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Das Finale ums Finale: Bayern oder Oldenburg – Wer gewinnt das fünfte Halbfinale und darf gegen...

Das Finale ums Finale: Bayern oder Oldenburg – Wer gewinnt das fünfte Halbfinale und darf gegen...

Tabellenführer oder Vizemeister - Wer darf im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen Berlin antreten? Klar ist: Das entscheidet sich erst am Donnerstag im fünften Spiel. Nachdem sie in der Serie aus einem 0:2 ein 2:2 gemacht haben, glauben die Oldenburger fest daran den dritten Streich gegen den etwas ins Grübeln geratenen Titelfavoriten landen zu können. Gelingt ihnen das, können die EWE Baskets gleich weiter zum ersten Finalspiel nach Berlin reisen. Gewinnen die Münchener, muss ALBA seine Koffer packen. Dann startet das Finale am Sonntag im Münchener Audi Dome.

Do, 19.30 Uhr: FC Bayern München (1) - EWE Baskets Oldenburg (4)

TV/Livestream: Ab 19.25 Uhr als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage und im Fernsehen auf SPORT1.

Status Quo: Nach den letzten beiden Siegen liegt das Momentum auf Seiten der EWE Baskets, die sich über die Serie von Spiel zu Spiel gesteigert haben: Gingen sie im ersten Spiel in München noch mit wehenden Fahnen 67:85 unter, waren sie im zweiten Spiel in eigener Halle beim 72:74 schon ganz nah dran am ersten Sieg.

Den gab es dann im dritten Spiel nach zwei Verlängerungen beim 105:103 für die Donnervögel. Der 70:60-Sieg am Dienstag im vierten Spiel dürfte das Oldenburger Selbstbewusstsein weiter verstärkt haben. Trotzdem haben die Münchener im entscheidenden fünften Spiel natürlich mit dem Heimvorteil auch einen gewichtigen Trumpf auf ihrer Seite. In der gesamten Saison haben die Münchener dreimal im Audi Dome verloren: Im Februar gegen Artland, vor einem Monat gegen Berlin und … am vergangenen Sonntag gegen Oldenburg.

Zahlen, bitte: Wo ist die im Saisonverlauf - zurecht - immer wieder konstatierte Tiefe im Bayern-Team geblieben? In den ersten vier Spielen der Serie standen fünf Spieler – Malcolm Delaney, Heiko Schaffartzik, Bryce Taylor, Deon Thompson und John Bryant – im Schnitt um die 30 Minuten auf dem Parkett und markierten 79 Prozent aller Bayern-Punkte. Da waren die Oldenburger mit einer ersten Fünf, die nur 64 Prozent aller Punkte auf sich vereinigte, breiter aufgestellt. Das Oldenburger Spiel erhielt von der Bank nicht nur durch Julius Jenkins immer wieder zusätzliche Impulse.

Duell im Fokus - Adam Chubb gegen John Bryant / Deon Thompson: Natürlich ist das Aufbau-Duell zwischen MVP Malcolm Delaney (unter dem Strich Bayerns effektivster Spieler) und dem giftigen Dru Joyce ein Hingucker. Ebenso der Wettstreit der Superathleten Bryce Taylor und Rickey Paulding. Aber für das fünfte Spiel sollte vor allem auch in die Zone geschaut werden, denn bei den EWE Baskets hat sich der zu Beginn der Playoffs erhoffte Chubb-Effekt spätestens im Halbfinale eingestellt. Der US-Center, der verletzungsbedingt nur fünf Spiele der Hauptrunde absolvieren konnte, ist im Halbfinale mit im Schnitt 11,5 Punkten und 6,3 Rebounds Oldenburgs konstantester und effektivster Spieler und bereitet sowohl John Bryant als auch Deon Thompson ordentlich Paroli.

Die ewige Bilanz: Beide Teams stehen sich zum ersten Mal in einer Playoff-Serie gegenüber. In den Punktspielen der vergangenen drei Jahre siegten die Oldenburger vier, die Münchener zwei Mal. In dieser Saison gewannen die Oldenburger ihr Punktspiel in Oldenburg am 6. Januar 87:72, die Münchener revanchierten sich im Rückspiel am 2. Februar mit 95:62.

Historisch könnte das fünfte Spiel in anderer Hinsicht werden. Seit nun schon elf Jahren ist es in der Beko BBL nämlich keinem Team mehr gelungen, in einer Playoff-Serie aus einem 0:2-Rückstand noch ein 3:2 zu machen. Überhaupt ist das seit dem Beginn der digitalen Erfassung der Statistiken ab der Saison 1998/99 erst dreimal gelungen: Leverkusen gelang das 2000 im Halbfinale gegen Frankfurt, Bonn wiederholte das Kunststück 2002 und 2003 (jeweils im Viertelfinale gegen Bamberg und Leverkusen).

Der Schlüssel: Der Ausfall von Nihad Djedovic tut den Münchenern offenbar mehr weh als erwartet, denn er fehlt vor allem auch in der Verteidigung auf den kleinen Außenpositionen, was Julius Jenkins und Rickey Paulding im Verlauf der Serie immer besser auszunutzen verstehen. In den ersten beiden Spielen stopfte Svetislav Pesic die Lücke, indem er Heiko Schaffartzik stärker in die Pflicht nahm. Das war auf jeden Fall erfolgreicher als die Versuche mit Lucca Staiger (im dritten Spiel) und Steffen Hamann (im vierten Spiel). Im Entscheidungsspiel wird er deshalb wohl eher wieder auf Schaffartzik setzen, von dessen Verteidigung und Wurfglück entsprechend viel abhängen wird. Im ersten Spiel traf der Kapitän der Nationalmannschaft fünf von acht Würfen aus dem Feld, im vierten nur einen von sieben …

Weise Worte: "Gratulation an Sebastian und sein Team. Damit ist alles gesagt. Ich werde alles Weitere mit meinen Spielern besprechen und bin sehr zufrieden mit dem Team." - So wortkarg wie auf der Pressekonferenz nach dem vierten Spiel erlebt man Svetislav Pesic selten. Wetten, dass die Kabinenansprache an sein Team länger war?

Bewegte Bilder – aus den ersten vier Begegnungen:

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