragenden Akteur in seinen Rehen, traf insgesamt aber nur 39 Prozent seiner Feldwürfe.   

Playoffstand: 3:1 für ALBA BERLIN

Tweet of the Game:


EWE Baskets Oldenburg – FC Bayern München 70:60 (Boxscore)

Die EWE Baskets Oldenburg gewinnen in der Halbfinal-Serie gegen den FC Bayern München das zweite Spiel in Folge und erzwingen damit nach einem 0:2-Rückstand noch ein fünftes Spiel. Entscheidend für den 70:60-Erfolg war ein 21:0-Run im dritten Viertel, der aus einem 29:31-Rückstand zur Halbzeit eine 50:31-Führung machte.

Dabei ließ sich das Spiel nicht gut für die „Donnervögel“ an. Nach einer Anfangsphase, die unter dem Motto „Abtasten“ stand, waren es die Bayern, die besser ins Spiel kamen. Acht Punkte in Folge durch Bryce Taylor bescherten den Gästen eine 4:12-Führung. Dass der Oldenburger Rückstand in dieser Phase nicht weiter anstieg, sondern bis zum Viertelende sogar auf sechs Zähler zusammenschmolz, hatten die Hausherren ihrer guten Freiwurfquote und einer ebenfalls durchwachsenen Bayern-Offensive zu verdanken.

Nach der ersten Viertelpause hievte dann aber Julius Jenkins (insgesamt 20 Punkte) die EWE Baskets auf seine Schultern. Sieben Zähler durch den US-Guard binnen weniger Minuten brachten Oldenburg in einer punktearmen ersten Hälfte die erstmalige Führung ein (20:18). Auf der Gegenseite fand dann aber Deon Thompson seinen „Touch“: Dank sieben Punkten seinerseits übernahmen die Bayern wieder das Momentum. Als dann Bryce Taylor noch von außen traf und Steffan Hamann einen Freiwurf folgen ließ, schien München wieder in Kontrolle über das Geschehen zu sein (24:29). Erneut Jenkins sowie Chris Kramer egalisierten den Oldenburger Rückstand dann aber binnen 25 Sekunden. Die Bayern hatten es Steffen Hamann zu verdanken, der mit der Halbzeitsirene zum 29:31 ablegte, dass schließlich eine knappe Münchener Pausenführung zu Buche stand.  

Die Partie blieb nach dem Seitenwechsel zunächst so, wie sie auch in Halbzeit eins gewesen war: Zerfahren und ohne großen offensiven Spielfluss – bis dann Oldenburg ins Laufen kam, und wie gleich! Angetrieben von Adam Chubb und Nemanja Aleksandrov fanden die „Donnervögel“ allmählich ihren Offensivrhythmus, und so nahm ein Viertel seinen Lauf, das historische Dimensionen annehmen sollte: Erst nach einem 0:21-Lauf der EWE Baskets und acht Minuten ohne Korberfolg gelangen den Bayern durch Heiko Schaffartzik die ersten Punkte des dritten Spielabschnitts. Gegen eine perfekt harmonierende Oldenburger Defensive ließen die Gäste ihre wenigen offenen Wurfgelegenheiten ungenützt und gruben sich somit vor dem Schlussviertel ein 16-Punkte-Loch (54:38).

Wie schnell im Basketball aber Momentum und Selbstbewusstsein die Seiten wechseln können, sollte das Schlussviertel zeigen. Hatten die EWE Baskets nach einem Paulding-Treffer gerade noch eine 18-Punkte-Führung inne gehabt, war nach einem 9:0-Lauf der Bayern schon 150 Sekunden später die Differenz im einstelligen Bereich (56:47). Gegen eine Münchener Mannschaft, bei der sich nun vor allem Deon Thompson, Bryce Taylor und Heiko Schaffartzik gegen die drohende Niederlage aufbäumten, schien Oldenburg kurzzeitig den Faden zu verlieren. Nach einem Hamann-Treffer war die Führung der Gastgeber schließlich auf fünf Zähler zusammengeschmolzen (60:55). Als eine Minute vor Schluss Nemanja Aleksandrov dann aber von außen das 67:57 markierte, war die Anspannung im Oldenburger Lager wieder gelöst und die Partie entschieden.

Damit kommt es am Donnerstag zum entscheidenden fünften Spiel um den Finaleinzug. Die Partie ist ab 19.30 Uhr live auf SPORT1 zu sehen.

Playoffstand: 2:2

Tweet of the Game (von Julius Jenkins' früherem College-Coach):

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