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Das Halbfinale zwischen ALBA BERLIN und den Artland Dragons: Mit dem „Zauberzwerg“ gegen die...

Das Halbfinale zwischen ALBA BERLIN und den Artland Dragons: Mit dem „Zauberzwerg“ gegen die...

Das Halbfinale zwischen Berlin und Quakenbrück in der Vorschau: Eines haben die Artland Dragons mit einer imponierenden Mannschaftsleistung imViertelfinale bereits geschafft: Es wird nach vier Jahren einen neuen Deutschen Meister geben. Bevor dieser Artland Dragons heißt, müssen die Quakenbrücker zunächst jedoch die „Berliner Mauer“ überwinden. In der o2 World wartet die beste Verteidigung der Liga auf das Team von Headcoach Tyron McCoy. Dabei profitieren die Berliner vom überraschenden Aus des Titelverteidigers. Weil nun die „Drachen“ im Halbfinale der Gegner sind, genießen die „Albatrosse“ Heimrecht in einer möglichen fünften Partie.

Von: Horst Schneider

Sonntag, 15.45 Uhr: ALBA BERLIN (3) – Artland Dragons (7)

TV/Livestream: Die erste Partie gibt es als kostenfreien Internetstream ab 15.30 Uhr hier auf unserer Homepage sowie im Fernsehen live auf SPORT1.

Aktueller Aggregatzustand: Beide Teams stehen pünktlich zum Endspurt im Titelkampf voll im Saft, haben ihre Viertelfinalaufgaben letztlich souverän mit 3:1 gelöst und hatten eine Woche Zeit, um sich auf den neuen Gegner vorzubereiten. Optimale Voraussetzungen für ein rassiges Halbfinale!

Rotation Berlin:

Point Guard: Clifford Hammonds, Ismet Akpinar

Shooting Guard: David Logan, Akeem Vargas, Vojdan Stojanovski

Small Forward: Reggie Redding, Alex King

Power Forward: Levon Kendall, Jan-Hendrik Jagla, Sven Schultze

Center: Leon Radosevic, Jonas Wohlfarth-Bottermann

Rotation Quakenbrück*:

Point Guard: David Holston, Bastian Doreth, Mustafa Abdul-Hamid

Shooting Guard: Antonio Graves, Christian Hoffmann

Small Forward: Brandon Thomas, Chad Topper, Acha Njei

Power Forward: Lawrence Hill, Guido Grünheid

Center: Anthony King, Kenny Frease, Michael Wenzl

*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Duell im Fokus: David Holston gegen Cliff Hammonds

David Holston ist im Viertelfinale gegen Bamberg mit im Schnitt 15 Punkten (vier mehr als in der Hauptrunde) und einer Dreierquote von 52 Prozent (18 Prozent höher als in der Hauptrunde) explodiert und ließ sich auch nicht vom besten Verteidiger der vergangenen Saison, Anton Gavel, stoppen. Gegen ALBA bekommt es der „Zauberzwerg“ jetzt mit dem besten Verteidiger der laufenden Saison, Cliff Hammonds (neuer teaminterner Spitzname: „Berlin Wall“), zu tun:

X-Faktor gesucht: Lawrence Hill und Levon Kendall

Neben dem Duell der Spielmacher gibt es noch ein anderes Match-up, das eine nähere Betrachtung lohnt und das vielleicht genauso entscheidend wird: Auf der Position vier treffen die beiden im Viertelfinale effektivsten Spieler beider Mannschaften aufeinander: Levon Kendall glänzte in den vier Begegnungen gegen Ulm mit im Schnitt 13 Punkten, fünf Rebounds und einer 100-prozentigen Freiwurfquote (15/15), Lawrence Hill tat dasselbe gegen Bamberg mit im Schnitt 14 Punkten, sieben Rebounds und einer 50-prozentigen Dreierquote (12/24).

Wer soll in der Crunchtime den Ball haben: Natürlich David!

David Logan und David Holston sind mit Sicherheit die Spieler, in deren Händen der gegnerische Trainer den Ball in der Crunchtime überhaupt nicht sehen will. Warum nicht? Nun ja, Holston hat das zuletzt eindrucksvoll gegen den Meister demonstriert:

Zahlen, bitte: Die Statistik beschreibt, wie gut das kontrollierte Spiel der Artland Dragons im Viertelfinale gegen Bamberg funktioniert hat: Die Dragons leisteten sich von allen acht Viertelfinalisten die wenigsten Ballverluste (nur 11 pro Spiel), gaben mit Abstand die meisten Assists (19 pro Spiel) und glänzten mit der besten Dreierquote (42,7 Prozent).

Berlins in der Hauptrunde imponierende Defensiv-Statistik hat hingegen ein wenig unter der Viertelfinalserie gegen die offensivstarken Ulmer gelitten: Gegen Ulm kassierte die Hauptstädter im Schnitt neun Punkte mehr als in der Hauptrunde, die Ulmer Wurfquote lag gegen die „Albatrosse“ um drei Prozent über der von Berlins Hauptrunden-Gegnern, und ALBA forcierte in der Serie gegen Ulm im Schnitt auch 2,5 weniger Ballverluste als in der Hauptrunde.

Die Saison der beiden Klubs:

Berlin: ALBA BERLIN startete am 6. Oktober mit einer 66:67-Niederlage in Quakenbrück in die Saison. Im weiteren Verlauf zeigte sich jedoch schnell, dass die Berliner und ihr Trainer Sasa Obradovic bei ihrem radikalen Neustart ein gutes Händchen gehabt hatten. Mit einer sehr sattelfesten Verteidigung imponierte der Klub im Eurocup mit guten Resultaten und schied erst im Viertelfinale gegen den späteren Cup-Sieger Valencia aus. Zudem gewann man im März den deutschen Pokal und war das beste Team der Rückrunde der Beko BBL.

Quakenbrück: Unter ihrem neuen Headcoach Tyron McCoy starteten die Dragons mit 7:1 Siegen vielversprechend in die Saison. Ganz so furios ging es zwar nicht weiter, aber nach ihrem frühen Aus im Eurocup landeten die Dragons genug Erfolge, um die komplette Rückrunde wie festgenagelt auf dem fünften Tabellenplatz zu verbringen. Erst auf der Zielgeraden stürzten sie mit drei Niederlagen in Folge innerhalb einer Woche (in Berlin und Ulm sowie gegen Bonn) doch noch auf den siebten Platz ab.

Die ewige Bilanz / Duelle in dieser Saison: In der ewigen Bilanz führt Berlin zwar 16:11, allerdings wurden die Siege kurioserweise nur in Punktspielen errungen. Im Pokal blieb Berlin 2008 (Endrunde in Hamburg) und 2011 (in der Qualifikation) gegen die Quakenbrücker genauso ohne Sieg, wie in der bisher einzigen Playoff-Serie: Diese ging 2007 mit 0:3 im Viertelfinale verloren.

Hinspiel: 67:66 für die Artland Dragons am 6. Oktober in Quakenbrück

Rückspiel: 89:75 für ALBA am 20. April in Berlin

Was keine Rolle spielen wird: Antonio Graves und Levon Kendall spielten von 2003 bis 2007 vier Jahre gemeinsam für die Universität von Pittsburgh. 2009 spielte Graves zusammen mit Leon Radosevic für Cibona Zagreb. Reggie Redding führte 2011 zusammen mit Anthony King ETHA Engomis zur zyprischen Meisterschaft. In der vergangenen Saison spielte Redding mit Kenny Frease für Tübingen. Jan-Hendrik Jagla spielte zuletzt zusammen mit Brandon Thomas für den FC Bayern München, und Michael Wenzl stand in der Spielzeit 2012/2013 zusammen mit Akeem Vargas in der ProA bei der BG Göttingen unter Vertrag.

Darauf freuen wir uns besonders: Wenngleich sich Guido Grünheid mittlerweile in Quakenbrück pudelwohl fühlt, so hat der Jenaer noch immer einen Koffer in Berlin. Schließlich begann in der Millionen-Metropole 2001 seine Profi-Karriere. Umso trauriger war er, dass er das Quakenbrücker Gastspiel in der o2 World im April wegen einer Verletzung verpasste. Dank der Playoffs kann er das jetzt nachholen. 

Weise Worte: „Ich habe es in meiner aktiven Zeit immer gehasst, gegen solch kleine Spieler wie David Holston zu spielen. Die fehlenden Zentimeter sind natürlich ein Handicap, aber er kompensiert und verbirgt das sehr clever – und das gesamte Team hilft ihm dabei.“ - Sasa Obradovic).

Was die gegnerischen Fans sagen werden: Die Fans von ALBA BERLIN und den Artland Dragons verbindet seit vielen Jahren eine Fan-Freundschaft, die sogar mit einem gemeinsamen Fan-Schal dokumentiert wird. Begründet wurde diese Fan-Freundschaft 2006 bei der Pokal-Endrunde in Bamberg. Seitdem unterstützen sich beide Fangruppen regelmäßig auch bei anderen Gelegenheiten.

Die Storyline der Serie: Das zweite Playoff-Duell beider Klubs ruft bei den Dragons gute, bei den Berlinern hingegen schlechte Erinnerungen an das erste wach: 2007 überrumpelten die Artland Dragons Berlin im Viertelfinale mit 3:0. Es war das erste Mal in der Geschichte der Liga, dass ein Hauptrunden-Achter den Ersten im Viertelfinale ausschaltete.

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