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Bonn bezwingt Bayreuth nach zwei Verlängerungen/ Matchwinner McLean

Bonn bezwingt Bayreuth nach zwei Verlängerungen/ Matchwinner McLean

ALBA BERLIN verfehlt jeden seiner 15 Dreier und gewinnt dennoch. Auch die EWE Baskets Oldenburg und WALTER Tigers Tübingen feiern knappe Siege. Offensivstarke Brose Baskets und Artland Dragons fahren derweil problemlose Erfolge ein – Die Samstagspartien des 27. Spieltag in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

medi bayreuth – Telekom Baskets Bonn 98:106

Eisbären Bremerhaven – ALBA BERLIN 59:62

WALTER Tigers Tübingen – TBB Trier 74:67

RASTA Vechta – EWE Baskets Oldenburg 76:82

Artland Dragons – Phoenix Hagen 88:68

Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 96:65

Von: Manuel Baraniak

medi bayreuth – Telekom Baskets Bonn 98:106 (Boxscore)

Im US-amerikanischen College-Basketball herrscht momentan „March Madness“, doch auch Bayreuth und Bonn erlebten den sportlichen Wahnsinn: Dank zwei Verlängerungen standen sich beide Teams 50 Minuten gegenüber, in der sich keine Mannschaft zweistellig absetzen konnte und in denen insgesamt 204 Punkte fielen. Doch der Reihe nach:

Während ballsichere Bonner (erster Ballverlust nach 13 Minuten) dank eines stark aufgelegten Ryan Brooks (13 Punkte im ersten Viertel) zur Halbzeit eine Neun-Punkte-Führung verzeichneten, fand Bayreuths Trainer Mike Koch gegen sein ehemaliges Team in der Kabine die richtigen Worte: Mit 28:11 entschied Bayreuth den dritten Abschnitt für sich, um die Begegnung zu drehen. Durch einen vierteleröffnenden 14:4-Lauf waren die Bonner im vierten Durchgang aber wieder im Spiel. Letztlich war es Bayreuths Ronnie Burrell, auch ein ehemaliger Bonner, vorbehalten, durch einen Dreier bei 48 Sekunden auf der Uhr den Ausgleich zu besorgen.

In der ersten Verlängerung konnten erneut die Hausherren einen Rückstand egalisieren: Bei 22 Sekunden zu spielen und einem 89:92-Rückstand konfrontiert, verwandelte Bayreuths Kevin Hamilton seinen ersten Freiwurf, vergab aber den Zweiten. Doch Brian Qvale konnte das Leder zum 92:92 in den Korb tippen.

Fast vier Minuten dauerte es in der zweite Extrazeit, ehe die Franken aus dem Feld erfolgreich waren. Da führten die Gäste aus dem Rheinland aber schon mit 99:94. Den Matchwinner zu Gunsten Bonns gab dann Jamel McLean, der 43 Sekunden vor Schluss nach einem seiner acht Offensiv-Rebounds per Drei-Punkte-Spiel das 97:102 besorgte und kurz darauf zwei Treffer von der Freiwurflinie folgen ließ.

Mit diesem Krimi-Sieg stoppten die Baskets den Bayreuther Erfolgslauf von drei Siegen in Serie, während die Bonner ihrerseits den zehten Auswärtserfolg in dieser Saison einfuhren. Offensiv wurden die Gäste vom Trio um Jamel McLean (24 Pkt), Ryan Brooks (23 Pkt) und Eugene Lawrence (20 Pkt) getragen; McLean pflückte sagenhafte 18 Rebounds von den Brettern. Auf Seiten Bayreuths überzeugten vor allem Brian Qvale (28 Pkt, 14/20 FG, 12 Reb) und D.J. Seeley (20 Pkt, 6 Ast).

Eisbären Bremerhaven – ALBA BERLIN 59:62 (Boxscore)

Da verfehlen die Albatrosse jeden ihrer 15 Drei-Punkte-Versuche, und dennoch fahren sie einen knappen Auswärtserfolg ein.

In der mit 9.560 Zuschauern gefüllten ÖVB-Arena in Bremen spielte sich von Beginn an ein ausgeglichener Schlagabtausch ab, bei dem die Eisbären im Schlussviertel das Momentum auf ihre Seite zu ziehen schienen. Mit einem 9:0-Lauf eröffneten die Gastgeber den letzten Durchgang und hielten die Berliner Gäste fünfeinhalb Minuten ohne Punkte. Das Blatt der offensiven Durststrecke wendete sich aber sogleich: In den letzten 4:55 Minuten gelang den Bremerhavener kein Feldtreffer mehr. In den Schlussminuten drehten Leon Radosevic und Reggie Redding das Spiel zu Gunsten ALBAs; Redding versenkte 26 Sekunden vor Schluss nach zwei Offensiv-Rebounds hintereinander zwei Freiwürfe zum 59:61. Zwar hatten die Eisbären in den Schlusssekunden noch einen Angriff zur Verfügung, um per Distanzwurf eine Verlängerung zu erzwingen; doch Derrick Allen leistete sich den letzten von insgesamt 22 Ballverlusten Bremerhavens.

Damit konnte Berlin gegen das Team erfolgreich Revance nehmen, gegen das sie ihre bisher einzige Heimniederlage einstecken mussten. Levon Kendall (17 Pkt, 7/10 FG, 8 Reb) und Reggie Redding (15 Pkt, 7 Reb, 6 Ast) überzeugten bei den Albatrossen. Bei den Eisbären punktete einzig Darius Adams (15 Pkt, 5/14 FG, 6 TO) im zweistelligen Bereich.

RASTA Vechta – EWE Baskets Oldenburg 76:82 (Boxscore)

Der Aufsteiger aus Vechta kennt es nur zu gut: Sich in den Derbys gegen die Favoriten auf Augenhöhe präsentieren, nur um danach doch eine knappe Niederlage einstecken müssen. So wie auch gegen Oldenburg, als Vechta nun zum bereits zehnten Mal als Verlierer vom Parkett gehen musste. Für die Donnervögel war es der zehnte Auswärtssieg im 15. Spiel.

Auch wenn die Hausherren kein einziges Mal in Führung lagen, waren sie meist, vor allem nach einem starken dritten Viertel, in Schlagdistanz. 2:16 Minuten vor Spielende verkürzte Dirk Mädrich den Rückstand der RASTA-Truppe auf fünf Zähler. Doch danach folgten fast zwei punktelose Minuten, während auf der Gegenseite Rickey Paulding einen vorentscheidenden Dreier zum 70:78 einnetzte.

Entscheidend war unter anderem die Diskrepanz an der Linie: Während die Oldenburger 28 ihrer 32 Freiwurfversuche verwandelten (87,5% FT), kam Vechta bei ihren 28 Versuchen nur zu 16 Treffern (57,1% FT). Während Rickey Paulding mit 18 Zählern die Oldenburger beim Scoring anführte, stellte Richie Williams (21 Pkt) den besten Punktesammler Vechtas.

WALTER Tigers Tübingen – TBB Trier 74:67 (Boxscore)

Das Schlusslicht aus Tübingen nutzte die Chance der Niederlage Vechtas und konnte durch einen knappen Erfolg über Trier zumindest bei den Saisonsiegen (nunmehr fünf Erfolge) gleichziehen.

Keine Mannschaft konnte sich im gesamten Spielverlauf mit mehr als acht Zählern Differenz absetzen, womit die Zuschauer in der Paul-Horn-Arena auf eine spannende Schlussphase zusteuerten. Brachten zunächst Branislav Ratkovica und Daequan Cook mit erfolgreichen Dreiern die Tigers in Führung, sorgte mit Jonathan Wallace ein weiterer Guard für die Entscheidung. Mit 21 Sekunden auf der Uhr traf Wallace zunächst einen schwierigen Wurf außer Balance zum 72:67; kurz darauf besorgte er an der Freiwurflinie den Endstand.

Während sich Tübingen keine Blöße von der Linie gab (18/18 FT), fielen bei der TBB die 17 Ballverluste ins Gewicht. Wallace (15 Pkt) stellte den Topscorer der Hausherren; Ratkovica (13 Pkt, 9 Ast) führte gekonnt Regie. Für Trier punktete Laurynas Samenas (21 Pkt, 4/6 3P) und Andi Seiferth (17 Pkt) am häufigsten.

Brose Baskets – MHP RIESEN Ludwigsburg 96:65 (Boxscore)

Ausgerechnet im einzigen Duell zweier derzeitiger Playoff-Teams kam der höchste Sieg des Abends zustande. Der amtierende Meister zeigte den Gästen aus Ludwigsburg gleich von Beginn an, wo es lang gehen würde: Casey Jacobsen, der zuletzt noch aussetzte, war persönlich für einen 8:0-Start verantwortlich; nach dem ersten Viertel führten die Bamberger bereits mit 28:8. Während sich die Gäste zur Halbzeit zwölf Ballverluste leisteten, lief der Offensivmotor der Franken auf Hochtouren: 19 ihrer 28 Würfe aus dem Feld fanden nach 20 Minuten für 59 Punkte ihr Ziel.

Die Truppe von Coach Chris Fleming hatte keine Probleme, diese Führung zu verwalten und baute sie zeitweise auf 42 Punkte Differenz aus. Eine Wurfquote von 57 Prozent aus dem Feld und 30 Assists sprechen eine deutliche Sprache. Am Ende legte Rakim Sanders mit 22 Zählern die meisten Punkte Bambergs auf; Anton Gavel traf jeden seiner sieben Feldwürfe für 16 Punkte. In Reihen Ludwigsburgs kam Keaton Grant auf einen Bestwert von 17 Zählern.

Artland Dragons – Phoenix Hagen 88:68 (Boxscore)

Jacobsens Pendant weiter nördlich war Lawrence Hill: Der Power Forward erzielte die ersten elf Punkte der Dragons, die sich dank ihrer Drei-Punkte-Stärke zur Halbzeit zweistellig absetzen konnten. Hill und Christan Hoffmann versenkten in den ersten 20 Minuten zusammen sieben von sieben Distanzwürfen.

Da die Gäste aus Hagen an diesem Abend nicht zu ihrem Offensivrhythmus fanden und über die gesamte Partie nur 38,3 Prozent ihrer Versuche aus dem Feld verwandelten, konnten die Dragons einen ungefährdeten Sieg einfahren, bei dem sechs Spieler zweistellig punkteten. Das Big-Men-Duo um Lawrence Hill (19 Pkt, 11 Reb) und Anthony King (16 Pkt, 13 Reb) legte dabei ein Double-Double auf; für die Hagener waren Keith Ramsey und David Bell mit je 14 Zählern am erfolgreichsten.

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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