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Coby Karl trifft Buzzerbeater zum Ludwigsburger Sieg und 1:1-Ausgleich

Coby Karl trifft Buzzerbeater zum Ludwigsburger Sieg und 1:1-Ausgleich

Die Brose Baskets gleichen nach einer Aufholjagd bei den Artland Dragons die Serie zum 1:1 aus/ den Telekom Baskets Bonn gelingt ein Start-Ziel-Sieg gegen Oldenburg, um ebenfalls auszugleichen/ nach einem Krimi-Sieg in Ulm führt Berlin als einziges Team mit 2:0 – Die zweiten Spiele des Playoff-Viertelfinales in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 85:83

Artland Dragons – Brose Baskets 72:80

Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg 72:61

ratiopharm ulm – ALBA BERLIN 89:90

Von: Manuel Baraniak

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 85:83 (Boxscore)

Karl, der Große war nicht nur ein König des Fränkischen Reichs, nein, so darf sich auch der Ludwigsburger Playoff-Held nennen. Coby Karl traf gegen den FC Bayern München den Gamewinner mit der Schlusssirene, um die RIESEN nicht nur zu einem 85:83-Heimsieg zu führen, sondern auch, um die Serie des Erst- gegen Achtplatzierten auszugleichen.

Karls Buzzerbeater war der Höhepunkt einer Partie, die zeigte, wie hochklassig und dramatisch Playoff-Basketball sein kann. Der Reihe nach:

So überzeugten die Ludwigsburger zu Beginn mit temporeichem Offensivbasketball, der immer wieder nach Drives zu einfachen Punkten führte. Vor allem Michael Stockton spielte vor den Augen seines Vaters und der NBA-Legende John Stockon groß auf. Vor allem ihm und C.J. Harris war es zu verdanken, dass die RIESEN zur Halbzeit mit 46:33 führten.

Die Münchener erlebten kurz vor der Pause auch noch eine Schrecksekunde, als sich Paul Zipser nach einem Offensiv-Rebound das Knie verdrehte und in die Kabine getragen werden musste.

Unbeeindruckt kamen kamen die Münchener im dritten Viertel dank eines 9:0-Laufs wieder in Schlagdistanz, um im letzten Durchgang endgültig das Momentum an sich zu reißen. Die Ludwigsburger hatten ihren Faden verloren, während auf der Gegenseite Malcolm Delaney bewies, warum er zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt wurde: Erst traf der Point Guard aus der Distanz zum 66:66-Ausgleich, dann war er per Drive für die erste Münchener Führung zur Stelle, um danach via Skip-Pass Heiko Schaffartzik für einen Drei-Punkte-Treffer freizuspielen. Nach einem 13:0-Lauf der Bayern stand es 66:71 – und Ludwigsburg musste kurz danach auf Michael Stockton verzichten, der sein fünftes Foul kassierte.

Doch nun drehte Coby Karl auf, sorgte seinerseits von „Downtown“ für den 73:73-Ausgleich und brachte wenig später sein Team an der Linie in Führung. Auf der Gegenseite hatte der stark aufspielende Nihad Djedovic etwas dagegen und markierte acht Münchener Punkte in Folge – darunter ein Dreier zum 82:81-Anschluss 16 Sekunden vor Schluss. Nachdem danach Shawn Huff nur einen Freiwurf getroffen hatte, wurde Djedovic gefoult – doch verletzte sich dabei an der Hand, sodass er ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Lucca Staiger aufs Feld und netzte kaltschnäuzig beide Freiwürfe fünf Sekunden vor Schluss zum 83:83 ein – ehe der Moment des Karl, des Großen gekommen war.  

Mit je 20 Punkten führten Stockton (7 Reb, 4 Ast) und Karl (3 Stl) die Ludwigsburger beim Scoring an; Harris markierte 19 Zähler. Bei den Münchener gab Djedovic (23 Pkt) den besten Punktesammler; Bryce Taylor kam auf 15 Punkte und sieben Rebounds.

Während die RIESEN auf ihren am Rücken verletzten Topscorer Keaton Grant verzichten mussten, stand den Gästen John Bryant auf Grund einer Wadenblessur nicht zur Verfügung.

Playoffstand: 1:1

Artland Dragons – Brose Baskets 72:80 (Boxscore)

Wenn man in einem Durchgang nur fünf Punkte zulässt, hat man gute Chancen, zu gewinnen. Und wenn dieser Durchgang das letzte Viertel ist, umso mehr.

Auf diese Weise konnten die Brose Baskets einen 80:72-Auswärtserfolg aus dem Artland entführen, um die Serie gegen die Artland Dragons zum 1:1 auszugleichen.

Dabei hatten die Gastgeber 7:16 Minuten vor Schluss noch mit 71:66 geführt. Doch ihre letzten 13 Versuche aus dem Feld sollten die Dragons allesamt vergeben; zudem leisteten sie sich drei Ballverluste. So kam Bamberg Stück für Stück heran; 1:24 Minuten vor Schluss netzte D’Or Fischer aus der Halbdistanz zum 71:73 ein. Auf der Gegenseite war der Center zudem mit einem Block zur Stelle. Jared Jordan traf drei Freiwürfe zum 71:76; Casey Jacobsen verwandelte die letzten vier Versuche von der Linie, um die Entscheidung herbeizuführen.

Dabei hatte es in den ersten drei Vierteln noch gut für die Quakenbrücker ausgesehen. Zeitweise lagen sie mit elf Punkten Differenz in Führung. Während Anthony King die erste Halbzeit mit 16 Punkten und perfekter Wurfquote dominierte, legte Antonio Graves im dritten Durchgang zehn Zähler auf. Sein Pendant auf Bamberger Seite war Anton Gavel, der mit 13 Zählern in jenem Abschnitt sein Team im Spiel hielt.

Ungewohnt schwach präsentierten sich die Dragons aus der Distanz, wo sie nur vier ihrer 19 Versuche verwandelten. Beste Werfer waren Anthony King (21 Pkt, 8 Reb) und Antonio Graves (15 Pkt, 7 Ast); Brandon Thomas, in der Auftaktbegegnung noch der Matchwinner, kam nur auf zwei Zähler. In Reihen Bambergs punkteten Anton Gavel (23 Pkt) und Elias Harris (14 Pkt) zweistellig.

Playoffstand: 1:1

Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg 72:61 (Boxscore)

Auch die Telekom Baskets Bonn konnten ihre Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg zum 1:1 ausgleichen. Vor 5.890 Zuschauern im Telekom Dome kontrollierten die Hausherren über weite Strecken die Partie – die Magentafarbenen lagen kein einziges Mal im Rückstand.

Ein kleines Polster verschafften sich die Bonner dabei durch gute Verteidigung – nach 6:10 Minuten hatten sie erst vier Zähler gewährt und somit eine zweistellige Führung erspielt.

Während beide Teams aus der Distanz nicht zu ihrem Wurfrhythmus fanden und zusammen zur Halbzeit nur zwei von 21 Dreiern getroffen hatten, kam den Bonnern aber die Treffsicherheit unter den Körben zugute. So konnten sie zu Beginn des dritten Viertels eine 14-Punkte-Führung verzeichnen.

Doch allen voran Julius Jenkins machte sich auf, die Partie noch einmal eng zu gestalten, und erzielte die letzten neun Punkte Oldenburgs im dritten Viertel – die Donnervögel waren auf sieben Zähler herangekommen.

Per erfolgreichem Dreier verkürzte Jenkins Mitte des Schlussviertels gar auf 54:52. Doch in den nächsten sechs Minuten waren die Gäste nur noch einmal aus dem Feld erfolgreich. Die Bonner nutzten diese Schwächephase, um wieder zweistellig davonzuziehen.

Zugute kamen den Rheinländern dabei ihre Auftritte an der Linie – auch wenn sie nur unterdurchschnittlich trafen (17/32 FT). Am überzeugendsten agierte Jamel McLean mit einem Double-Double (18 Pkt, 13 Reb); Benas Veikalas (14 Pkt) und Ryan Brooks (13 Pkt) punkteten ebenfalls zweistellig. In Reihen Oldenburgs stellte Julius Jenkins (14 Pkt) den Topscorer. Als Mannschaft trafen die Niedersachsen nur 36 Prozent ihrer Feldwürfe.

Playoffstand: 1:1

ratiopharm ulm – ALBA BERLIN 89:90 (Boxscore)

Als einziges Team geht ALBA BERLIN mit einer 2:0-Führung aus den zweiten Viertelfinalbegegnungen hervor – was aber nicht heißen soll, dass die Serie des Dritt- gegen Sechstplatzierten eine klare Angelegenheit ist.

Dies zeigte sich vor 6.000 Zuschauern in Ulm über den gesamten Spielverlauf – keine Mannschaft sollte mit mehr als sieben Zählern Differenz führen.

Dass die Hausherren zu Begin des zweiten Viertels eine eben solch „hohe“ Führung verzeichneten, lag an Edgar Sosa: In den ersten 3:16 Minuten des Durchgangs markierte der Guard zehn Zähler und war dabei perfekt aus dem Feld. Auf Berliner Seite lief im dritten Abschnitt dann David Logan heiß: 13 Zähler legte der Shooting Guard dort auf – inklusive eines Vier-Punkte-Spiels. Dank ihm markierten die Gäste in jenem Durchgang ganze 30 Punkte.

Hin und her ging es dann im letzten Viertel, in dem Daniel Theis die Ulmer knapp sechs Minuten vor Schluss mit 82:77 in Führung brachte. Doch in den anschließenden 4:50 Minuten gelangen den Schwaben keine Punkte, was Berlin zu einem 9:0-Lauf nutzte. Cliff Hammonds schloss diese Serie mit einem Dreier ab.

Der frisch gekürte Verteidiger des Jahres war bei 17 Sekunden auf der Uhr an der Freiwurflinie für das 86:89 zu Stelle. Die Ulmer hatten also noch einmal den Ball, doch Levon Kendall gelang der Ballgewinn an Matt Howard; Reggie Redding traf danach einen Freiwurf. Adam Hess’ Dreier war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Nicht nur mit dem Steal, sondern auch durch seine Offensivleistung avancierte Kendall zum Matchwinner: 23 Punkte legte der Big Man auf und blieb dabei perfekt von der Linie (11/11 FT). David Logan netzte sechs seiner zehn Distanzwürfe für 19 Zähler ein – als Team traf Berlin 13 seiner 28 Drei-Punkte-Würfe. Reggie Redding (11 Pkt, 6 Reb, 5 Ast) war erneut die Vielseitigkeit in Person. Auf Ulmer Seite punkteten Matt Howard (18 Pkt, 9 Reb), Per Günther (15 Pkt, 7 Ast), Edgar Sosa (16 Pkt) und Daniel Theis (13 Pkt) am häufigsten.

Playoffstand: 2:0 für Berlin

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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