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Deutlicher Derbysieg für Bamberg bei Jared Jordans Debüt

Deutlicher Derbysieg für Bamberg bei Jared Jordans Debüt

Bayreuth holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf, der MBC bleibt trotz einer tollen Aufholjagd der MHP RIESEN zu Hause siegreich während der FC Bayern in der Crunch-Time in Hagen die Oberhand behält. Die Sonntagsspiele des 24. Spieltags in der Zusammenfassung

Die Ergebnisse im Überblick:

medi bayreuth - RASTA Vechta 80:82

Mitteldeutscher BC - MHP RIESEN Ludwigsburg 89:77

Brose Baskets - s.Oliver Baskets 104:66

Phoenix Hagen - FC Bayern München 76:82

Artland Dragons - EWE Baskets Oldenburg 95:69

Von: Robert Jerzy

medi bayreuth - RASTA Vechta 82:70 (Boxscore)

medi bayreuth merkte man zu Beginn der Partie an, dass die Mannschaft im Angesicht der Tabellensituation um diesen Sieg kämpfen werde. Auf beiden Seiten fielen die Distanzwürfe, beide Mannschaften waren offensiv auf Augenhöhe. Ronnie Burrell und Kyle Weems übernahmen für die abstiegs-bedrohten Bayreuther viel offensive Verantwortung. Vechta antwortete stets und viel über Dirk Mädrich, der seine Mannschaft schon am letzten Spieltag lange auf dem Rücken trug und auch in der ersten Halbzeit mit zehn Punkten federführend darin war, die Partie eng zu halten. Nachdem Bayreuth zu Beginn des zweiten Viertels zu einem 11-6 Lauf ausholte, kamen die Gäste nach einem Rückstand von neun Punkten wieder zurück in die Partie und verkürzte auf -2.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischte der Gastgeber. Bayreuth erspielte einen 20-10 Lauf dank 60% aus dem Feld und konstanter Produktion aus der Distanz. Nachdem Vechta zur Halbzeit wieder dran war, rannte man nunmehr durch diesen Beginn einem zweistelligen Rückstand hinterher. Erschwerend hinzu kam das fehlende Fortune aus dem Feld. Lediglich aus der Distanz sowie der Freiwurflinie konnte RASTA Vechta Punkte produzieren. Dies war angesichts der Konstanz auf der anderen Seite zu wenig, um noch ein mal in die Partie zurück zu finden. Der entschlossene Beginn der Bayreuther in den zweiten Abschnitt ebnete den Weg für einen ungefährdeten und nicht minder wichtigen Sieg im Abstiegskampf. medi bayreuth zeigt, dass das Talent zweifelsohne in der Mannschaft steckt. Sechs Spieler punkteten zweistellig was diesen Sieg zu einem Team-Erfolg macht. Head Coach Michael Koch hofft, diese Leistung für die kommenden Partien konservieren zu können.


Mitteldeutscher BC - MHP RIESEN Ludwigsburg 96:93 (Boxscore)

Nach dem Heimsieg gegen Berlin am Mittwoch warnte Head Coach John Patrick vor zu viel Euphorie, trat man in Weißenfels doch gegen eine der Überraschungsmannschaften der Bundesliga an.

Ähnlich wie Ludwigsburg beim letzten Heimsieg startete der Mitteldeutsche BC mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Angelo Caloiaro, die Neuentdeckung des MBC, führte sein Team mit 10 Punkten im ersten Viertel zu einem 18:6 Start. Der Gastgeber kontrollierte das Tempo, ließ nicht einen Distanzwurf zu und holte nach zehn Minuten zu einer 24:11 Führung aus.

Obwohl die MHP RIESEN zu Beginn des zweiten Abschnitts wesentlich besser in die Partie fanden, konnte man den Hausherren selten an Punkten hindern, was den Rückstand zeitweise auf 20 Punkte anschwellen ließ. Nach Caloiaros Punkte-Explosion im ersten Viertel war es Michael Cuffee, der den MBC mit 19 Punkten in Halbzeit Eins fast im Alleingang trug. In den letzten drei Minuten des zweiten Viertels fand Ludwigsburg dann doch noch das gewohnte Händchen aus der Distanz und konnte auf 14 Punkte verkürzen.

Patricks Halbzeitansprache scheint eine der besten in dieser Saison gewesen zu sein. Seine Jungs kamen entschlossen und aggressiv aus der Kabine und verkürzten dank eines 13-0 Starts auf einen Punkt. Alle 13 Punkte wurden von Coby Karl und Adam Waleskowski erzielt. Ab diesem Zeitpunkt waren die Karten neu gemischt. Der MBC verlor zwar nicht das offensive Konzept, dahin war allerdings das defensive Element, welches den Gast in den ersten 20 Minuten nach schwer zu schaffen machte. Ludwigsburg warf sich heiß und Shawn Huff erarbeitete mit einem Dreier dann sogar die ersten Führung der Partie zum 63:62 aus Sicht der Gäste. Weder Caloiaro noch Cuffee verzeichneten im dritten Viertel einen Punkt.

Absolut offen ging es somit in das Schlussviertel, in welchem Head Coach Silvano Poropat in der Not war, weitere offensive Stützen zu finden. Fortan fand der MBC eine bessere Aufteilung, involvierte Marcus Hatten und Djorje Pantelic besser in die Partie und übernahm erneut die - wenn auch knappe - Führung. Die Aufholjagd der Ludwigsburger schien zu viel Energie gekostet zu haben. Denn auch wenn Coby Karl (26 Punkte) nicht aufhörte, auf Weißenfelser Punkte stets eine Antwort zu haben (beispielsweise mit einem 4-Punkt-Spiel), so zwang der konstante Rückstand die RIESEN dazu, aggressiver in der Defense zu operieren. Dies führte aufgrund der Anstrengung dann zu Freiwürfen für den Gastgeber, die sicher verwandelt wurden. Am Ende traf der Mitteldeutsche BC +17 Freiwürfe und sicherte sich den hart erkämpften Erfolg. Ludwigsburg zeigte eine couragierte Leistung, verbrannte durch die Aufholjagd im dritten Viertel jedoch sehr viel Energie, nur vier Tage nach dem Erfolg daheim.


Brose Baskets - s.Oliver Baskets 104:66 (Boxscore)

Das Franken-Derby zwischen den Brose Baskets und den s.Oliver Baskets war zugleich das Debut von Jared Jordan als Bamberger und Starting Point Guard für das Team von Head Coach Chris Flemming. Grund für seine Verpflichtung so spät in der Saison war der Wunsch nach einem Aufbauspieler, der das System des Meisters perfekt umsetzen kann.

Dass Jordan das passende Puzzlestück sein kann, zeigte er bereits in den ersten 20 Minuten, in denen er selbstlos allerdings höchst effektiv seine neuen Mitspieler in Szene setzte und die Offensive früh zum Laufen brachte. Waren es im ersten Viertel noch die etlichen Distanzwürfe, die Bamberg eine frühe 25:14 Führung einbrachte, fokussierte der Gastgeber sein Spiel auch zunehmend auf die Mitteldistanz. Bamberg erwirtschaftete in der ersten Halbzeit eine Quote von 67% aus der Mittel- und Nahdistanz und 53% von jenseits der Dreipunktelinie. Man zwang Würzburg früh in Ballverluste und baute die Führung kontinuierlich aus.

Der Gast bemühte sich, dran zu bleiben. Nachdem man einen guten Start erwischte, verlor die Mannschaft von Head Coach Stefan Koch dann jedoch zunehmend den Faden. Zwar konnte man im zweiten Viertel auf 11 Punkte herankommen, einige schnelle Auszeiten von Flemming resultierten dann jedoch in einem 10-0 Lauf und dem 57:31 Halbzeitstand.

Dass der Meister dem Gast aus Würzburg keinerlei Chance geben wollte, zurück in die Partie zu finden, bewies man zu Beginn der zweiten Halbzeit. Elias Harris war instrumentell in einem 13-0 Lauf, der den Bamberger Vorsprung innerhalb von vier Minuten auf 70:31 ansteigen ließ. Ab diesem Zeitpunkt schaltete man einen Gang herunter und verwaltete die Partie, angesichts dieses Spielstands. Dabei gaben sich die s.Oliver Baskets keinesfalls auf. Man spielte weiterhin mit Herz und Engagement, konnte die rund laufende Offensive des Meisters allerdings zu keiner Zeit stoppen.

Für Bambergs Coach Chris Flemming war es ein sanfter Beginn in die Jared Jordan Ära. Alle Aktionen des Aufbauspielers hatten Hand und Fuß während seine Statistiken von fünf Punkten, sieben Assists und acht Rebounds eine deutliche Sprache sprechen. Für die s.Oliver Baskets war es zugleich die höchste Niederlage im 99. Spiel.


Phoenix Hagen - FC Bayern München 76:82 (Boxscore)

Dass Hagen in der Lage ist, daheim als Favoritenschreck zu agieren, war spätestens nach dem Erfolg gegen Berlin bewiesen. Die einzig offene Frage: Können die Feuervögel ihr offensives Spektakel auch gegen den FC Bayern abrufen?

Im ersten Viertel wiesen beide Teams markante Eigenschaften auf. München war stark aus der Mittel- und Nahdistanz über John Bryant, Hagen konterte aus der Distanz in Persona David Bell (3/3 Treffer). Dass man die Partie allerdings nicht nur durch das Distanzspiel gewinnen kann, bewiesen die Anpassungen, die Ingo Freyer zum zweiten Viertel vornahm. Ein 8-4 Start war hauptsächlich gefußt auf die Verlegung der Offensive ans Brett, die allerdings nicht konstant produzierte. Bayern München kompensierte die eigene Schwäche im Distanzwurf durch gutes Inside-Game über Djedovic, Savovic und Taylor.

Speziell Djedovic war in der Lage, aus seinem Zug zum Korb Kapital zu schlagen und erzielte acht seiner 15 Punkte von der Freiwurflinie. Der All-Rounder ist nur ein Beispiel für die Fähigkeit der Bayern, am heutigen Abend die Partie durch eine gute Freiwurfquote für sich zu entscheiden. Auch wenn die Quote aus der Distanz in der zweiten Halbzeit anstieg, so wurde der Game-Plan, das Spiel ans Brett zu verlagern, konsequent umgesetzt - was 31 Freiwürfe zeigen.

Trotz der +13 Freiwürfe für die Münchener hatte Hagen jedoch stets die Hand am Sieg. Aus 11 Offensiv-Rebounds machte man acht Punkte. Der Bruch im Spiel passierte dann in den letzten Minuten des vierten Viertels. Auf die schnellen Dreier von Bell im ersten Viertel folgten in den verbleibenden 30 Minuten lediglich vier weitere. Zudem konnte man zwar selber Second Chance Points erarbeiten, Bayern auf der anderen Seite jedoch nicht daran hindern, aus 13 Offensiv-Rebounds 18 Punkte zu erzielen. Nachdem Hagens Larry Gordon auf Taylors Dreier mit einem selbigen antworte und den 70:70 Spielstand erspielte, holte Bayern zu einem 12-6 Lauf aus. Bryce Taylor, Top-Scorer mit 18 Punkten, traf spät einen weiteren Dreier während München als Team einen Vorsprung von der Freiwurflinie erarbeite und diesen über die Zeit rettete. Phoenix Hagen verlor die Partie in der Crunch-Time aufgrund kleiner Nuancen und leicht schwächerer Ausbeute aus dem Feld. Fünf Spieler punkteten zweistellig, Top-Scorer war David Bell mit 16 Punkten. 


Artland Dragons - EWE Baskets Oldenburg 95:69 (Boxscore)

Um die ungewöhnliche erste Halbzeit des Derbys zwischen den Artland Dragons und EWE Baskets zu beschreiben, bedarf es folgender statistischer Vergleiche:

Feldwurfquote: 74% - 35%, 3-Punkt-Quote: 45% - 21%

Diese Zahlen unterstreichen die Dominanz des Gastgebers gegen die gastierenden EWE Baskets aus Oldenburg. Das Team von Sebastian Machowski führte die schwache defensive Leistung aus dem Februar fort, konnte in der ersten Halbzeit dies jedoch nicht mit der sonst so starken offensiven Leistung kompensieren. Ein Rückstand von 27:46 zur Halbzeit schien angesichts der heißen Dragons uneinholbar zu sein. Neben der starken Quote verteilte Quakenbrück zudem 17 Assists allein in den ersten 20 Minuten.

Nach der Halbzeitpause und einem Dreier von Lawrence Hillversuchten die EWE Baskets mittels eines 7-0 Lauf das Spiel enger zu gestalten. Obwohl die Offensive nun besser funktionierte, konnte Oldenburg in der Defensive keine Stopps produzieren, die wichtig gewesen wären, um den Rückstand zu verkleinern. Gerade als das Gefühl aufkam, dass Artland vielleicht zu früh in die Verwaltung geht, explodierte der Gastgeber nach einer Auszeit erneut und vergrößerte den Vorsprung auf über 20 Punkte. Diese euphorische Vorstellung der Drachen konnte zur keiner Zeit der Partie von den Oldenburgern unterbunden werden. Zeitweise trafen die Gastgeber 80% aus dem Feld und gewann durch den Sieg zudem den direkten Vergleich mit den EWE Baskets. Ein Details welches für die Endplatzierung im Kampf um die Playoffs sehr wichtig werden wird. 

Abende wie diese erzählen die magische Geschichte des Sports, einer den die Zuschauer wohl nicht so schnell vergessen werden. Sechs Dragons punkteten am heutigen Abend zweistellig, was die überragende Team-Leistung unterstreicht. 


Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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