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Coby Karl glänzt gegen Berlin / Sosa und Long sichern Arbeitssieg

Coby Karl glänzt gegen Berlin / Sosa und Long sichern Arbeitssieg

Ludwigsburg gelingt eine Überraschung mit dem Heimsieg gegen ALBA, Ulm ringt den MBC in einer engen Partie nieder während Bonn spät in Vechta das Spiel für sich entscheiden kann. Der erste Teil des Mittwochs des 23. Spieltags in der Zusammenfassung.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

MHP RIESEN Ludwigsburg - ALBA BERLIN 89:77

ratiopharm ulm - Mitteldeutscher BC 79:75

RASTA Vechta- Telekom Baskets Bonn 80:82

Von: Robert Jerzy 

MHP RIESEN Ludwigsburg - ALBA BERLIN 89:77 (Boxscore)

Über die Playoffs wolle er erst reden, wenn die Partie gegen ALBA BERLIN gespielt ist. So äußerte sich Ludwigsburgs Trainer John Patrick in dieser Woche zur berühmten "P"-Frage. Spätestens nach diesem überraschenden sowie überzeugenden Sieg seiner Mannschaft gegen die Albatrosse kann Patrick dieser berechtigten Frage nicht mehr ausweichen. 

Oft werden Partien im Basketball von den Mannschaften gewonnen, die dem Gegner "ihr Spiel" aufdrücken können. Angepeitscht von einer tosenden Halle wollten die MHP RIESEN erst gar nicht in die Bedrängnis kommen, dem Gast aus der Hauptstadt das Tempo zu überlassen und seine ligaweit beste Defensive als Siegmittel zu nutzen. Ludwigsburg rannte und kämpfte, was die Albatrosse zum Start der zweiten Halbzeit nicht mehr auffangen konnten. 

Zuvor hatte es den Anschein, dass Berlin lediglich Coby Karl in den Griff bekommen muss, um mit einem Sieg zurück nach Hause zu fahren. Immerhin erlaubt die Mannschaft von Sasa Obradovic den niedrigsten Punktedurchschnitt und war in der Vorrunde siegreich gegen Ludwigsburg daheim in eigener Halle. Während man zur Halbzeit 40:34 führte und den Gastgeber in zehn Ballverluste zwang, zeigte sich ALBA zu Beginn des dritten Viertels abwesend und nicht auf der Höhe der Leistungen aus den ersten 20 Minuten. 

Ludwigsburg holte dank eines hohen Tempos und viel Druck in der Defense zu einem 20-7 Blitzstart aus, forcierte etliche Berliner Ballverluste und ritt auf dem Rücken von Coby Karl zu einer zweistelligen Führung. Karls Statistiken zum Ende des dritten Abschnitts zeigten 20 Punkte, vier Assists und sechs Rebounds auf. Der Amerikaner war gefühlt an allen Aktionen seines Teams beteiligt, welches dank früher Offensive gar nicht erst in die Defensiv-Falle der Berliner tappte. Mit dem Publikum im Rücken spielten sich die MHP RIESEN in einen Rausch, der auch durch Karls viertes Foul spät im dritten Viertel nicht unterbrochen werden konnte. Alle Offensivbemühungen der Albatrosse kamen zu spät bzw. wurden immer wieder durch Ludwigsburger Punkte ausgeglichen. 

Der Gastgeber zwang den Berlinern sein Spiel auf und gewann - etwas überraschend, dennoch hoch verdient gegen den Favoriten aus der Hauptstadt. Spätestens nach dieser Leistung kann auch John Patrick etwas lockerer über das Thema Playoffs sprechen. 

Neben Coby Karl (22 Pkt - 6 Assists - 7 Rebounds) war Keaton Grant (20 Pkt - 9 Reb -  4 Assists - 4 Steals) ein Garant für den Erfolg. Auf Seiten der Albatrosse waren David Logan und Jan-Hendrik Jagla die Top-Scorer mit jeweils 13 Punkten. 


ratiopharm ulm - Mitteldeutscher BC 79:75 (Boxscore)

Der Sieg zu Hause gegen den Mitteldeutschen BC war ein hartes Stück Arbeit für ratiopharm ulm. Mit nur fünf Siegen aus den letzten zehn Partien ist Ulm in dieser Saison noch nicht auf dem Leistungsniveau des letzten Jahres angekommen. Denn obwohl der MBC einen schwachen Start aus dem Feld erwischte und sich im ersten Abschnitt lediglich durch Distanzwürfe im Spiel halten konnte, schlug der Gastgeber kein Kapital aus der Wurfschwäche und den etlichen Ballverlusten der Gäste aus Weißenfels. 

Dies rächt sich im Sport meistens und der MBC begann, die eigene Leistung zu stabilisieren dank einer besseren Wurfauswahl und einer Offensive, die von Angelo Caloiaro und Michael Cuffee (beiden 18 Punkte) getragen wurde. Über die gesamte Partie hinweg trennte beide Mannschaften nicht viel. 17 zu 16 Ballverluste aus Sicher der Ulmer, +4 Treffer aus dem Feld, dafür allerdings aus zwei getroffene 3er weniger für die Mannschaft von Thorsten Leibenath. 

Am Ende entschied das Duo Edgar Sosa und Cameron Long, die sowohl zum Ende der ersten Halbzeit einen Lauf initierten (11-6), als auch zum Ende der Partie, als der Gast immer wieder eine Antwort auf Ulms Bemühungen, das Spiel zu entscheiden, hatte. Long mit 15 sowie Sosa mit 19 Punkten waren die Protagonisten dieses Ulmer Arbeitssiegs. Der Mitteldeutsche BC bleibt hingegen trotz dieser Niederlage eines der Überraschungsteams der Beko BBL. Was Head Coach Silvano Poropat in dieser Kurzen Zeit aufbauen konnte verdient absoluten Respekt. 

Ulm hingegen hat wichtiges Selbstvertrauen im Hinblick auf das TOP FOUR in eigener Halle gesammelt.

 


RASTA Vechta - Telekom Baskets Bonn 80:82 (Boxscore)

Die Telekom Baskets Bonn unterstreichen auch nach diesem Last-Minute Sieg in Vechta ihren Ruf als eine der besten Auswärtsmannschaften der Beko BBL. In letzter Minute, da das Spielgeschehen der ersten rund 30 Minuten nicht den Anschein erweckte, dass Bonn als Sieger zurück nach Hause fahren würde.

Viel zu stark begannen die Hausherren ihr Spiel über All Star Dirk Mädrich und dem forcieren von etlichen Ballverlusten der Telekom Baskets. Mit 28:17 endete das erste Viertel aus Sicht von RASTA Vechta. Im allgemeinen war die erste Halbzeit geprägt von einer besseren Wurfquote des Gastgebers, weniger Ballverlusten und einer ungewohnten Bonner Wurfschwäche aus der Distanz. Mädrich beendete die ersten beiden Abschnitte mit 13 Punkten und fünf Rebounds. Das Halbzeitergebnis von 42:35 wirkte daher sehr schmeichelnd angesichts der Überlegenheit für Vechta. 

Auch im dritten Viertel zeichnete sich nicht ab, dass Bonn das Blatt noch ein mal drehen könne. Zwar stertete man mit einem 14:5 Lauf in die zweite Halbzeit, Vechta jedoch fand stets eine offensive Antwort auf die Bemühungen von Mathias Fischers Team, die Kontrolle über die Partie zu gewinnen. Spiegelverkehrt kann man jedoch auch argumentieren, dass Vechta es nicht schaffte, Bonn so weit auf Distanz zu halten, dass jede Hoffnung auf einen Sieg im Keim erstickt werden. Als Resultat fand Bonn im vierten Viertel nicht nur zurück, sondern auch die gewohnte Wurfstärke und gewann das vierte Viertel mit 28:18. Besonders herausragend war hierbei Benas Veikalas (25 Punkte), der als einziger über die gesamte Partie hinweg konstanten Scoring-Punch lieferte (9 von 12 Treffer) und auch im entscheidenden vierten Viertel Treffsicherheit bewies. Für Bonn kommt dieser späte Sieg unverhofft angesichts des Verlaufs der Partie, Vechta hat indes einen weiteren Sieg aufgrund eines schwachen Abschlussviertels entgleiten lassen.

Neben Veikalas fielen vor allem Jamel McLean (14 Punkte und 7 Rebounds) und Ryan Brooks (18 Punkte, 4 Rebounds und 5 Assists) auf. Dirk Mädrich beendete die Partie mit einem Double-Double (19 Punkte, 10 Rebounds). 


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