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David Holstons 13 Punkte im 4. Viertel bringen den Auswärtssieg in Bamberg

David Holstons 13 Punkte im 4. Viertel bringen den Auswärtssieg in Bamberg

ratiopharm ulm gelingt der Anschlusssieg in Berlin / Oldenburg ringt Bonn in einer leidenschaftlichen Partie in Overtime nieder / Der FC Bayern siegt souverän in eigener Halle – Die dritten Spiele des Playoff-Viertelfinales in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 72:71

Brose Baskets - Artland Dragons 75:77

FC Bayern München - MHP RIESEN Ludwigsburg 104:82

ALBA BERLIN - ratiopharm ulm 64:71

Von: Robert Jerzy

EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 72:71 (Boxscore)

Die EWE Baskets haben einen großen Schritt in Richtung Halbfinale getan. In einer intensiv geführten Partie setzte sich der Vize-Meister in der Verlängerung gegen die Telekom Baskets Bonn durch. Dabei hatte der Gast das Momentum zum Ende der regulären Spielzeit auf seiner Seite, nachdem Tony Gaffney einen Einwurf stehlen und per Fast-Break zum 63:63 abschließen konnte um die Verlängerung zu erzwingen.

Bis dahin gestaltete sich die Partie wie eine intensive Achterbahnfahrt. Oldenburg begann die Partie wesentlich besser, holte zu einem 9-0 Start und erlaubte den Bonnern keinen einzigen Treffer aus den ersten sieben Versuchen. Etliche Ballverluste (21 insgesamt) und ein von Fouls geprägtes Spiel erlaubte dem Auswärtsteam jedoch, nach schwachem Start zurück in die Partie zu finden. Beide Mannschaften - sonst so stark aus der Distanz - konnten in der ersten Halbzeit nicht einen Dreier verwandeln und schickten sich gegenseitig immer wieder an die Freiwurflinie. Die Partie, ob der Wichtigkeit war foul-trächtig und sah insgesamt 56 Fouls.

Was die unglaubliche Ausgeglichenheit unterstreicht: Beide Mannschaften trafen identisch aus der Halb- sowie Nahdistanz (19/49 2-Punkte für 39%). Beide Teams trafen lediglich drei mal aus der Distanz. Der ausschlaggebende Faktor war der Einsatz und Wille in der Verlängerung. Erst verwandelte Chris Kramer eine Lay-Up plus Foul, dann fand er Robin Smeulders für einen Dreier zu einer 72:67-Führung, am Ende zu viel für die Bonner. Den Unterschied machte statistisch am Ende ein einzelner Freiwurf mehr für die EWE Baskets die am Sonntag in Bonn nun versuchen werden, das Ticket für das Halbfinale zu lösen. Bonns Head Coach Mathias Fischer zeigte sich indes zufrieden mit der Einstellung und Energie seiner Mannschaft, die zu Hause versuchen wird, mit einem Sieg Spiel 5 zu erzwingen.

Top-Scorer auf Seiten der Gastgeber waren Rickey Paulding (14), Dru Joyce (13) sowie Nemanja Aleksandrov (11). Für Bonn waren Ryan Brooks (16), Tony Gaffney (14) und Jamel McLean (12) die fleißigsten Punktesammler.

Playoffstand: 2:1


Brose Baskets - Artland Dragons 75:77 (Boxscore)

Die Artland Dragons schaffen dank einer Leistungsexplosion im vierten und entscheidenden Viertel eine Sensation und besiegen den amtierenden Meister zum zweiten Mal in dieser Serie in eigener Halle. Mit diesem Erfolg gehen die Quakenbrücker mit 2:1 in Führung und haben nun die Chance, mit einem weiteren Sieg vor eigenem Publikum ins Halbfinale einzuziehen.

Besonders schwer wiegt diese Niederlage für den Favoriten aus Bamberg ob der Tatsache, dass man die Partie in den ersten 32 Minuten unter Kontrolle hatte. Alle drei Viertel konnte man für sich entscheiden und als Maik Zirbes mit noch acht Minuten im vierten Viertel einen Freiwurf zum 69:59 verwandelte, schienen die Brose Baskets wie der sichere Sieger. Zwar konnte man in diesem Spiel nicht auf den Distanzwurf setzen (lediglich 6/21 Treffer), allerdings verlagerte die Mannschaft von Head Coach Chris Fleming ihr Spiel erfolgreich ans Brett und die Mitteldistanz, was sich in der Quote von 59% wiederspiegelt.

Mit einem Rückstand von zehn Punkten übernahm dann jedoch Point Guard David Holston das Spiel. Bis zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftete der flinke Aufbauspieler lediglich drei Punkte. Innerhalb der verbleibenden acht Minuten erzielte Holston 13 Punkte, traf drei mal von jenseits der Dreipunkte-Linie und stellte die Bamberger Defense vor eine unlösbare Aufgabe. Getragen von dieser Offensiv-Explosion standen die Dragons ihrem Gegner nun enger auf den Füßen, erzwang Ballverluste und kontrollierte den Rebound. Bamberg war angesichts der Aufholjagd konsterniert und fand offensiv nicht mehr zur eigenen Ordnung. Mit noch 16 Sekunden auf der Uhr hatte Anton Gavel allerdings die Chance, den Ausgleich bzw. die Führung zu erspielen. Der unglückliche, in einem Airball endende Versuch war allerdings sinnbildlich für die Leistung der Brose Baskets im letzten Abschnitt, welchen man mit 11:20 verlor.

Wie bereits in Spiel 1 gab Bamberg den Heimvorteil an Artland ab. Das Ziel muss nun sein, erneut in der Ferne zu siegen um dann ein entscheidendes fünftes Spiel zu Hause zu bestreiten. Gerade an der Ausbeute aus der Distanz muss Chris Flemings Mannschaft in den nächsten Tagen arbeiten. Während man Quakenbrück 14 Treffer bei 26 Versuchen erlaubte, traf man selbst lediglich sechs mal bei 21 Versuchen.

Neben David Holston (16) waren Kenneth Frease (15) und Lawrence Hill (13 und 9 Rebounds) die besten Akteure für die Dragons. Bamberg wurde angeführt von den Big Men Sharrod Ford (14), sowie Rakim Sanders und D’Or Fischer mit jeweils 12 Punkten.

Playoffstand: 1:2


FC Bayern München - MHP RIESEN Ludwigsburg 104:82 (Boxscore)

Der Tabellenführer ließ sich die jüngste Niederlage in Ludwigsburg und die verletzungsbedingten Ausfälle von Nihad Djedovic sowie Paul Zipser nicht anmerken und gewann souverän im Audi-Dome mit 104:82. Bereits zu Beginn des Spiels wirkte der Gastgeber konzentriert und entschlossen, Ludwigsburg keine Chance auf eine Überraschung einzuräumen. Mit einer 5-Punkte-Führung und einem auffälligen MVP Malcolm Delaney ging man in das zweite Viertel.

In diesem wachten die MHP RIESEN nach anfänglichen Problemen allerdings auf und wirkten mehr komfortabel in der Offense. Vor allem aus der Distanz begann die Mannschaft von Head Coach John Patrick, den Rückstand zu verkürzen (6/15 3er zur Halbzeit) und sogar in Führung zu gehen. Vier der sechs Treffer fielen im zweiten Abschnitt. Ein weiterer Faktor dieses Umschwungs in Halbzeit eins waren die 8 Offensiv-Rebounds, die Ludwigsburg immer wieder nutzte, um Punkte aus zweiten Chancen zu erzielen.

Die Halbzeitansprache von Svetislav Pesic muss allerdings eine der besten in der Karriere der Trainerlegende gewesen sein. Fortan spielte sein Team wie befreit auf und erzielte die ersten 20 Punkte des dritten Viertels, ohne Ludwigsburg auch nur einen Punkt zu erlauben. Der zuvor fallende Dreier der Gäste wurde abgestellt während die Bayern selbst kaum Ballverluste produzierten und aus allen Distanzen produktiv punkteten. 17 Assists unterstreichen zudem das teamdienliche Spiel der Hausherren, die mit ihrem 36:11 Viertel die Partie früh entschieden.

Mit einem weiteren Sieg am Sonntag in Ludwigsburg kann der FC Bayern das Ticket für’s Halbfinale einlösen. John Patrick wird seine Mannschaft das dritte Viertel vergessen lassen, war man in der ersten Halbzeit doch im Spiel und sogar in Führung.

Top-Scorer der Partie und des gesamten Spieltags war MVP Malcolm Delaney mit 22 Punkten, gefolgt von Bryce Taylor (21) und Deon Thompson (14). Calvon Harris (17), Coby Karl (14) sowie Shawn Huff (12) hielten für die MHP RIESEN dagegen.

Playoffstand: 2:1


ALBA BERLIN - ratiopharm ulm 64:71 (Boxscore)

ratiopharm ulm hat das frühzeitige Playoff-Ausscheiden durch einen beherzten Sieg in Berlin abwenden können. Die Mannschaft von Thorsten Leibenath bewies ein mal mehr den Willen, die Serie und damit die eigenen Hoffnungen am Leben zu halten. Dank einer starken Partie in der Defense und einem entfesselten Daniel Theis (20 Punkte und 12 Rebounds) führte Ulm von Anfang bis Ende und ließ die Albatrosse zu keiner Zeit ins sonst so gewohnt konstante Spiel finden.

Besonders heraus sticht die schwache Wurfquote der Berliner aus der Mitteldistanz (46%) und vor allem der Dreierlinie (18%). David Logan, in Ulm noch der Top-Scorer konnte keinen seiner sechs Versuche aus der Distanz versenken. Ulm kontrollierte zudem den Rebound sehr gut und fand auf jeden kleinen Lauf der Hausherren eine passende Antwort, zuletzt besonders bemerkenswert im vierten Viertel, als Alex King einen Dreier traf und Jagla per Freiwurf auf einen Punkt verkürzen konnte. Mit noch drei Minuten zu spielen holte Ulm zu einem 11:5 Lauf aus, zwang Berlin in schwierige Würfe und sicherte sich anhand zwei wichtiger Dreier von Edgar Sosa am Ende den verdienten Anschlusssieg in der Ferne. Neben Theis und Sosa (19 Punkte) war es erneut Kapitän Per Günther, der mit 15 Punkten, sechs Rebounds und drei Assists Grant für den Erfolg war.

ALBA Berlin verließ das Wurfglück in eigener Halle auf ganzer Linie. Jan-Hendrik Jagla und Cliff Hammonds trafen jeweils nur 1/9, David Logan sogar nur 1/12 FG. Durch die vertane Chance, die Serie frühzeitig zu gewinnen reist der Pokalsieger nun zurück nach Ulm, wo man in diesem Jahr alle Partien für sich entscheiden konnte. Ein Lichtblick für Sasa Obradovic war erneut Levon Kendall mit 18 Punkten, sieben Rebounds und zwei Blocks.

Playoffstand: 2:1


Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

 

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