FB Twitter Instagram YouTube Google+
News
Die Schlacht der Titelträger – Meister gegen Pokalsieger am Samstag live auf SPORT1: Ist Bamberg...

Die Schlacht der Titelträger – Meister gegen Pokalsieger am Samstag live auf SPORT1: Ist Bamberg...

Es ist Spektakel. Es hat Historie. Epische Serien von 2004 und 2011 kommen in den Sinn. Damals wie heute kochte er hoch, der Zorn auf den Rängen. Auch diese Saison beim Champions Cup wieder: intensiv vom Jump bis zur Sirene, ungeachtet des Spielstandes. Aktuell ist es das Duell der Titelträger - Meister gegen Pokalsieger und damit weiterhin das größte Spektakel unserer Liga? Anlässlich des Rückspiels am Samstag in Berlin hier noch mal unsere Argumentation aus dem Herbst:

Natürlich lässt sich darüber diskutieren, ob Berlin gegen Bamberg DAS Duell unserer Liga ist. Schließlich trafen die Brose Baskets und ALBA BERLIN im Finale zuletzt vor drei Saisons aufeinander. 2012 forderte Ulm, 2013 Oldenburg die Bamberger zum Saisonhöhepunkt heraus … aber beide Klubs wurden mit 3:0 für zu leicht befunden. Das letzte Mal, dass der Serienmeister aus Bamberg über die volle Distanz gehen musste und dort bis in die Schlusssekunden zitterte, war halt die Serie 2011 gegen Berlin.

Nach dem Abgang von Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi ist Sven Schultze zwar der einzige Akteur im Berliner Kader, der diese Finalserie aktiv miterlebt hat, aber der graue Wolf wird als Kapitän seinen Mitspielern die Wichtigkeit dieses Duells schon einimpfen.

Im vergangenen Sommer produzierte das Halbfinale zwischen Bamberg und München phänomenale Quoten für SPORT1 (460.000 Zuschauer im Schnitt beim fünften Spiel), weswegen sich auch diskutieren lässt, ob dies aktuell nicht das größte Duell der Beko BBL ist. Vor allem, da der Neu-Münchener Schaffartzik seit seiner Liebeserklärung an die Bamberger (Video: … weil ich die einfach nicht leiden kann!“) ligaweit die bevorzugte Zielscheibe der Schmährufe der Brose-Freaks ist.

Und auch für das Duell zwischen Berlin und Bayern lassen sich Argumente finden. Da wäre der Heimsieg der Albatrosse im Pokalhalbfinale sowie als Antwort der Sweep der Münchner gegen Berlin in den Playoffs. Und mit dem Wechsel von vier Profis aus der Hauptstadt nach München im Sommer ist die Liste der Bayern-Angestellten mit Berliner Vergangenheit auf 13 angewachsen. Das potenziert die Rivalität, was zuletzt in der „Kreuz“-Affäre um Schaffartziks Trikot als Nebenkriegsschauplatz mündete.

Dennoch: Bisher können Svetislav Pesic und sein Ensemble noch keinen Titel vorweisen und so lange bleiben die Duelle zwischen Bamberg und Berlin das größte Spektakel, das die Beko BBL zu bieten hat – hier einige Gründe mit bewegten Bildern:


Intensiv:

Es war das erste Spiel der Saison, aber beim Beko BBL Champions Cup wurde von beiden Seiten von der ersten Sekunde an mit einer Verbissenheit gespielt, als handle es sich um das fünfte Finale:


Persönliche Animositäten:

Dass Schaffartzik nicht mehr dabei ist, wird die Dezibel-Ausschläge in der Brose Arena beim Berliner Ballvortrag zwar etwas senken, aber andere Personalien befeuern das Duell weiterhin. Brose-Kapitän Casey Jacobsen beispielsweise hatte in Berlin 2008/09 sein schwächstes Jahr in unserer Liga und auch Sharrod Ford stand 2006/07 in der Hauptstadt unter Vertrag.

Vor allem ist hier aber natürlich Sven Schultze zu nennen. In Bamberg geboren, aufgewachsen und für seinen Heimatklub in der Beletage debütiert, ist er mittlerweile der Magnet des Bamberger Fanzorns. Berlins Kapitän steht ziemlich am Ende der Rotation von Obradovic, aber der Headcoach der Albatrosse ist für Überraschungen gut, setzte beispielsweise auch Jan Jagla gegen dessen alten Klub München erstmals in die Startformation.


Spektakulär:

Das folgende Video macht jede weitere Erklärung obsolet:


Historie 1:

In Freakcity hat niemand vergessen, dass Berlins aktueller Trainer Sasa Obradovic 2006 mit Köln im fünften Halbfinale die Bamberger als amtierenden Meister in deren Halle in den Urlaub schickte:


Historie 2:

Und auch in Berlin weiß noch jeder, dass es 2004 die Bamberger waren, welche die Berliner Zeit als Serienmeister mit einem trockenen Auswärtssieg im fünften Halbfinale in der Schmelinghalle beendeten:


Blick in unsere Zukunft:

Natürlich stehen viele der kommenden Leistungsträger unserer Nationalmannschaft vor allem bei den großen Klubs unter Vertrag. Bei Bamberg gegen Berlin lässt sich am Sonntag unsere Zukunft auf der Fünf im direkten Duell begutachten. Maik Zirbes (2,07 Meter) und Philipp Neumann (2,09) messen sich mit Berlins neuem Publikumsliebling Jonas Wohlfarth-Bottermann (2,08)


Historie 3:

Und überhaupt haben die Albatrosse nach dieser Niederlage vor fast genau drei Jahren in Bamberg immer etwas zu beweisen:


Epische Finals:

Ist die Finalserie 2011 zwischen Bamberg und Berlin die beste des neuen Jahrtausends? Zusammen mit 2010 (Bamberg – Frankfurt) und 2009 (Oldenburg gegen Bonn) zumindest in der Top 3! Selbst die fünfte Partie wurde erst in den Schlusssekunden durch Dreier von John Goldsberry und Brian Roberts entschieden:

Und Thomas Pletzinger (Gentlemen, wir leben am Abgrund – jetzt auch als Taschenbuch) hat eben diese Finalserie literarisch geadelt, was sie noch besser im kollektiven Gedächtnis der deutschen Basketball-Gemeinde verankerte.


Gesamtbilanz:

Mit einem Blick auf die Gesamtbilanz beenden wir unsere Argumentation für Berlin gegen Bamberg als größtes Duell der Beko BBL. Seit der Saison 1998/99 gab es 50 Duelle zwischen diesen beiden Klubs, darunter zwei Finalserien und ein Pokalfinale sowie ein Viertel- und ein Halbfinale. Berlin führt mit 30:20 Siegen. Freuen wir uns auf die 51. Auflage – am Samstag ab 20:00 Uhr live auf SPORT1 oder hier als kostenfreier Livestream.

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport